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Freitag, 30. August 2024

VENUS–MARS ist im Poetenladen erschienen. Premiere am 31.08. auf dem Erlanger Poetenfest!

Am Samstag, den 31. August um 17:30 Uhr, wird Christian Schloyer den Lyrik-Doppelband „VENUS–MARS“ auf dem idyllischen Erlanger Poetenfest vorstellen – mitten im Erlanger Schlossgarten (bei schönem Wetter unter freiem Himmel). Der Eintritt auf die „Wiese“ ist kostenfrei, es empfiehlt sich, eine Picknickdecke mitzunehmen und es sich gemütlich zu machen. Entspannter lässt sich kaum den Neuheiten des Bücherherbstes lauschen.

Natürlich ist Schloyer nicht der einzige Programmpunkt – zwischen 14:00 und 19:00 Uhr wechseln sich da halbstündlich die neuen „Buchhighlights“ ab:

<Hier geht's zum Poetenfest …>


Mehr zum Buch:

<Autor:innenseite>

<Verlagsseite des Poetenladen>


Donnerstag, 10. August 2017

JUMP ’N’ RUN - Schloyer stellt neues Buch auf Poetenfest vor


Jump ’N’ Run – Lyrik von Level zu Level


Lese- und Klangperformance mit Christian Schloyer


Samstag, 26. August, 22:00 Uhr, Palais Stutterheim, Innenhof
Eintritt frei!

Einen lyrischen Text begreifen als Flirren von Möglichkeiten, als Algorithmus, der erst durch Anwendung (also beim Lesen) seinen Ausdruck findet. Für diese Art nichtserieller Texte hat Christian Schloyer eine Form entdeckt, die sich anlehnt an die „Goldene Ära“ der Videospielkunst zu C64-Zeiten. Zur Buchpremiere von „Jump ’N’ Run“ projiziert Schloyer Texte an die Wand, die in ihrer Form Retro-Computerspielen gleichen. Textblöcke sind mit Leitern, Sprungpfeilen und Treppen miteinander verbunden: Der Weg durch das Gedicht muss gewählt werden, je nach Wahl entstehen aus dem gleichen Wortmaterial unterschiedliche Versionen.

Mithilfe eines Laserpointers weisen Mitspieler aus dem Publikum den Weg. Vor jedem neuen Level improvisiert Schloyer elektroakustisch „Computerspiel-Begleitmusik“. Hierfür fließen etwa eine Klangschale und eine Salatschüssel digital verfremdet in die Soundlandschaften ein.

Coverdesign: Michael Jordan
JUMP ’N’ RUN erschien im Aug. 2017 im poetenladen Verlag
(Coverdesign: Michael Jordan)

Die Revue der Neuerscheinungen II


Lesungen und Gespräche mit Emilia Smechowski, Steffen Popp, Petra Morsbach, Elmar Tannert, Franzobel, Zsusza Bánk, Christian Schloyer, Thomas Lehr, Sasha Marianna Salzmann, Annette Mingels


Sonntag, 27. August, 13:30 bis 19:00 Uhr, Schlossgarten, Hauptpodium 
Eintritt frei!

13:30 Uhr Emilia Smechowski
Wir Strebermigranten. Roman. Hanser. München. Jul 2017

14:00 Uhr Steffen Popp
118. Gedichte. kookbooks. Berlin, Mrz 2017

14:30 Uhr Petra Morsbach
Justizpalast. Roman. Knaus. München, 4. Sep 2017

15:00 Uhr Elmar Tannert
Ein Satz an Herrn Müller. Roman. ars vivendi. Cadolzburg, Mrz 2017

15:30 Uhr Franzobel
Das Floß der Medusa. Roman. Zsolnay. Wien, Jan 2017

16:00 Uhr Zsusza Bánk
Schlafen werden wir später. Roman. S. Fischer. Frankfurt a. M., Feb 2017

16:30 Uhr Christian Schloyer
Jump ’N‘ Run. Lyrik. Poetenladen. Leipzig, Aug 2017

17:00 Uhr Thomas Lehr
Schlafende Sonne. Roman. Hanser. München, 21. Aug 2017

17:30 Uhr Sasha Marianna Salzmann
Außer sich. Roman. Suhrkamp. Berlin, 11. Sep 2017

18:00 Uhr Annette Mingels
Was alles war. Roman. Knaus. München, Mrz 2017

Moderation Hauptpodium: Hajo Steinert

Gespräche Nebenpodien: Verena Auffermann, Michael Braun, Herbert Heinzelmann, Anne-Dore Krohn, Dirk Kruse, Hajo Steinert, Florian Felix Weyh


Weitere Infos zu JUMP ’N’ RUN unter: www.jumpnrun.net.

