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Montag, 22. Dezember 2025

Das Wortwerk-Jahr 12025

(Auf allgemeinen (imaginären,  ihr Feiglinge! Anm.d.Prot) Wunsch wurden die ausuferübertretende Begrüßungen an den Schluss der Texte verbannt. Anm.d.Red.)

Hier die Zusammenfassung (von S(ch)us(ch)i? Anm.d.Prot.), dieses Jahr betreffend: Wort-/Satz-/Text-/Gedanken-Perlen aus Wortwerk Nürnberg Treffen-Protocollagen, aber auch aus Lesungen von Wortwerker:innen, Vernissagen und bi- tri- penta-mondalen äh -litera(tura)len Textbesprechungen außer der Reihe.

(Dafür das PS an den Anfang: Wie immer: weiter wehrhaft für Demokratie, Energiewende und Umweltschutz! Change.org, campact.de, TRCRC, Robin Wood, Foodwatch etcetc... Anm.d.Prot.u.Red.)

Der Wortwerk-Urnebel begann mit geizigen Goldschmieden, die ihren Frauen keinen Schmuck schenken sowie einer Yr-Oma mit Yps(ilon) und Schwyps
    Hör gut zu/nota bene, Stasi-Ex: zwei Bekloppte sind hinreichend homogen!
        Da beißt die XXXL-Fliege keine Hundeleine nebst Anhang ab.

Künstlerinitiierte Bilderverbrennungen: Medien-/Perspektiv-wechsel und Leerraumerzeugung bleiben aus: Emissionsgesetz!
Die Mainzelzwergbergwerker sind ein persisches Patent. Ist das Leben repetitiv oder ist es repetitiv?
   Märtyrerinnen leiden darunter, wenn ihr Biograf schummelt
Ich bezweifle, dass Deine Zweifel meinen gleichen

Sensen tut literarisch wohl
   Dem branchenfremden Geldkoffer und der Jugendzeit in Erlangen hinterherseufzen, während wir die Ratten wegwedeln
Die Selbsthilfegruppe unanonymer Texteltern redet über n-zu-1 bei Künstler:innen-zu-Publikums-Quote, dass Überarbeiten überschätzt wird und dass literarische Babies undankbar sind
    Netzlos doppelbödig kommt vor dem Fall der Leser:innen und/oder Autor:innen
Habitusdechiffrierung, oder: Performt das Bröckeln des Gedichts!
    Denn: der Mond liegt hinter Asien.

schau nicht hin und schweig, Lokbub, wenn Hund&Katze&Schlange olfaktorisch kopulieren, frei von Sünde
Aus.
   Dauer.
       Furien.
            Antik.
Gerontaubergine: Stuhlkreis in Totlicht- Marschmüslideformation profess.

kultureller Mitbewerb wird durch die Abgabefristverkürzung überrumpelt, während deine Rentnerin / oma for culture Zeit hat: läuft!
    Wie heißt Du, Kind des Blumenordens: rauchende Blume (des) Nordens?
Ein Titel ohne Mittel ist nur mittel
    Wie Pokale aus 3D-Druck
ein Pfrund Erlangen gemischt bitte
Komm, siez Dich, Frühveredvrenteter!
   und geh, Erde, Dichter, zu-zu-zu viel der Ehre, TextgeadelT: Lass ab von einer Sinneinheit pro Codezeile in lyrics++
    Während den Anfängen beim Schreiben und achtet die Trigger Strobo Warnung: gerade weltallwissende Erzähler:innen fluchen gern

DEmenz: Selbstvergessen
   im Gestern begegnen
   be-
greifen, festhalten, fest!
in den Schatten tränentrotzig auf Knopfdruck lächelnd
        selbst-
ironisch Werke auf der Welt zu:Ende bringen
    um nichts
       mit der Welt zu
            vergleichen

Team konzeptloser Sauerstoffverwerter aber immerhin Singvogelfan
    Sammle die eitervergorenen Früchte des Lebensbaums und entsorge sie achtern mit einem Gebet für uns alle
        nebst salvadoredalischer Klausel
    next level lyrics spawn points
Die Gesangsdarbietung ist eine allegorische Krankheit; 
   wie vernetzte Gier, denn schon Bibel, Dürer und meine Fußnägel haben aufgerollt oder  dagegen aufgemuskt
   Während Spinnenbeine aus unbeleckten Katzenmäulern baumeln und Schneckenschleim aus Schildkrötennasen trieft

ichbindie mit den krossen texten, den unnötigen zweifeln und dem genre triviarentnersplatterromance
    Vergangenheiten können in Mägen versteinern, nicht nur in Mienen.
Selbsthilfegruppe anonymer Solipsisten: hallo, ist hier jemand?
    Die blaue Ikeatüte ist der rote Fäden und wäre gerne was anderes. Und bleib mir bloß weg mit Baustellen!
Harter Tobak, die Mutter mit einer Botenstoff-Dealerin zu vergleichen, wegen der man mit dem Aufzug zum Lachen und Lesen in den Keller fliegt

(Ich glaub hier fehlt was)(ich Guggenheim noch mal und trage nach)(ja, Du bist immer nachtragend. Und schalt die Autokorrektur ab, die ergänzt immer so komisch)

Das Korrigieren von Sekundärliteratur ist ... Tertiärliteratur?
    Trullatussiklischees markieren ihr revier, luxus überzeichnen und entwerten kommt teuer
        dabei ist es nur protest gegen langeweile
Parents and co authors against AI overusage
    Anders (aber der heißt nicht Anders, sondern anders, nämlich Anton. Anm.d.Prot.) als der allwissende Erzähler verzog sich der Protagonist  - alkoholinduzierte Narkolepsie oder Unsicherheit?

Buchzeit, Lebenszeit ... Schnapsbrennglas gegen plätschernde Phasen - sonst gehe ich selber in die Kneipe und langweile mich - lieber mit Erdbeeren anfangen und sich steigern!
    Katholische Heli-Eltern als Konfliktpotential
        Komisch, alle Firmen bei denen ich je gearbeitet habe, sind mittlerweile pleite - biete es als Dienstleistung an!
    Deutschlehrer-Protagonisten von Deutschlehrer-Autoren sind immer nett
        der Chemielehrer nicht, siehe Adenauers 'am Ostufer der Elbe beginnt Asien' - bist Du Siemensianer oder Wortwerker?

Schweig, Land, unbetreten
    Kindheits-Forscherblick alt und neu
Schweig, bis der Hahn kräht, Meeresjuwel
    Vor allem über den weiteren Fortgang
        Während flambierte Helden im Cape mit Charme und Chuzpe flammend politischer Unholde Untaten anprangern 
   Dann erhebet alle tosend die Stimme

Frankensteins Großvater auf Autorinnenseite hat auch mal ein Schloss abgefackelt
    Rosen auf dem Beifahrersitz und Frauenkleider im Schrank,
oh Schrecken! Steinhart wie'n Rock, er.
    Halte Dich an Rauchende, um Klassengrenzen zu durchbrechen 
        Und der Lithiumakku im Hirn will Nässe und Nüsse
Sei ein Gnadenhof für sterbende Wörter wie Fisimatenten und Larifari
    Und verkaufe nicht für erst posthumen Ruhm die Seele?
Asche auf unsere Häupter - und die Campinglatrinen - ist das ein urbaner Mythos, und gibt es die überhaupt? Und wie entsorgt man eigentlich Mülltonnen?

Die Bahn war pünktlich aber virenverseucht
    Wenn alle Autor:innen Lügner:innen sind, dann...
Grenzen verwischen: ein fragiler Traum 
    Flurkreuze sind was für Quasi-Atheisten, echte Gläubige bauen Golgatha überlebensgroß
Beichtet und schweigt über eure Taten 
    Holzscheitschichtduft frisch bis moder n d
Enge der Täler beengt Hirne und Herzen 
    Weitblick nur am Gipfelkreuz
Höflich aber unherzlich
Alp en
     bru Tal
Wir sind die     Eigentlichen
Ihr  seid  die Uneigentlichen
Sieht man doch am einsprachigen Ortsschild
und nullsprachiger Kommunikation... denn Finsterblicke zählen nicht

Gorillas verfluchen den freien Flug der Eisvögel in Zeichensprache 
    Hirne: gedankenabsonderlichsdrüse
    Autobahnbrücken: Talabschneidung
    Flussbrücken: Orte für Mansplaining 

Die auf der anderen Seite tauen auf - und kontrollieren die Reisedokumente der Fische nicht mehr -, wenn
man sie in ihrer Sprache begrüßt und Alkohol teilt
Die Gletscherleiche lässt mich seltsam kalt, mei
Aber die schöne Restnatur als Frohnatur ausbeuten

Punk-Revoluzzer durch Umbrüche
Der Hund läuft so komisch, saugt und kotzt unter den unbezahl(bar)ten Bargeldbaum (in der Rhabarberbar Anm.d.Prot.)(Nein, bitte nicht den schönen lyrischen Flow dekonstruktivieren. Hast Du Deine Ruhezeiten wieder nicht eingehalten? Anm.d.Red.) 
Die Held:innen von Wortgefechten tragen
   schwarze Gürtel mit eingeritzten Repliken...
Die Kinderstube Genlabor: auch das kommt künftig öfter vor
   Vorlesezeitdilatation und ungeschickter Slasher-Kameramann: "zu dicht ans Dichterhirn! Tschuldigung! War aber Absicht!"
Knigge für Autor:innen: Auch unhörbar sprechende Protagonist:innen ausreden lassen
   Interessantes Beiwerk kann den Verkauf stumpfer Romane boosten
Nix boosten. Ab auf die schlaffertige Matratze!

Und zum Abschluss die Begrüßung:

(Oh nein, ich hatte gehofft, dass wenigstens unsere Gruppe eine jahresrück-blickdichte/freie Zone gewesen sein würde hätte können, zur Fahrradkette nochmal! Anm.d.Red.)
   (wir können es auch als Aphorismenkalender für 2026 machen...Anm.d.Prot.
)
       (und ich traue mich wetten, gleich kommt wieder eine unverständliche... )

yä-abbat-e bäre əgr-u täsäbr-o-ʷall!

(Wort für Wort: von-Vater-mein Stier Bein-sein er-ist-gebrochen, das ist Äthiopisch für "Hallo"! Anm.d.Prot) - (Quatsch! ‘Das Bein meines Vaters Stier ist gebrochen' ist nur wieder ein wortstellungs-veranschaulichender Beispielsatz. Glaubst Du, die Leute können Wikipedia nicht im Browser eintippen? Und wenn Du schon den Holozän-Kalender basierend auf der ersten Großstadt Göbekli Tepe verwendest, dann wenigstens eine anatolische bzw. hethitische Begrüßung! Anm.d.Red.) - (Das wäre dann "Ihr esst Brot, Wasser aber trinkt ihr." Anm.d.Prot)(auch das ist nur von Wikipedia und heißt nicht "Hallo" Anm.d.Red.)

Samstag, 6. Dezember 2025

Ad:vent

Aber hallo!

