Freitag, 6. Februar 2009

Autorentreffen in Nürnberg

Original der Ausschreibung hier:
http://www.federwelt.de/autorentreffen.html


Donnerstag, 21. Mai 2009 (Himmelfahrt)
Anmeldeschluss 15. Mai 2009

Wieder bietet Ursula Schmid-Spreer, zusammen mit der Federwelt, drei Seminare an:

Seminar 1: Vom Rohtext zum Roman (Titus Müller)
Der Weg vom Rohtext zum druckreifen Roman ist weit. Jedes Kapitel muss mehrfach überarbeitet werden, bis es in der bestmöglichen Fassung dem Roman Kraft verleiht. Wie kann man dabei vorgehen? Wie erkennt man schwache Szenen, und mit welchen Mitteln kann man sie in starke Szenen verwandeln? Wie setzt man Worte so ein, dass sie den Leser emotional berühren? Titus Müller stellt praktische Schritte vor, die er beim Schreiben seiner Romane anwendet, um den Geschichten Feinschliff zu geben.
Titus Müller, 1977 in Leipzig geboren, studierte Neuere deutsche Literatur, Mittelalterliche Geschichte und Publizistik in Berlin. Er veröffentlicht sehr erfolgreich historische Romane.

Seminar 2: Detektive der Seele
"Warum Hercule Poirot und Miss Marple ledig sind" (Edith Kneifl)
Warum sind Kriminalromane, nicht nur im anglo-amerikanischen Raum, sondern auch in deutschsprachigen Ländern so populär? Die Wiener Psychoanalytikerin und Kriminalschriftstellerin Edith Kneifl wird in ihrem Vortrag nicht nur Tipps zum Spannungsaufbau geben, den Unterschied zwischen Krimi und Thriller erörtern, sondern auch auf die psychologischen Ursachen der Beliebtheit von Kriminalromanen näher eingehen und die Motive der KriminalschriftstellerInnen aufzudecken versuchen. Sie werden als eine Art Privatdetektive der Seele zu Helfershelfern. Und die Leser von Kriminalromanen werden über ihre Träume, Phantasien und Assoziationen zu Tätern, Opfern und zu Detektiven.
Dr. phil. Edith Kneifl, lebt und arbeitet als Psychoanalytikerin und freie Schriftstellerin in Wien. Sie erhielt als erste Frau den GLAUSER-Krimipreis. 12 Kriminalromane und ca. 50 Kurzgeschichten

Seminar 3: Schreiben fürs Hören
Verständlich formulieren (Roland Rosenbauer)
Fürs Lesen zu schreiben lernen und üben wir vom ersten Weihnachtswunschzettel an. Nichts ist so einfach, als dass es nicht irgendeiner auch kompliziert ausdrücken könnte.
Dass Sprache von Sprechen kommt, dass wir mit jedem Radio- oder Hörbuchtext zum Hörer sprechen, diese banale Erkenntnis wird oft nicht genug beachtet. Fürs Ohr statt fürs Auge, fürs Hören statt fürs Lesen, zu texten sollte das Natürlichste der Welt sein, doch tatsächlich ist es für uns etwas Unnatürliches geworden.
Was im Radio nicht auf Anhieb verstanden wird, ist vorüber. Am Sender gehalten werden nur interessierte Hörer und Interesse kann nur wecken, was auch verstanden wird - was also verständlich formuliert ist. Da Hörer nicht zurückblättern können, müssen die Informationen Satz für Satz klar "rüberkommen".
Fürs Hören schreiben bedeutet, einen Text zu verfassen, der leicht gesprochen und gehört werden kann. Der Hörer soll das verstehen, was wir ihm sagen. In diesem Seminar nähern wir uns dem Thema mit Text- und Hörbeispielen aus der Praxis.
Roland Rosenbauer, 1956 geboren, hauptberuflich Redakteur im Funkhaus Nürnberg und Online-Redakteur für den Tessloff-Verlag ("Wasistwas.de"). Bekannt als SF-Autor.

Leitung: Ursula Schmid-Spreer
Referenten: Titus Müller, Edith Kneifl, Roland Rosenbauer
Ort: Bildungszentrum der Stadt Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, Fabersaal
Zeit: 9:30 Uhr bis 20:00 Uhr, Donnerstag, 21. Mai 2009
Kosten: 80 Euro, darin enthalten: Besuch der 3 Seminare, Mittag- und Abendessen (ohne Getränke), Pausengetränke. Wir weisen darauf hin, dass eine Erstattung der Teilnahmegebühr bei Nichterscheinen nicht möglich ist.
Kontakt: Ursula Schmid-Spreer

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