Mittwoch, 12. September 2012

Das Kratzen bunter Kreide

Am 15. September erscheint mein erster Roman!

Es geht um Maja, die aus allem in ihrem Leben ein Spiel macht. Als sie Jakob und Felix trifft, spielt sie mit ihnen um Nähe, Gefühle und Macht. Sie beginnt mit den zwei Männern eine Fernbeziehung, schreibt sich mit ihnen über Facebook, trifft sie auf lauten Partys, liebt sie zwischen Umzugskartons. Und obwohl Felix und Jakob wissen, dass sie sich Maja teilen, machen sie mit. Denn so unterschiedlich die zwei auch sind, sie beide besitzen Ehrgeiz – und haben nicht vor, diese Partie zu verlieren.
Doch während Maja die Tage mit Felix und Jakob genießt, driftet sie nachts in immer geheimnisvollere Träume ab. In ihnen ist es plötzlich ganz still, sie kann nur ein Klopfen ­hören, Schritte oder das leise Aufprallen eines Basketballs. Auf der Suche nach der Ursache blickt sie in ihre Kindheit zurück – und kommt dem Grund für ihre Spielleidenschaft gefährlich nah.

Ich freu mich sehr, dass das Buch diese Woche auf den Markt kommt. Danke für eure Hilfe in den letzten Jahren an meine Erlanger Wortwerker!

Dienstag, 5. Juni 2012

Schloyers zweiter Band „panik • blüten“ im poetenladen Verlag erschienen!

Etwas Werbung in eigener Sache: Nach 5 Jahren Reifezeit ist Anfang April mein zweiter Lyrikband erschienen – nicht bei Kookbooks, sondern als Hardcover im poetenladen Verlag. Um einer häufigen Frage zu begegnen: Warum der Verlagswechsel? Daniela Seel startete inzwischen ihre eigene, überfällige Karriere als Lyrikerin mit einigen hochverdienten Auszeichnungen und Stipendien – und hat daher ihr Verlagsprogramm deutlich reduzieren müssen.


Mein bereits seit einem Jahr in Wartestellung befindlicher zweiter Band hätte wohl noch ein oder zwei weitere Jahre auf einen Platz im Verlagsprogramm gewartet – und da waren wir uns einig, dass dieses fertige Konvolut eine Chance bei einem anderen Verleger bekommt, der mit Andreas Heidtmann in Leipzig rasch gefunden war.

Mit dem neuen Verlag und der optischen wie haptischen Qualität des Buches bin ich sehr glücklich. Der besondere Clou: Extra für dieses Buch wich der Verlag von seiner bisherigen künstlerischen Linie ein Stück weit ab und engagierte mit Maxi Blunck eine zu den panik • blüten wunderbar passende Grafikerin. Ich denke: eine Bereicherung für das Buch und den Verlag!

Über die inhaltlichen Qualitäten mag ich selber nicht viel sagen – nur so viel: ich halte dieses über 90 Seiten starke Buch für einen würdigen Nachfolger der spiel • ur • meere, für eine Weiterentwicklung – und bin hoffnungsvoll gespannt, ob der zweite Band ähnlich viel Aufmerksamkeit gewinnen kann wie der erste.

panik • blüten; Gedichte
poetenladen 2012
gebundene Ausgabe 96 Seiten | Euro 16.80
ISBN 978-3-940691-35-4

www.poetenladen-der-verlag.de

Schon gesehen? BLUMENFRESSER 3 ist da – mit Comic-Schwerpunkt!

Blumenfresser 312
Der wohl aufregendste und (angesichts der eher kleinen Auflage) exklusivste BLUMENFRESSER aller Zeiten ist da! Seit wann? Die Nummer 312 ist seit März zu haben, experimenteller denn je (und wie immer schlecht vermarktet und daher bisher ein echter Insider-Tipp). Was ist neu? Nachdem die Vorgänger-Nr. 211 sehr textlastig dahergekommen war, ist es diesmal dank der maßgeblichen redaktionellen und künstlerischen Mitarbeit durch Michael Jordan gelungen, der Literatur einen gleichwertigen Schwerpunkt gegenüberzustellen: Literatur und Comic verbünden sich übermütig und treiben Hand in Hand künstlerischen Schabernack.