   (Nanu? Wäre Deiner Logik nach diesmal nicht eine norwegische Begrüßung dran, wegen Weihnachten = Nordpol = polar = Norwegen? Anm. d. Red.)
      (Nein, allein schon das ‚Hallo‘ ist spannend, wegen ethmy … ety… kognat … Wortgeschichte… jedenfalls „hol über, Fährmann!“ laut Wikipedia! Das passt doch auch gut zu uns Textschaffenden und dem Rüberholen in imaginäre Welten! Anm. d. Prot.)
   (Erinnere Dich bitte daran, was Xin und Tobias über die Qualität bzw. Zuverlässigkeit von Wikipedia gesagt haben. Die Allmende ist halt oft der trübseligste Platz einer Siedlung… Anm. d. Red.)
      (Und erst das Gemeinschaftsgut Planet. Hier übrigens ein paar Links zu „retten statt nur schreiben“: auf campact.de gegen Gaskraftwerke / für Energiespeicher / gegen Abschaffung Flugsteuer / gegen Greenwashing etc. stimmen. Beim Bund Naturschutz teilnehmen . Und natürlich Roots and Shoots ! Den Rest lassen wir mal weg. Erstmal. Anm. d. Prot.)
   (Oh nein, nicht mit einer Ökopredigt anfangen... Und ich fasse es nicht, dass Du zwar brav zwei Absätze „die schönsten Wortspiele in allen Sprachen der Welt“ weggekürzt hast, wir jetzt aber trotzdem wieder bei einem endlos langen Vorspann sind! Erwähne lieber dass unsere jüngste Teilnehmende, Coralie, im Fernsehen war!  Anm. d. Red.)

Der Saloon war verschlossen. Grmbl. Ich spuckte meinen Kautabak ins Eck, warf den Cowboyhut über den Hutständer und stapfte zum Empfang, wo ich aber nicht empfangen wurde. Im Cafe wurde ich fündig und Adressat einer überschwänglichen Entschuldigung - ha!, dachte ich. Der hat gespürt, dass ich mir das Vertragsdokument schon zurechtgesucht hatte! - , dass er für uns selbstverständlich vorbereitend den Salon aufgesperrt hätte, wenn er uns denn auf dem Planzettel gehabt hätte. Hätte hätte Ponydecke! Dann ein bisschen am wunderbar verstimmten Saloonklavier (hm. Geben die da nicht auch "ordentliche" Konzerte? Sicher, dass Dein Ohr richtig justiert ist? Anm. d. Red.) geklimpert, bis die ersten Mitstreitenden eintrafen. Am warmen U-Bahn-Luftauslass vor dem Komm schläft ein Mann. Schande über eine Gesellschaft, die das emotionale und physische Erfrieren von Mitmenschen zulässt...

Für Dein Herzgedicht bekommst Du sofort ungelesen ein Herzchen, Paul! - Gut, das reicht als Besprechung/Feedback, auf zum nächsten Text! - Ich habe kein Facebook oder Insta, ich mache einen Screenshot. - Oh! Das ist mir sooo viel mehr wert!

Elevator pitch: Zoom in - EU, BRD, NU, Wohnung ... und immer das Außen mit dem Innen mit der Adressatin kontrastiert.
Wir waren kaum bis "Deutschland" gekommen, da betrat ein Mann den Saloon (spannende "jetzt-wird-es-kritisch"-Filmmusik einblenden. Anm. d. Red.): "Das Fahrrad, das da draußen aber drinnen steht: eins von euch?"
Immer wichtig: Die Erwartungen der Zuschauer:innen/Leser:innen ab und zu unterlaufen. Hier erfolgt, indem der erwartete nächste Satz "das geht so nicht" ausblieb, sondern: "ah, ein Mitstreiter! Bin auch mit Rad da, denn ich bin vom Land, und auch innen geparkt, und in Deutschland sind immer alle so überkorrekt, zum Kotzen..." In einem Comic hätte man die abgelassenen Dampfwolken visualisiert, die den Monolog umwabern. (ich dachte im ersten Moment, Paul hätte den Herren als untermalende Performance engagiert. Anm. d. Prot.) Paul brachte ihn mit verbalem Judo - siehe Thema "Schlagfertigkeit" weiter unten - zwar kurz aus dem Konzept - "Ich bin aus Rumänien, aber ich würde niemals einen Kran von dort verwenden" -, aber nicht komplett zu Fall. Nein, Mathias Egersdörfer ist nicht Teil unserer Gruppe.

Wer hat Dich aufgefordert, die vierte Strophe wegzulassen? Die Adressatin? Die wollte das umwerbende Gedicht vielleicht abkürzen, ehe es zu konkret wurde. – Mit „Bett“ oder „Matratze“ statt „Wohnung“ wären es eindeutig "Baby it's cold outside, it's cozy here"-Vibes - "meine Wohnung ist ein Saustall, meine Absichten aber voll in Ordnung."

Wo ist das "F" in Paul? Und nicht den poetischen Lebenslauf mit dem Gedicht verwechseln. - "die EU trocknet aus, Du nicht" will auch keine Frau hören. - Männer auch nicht. "Die EU trocknet aus, Du quillst auf" Macht erst Strophe 4 das Gedicht zu Punk und damit stark? - Am besten noch mehr "Punk" durch Umbrüche! Etwa zwischen „sau“ und „billig“ oder „brennt“ und „warmhell“. - Es wird dabei bleiben. (wenn wir jetzt noch wüssten, wobei... Anm. d. Red.)

In Antonias Geschichte wird erst über Schlagfertigkeit gesprochen und sie dann angewandt! Und das ist Absicht, denn die Geschichte wird Teil eines Vortrags über Schlagfertigkeit. - Beim Thema Schlagfertigkeit kann ich nicht mitreden, mein Genre in sozialen Interaktionen ist eher der Treppenwitz. - Selbstironie auch eine Art Schlagfertigkeit. Die Urfrage: "wie hätte ich reagiert?" - Und als Dienstleister wie bei der Friseuse in der Geschichte sind die Möglichkeiten zur Schlagfertigkeit ja eher begrenzt, zumindest solange die geschäftliche Interaktion noch nicht völlig aus dem Ruder gelaufen ist. - Ja, wie beim Hofnarr: ist das Lachen des Königs verklungen, kommt die Rübe ab. Eine Person absichtlich als Abziehbild gezeichnet, aber das störrische Publikum deutet auf die falsche Protagonistin. - Sie hat das Berufsethos der Friseurse-Innung verletzt. Haben die auch eine Art hippokratischen Eid? - Hm. "Dich krieg ich auch noch kahl" wird es wohl nicht sein. - Der Text lässt auf Brechtsche Weise alles offen: tschakka!

Und dann wären da noch die Unterschiede zwischen beleidigtem Schweigen und Beleidigen durch Schweigen. Wenn auch nicht in der Geschichte, nur in der Diskussion dazu.

Meta-Diskussion, wo die Diskussion einzugliedern ist: Vortrag /Geschichte / Diskussion oder Geschichte / Diskussion / Vortrag oder Geschichte / Vortrag / Diskussion? - Wie lange hast Du Zeit? Eine Stunde? Vielleicht musst Du in Deinem Workshop einfach schneller lesen, damit genug Zeit für Diskussion und Vortrag.

Das ist kein Hund, das ist ein Staubsauger-Roboter. Wenn man sich Fell, Schnauze und Fortbewegungsart wegdenkt. - Und der Roboter saugt und der Hund kotzt.

Wo kürzt man einen tollen Text? Gar nicht … oder überall? - Der Geldbaum muss bleiben, der sagt: "Armut ist zum Kotzen." - Ja, der Geldbaum ist unbezahlbar!

Und man braucht schlagfertige Antworten, wenn die Kursteilnehmerinnen in einer Stunde den schwarzen Gürtel in Sprachwitz fordern. - "Moment, das klingt wie Kategorie C-8, ich muss in meinem schlauen Buch nachsehen..." - Den Satz, der immer passt, ja den wollen wir alle … - "Du kämpfst doch auch für die Liebe". - Oder: "ja, gut so. Lass alles raus! Soll ich dir einen Eimer bringen?" - Oder: „Klitoris ist ein germanistischer Fachbegriff.“ – Oder: "Ich möchte kein Eisbärg sein!" (Äh... sicher dass Du noch in der richtigen Notizdatei bist? Anm. d. Red.)

Ja, Jogi, man hat's schon nicht leicht, wenn man als Humanist im Körper eines Drei-Meter-Affen namens Jamie Goodall ge-nla-boren wird in einer Welt der Äußerlichkeiten.
Nicht nur der Körper gedehnt, auch Erzählzeit / erzählte Zeit. Dilettantische Zeit-Dilatation. - Ja, ich habe schon gemerkt, dass ich nicht so viel gekürzt habe wie angenommen. – Ja, eindeutig zu viel reingepackt. Aber trotzdem bitte nicht stellvertretend für Antonia schneller lesen - genau, und nicht schneller lesen als die erzählte Zeit! - Vielleicht wenigstens die Einwürfe zwischen den Einwürfen kürzen?

Und natürlich die Wortwerk-Gretchen-Frage "Wie hast Du's mit der Handlung?" - Eigentlich nur Beiwerk. Aber dann habe ich ein zoologisches Buch über den Menschen und andere Affen gelesen, und dann wurde mein Buch ein verkappter Science-telling-Roman ... dann wollte ich... dann habe ich … also das kam so... - Ich hoffe, Du hast es im Buch kürzer erklärt. – Und ich finde es sehr höflich vom Gesprächspartner der Protagonistin, dass dieser die für ihn unhörbaren Kommentare ihrer KI abwartet, ehe er weiterspricht. – Iwo: Gleichzeitigkeit geht immer, siehe diese Diskussion, also die echte, nicht diese Mitschrift.

In welche Köpfe und wie schnell im Wechsel und wie tief kuckt die Kamera/personelle Erzähl-Stimme bzw. -Perspektive rein… und innen kann man dann nicht schwenken … - Na toll, vielen Dank, jetzt habe ich Blut und Hirnmasse vor Augen! - Meine Leser:innen stumpfen ab, ich spüre es! - Welche Tabletten werden dem Roman beigelegt? - Der humanistische Gorilla spricht aus Paul … oder mit seinen Zungen. – Oh, schon 23 Uhr … die Matratzen sind schlagfertig äh schlaffertig.

PS: Bitte weiter im Sinne von Jane Goodall sich darüber informieren, welche kleinen und großen nachhaltigen Projekte es gibt… und diese unterstützen. Irgendwann kippt die Gesamt-Haltung der Gruppe, dann engagieren sich fast alles fürs Richtige (na hoffentlich vor dem anderen Kippen, dem der planetaren Grenzwerte… Anm. d. Red.)

Mittwoch, 6. August 2025

Das 25+1. nichtverflixte Jahr, Ausgabe "kluger August"

 ¡ Hola !  ¿ Qué tal ? 

Wildwest-Saloon. Auch auf dem Zettel. Endlich! Home, sweet home. "Aber ihr seid zu früh, auf dem Zettel steht 21 Uhr." Nobody's perfect.

Aber ansonsten war es gut, im großen, nicht davor leergeatmeten Raum zu sein, zumal wir wieder weit über ein dreckiges Dutzend waren. Sauber! : -)

Erkennen und erkannt werden waren die ersten Diskussionen; Bettina erzählte nach dem Abschluss des frisch erschienenen Grenzen töten-Projekts davon, dass auch ihr aktuelles Projekt gemeinsam mit Günter Eichberger ("Niemandsmeer"), aus dem sie bei den Texttagen vorgelesen hat, reibungslos läuft und - anders als das eine oder andere Einzelprojekt - auch viel Spaß beim Schreiben macht. Zum Termin der Lesung in Erlangen meldet sie sich noch mal.

Und eine weitere Reprise vom Textualienmarkt, neben dem Neuzugang Vassim, der dort auf uns aufmerksam wurde: Coralie is back!

Der Protokollant las ihr freudig die Protocollage-Passage von besagtem Treffen vor, in dem sie vorkommt. Aber die künftige Star-Autorin ist auch eine korrekte Kritikerin und hat auf Mängel in der Zusammenfassung ihrer Geschichte hingewiesen (die sich der Protokollant leider nicht notiert hat. Anm. d. imag. Red.).

Das Korrigieren von Sekundärliteratur ist ... Tertiärliteratur?

Gerne wurde ihr überlassen, den ersten Text vorzustellen: "Liturgie in Seide." (Drachen und Seziertische?) (Nein, Raum/Zeit/Gedicht/Autor/anderes Treffen. Anm. d. Red.)

Wieder eine spannende Geschichte, wieder Textperlen wie "ihre Absätze klackerten nicht, sie markierten" oder "das verdiente Abperlen des Wassers"

Eine "stereotypische" Trullaussi geht im - Vorsicht, wieder falsch notiert - Feinkosttempel voll ab und wäscht sich dort die Haare mit Mineralwasser und zertrümmert Champagnerflaschen. Dann der Abgang mit Hundertern aus goldenem Colt.

Aber, wie die Autorin verrät: Sie (die Protagonistin. Und wieso steht hier "Amelie" und "Miriam" abwechselnd? So kann ich nicht arbeiten! Anm. d. Red.) tut es aus Protest gegen ihre goldenen Löffel. Weltverbessernd. "Traut euch mehr!"-fordernd. Martin L. Kings These vom Kirchturm herab - so ungefähr. Also tiefsinniger. Sie entwertet Luxus durch die Aktion.

Nebst semiauktorialen geheimnisvollem! Erzähler.

"Nein, mach keine Kurzgeschichten. Denk an die Vermarktung!" - "Viel Schreiben, um dich zu verbessern!" - "Nein, viel Lesen!" - "Nonlineare Plots sind ok. Schnelle Kontraste." - "Und natürlich ... Pauls Drehbuchbrille aufsetzen!" - "Lass die Figur in einer Szene wie mich angezogen sein." Wie immer kann kein Protokoll den Feedback-Qualitäten gerecht werden. (Achtung, Triggerwarnung "Product Placement" - wie übrigens auch in der Geschichte, hihi: Aber hier: Wortwerkwerbung! Anm. d. Red.) Daher übersteigerte Protocollagen als Ausgleich.

Dann die unerwartete Wendung, nicht in der Geschichte, aber in der Feedbackrunde: Mama Antonia: "ich hätte mir von euch mehr pädagogische Unterstützung erwartet." - "Äh ... what?"

Nach und nach kristallisiert sich heraus: Coralie soll weniger ChatGPT verwenden. Mehr auf ihre eigene Stimme hören. Also Coralies Stimme. Ein bisschen auch auf die mütterliche Stimme, nicht nur bei der Shampoo-Recherche. Diagnose: Eigenstimmfindungerschwernis bei den jüngeren Generationen aufgrund leichter Technik-Zugänglichkeit.

Neben der letzthin von Dirk angeregten Kooperation mit dem Komm-Cinema bezüglich Splatter-Lyrik (Vorsicht, Jugendschutz) / B-Movies / B-Lyrik eventuell Zusammenarbeit mit dem Borgo-Ensemble ... die Kurzgeschichten mit Lithografie koppeln wollen.

Vassim berichtet von "engineering education", und Coralie konstatiert, dass sie bei Latein nur bei ChatGPT nicht ausrastet. Arme Lehrer - aber siehe weiter unten.

Henning stellt zwei Kapitel/Szenen aus seinem Roman vor. Anton und Klara a.k.a. Elvis. (der kommt auch bei Franks aktuellem Romanprojekt vor, aber anders. Aber das war am Montag nicht Thema. Anm. d. Red.)

"Also, die Getränkebestellung zog sich doch deutlich" ... und als die Protagonistin fast ein wenig erotisch wirkte, war sogar der allwissende Erzähler angefixt. Der Protagonist hingegen - alkoholinduzierte Narkolepsie oder Unsicherheit? - verzog sich. "Er war überfordert, ein klarer Schutzmechanismus." - "Definitiv kein plumpes 'das Mädel wird schöner mit jedem Glas Bier'" - "Und was fällt der Protagonistin ein, schon im 3. Satz zu flirten?"

"Ich kann nur Dialoge, wurde mir gesagt." - "Den Unterschied zwischen Pils und Bier lernst du leider früh genug." - "Nimmt man einen Zug vom Bierkrug?" - "Nein, man verpasst ihn gewöhnlich, höhö" - "Eine ZDF-Komödie ist was anderes als ein tiefsinnig charakterzeichnender Roman." - "Buchzeit ist nicht Lebenszeit ... man muss es unter dem Schnapsbrennglas betrachten." - "Wenn die Handlung / die Szene / die Stimmung zwischen den Protagonist:innen gerade sehr langweilig ist - darf man die Leser:innen auch langweilen?" - "Das ist zu realistisch... dann kaufe ich das Buch, in dem ich geblättert habe, NICHT, dann gehe ich selber in die Kneipe und langweile mich." - "Ja, beschreibe, was an Spannendem gerade NICHT passiert." - "Was ist das für ein Text? Ist Anton ein Langweiler? Habe mich cringe gefühlt... ich hoffe, das war gewollt." - "Bei 'fast ein wenig erotisch' werde ich auch müde. Oder soll es zu Orgasmus führen?" - "Nicht in dieser Szene." - "Und die alte Hollywood-Regel nicht vergessen: Mit Erdbeeren anfangen und sich steigern." (Der Gag erinnert an an Jackie Chans Verwechslung von "cheese!" und"freeze!" Anm. d. Red.) - "Und die alte Wortwerk-Regel: Schreibe Varianten!" - "'Zeige das Nichtgeschehene' ist zumindest eine interessante Variante von 'Show, don't tell'."

Wir sind jetzt drei Wochen zusammen, aber ich komme nicht darüber hinweg, dass du dich nicht voll als Frau siehst, Elvis. Das ist Mobbing. Ich will keinen Elvis als Freundin." Streitbild der Vögel am Baum. Kleine Unterschiede im Gesicht und anderswo. "Die Streit-Szene ist jetzt schon Arte-Niveau." Das Permanent-Fast'n des Protagonisten färbt irgendwie (argh! Anm. d. Red.) ab auf die Kritiker und den Protokollanten.

"Andere Namen verwenden? Anton ist für mich vorbelegt: Ein verpeilter Bekannter in einer Holzwerkstatt, das ist mein Anton." Wie heißt Meister Eder mit Vornamen? Und hat Antonia gerade gegrinst? - "Egal. Fang damit an und dann Suchen/Ersetzen am Schluss." - "Ja, Namen aus anderen Kulturkreisen geben dann einen interessanten Drall." - "Mach Steckbriefe für die Figuren. Kreiere einen strengen ChatGPT-Gegenspieler, der dir hilft, viel über deine Charaktere zu erfahren."

Und das Gedruxte bitte nur in den Dialogen, nicht in den Beschreibungen. - "Konntest du mit den Rückmeldungen etwas anfangen?" - "Und schreib Drehbuchvarianten und denk an die Vermarktung!" - "Ja, Paul."

Katholische Heli-Eltern als Konfliktpotential. War Elvis evangelisch? Eine Aufsteiger- oder Aussteigergeschichte oder -gestalt namens Anton (willst du es nicht doch mal mit Tippen während des Treffens versuchen? Anm. d. Red.)

Komisch, alle Firmen bei denen ich je gearbeitet habe, sind mittlerweile pleite. - Das ist doch mal ein Plot! - Kann man dich zu Tesla und Co. schicken?

Erneutes großes Hallo, als sich Thomas - nach dem Deutschlehrer:innen-Bashing ("hört nicht auf sie als Autor:innen!") als Ebensolcher geoutet - schmetterlingshaft als Coralies Deutschlehrer der 4. Klasse entpuppte.

Thomas übernahm mit einem weiteren Kapitel aus seinem Roman aus der bajuwarischen 90'er-Jugend im Chemiedreieck.

Die schöne Definition des Erwachsenwerdens: Man merkt die Veränderungen.

Der Chemielehrer - "die Deutschlehrer in der Geschichte sind natürlich alle nett!" - den prototypisch jeder kennt: ein Papagei mit Macht auf Kosten der Schüler:innen, auch mit einem schönen Bild: Schatten übergroß vom Overheadprojektor - kennt man heute nicht mehr, der sich aber bei den privilegierten Kids anbiedert.

Die Ambitionen des Protagonisten, aber vor allem der Auftritt der Protagonistin. "Mit ihr würde ich weggehen. Aber jetzt erstmal würde ich an ihrer Stelle versuchen zu lächeln." In Bayern klopft man. Aber trotzdem Gleichgewichtsverschiebung.

Coralie: "Sie sind ja selbst Lehrer." - "Aber nicht so einer!"

"Was für Fragen hast du an uns?"  - "Vorsicht vor dem Erzähler! Bleib bei den Gedanken!"

"Da geht es drunter und drüber. " - "Ich kenne das." - "Als Lehrer oder als Erzähler?"

Weißer Neid, schwarzer Neid.

Der nicht-rassistische Erzähler. Rassismus in den 90ern ist auch Thema des Romans. - "Aber man versteht die rassistische Bemerkung der einen Person nicht, wenn du nicht auf Ethnien der Eltern eingehst." - "Ja, aber nicht auf Aussehen reduzieren" - "ja, aber der erste Eindruck ist nun mal optisch, und sei es das Auftreten?" - "Kann sich auch nach und nach andeuten, man muss den Leser:innen nicht sofort alles erklären." (Verstehen das nicht angewesene Leser:innen jetzt? Anm. d. Red.)(Im Roman angewesen?)(Ich geb's auf.) -"Drecksack Drexler hätte beim 'aus Berlin ' nachgehakt." - "Adenauers 'am Ostufer der Elbe beginnt die asiatische Steppe'-Bemerkung einbauen!"

Vassim: "Ich beantworte die Herkunftsfrage immer mit 'ich komme aus der Zukunft meiner Eltern '" - "in Kanada wird man nicht gefragt" - "künftig kommt man von einem Konzern, weil die mächtiges als Nationen sind" - "Genau, wie bei 'wir sind Siemensianer'"

Wir sind Wortwerk!

Danke und liebe Grüße, Jogi

PS: kennt jemand eine Petition für kommunale Energiespeicher?

Sonntag, 13. Juli 2025

Jubilieret! Happy wordday birthwerk: Das groooße Treffen im Julei

Hejsa/Hejsan Wörterwerkelnde! (die lockere Begrüßung, die man in Dänemark und in Schweden versteht - ich glaube mich aber dumpf an einen Artikel über ein Freundschaftsspiel über ein whatever-Körperteil-Ballspiel zu erinnern, wo nach der Frage "wie wars?" das "toll" der oder des Interviewten des einen Landes für die Umstehenden des anderen ohne Übersetzung eine negative ...) (wow. Schon im zweiten Satz der Protocollage in themenverfehlenden Gefilden verzumpft...und dann sicher auch noch unsaubere Quellenangaben wie bei gewissen elefantösen Kurzgeschichten, was? Anm. d. imag. Red.)

Kurz auch für die Erlanger Gruppe, was eine "Protocollage" ist / sein soll: das ist die (in Erlangen erfundene) protokollierende, textperlensammelnde Mitschrift Nürnberger Wortwerktreffen. Legal disclaimer Triggerwarnung: Die  wildamüsante Satzfetzenumstellung stellt auch bei ernsten Themen / Texten KEINE  Herabwürdigung derselben dar! durch den Protokollanten... Siehe dazu John Cleeses Vortrag zu creativity in management, minute 24:xx, "difference 'serious' and 'solemn'")

Ohne weitere Überprüfung: Das war gestern das längste und größte jubiläumsparti ... zipierende Wortwerk-Treffen ever!

Gleich der erste aufgeschnappte Satz: "ich bin die [Name von der Red. geändert], ich schreibe immer so krasses Zeug, das niemand versteht" (Google-Hausaufgabe: von wem stammt das Zitat "Nur zwei verstehen meine Philosophie, und der eine hat sie auch nicht richtig verstanden"? Anm. d. imag. Red.)

Wortwerk-Dependancen in Fürth und Forchheim wurden erörtert und wieder verworfen. 

Einschneidende Wortgirlandendeko (ohne zu klammern) von Lasercut-Yvonne ("Wortwerk Erlangen Nürnberg - die Worte scharf im Fokus"): tja, wir können auch praktisch Fäden spinnen! - Und Konjunktiv 2 am Ende des Zettel-Aufhängens: hätte ich helfen können? Lass mich euch geholfen haben.

Fulminant - auch ein "alles schön wie immer" aus dem Publikum - gestartet mit Bettinas experimentellen nonlinearen, nongeplotteten Text (kein Märchen!)(Titel und Programm. Keine echte Prinzessinnen!).

Das ist nur eine frühe Phase, Hase. Aufeinander zuschreiben. - eh zu wenig schreibende Kooperationen! - An den Text wie an den Schreibprozess annähern.
  Niemandsmeer. Die Überquerung der Mur und das "wohin (ge)hören" bedarf der Erklärungen, mündlich im Vortrag oder schriftlich irgendwo im Text.
   Sprachfremdfühlensein kann auch im Hundegebell erkennbar sein. Und Vergangenheiten können in Mägen versteinern, nicht nur in Mienen.
   Bist du dabei? - Merkst du das nicht? - Wir können mit unserem Feedback immer helfen, auch wenn du es nicht merkst.
      verdruckste Intimität, komplett fiktional. - Der unfreiwillige Robotereffekt des Mikros macht den unmenschlichen Text noch unmenschlicher.
Bist du gleichberechtigt? - Ich bin kein Konzept. - Der Text ist sehr eigensinnig, wie seine Protagonist:innen.

Mit Solipsismus - nur das eigene Ich gesichert existent - kann man sich nicht fremd fühlen, nur einsam. Und eine Selbsthilfegruppe für eine:n allein macht auch keinen Sinn, höchstens eine imaginäre.
Der never moving Steirer tut so, als wäre er wurzellos. - Die Kritik "du bist böse" ist metaböse.
Man muss vorauslesen, sonst löst der Regen den ausgegebenen Text zum Mitlesen auf... diese Nachricht zerstört sich in 60 Sekunden.

Und der Wortwerk-Literaturpreis geht an...

... verdammt. An eine Externe! Coralie. (vormerken: Januar -  aus.lese - Weinerei) 6. Klasse Labenwolf. Haut einen erstklassigen Poetry-Slam-Text samt Analysen - korrekt Aschenbrödel dreifach hoch! - raus. Über die Selbstzweifel (bin ich nicht gut genug? Warum nimmt er die Tüte unter mir?) und Träume einer blaue Ikeatüte. Die (die Tüte) so gerne alles andere wäre, etwa das Bett (komische Namen, keine Werbung hier. Anm. d. imag. Red.), um sich in die eigenen Kissen zu vergraben.    Oder das Stahlmesser, das respektiert wird.       Oder der Ventilator der seinen Angstschweiß selbst trocknet. Hauptsache nicht bei den verlorenen Imbusschlüsseln unter dem Tisch! - Ich bin kein Typ für eine Baustelle.
Die wiederholte blaue Ikeatüte ist der rote Faden. Was willst du bei diesem gut vorgekürzten, sehr humorvollen und dennoch sensiblen Text noch kürzen.
"Ich bin extrovertiert, das habe ich von meiner Mama". Wir werden beim gleich folgenden Text von Monika noch von ihr hören!

"Ich will von euch wissen, ob mein erstes Kapitel neugierig auf den Rest macht." (Spoiler-Alert: ja. Anm.d.Prot)

Eine postmortale toxische Beziehung, da Nazimütterratgeber noch bis in die Achtziger en vogue.
Knochentrocken das Beamtendeutsch der Leichenmindestliegezeit in der gekündigten Grube. Das "Du", die Dealerin der Botenstoffe, liegt in der Familie (Mutsch), wie sich im Laufe des Textes zeigt. - Der Drogenvergleich ist harter Tobak.
Erst lange nach dem Tod der Mutter frei und die Bücher aus dem Keller befreit. - Coralie: "verstehe ich nicht" - "tja, deine Mutter ist scheinbar anders. Sei froh." - Zum Lesen in den Keller. - 
Nochmal Coralie: und warum zieht sie nicht ins Elternhaus? - Gegenfrage: Würdest du in ein Haus ziehen, wo alte Geister sind? - Naja, ich liebe Kicks, ich würde schon in ein Gespensterhaus ziehen. - Jaja, die heile Welt des musischen Labenwolf. Dystopie und realpolitischer Weltschmerz kommt erst in der 7. dran.
In der Krankenhaus-Szene sehr schön / verblüffend die Killersätze wie "in dem Kleid sieht du endlich mal hübsch aus" kontrastiert mit dem "sie erzählt immer so viel von Ihnen" der Krankenschwester.
Die verdorrte beige nontypical 70s Wohnungswüste hat mich rausgehauen, aber ab der Fliege war ich wieder dabei. - Nein, mehr Sand, mehr Licht. Die Szene mit Sandpapier schleifen.
Micha: "Ich wurde ja im Vorfeld schon als fieser Kritiker angefordert, also: zu viele Ellipsen." - "Hast du ein Beispiel? Denn ich will in meinen Gedichten künftig mehr Ellipsen einsetzen." - "Nein, der will doch nur spielen. Er meint die gepressten Halbsätze, aber die finde ich gut, die geben die Emotion an der Stelle gut wieder." - "Ja, die Reihung freier Satzzeichen, kurzatmig fokussiert."

An der Häkelnadel hängen: gut, das "damit wenigstens etwas Einfluss auf die Wohnungseinrichtung", aber das Wortspiel passt nicht zur Stimmung/Verfassung der Protagonistin? Der Häkelnadelstilbruch.

Neinneinnein - dochdochdoch. - Statt dem Kuchen die Fliege gerettet. Die einstimmig der Star, bis auf die aerodynamische Beschreibung beim Fahrstuhlvergleich. - Schreib doch selber eine Flugstuhlstory. - Und bitte testweise Kapitel umstellen, und straffen. - Hatte doch schon mal umgestellt, und: keine Rückblenden am Anfang! - Papperlapapp. Regeln auch mal brechen, wenn es funzt, funztz.

Gib mir noch ein paar Puzzleteile für meine Dystopie. - Wir geben Dir gerne konstruktive Schmerzen, Tobi. - Gut. Los geht's. Das ist jetzt das Gedicht zum Kaffee. Test. Test. Test. - Okay, interessanter Titel. - Nein, Metall / Liturgie. ("Metallurgische Heavy metal Liturgie, oder die sieben Kammern des Drachen": ist das Mitschrift oder nachträgliche Kreativität? Anm.d.Red.)
Wieso braucht der Drache das Angst-Label? Ist er zu niedlich? Zu märchenhaft?
Der Seziertisch hat mich rausgeworfen - nein, den möchte ich nicht missen - du magst Seziertische, kann das sein? - Nein, aber Brüche sind in Mathematik und Lyrik wichtig! - Hilft es dir, dass wir dein Gedicht gerade sezieren?

Steht der Drache für die Komplexe einer Person, stellt die Passantin in den Raum, und erweitert ihn, indem sie weitergeht und den Autor mit Rückfragen stehen- bzw. sitzenlässt.
Ist der Drache rot-orange (golden mit großem "G") oder wirkt er nur am Horizont im Abendsonnenlicht so? Und wenn er die Angst ist, sollten wir ihn dann durchdacht herunterschlucken? Angstrituale. Zukunftsangst ist klug aber doof. Wir sollten ihm wenigstens auf den Zahn fühlen. Angst fressen Drachen auf. - Er atmet noch. - Klar. - Ich meinte deinen Text.

Die schimmernden Weihwasser-Stränge im Abfluss... ist das abgenutzt? Also das Wort "schimmernd"? - Die hinreichend offene Assoziation mit den durchsichtigen Adern der gleichgeschlechtlichen Liebe im Rentenalter. Ein Sachberichtsgedicht. - Und Satzzeichen: Merke, für Lyrik: wenn am Zeilenende, oft überflüssig. - mit imaginären Kommata arbeiten,,

Man kann sich an Sprache wie an Konfekt überfressen.
Ich kenne meine Rechte als Leser:in/Hörer:in!

Anne goes Radio! Hopefully. hr2: "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen"

Mit dem - "soll kein Sachtext sein, sondern literarisch" - weithin noch unbekannten Thema "Lipödem - unerkannte und falsch behandelte Fettverteilungsstörung / ernährungsunabhängigen Wucherungen des Unterhautfettgewebes, unter dem Millionen Frauen leiden": Die Themenwahl kritisieren wir schon mal nicht. 

Das repetitive "iss weniger". "Ich nehme zu viel Raum ein, dabei war ich mal schlanke Leistungssportlerin. Das Stigma, die Leidenswege, die Fehldiagnosen "adipös". "Sie müssen nur abnehmen ". 20 Jahre nicht mehr auswärts gegessen, aber die Kinder haben sich gelohnt.

Stützkorsett, aber nur zwei, weitere nur, wenn etwas Willen gezeigt und zehn Kilo abgenommen, ist ja schließlich nicht lebensbedrohlich. Und die Fettabsaugung nicht bezahlt. Armes Deutschland,  trotz gigantischer Krankenkassenmittel.

Und so bleibt - außer der Überlegung,  welches der Leiden man im Radiobeitrag konzentriert "inszeniert" - nur die Frage: Sind die Protagonistinnen ungehalten genug?

Als Ausgleich folgte eine erheiternde Kurzgeschichte - Einschlaf- oder Aufwachgeschichte? - des Protokollanten Jörg (das ist kein Plural majestätis oder Drittperson abgehobenitis. Anm. d. Red.)(Ach. Aber die Selbstvervielfältigung durch imaginäre Redaktionspartner wohl nicht?)(He! Von wem ist jetzt dieser Kommentar?!) über pure Vergnüglichkeit durch temporäre (Wochenend-)Gäste, vor allem die kindlichen, die sich gähnend langweilige Einschlaf- und mitreißende oder protestauslösende Aufwachgeschichten erzählen, elefantös aber niedlich Nussmus pressen und den Erzähler zu allen möglichen - aber nicht zielführenden da vom Thema "Glück" ablenkenden -  Gedankengängen verleiten. 

"Das ist mein erster Text nach vielen Jahren, ich habe ihn extra niedlich gemacht, um euch die Kritik zu erschweren".

Elefanten finden Menschen aber nicht niedlich, sondern zerquetschen sie - das ist kein Widerspruch, siehe manche Haustiere - ich glaube wir müssen bei dir mal das Veterinäramt vorbeischicken - und es verlieren mehr Elefanten Bekannte und Verwandte durch den Menschen als umgekehrt, das muss man auch mal festhalten.

Singen und Furzen- fränkisch: bubsen- bis die Ärzte kommen, war dann Pauls Motto: Alles ganz verkehrt, den Karton statt der Pizza zu verspeisen macht nicht bei allen einen Unterschied, stellt aber definitiv ein Verlassen der Komfortzone dar.

Wohltemperierte Kritik: Furzen ist ok, wenn das zu Dir passt. Aber nicht alles von Zeile zu Zeile steigern und bitte auch die Flatulenzen brechen- und nach jedem Gag ein paar Takte musikalisches Intermezzo, damit das Publikum lachen kann, so wie beim bayerischen Stanzl-Gesang (seufz. Dort braucht der Sänger die Pausen, weil er improvisiert. Anm. d. Red.)(Stimmt! Weißt du noch, wie er dann strophenlang darüber getextet hat, was für ein Glück er hatte, dass einer aus unserer Gruppe Herr Pech...)(doppelseufz. Anm. d. Red.)

Zum Starten sind die Reime eine gute Idee, sind ein zusätzliches Stilmittel, glatte Reime, gebrochene Reime... - Oh, da waren Reime? Ich war so auf die Pointen konzentriert...

Die eine Hälfte des Publikums sieht es so, die andere Hälfte sieht es anders, und der Rest ganz anders.

Spiel uns das Lied dazu! - Genau, nächstes Jahr dann bitte die Version mit Musik. - Zum Üben den Text anhand einer bestehenden Melodie eines anderen Liedes verfeinern.

Tobi reloaded mit einer Kurzgeschichte über ein berechnetes Kind und die einschießende Mutterliebe (aber nur im Halbsatz)

Oh, Regional-SF! - Ja, ich erkenne sogar die Haltestelle der U-Bahn: Gustav-Adolf-Str., korrekt? - Respekt!

Gut, wie sich die Rolle der KI, der kuppelnden Intelligenz, so nach und nach andeutet - Aber die Pointe war doch schon im Titel verraten! - oh, das habe ich überhört. -Die Autobahn A13 ist in der Zukunft überall- ja, aber manches wirkt zu unfuturistisch - wie die U-Bahn. 

Der Erzähler ist nicht kurzsichtig, aber der Protagonist: Vorsicht bei den Beschreibungen, was er sieht!

Bisschen dröge, der Protagonist- die KI? - nein, der Papierbuchleser. Sie hat schon recht mit ihrer Spitze "ach, du kannst sprechen?"

Dass die KI alles weiß inklusive Eisprungterminen, war dem Halbohrpassanten in der Kürze der Zeit nicht zu vermitteln. 

Will man so eine KI? - Das ist aber trotzdem dystopisch!

Ab etwa Seite 60 sagen Protagonist:innen "Arschlecken" zu dir - gut, dass das eine Kurzgeschichte ist.

Dann erschien eine Prozession mit einer vergoldeten Vulva-Statue am Horizont- "das hätte thematisch doch zum Eisprung gepasst!" - und eine Zuschauerin entpuppte sich als nächster Programmpunkt.

Schlagzeilen: "Prozession durch Autor:innenngruppe zu Umleitung gezwungen"; aber, dramatischer:  "Vulvadesinteressierter vor Augen seines Mannes beinahe  von Vulvaskulptur erschlagen." - Hashtag #cuntmeout

Gebärendensprache. Und kein deutsches kleinkindgerechtes Wort.

In/m Raum und Zeit erging ein Toast: tolle Kooperation, weiter so, doch kürzer: Jährlich? Und neutral in Fürth!
Darauf - imaginiert, in einer Geschichte- einen heißen Rhabarber-Vanille-Wodka und einen Croissant-Auflauf! Manches kann man als Autor:in nicht erfinden...
   Ich esse ja nicht, also kann ich mitschreiben.
Protokollanten sollten kulant sein!
Heißt es fränkisch der Buddha oder die Buddha beim Tee.
   Ich will mein Idol nicht zu dem verklären, was er zudem ist.
Wäre es nicht fiese rechte Propaganda, könnte man sich über die Vorwürfe der Verherrlichung von "postnatalen Schwangerschaftsabbrüchen" beömmeln, bis man keine Tränen mehr für die traurigen Zustände der Welt übrig hat...

PS1: wie immer bin ich im übrigen der Meinung, dass jedes Haus, jeder Straßenzüge, jede Kommune einen Energiespeicher haben sollte

PS2: Noch ein paar Fragmente aus dem Jahr 2000, jubiläumstechnisch und so:

Die Frau vom Goldschmied ist nicht sehr behängt.
sollbruchstellen im bergwerk
 - sollbruchstollen?
 -- der stollenbruch passt wieder hervorragend zu weihnachten
das mahlen des korns durch die legionäre  soll mehr spuren hinterlassen ... also emotional, meine ich
ich weiß nicht, wann mir mein schutzengel den krieg erklärt hat
oh ja, heut ist ja pizzatag - wie immer
wenn du alles ins lächerliche ziehst, muß man das aufschreiben
fletsch, gletscher, zwetschge, dolmetscher: eine pizza für den, der einen sinnvollen satz daraus macht
Geschichten, die von Seemännern handeln
Seeräuber sind auch Seemänner
Ozeanrauschen - aber dazu kommen wir später noch
denn alles wiederholt sich
     (auch dazu kommen wir später noch)
unzählige Male
   doch die Nummer blieb beim Schaschlik hängen

Donnerstag, 10. Juli 2025

WW mit Wow! WoWe WorWer WortWerk Juli 2025, Teil 1, Version 2


Mabuhay! (falls kein herzlicher philippinischer Gruß, please blame the search engine! Anm. d. Prot.)(alte IT-Weisheit: Der Fehler vor dem Bildschirm gibt selten zu, selbiger zu sein. Anm. d. Red.)
Wow! (Antonias cozycrime-goes-dysto-dog-Projekt-vibes Anm. d. Prot.)
Bzw. Miow! (Philipps verkaterter Text Anm. d. Prot.)(Ja, danke, die Teilnehmenden hätten das sicher auch ohne Erläuterungen verstanden. Merke: Witz plus Erklärung = nicht erzählungswürdiger Witz. Anm. d. Red.)
Was für ein Treffen! Ein steter Zustrom an Teilnehmenden, leider wurde uns unser großer Salon/ Saloon/ SalooOOØOOoon verweigert (Treppenwitz-Argument: „Wir sind die Schreiberlinge! Wir entscheiden, was auf dem (Belegungs-)Zettel steht!“ Anm. d. Prot.)
Die Aktzeichnungsgruppe vor uns hat unverschämterweise viel geatmet, also: seid ihr Team Sauerstoff oder Team Lärmschutz?
„Du hast gerade Deinen Namen genannt und von Dir und Deinem Bezug zum Schreiben erzählt… also ist das hier scheinbar eine Vorstellungsrunde“ – „A propos Vorstellungsrunde: ich stelle das Konzept für den Textualienmarkt am kommenden Samstag vor: Konzeptlosigkeit. Einfach ein Wortwerk-Treffen mit mehr Sauerstoff und heruntergeklappten Wänden. Und externen Zuhörern.“

„Warum sollen wir dann jetzt die Tür schließen, bevor Du vorliest, Andreas? Ist der Text Ü18?“ – „Nein, surreal.“ – „Na, das wollen wir im Komm niemanden zumuten.“
Was war da denn jetzt verwirrend? Den Wechsel von Sarkophag nebst Wächter in Form eines Mangobaums zum offenen Meer kann man doch gar nicht verpassen? – Doch, wenn man noch mit der märchenhaften („zu märchenhaft!“ – „nein, ich finde die Vorwegnahme des späteren Surrealen gut!“) Farbe der … äh, Eier hadert. Lieber mangofarbene Mangos. – Aber eigentlich geht es um deren Ei…trigkeit, wegen dualer historischer Pandemie und so. – „Den Toten samt Gebet über Bord geworfen“ ist irgendwie ein cooler Satz! – Aber das Motiv der Frau im Baum habe ich schon sooo oft gelesen! – Äh… ich nicht. Und darum geht es doch gar nicht? – Ich sehe schon, wir brauchen salvatorische Klauseln bei der Buchkritik.
Es ist auf jeden Fall ein gutes Drehbuch für einen Sandalenfilm! Ich habe bestimmte Szenen genau vor Augen. – Ja, z.B. die Beine beim Sterben (? Satzzeichen des Prot.), das war schön! – Und es erinnert an Isabel Allendes Geisterhaus.
Der aufgetischte Text ist eine ge- und erlesene Degustation. – Ja, aber zu gehaltvoll für eine Kurzgeschichte. Das gibt Statikprobleme bei dieser Dichte. – Arbeite mit Leveln … und Checkpoints oder Spawnpoints für Leser:innen, die den Faden verloren haben – Wie soll das denn konkret gehen? – Weiß ich doch nicht. Aber wenn Du es hinkriegst, ist Dir ein Literaturpreis sicher! 
Der Enkeltrick am Schluss klappt nicht. – Der Engel- oder Vampirtrick? Du saugst die Leser:innen mental zu sehr aus. – Die schöne und gefährliche Vamp:irin gibt also vor, zu sterben: Ist sie jetzt real oder Allegorie für die Krankheit? Oder soll das vage in der Waage bleiben? – Autor und Publikum ratlos: tschakka! – Selbst die Hauptpersonen kommen mir wie Statisten vor. – Bitte mehr Krankheit, weniger Sex! – Aber es gibt doch schon so viele Tote! – Weil sie in der Stadt ist, oder weil sie auf der Bühne steht und singt?
Ich brauche den Schluss nicht, aber ich dachte, es wäre einer.

Ulrikes Gedicht: Dystopische Fakten-Schlagzeilen-Lyrik, an Georg Trakl erinnernd. 
Doch, auch die Wölfe und das Keuchen der Meisen sind Teil des Klimawandels. – Aber die Rüstungen, Trapeze, Staumauern gegen Menschenflut und Netze der Gier sind doch eigene Worte? Da ist doch ein Bruch? – Das ist laute Lyrik … und sicher sagt Paul gleich: „gibt es schon in der Literaturgeschichte.“ – Latein in Lyrik ist zu plakativ bildungsbürgerlich, sagen meine Fußnägel. – Tja, lieber dreißigjährigen Krieg oder Klimawandel miterleben: Wählen Sie jetzt.
Mach deine Leser:innen nicht nur traurig: Moll ist okay, aber Variation: legato/staccato und piano/forte. – Das Erschütternde ist, dass der Text nicht mehr erschütternd ist – Lyrik ist ein Ventil, Umwelt ein ergiebiges Material. Über Sprache den Schrecken auf eine andere Ebene heben. – Vom Wahrnehmen ins Tun kommen. Poesie als Psychologie: „das droht uns“. – Musk ist auch so ein Szenario. – Wie haben Dürer und Bibel das Grauen versucht zu fassen, zu bewältigen? – Das Gedicht ist also einerseits expressionistische Schlagzeilen-Montagetechnik und andererseits Bewältigung in eigener Sprache.
Wie immer in dieser Runde (Das flagge ich jetzt mal als „Übertreibung als Stilmittel“. Anm. der Red.) der Ratschlag: Diesen Text lassen und zwei Varianten danebenstellen. In diesem Fall eine mehr montierte und eine mit mehr Eigenformulierung.

Full metal contrast: Philipps Kindergeschichte rund um den gemütlichen Kater Balu – Doch, den gibt es! Der heißt so! 
Leidet der gestiefelte nein gekaterte Held auf seiner Reise genug? Er will sich einerseits nur Rabatt? Rabatz? (nein, sich in Blumen-Rabatten ausruhen, Anm. d. Red.), andererseits auch mal trauen, mehr als nur kleine Insekten zu jagen. (Pfui! Anm. Team Singvögel)
Der gastgebende Maulwurf ist sehr rabiat beim Einlass der Gäste. Aber schade, vor der an Elizabeth Shaw, der kleine Angsthase erinnernden Message „was hilft denn gegen Angst? Für Freunde einzustehen, einfacher als für sich selbst“ gefiel mir der Text besser. – Nein, ich finde das gut. (Das ist jetzt Meta-Ebene, für den Autor einzustehen. Anm. d. Red.)
Wortwerk braucht Mitglieder jeden Alters, um die Schubladen des Handels besser abdecken zu können. – Will man das? – Junge Mitglieder? – Nein, Schubladenerfüllung. Und außerdem sind Kinder wie Erwachsene, nämlich ganz verschieden. – Ja, aber Vorsicht, wenn für die eine Altersstufe zu komplex und die andere zu langweilig. (Vor)lesealterschubladenkonformitätsverweigerung. (Nimm das, Autokorrektur. Anm. d. Prot.)
Die Handlung ist zu süß, in echt gruseln sich die Kinder vor den Spinnenbeinen, die aus dem Maul der Katze baumeln. Oder wenn der Schildkröte beim Kauen die Schnecke zur Nase rauskommt. – Igitt! Nicht nur die Kinder!
Im Dunkel des Maulwurfbaus riecht die Katze mit ihren Schnurrhaaren die Augenfarbe des Gegenübers. – Oder spürt zumindest: es bewegt sich. Und es beißt. – Wichtig ist vor allem der sehende Erzähler. – Und Licht für das funkelnde Schneckenhaus.
Die von Katzen unbeleckte Freude am Schreiben. – Wenn man für sich schreibt, schreibt man für gewähltes Publikum, also doch wieder für den Markt? – Finde Deinen Ausdruck, sonst wirst Du beim Schreiben unglücklich. – Denke den Markt mit, sonst wirst Du unglücklich. (Ergebnisoffen, oder wie war das mit der Unterschiedlichkeit der Menschen? Wenn alle Autoren Menschen sind, und alle Menschen verschieden, dann… Anm. d. Prot.)
Ich schreibe das Kinderbuch jedenfalls als Annäherung an meine baldige Vaterschaft – Ich habe es genau vor Augen „Papa, bitte nicht schon wieder eine Heldenreise!“
Schaut mal, die von Yvonne per Lasercut ausgeschnittenen Buchstaben, als Giveaway oder Konfettivariante fürs Jubiläumstreffen – „bei Wind kommt es dann aber zu Textverlust“ – „Damit kann man sich auch eine Linie Text in die Nase ziehen.“
Wer protokolliert eigentlich, wenn Protocollagen beim nächsten Treffen vorgelesen werden? Solche Rückfütterungen führen bekanntermaßen bei Rindern und KI zu BSE.
Sonne in euren Herzen und auf euren Photovoltaikanlagen, ich freue mich auf das nächste Treffen, am Samstag in der Katharuinenrine! Liebe Grüße Jogi

Mittwoch, 7. Mai 2025

Jo Mai

 Salve Mittexter:innen!

Wie immer die Kreuzung aus Protokoll,  Dichtung und (wahrgenommener, barmüntzelgenommener  treppenwitzig  ausgeschmückter, gebeschön(ig)ter, veredelter, regruppierter)  Wahrheit von Gesagten und Gedachten (oder doch Dativ?) zum letzten Treffen:-) (inkl. inkorporierter Vorab-Mails)(ich kann Wörter wählen, wie ich will, die Autokorrektur schlägt nicht an. Sinnhaftigkeit und korrekte Verwendung können nur humanitäre Wesen beurteilen)

[[[Annonce: nicht-fabulierender Sachbuchautor (d/w/m) für Protokolle einer Literaturvereinigung gesucht;-)]]] 

/// Legal disclaimer (wozu die Markierung? Der Absatzdavor istdoch auchschoneiner) /// Spoiler- und Triggerwarnung /// Danksagung: ///

- Teilnehmende und Nichtangewesene könnten unterschiedlich auf den Text reagieren. 

- dieses Treffen enthielt nicht erfolgtes Ausdiskutieren von "Was macht das Gendern mit dem Autor oder seinem Text und was macht die Gerundiums-Beharrung mit seinen Leserinnen." To be continued...

- Danke an Christian für die Aktualisierung der Website und die Orga rund um Unesco/textualien!

+++ breaking bad news +++ Background-Infos zum Unesco-Thema +++: 

Man darf es eigentlich nicht laut sagen, aber die Bewerbung war eher eine launige Schnapsidee. Ist ja hardcore Formularbefüllung, aber da war diese pensionierte und gelangweilte Professorin, und dann wurde die Abgabefrist urplötzlich um sechs Monate verkürzt, was ein paar Mitbewerber rausgekegelt hat und schwupps...

 - Es geht auch nicht nur um den Ist-Stand und die Vergangenheit, sondern auch künftige Potentiale. 
- Also alte Schätze und neue Schätzungen.
- Genau! Und nicht zu vergessen: Nürnberg hat Erlangen als Pf(r)und, mit dem es wuchern kann
- Und Nürnberg ist die Stadt der Drucker. 
- gibts die noch? Naja, vielleicht können sie bis zum 3D-Druck überbrücken, har, har

Die Förderung von Diversität und verschiedenen kulturellen Hintergründen... da hat Wortwerk noch Potential, oder wie viele Muslime sitzen hier in der Runde? Oder wo wir gerade dabei sind: wie viele (Mehrheit der Bevölkerung) Frauen? 

Es ist ein Titel ohne Mittel, aber schätzungsweise mit künftigen zünftigen Förderpotential... wenn die Professorin weiter mitspielt...

Müssen wir uns dann neue Partnerstädte suchen, auf unserem neuen Niveau? - Nein, die haben den Titel zum Teil schon. 

Die Ablehnung übergreifender Literaturstipendien liegt nicht an "wer hat Angst vorm alten weißen Mann" -"ich kann auch als ein solcher und trotz genereller kultureller Vorprägung ganz anders und eigen sein!" - "das ist ein euphemistisches Vorurteil dir selbst gegenüber?"

=== Dauerwerbesendung Einzeln und gruppiert ===

Der Vorteil einer jahrhundertealten Literaturvereinigung: alle Trends wiederholen sich irgendwann, auch der zu pflanzlichen Geheimidentitäten. Nur Geduld. 

Mein Vorname ist leider nicht nur unter den aktuellen Top 10 der Babynamen, sondern auch bei den Babies vor 70-80 Jahren... es rufen dauernd vermeintliche Enkel:innen an. Augen auf und Antizyklik bei der Namensfindung!

A propos: Bei der Wahl eines Blumen-Synonyms dürfen Raucher nichts lieblich duftendes wählen, sondern etwas stinkendes... Oder gerade deshalb etwas duftendes, wie ein Duftbäumchen?

Wenn doch viele multiple Literaturkreis-Mitglieder sind: warum gibt es zwischen den einzelnen Gruppen geradezu Feindschaften?

Nur bei uns kann Literatur einen Blumentopf gewinnen, z.b. am Samstag im Irrhain.

- die Wortwerk-Rezension hat mich atomisiert, aber ich nehme das sehr positiv wahr. 

Für eigene Lesungen zu werben in diesem Kreis ist legitim und nicht zu vergleichen mit dem ehemaligen Klassenkameraden aus dem murmeltier, der Versicherungen verkauft. - Ja, der Unterschied ist in der Schriftgröße 

××× Service für rentennahe Jahrgänge / die anwesende Zielgruppe ××× (Vorsicht bei der Bereitstellung solcher Services: kann die Selbstwahrnehmung beeinflussen, analog dem unaufgeforderten Anbieten von Sitzplätzen) ×××

In der IT-Sicherheitsbranche kann man früh in Rente, wenn man auf der diesbezüglich richtigen Seite steht...

Du bist im Komm gesiezt worden? Alter, das ist alterstechnisch übel. - naja, Graffiti übertünchen und neu machen macht auch nicht jünger. Wenn ich in Rente gehe werde ich immer weiter arbeiten- an mir.

Wir wären ohne Wortwerk nicht ganz so alt und grau geworden wie wir geworden sind. Hätte hätte Wörterkette.

Gründe für den Berufswechsel: (Non-IT-)Security im Spielzeugmuseum ist kein Kinderspiel... glaubt mir. Schlimmer als die erschossenen Models. Und zwecks Erreichen des Rentenalters: die armen Baby-Models, die Shootings in Winter-Babymode im Sommer sind wegen der Scheinwerfer auch trotz Klimaanlage ungesund. - tja, trotz "ich war jung und brauchte das Geld " gilt: Augen auf bei der Berufswahl!

Und Handmodels erkennt man manchmal erst auf kurze Distanz, quasi beim Handkuss...

>>>Genre Lyrik<<<

Meine Texte sind besser als mein Vortrag! - Das gehört schon zum Vortrag, oder?

Der Klimawandel gehört nicht in ein Liebesgedicht, ich würde die Klimahörnchen äh Eichhörnchen streichen. - Außer es geht um die Liebe zu einem Eichhörnchen.

Gesetzt den Fall, der Text will viel, wie große abstrakte Gedanken zu reißen, droht Fallhöhe, und die Abstraktionen reißen (Obacht, Bildvergleichsmetaphliteration) die sorgsam gehegten (Obacht, erneut) Bilder wieder ein

Das repetitive "zu" als Struktur des Textadels.

Squirrels sitting on se same branch...

Traumtrauerverwandlung stark! Aber auch das letzte Wort des Satzes muss sitzen bzw. aus den Sitzen reißen!

Das wiederholte "du" im Text adressiert nur dich, denn du hast grad den Zettel, auf dem es gedruckt steht.

Ich schreibe Gedichte, um mich zu erden. - wow, das ist ungewöhnlich, meist wollen die Dichter andere mit- und aus der Erde reißen.

Konstruktive Kritik ist bei Dichtern anders als bei Codern. Und versuche nicht, in einer Gedichtzeile eine Sinneinheit wie bei einer Programmzeile unterzubringen. Brich die Zeilenumbrüche auf und sortiere neu! Wie zersplitternde Discokugeln!

Sprache für den Schaffenden, nicht den Leser. Außer man liest den Text selbst.

$$$Genre Belletristik $$$

Ich hatte beim Schreiben des Romans gleich das Merchandising fest im Blick. 

Die Kulisse ist zu aufwändig. Denk nicht gleich an die 150 Mio Euro-Verfilmung deines Buchs! "Action im Kammerstück" ist die Devise 

(Autor): ich habe den Text noch nie gelesen. Ich meine "vorgelesen"!

Anfangs ist man meist noch nicht warmgeschrieben: jaja, man sollte nicht mit den Anfängen anfangen. Alter Anfängerfehler. 

Genau! Und abends immer mitten im Satz aufhören, das erleichtert die morgendliche Fortsetzung. 

Das Nilpferd, der Wolf, das Geschick im Umgang mit dem Dietrich und das Gespür für Peinlichkeiten: Prosryk oder Lyra?

Transzendierte Sexualität und das Verwenden abwertender Begriffe eines Buchcharakters in der Buchdiskussion. Not to be continued.

Ich will die Figuren schnell begreifen, fühlen, vor mir sehen. Bitte die Truppe eher beschreiben. Und Selbstgespräche deutlich kennzeichnen. - Bitte? Oh, du redest mit mir? -Ja. Und im Genre SF ist alles erlaubt, also sollte man bei den Basics wie "ist menschlich" anfangen.

Steig mit der Stimme ein. Oder der Handlung. Oder davor, das Trio vorstellen. Nicht die Location so ausführlich. - naja, eigentlich wollte ich ja gerade die Hauptperson vorstellen: Paula, die denkende Pyramide. 

Lass die Pyramide weg, sprach der Pharao. 

Der Ich- und der Du-Erzähler sind verschieden, aber leben noch. Und das Fluchen des allwissenden Erzählers sollte in einem geschickten Gleichgewicht stehen. 

"Fuck" ist zu sehr von dieser Welt 

Es ist anstrengend, dass jede Figur eine eigene Perspektive hat.

Du bist Dichter! Brich die coolen Klischee-Gangster! - Auch echte Gangster sind halt meist klischeehaft.

Schreib mehr Varianten. 

Nein, ich will auch nicht, dass der Leser schnell weiterblättert.

Die Forderung nach einer Kunstpause/ einem Tempowechsel kann gut sein, oder aber auch unnötiger Formalismus.

Deine Geschichte braucht eine Strobo-Warnung, wie bei Manga. - ne, Manga ist leere Action und Cliffhanger... leer wie Zucker. - ja, aber genau so eine drogenabhängigkeit will ich bei meinem leserkreis erzeugen... Inklusive Verquastem und verspielt verwirrenden Wendungen natürlich. 

Den nächsten Mörder immer erst nach Abschluss der Sexszene bringen. Alte Hollywood regeln - pah, Hollywood. Die Hälfte aller Blockbuster-Ideen hatte ich vorher gehabt und ihnen geschickt- generell wurden alle möglichen Plottwists bereits irgendwo gemacht.

"Aliens? Das ist doch nur eine Verschwörungstheorie der Eliten", sagt die Verschwörungstheoretikerin. - "Aber das ist nur nebenthema", sagt der Autor. 

Sie haben zwar Sex miteinander, aber sie begegnen sich nie. - Das ist nichts neues.  - Zumal sie filmrisse haben .

Dienstag, 8. April 2025

seelenreise mit lippenstift und lok

 ... zu gestern..... liebe Grüße! Frank


seelenreise mit lippenstift und lok

schließ die augen beim
hundeköpfigen schlangensex beim

geruchsakt ohne sinn für sünde dafür

mit jagd – dauer dich aus – auf die furien       /[ODER] … dich aus – der furien

aus der antike der widersprüchlichen seelen
die locker 90 werden und per aubergine-

biss – just kiss lipgloss-vampire –
ihr trauma vererben im stuhlkreis

der wieder zur marschreihe wird zur
aufmarschkolonne zur demo plus gegendemo

wo man müsliriegel von links nach rechts

und wehrpflichtige ortsschilder

bis zum stummen lokführer schiebt
der abdampft zu einem totgeschwiegenen         /[ODER]
unausgesprochenen
saturnmond – furienbeladene rot- und
totlichtwaggons am haken

Dienstag, 4. März 2025

Proto und so

 i Habe die Ehre !

Eine große Runde gestern, umrahmt von politischen Diskussionen (eingangs national, ausgangs international – die Künstler sind nicht mental in den Elfenbeinturm zurückgezogen. Tja, alles Vor- und Nachteile…)

Andy kam auf etwa einen Euro Tageslohn im Selbstpublishing Amazon, und das nicht mit dem Gedichtband, und auch durch anfängliche Freundschaftsdienste bei Bewertungen. Auch die Unsitte oder Sittenwidrigkeit von Agenten-Klauseln wurde diskutiert und (ergebnisoffen?) mit Maklerverträgen verglichen.

Organisatorisch wurde – neben dem Vertrag zwischen Christian (haftet)(danke) und Stadt über die Raumnutzung (daher bitte immer vorfinden wie zurückgelassen und/oder umgekehrt) - Textualienmarkt im Juli und Poetenfest im August gesprochen

Bei ersterem: Jubiläum. Party. Wortwerk so wie es ist: Texte vorstellen und besprechen. Texte von Gruppenmitgliedern aber auch Externen. Angebot, dass wir die vortragen (und eben besprechen). Natürlich schwierig, wer hat den Mut da einfach vor Fremden die eigenen Babies zu präsentieren… andererseits: open mike und so...

Bei zweiterem: da eher Vorträge, wobei die Organisatoren genau das („nur“ Lesung) eher nicht wollen… also mehr Richtung Performance. (dem Protokollanten schweben große Monitore mit dynamisch animierten Texten vor :-) Vorschlag Leo: Konzept „Natur“….

Für beides auch vorsichtiges Fühlerausstrecken Richtung Wortwerk Erlangen...

Organisatorisch natürlich nicht auf (Christians) zwei Schultern. Auch hier über Mailwechsel können Vorschläge ausgetauscht werden, und/oder alle bis nächstes Mal konkretere Ideen

Dann hat (verzeih falls der Vorname nicht stimmt) Thomas aus seinem aktuellen Romanprojekt vorgelesen: Jugend in den 90ern auf dem bayerischen Land. Positiv rezipiert, alle wollen wissen wie es weitergeht, sehr gut beschriebene Charaktere einer "Rest-Familie". Altbayerische Details. Und die Darstellung des Themas soziale Scham. Einwand Andreas: kürzer und sinnlicher, das Sensen? Überlegungen und Gedanken des Protagonisten sehr interessant und amüsant, aber ist er zu sehr reflektiert für Jugendlichen?

Und Matthias las Gedichte aus Krypto Night, dem Werk, wo der Untertitel schon ein Gedicht für sich ist: teils sehr lyrisch-poetisch, Birkenlichtgeflimmer und Nonnen-Schmetterlinge. Und mutige Silberpferde im Netz. Und die strahlenden Augen des Blinden.

Aber auch im Mix mit abstrakt-"anstrengende" Passagen... und Anspielungen auf Dichter, Maler und Philosophen. Das Vorwort mit Erklärungen ist neu.

Doppelt vorgelesen bleiben tatsächlich mehr Funken in den Köpfen der Zuhörer hängen. 

Auch das Experiment à la "sing my song", also das Vorlesen durch Christian, war eine interessante Variation.

Und eine ausführliche Diskussion, ob man ein literarisches Werk abschließt oder es vom Verlag weggenommen kriegt oder man irgendwann die Lust daran verliert 

Und der Rest war wieder kollagierte Wortfetzen…:

Diese Frage tut literarisch wohl.

Wie kann man zu Literatur nein sagen.

Hast Du den Agenten gesucht – äh, warum die Vergangenheitsform? Ich suche noch.

Anders als bei unseren kreativen Geschwistern aus der Musikbranche geht in der Literaturszene kein Goldgeldkoffer um.- Nur Bücher im Handyformat verkaufen sich. - Oder Pilcher 2.0 als „young adult“, die (nicht ganz so) Schöne zähmt das Biest. - Ja, aber es wird noch gelesen. Immerhin.

Speeddating in Leipzig – ach so, mit Verlagen und Agenten.

Ein Euro pro Tag – wie war das mit „ich war jung und brauchte das Geld?“

Bitte nirgends Müll hinterlassen, hier gibt es einen direkten Rattenzugang.

Die literarischen Figuren vor Vertragsbeginn entfernen. - Kostenlos ist nicht ernst genug.

Der Textualienmarkt vor drei Jahren… - ich erinnere mich, das war ein heißes Jahr. - Oh, das werden wir sicher toppen heuer.

Wir sollten dort einen Safe space für die AL, die anonymen Literaturschaffenden, bereitstellen.

Die Erlanger Wortwerker sind jünger als wir – wir waren aber auch mal jung und sexy, wir waren auch mal Erlanger!

Das ist das Problem mit den studentischen Gruppen, der Mitgliederschwund nach dem akademischen Titel.

Naturkonzept fürs Poetenfest: „Wortwerk mäht den Rasen.“ / Aufsizchtsrazenmäher.

Man muss auch einkalkulieren, dass auf der Bühne phasenweise mehr los ist als davor.

Maximal eine Seite – oder ist das zu einseitig?

125 Jahre FC Bayern – da müssen wir uns ranhängen!

Fürs Protokoll: Der Vorleser hat sich NICHT aufgedrängt.

Aeskolap-Nattern: ist das nicht ZU symbolisch? - ja, aber die gab es da und vor denen hatte ich Angst.

Es kommt: „die Frau 2.0.“ - Wie: jetzt kommt die Stelle wo er das Mädchen kennenlernt und da willst Du aufhören?

Er kann sich sogar einen Gärtner leisten, der für ihn Tennis spielt. Und nein, der Autor hat nur Tischtennis gespielt. 

Es fehlen die Gerüche, vielleicht auch die schlechten des Bruders.

Leberkäs fleischgewordener Depardieu (?)

Das Dechiffrieren der Habitusse

Nur punktuell untypisch jugendlich. - Ja, er reflektiert zu sehr. - Ja, aber ich war so als Jugendlicher!

Ich habe auch noch die Sense bedient.

Clash of cultures: ja, aber nicht dauernd „Scheiße!“ schreiben

Es gibt halt nun mal lebendige Klischees, trotzdem: Pfui.

Schreiben hilft. Gegen unvollendete Texte.

Rassismus reicht, nicht auch noch Chemie-Teflon-Skandal. (vergiftet, daher AfD-Wähler)

Wir sind scheinbar viele bayerische Provinzselbsthilfegruppemitglieder

gedankenlos Gedanken denken.

Überarbeiten kannst Du immer. - Das ist ja das schlimme!

Wie fühlt sich das pre-digitale an… das kriegen die jungen Autor:innen von heute ja gar nicht mehr hin! - Genau, Wählscheibe und Sense und Liebesbriefe – Liebesbriefe sind eine tote literarische Gattung – ja, die verkaufen sich sehr schlecht.

Bist du auch der erste deiner Familie, der studiert? - Nein, der erste der sein Studium abgebrochen hat.

Die Lücken zwischen Leben und Buch... und Autor und Leser

Du hast ein entschlüsselndes Vorwort für die Abkürzungen in den Titeln eingefügt, aber das entschlüsselt nichts, weil z.B. "L.S.M." für "Liebe Sarah Müller " steht. - Ja, aber es geht gar nicht um sie.

"A" steht für Teamwork. 

Lyrik kann mit Rhythmik und so direkt ins Hirn malen 

Der Wechsel von sinnlichen Pferden zu abstrakt macht mir Probleme. Auch, als Du für ihn vorgelesen hast. Immer noch das gleiche Problem, aber anders. - Und Beamt:innen finden vielleicht auch das Trocken-Abstrakte erotisch.

Kein/en Gefallen. Deshalb vielleicht umso mehr. Was auch immer das hieß. 

Vom Autor mit dem Text allein gelassen worden 

Viele schöne doppelte Böden zum Reinfallen 

Ich möchte die Statik des Gedichts bröckeln sehen. - Nein, man muss das bildhauerisch sehen, Statuen können auch schön sein. - Oder man performt ihre Zerstörung - ja, Bücher kann man umschreiben, beim Bildhauer ist irgendwann der Klotz weg. In Lyrik ist ein eingebauter Veränderungsprozess - ich muss mich der Lyrik zuwenden, da ist auch Nicht-Abschluss erlaubt. - Lyrik stellt Un-Fertigkeit aus

Naja, auch die Belletristik.... Figuren wandeln sich, man selbst verändert sich - Eine Figur ohne Eigenleben ist schlecht

Fahren wir nach Asien... Oder zum Mond 

Die Melodie des Gedichts... vertonen? - Um Gottes Willen!

Es gibt keine falschen Empfindungen, außer sie sind von Dir

Schwebende Schmetterlinge mit literarischen Nadeln aufspießen

Mein literarisches Projekt, mein Baby, ist in der Trotzphase - ich habe von einem Autor gehört, der eher vom "begraben" spricht 

Es ist ja irgendwie unser Hobby 





Dienstag, 4. Februar 2025

was bisher geschah a.k.a. und es begab sich

Werte Freundinnen und Freunde der Werke aus Worten,

da Christian gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, hier ein paar Reflektoren-Zeilen von mir, am Schluss ausufernd in der alten Tradition einer Protocollage.

Andy stellte ein paar Informationen zu den von der Stadt organisierten texttagen 2025 (11.-13. Juli, https://texttage.nuernberg.de/ ) vor, (Christian regte ja letzte Woche eine Teilnahme von Wortwerk an): Neben den Meisterklassen bzw. Workshops mit Autor:innen gibt es dort ja den "textualienmarkt", der im offenen Rahmen / freestyle die regionale Literaturszene präsentiert und vernetzt. Die Ansprechpartnerin der Stadt sollte relativ zeitnah kontaktiert werden. Die Anwesenden können sich eine Teilnahme durchaus vorstellen... weitere Details wurden noch nicht festgelegt. (Lesung alter Protocollagen? :-)

(Andy erwähnte auch, dass er alte Texte in ein Archiv gegeben hat, aber hier merke ich, dass ich als Protokollant nichts tauge: waren das auch Wortwerk-Texte? Und wo ist das Archiv? :-)

Matthias Schwab war nach vielen Jahren wieder bei einem Treffen dabei! Er hatte "void – works: Bilderverbrennung und andere Aspekte einer Heterospektive" und "einstweilige verführung & locus solus (alphabet und zweifel)" im Gepäck (8. und 10. Eintrag auf https://www.leerstelle.org/buchhandlung/ ). Nachdem wir in den SaloOon gewechselt waren, erzählte er über die Schwierigkeiten des einen und das jahrzehntelange Formen des anderen Projekts (letzteres mit Strohhalmen, nach denen der Leser wortwörtlich greift, und lose-Blatt-Gedichten). Beide Projekte fanden großen Anklang, vor allem Haikus wie "Stein und Stein. Zwei Brocken Wahrheit" :-) Anschließend las er noch aus seinem aktuellen Projekt "Krypto Night" vor.

Hier taten wir uns - obwohl uns die Konzentration, quasi Verdichtung der Leerstellen gut gefiel - mit dem Feedback deutlich schwerer (es war sozusagen so kryptisch wie das präsentierte Werk - Form und Klang, nicht erzählte Geschichten!), da fehlten einfach unsere besten Lyriker Tobias und Christian, aber Matthias bringt die Texte wieder mit. (Dirk: "Ich bin halt nur Lyrik-Konsument")

Andy erzählte ein paar Hintergründe über das Sammeln von Jugendstil, Gotik und Bronzezeit-Artefakten (und dass iranische bemützte zwergengroße Bergwerksarbeiter die Basis der Mainzelmännchen sein könnten) und wie (menschen)leer das Germanische Nationalmuseum meist ist.

Zum Ausklang stellte Frank wieder sein Aufgreifen unserer Anregungen und seine aktuellen Anpassungen bei den "Prussian Angels" vor - wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Wer stößt Prozesse an, Konzerne oder superreiche Fans?

Kurz nach elf, als wir auch gerade zusammenpackten, bat uns der Hausmeister (mit Verweis auf das "21:00-22:30 Wortwerk" an der Tür) zu gehen :-) ggf. treffen sich die Ersten künftig auch schon 19:30 oder so, damit die Abende länger werden :-)

Protocollage vom 3.2.25:

Das Leben ist so verdammt repetitiv.

Ich bin ein Sohn des Wortwerks - wie: wurdest Du bei der 1. Sitzung gezeugt oder was?

Schöne Grüße! Geht's ihm gut? - Es waren nur zwei Zeilen nach einem halben Jahr. - Naja, dann grüß in einem halben Jahr schön zurück.

Die Histologie stellt fest: im Bart ist Leben!

Madeleine ist nicht Maren und nicht aus der Schweiz - Aber sie hat auch einen Hund, wie Maren!

Jeder nimmt Geschichten anders wahr - genau, wir fragen Madeleine. - Narrative ist schon ein verrücktes Vieh!

Auf youtube findet man noch alles, und ich muss immer an die Babysitterin denken

Ich begleite Dich mit dem Zug auf Deiner Motorradtour und winke Dir vom Fenster zu. Augen auf die Straße!

Ich hätte gerne diese Jugendstil-Figuren hier. Ihr helft mir beim Tragen und zum-Fenster-Rauswuchten. - Lass Dir doch von den Montagsdemonstranten helfen.

Ich bin nicht so in der Literaturszene - Das ist kein Fehler.

Wie bremst man als Behörde eine künsterlische aber unliebsame Bildverbrenn-Aktion? Genau: Mit Verweis auf Emissionsrechte.

Das "Freier werden" (Adjektiv!) ist die Schnittstelle zwischen Kunst und Psychologie.

Eingelagert, eingemauert. Freiwillig. Und gestorben am Gestank.

Du hast meine katholische Energie aufgenommen; du kannst Latein!

Schummeln bei den Märtyrerinnen, damit sie buchstabengetreu bleiben.

"Leerstellenfehldrucke" ist doch ein guter Titel für Dein nächstes Projekt.

Dichter atmen Haikus - und wie wäre es mit einem Glossar in Haiku-Form?

Unbeweibt bleibt die Wand meist leer.

Iranische bemützte Zwergbergwerker.

Marmor, Stein und Eisen bricht, Bronze nicht!

Mein Schwert ist älter als Empedokles.

Das Problem sitzt vor den Seiten (Leser, nicht Autor)

Die Wirklichkeit klingt wie eine Geschichte von Frank.

Esoterik: Ist es ein sexistisches Klischee, dass sich ausgerechnet die Androidin aus der Androidengruppe damit beschäftigt?

Das Verzehren der Orakeltiere: ja, ja, das Motiv der Fähigkeitenübernahme durch Kannibalismus - ja, aber verrührt können die nichts mehr prognostizieren?

Die Macht der KI oder KI macht. Matrix ist aber übrigens schlecht gealtert.

Wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Es ist zum Verzweifeln.

Dienstag, 20. August 2013

Zettelkastens Traum: Barcodes und Trimm-Dich-Pfad für Jean Paul


mit Brigitte Liebe, Christian Schloyer, Falk Steffen, Tobias Falberg und FALSCHTECHST-SCHLACHTFEST


Junge Lyriker, Textkünstler und ein künstlerischer 3D-Fotograf aus Nürnberg beamen am Poetenfestwochenende Jean Paul ins 21 Jahrhundert. Die Künstlergruppen „falschtechst-schlachtfest“ und „Wortwerk Nürnberg“ widmen dem fränkischen Dichter zum 250ten ein multimediales Text-Spektakel.

Dass Jean Paul in internetfernen Zeiten bereits mit Hyperlinks experimentierte und einer der ersten Hypertext-Poeten überhaupt war, nehmen Brigitte Liebe, Christian Schloyer, Dirk Baumeister, Falk Steffen, Frank Ruf, Ric Götting und Tobias Falberg zum Anlass für eine skurrile Annäherung an diesen Dichter.

Dabei kommen außergewöhnliche Utensilien zum Einsatz: ein Barcode-Lesegerät, ein Trimm-Dich-Pfad rund um die stadtbekannten roten Stecknadeln der Künstlerin Isi Kunath, orangefarbene Vogelhäuschen, Videoprojektionen und Barcodes mit Sammlerwert. Die Installation selbst ist in der Erlanger Stadtbibliothek aufgebaut.

Dieser Aufwand ist schließlich auch notwendig, wenn man Jean Paul und dem Anspruch des „Alles-mit-allem-Vernetzens“ künstlerisch gerecht werden will: Also wird der Bürgersaal im Palais Stutterheim flugs in einen „begehbaren Zettelkasten“ umgebaut. Hier kann das Publikum die (z.B. auf dem „Trimm-Dich-Pfad“ gesammelten) Barcodes einscannen und ein multimediales Textfeuerwerk zünden. So werden Texte und Fotografien begehbar! Mit etwas Glück lassen sich sogar seltene Bonus-Tracks aktivieren.


Die Installation öffnet am Samstag, 31. August, 12:00 bis 20:00 Uhr, und am Sonntag, 1. September, 14:00 bis 20:00 Uhr. Stadtbibliothek, Bürgersaal (2. OG). Am Samstag findet um 18:00 Uhr eine Live-Lesung mit allen Autoren statt. Eintritt frei, weitere kostenlose Barcodes gibt es auch vor Ort.


Mit freundlicher Unterstützung der InterFace AG.

Sonntag, 15. August 2010

Poetenfest 2010: Projesie-Prosajekt

Dritte Wortwerk-Anthologie, an die Hauswand geworfen

Donnerstag, 26. bis Sonntag, 29. August 2010, 21:00 bis 24:00 Uhr, Theaterstraße

Trickfilm-Figuren, die ein Gedicht vortragen, absurde Geschichten vor alltäglicher Kulisse oder surreal inszenierte Alltagsgeschichten – wenn ambitionierte Nachwuchsliteratur auf experimentellen Hobbyfilm trifft, darf man keine große Literaturverfilmung erwarten. Das wäre den Schöpfern dieser Sammlung kleiner skurriler Filmperlen auch zu dröge: Man will poetische Vielfalt, absurdes Experiment, Staunen und Kopfschütteln.

So versammelt das Projesie-Prosajekt (Videoprojekt für projizierbare Poesie und Prosa) Beiträge von 9 jungen Autorinnen und Autoren, die ihre Texte (teils mit beachtlichem Aufwand) filmisch inszeniert haben. Die Künstler entstammen den beiden Autorengruppen und Textwerkstätten „Wortwerk“ in Erlangen und Nürnberg.

Die Idee zum Projesie-Prosajekt fand sich auf der Suche nach einem für die „Wortwerk-Anthologie 3“ geeignetem Text-Präsentations-Format. Es sollte nicht wieder ein Heftchen werden, auf dem man inklusive der Druckkosten sitzen bleibt, sondern etwas Spannendes. Warum nicht die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, wo doch beinahe jeder eine digitale Kamera zur Hand hat? Texte an die Wand werfen! In dieser Form mag eine Anthologie funktionieren!

Zu bestaunen ist die Video-Wortwerk-Anthologie erstmals auf dem 30. Erlanger Poetenfest, und das gleich an allen vier Abenden. Wer zwischen 21:00 Uhr und 24:00 Uhr durch die Theaterstraße flaniert, wird sie sehen. Wenn die Feuertaufe vor Publikum bestanden ist, werden die Einzelbeiträge auf YouTube hochgeladen und weltweit zugänglich gemacht.

Playlist für Projesie-Prosajekt aufrufen