„Wir haben Autoren und Comiczeichner gemeinsam zum Thema ‚Arten‘ arbeiten lassen. Herausgekommen ist ein konzentriertes, bildreiches Heft mit Beiträgen von Aisha Franz, Crauss, Jennifer de Negri, Nina Delante, diceindustries, Karin Fellner, Jul Gordon, Simon Häussle, Marius Hulpe, Michael Jordan, Helmut Kaplan, Christine Marendon, Andreas Neuner, Frank Ruf, Leonhard F. Seidl, Katharina Stooß, Edda Strobl, Ron Winkler, Dan Wirén, Heinz Wolf.“

Text- und Bildkunst werden als erzählerische und experimentierfreudige Formen begriffen, die neben ihrem Wert-für-sich zusätzliche Energien durch ihre Verschmelzung freisetzen. Manchmal wird eine spannende Beziehung allein dadurch hergestellt, dass beides im Heft einfach nebeneinander steht. Doch oft beziehen sich Comic und Text explizit aufeinander – und nicht wenig künstlerisches Material ist extra für diesen BLUMENFRESSER angefertigt worden!

Die Nr. 312 ist ein bunter Beleg dafür, dass sowohl die junge Comic- als auch die junge Literaturszene im deutschsprachigen Raum faszinierende Blüten treiben … und beide mehr Beachtung verdienen! Also:

„Dieser Blumenfresser ist kostbar, die 7 Euro Verkaufspreis decken bei einer kleinen Auflage von 300 Stück nicht einmal ganz die Druckkosten ab. Rechnerischer Wahnsinn, eigentlich. Das Cover hat der Künstlerische Leiter dieser Ausgabe – Michael Jordan – per Hand in seiner eigenen Siebdruckwerkstatt gedruckt.“

www.blumenfresser.de

Sonntag, 13. Mai 2012

SACHSWULFS SAGA – Comic-Projekt auf Verlagssuche

Vom 7. bis zum 10. Juni findet in Erlangen der Comic-Salon 2012 statt. Mit der Zeichner TOMPPA werde ich dort unser neues Comic-Projekt „Sachswulfs Saga“ präsentieren, für dessen Story und Text ich unter dem Pseudonym PERRUDJA verantwortlich zeichne.

SACHSWULF ist ein Epos über Liebe und Hass, Historie vermischt sich mit Fantasy-Elementen.

Die Handlung ist angesiedelt im 7. Jahrhundert nach Christus und beginnt am nördlichen Rand der Alpen. Es ist die Zeit der Landnahme durch die Baiowarioz, heute als Bayern bekannt. Es gibt kaum noch Reste der ursprünglich römisch-keltischen Bevölkerung. Nachdem die Baiowarioz das Alpenvorland besiedelt haben, dringen sie nun in die Berge selbst ein und treffen dort auf einen mächtigen Gegner. Wesen der Andernwelt haben in den Bergen ihr Rückzugsgebiet gefunden. Mit den Kelten war eine Nachbarschaft möglich gewesen, da diese die Alpen nicht kolonisiert hatten. Mit den Baiowarioz allerdings verändert sich alles. Sie machten die Bergwelt urbar, und vor allem bringen sie eine fanatische neue Religion mit, die die Wesen der Andernwelt unterschiedslos für teuflisch erklärt: Das Christentum.



SACHSWULF ist ein Comic im franko-belgischen Stil, angelegt auf fünf Bände. Um das Projekt zu vermarkten, haben wir einen Auszug von 8 Seiten aus dem ersten Band als Schwarz/Weiß- bzw. als Bleistiftversion realisiert. Diese Comicseiten samt Charakterstudien der wichtigsten Protagonisten sind inzwischen auch im Internet auf dem Comicportal www.mycomics.de unter folgendem Link veröffentlicht: http://www.mycomics.de/comics/fantasy/sachswulfs-saga.html

Für den Comic-Salon in Erlangen haben wir ein hochwertiges Album drucken lassen, dass wir interessierten Verlagen zur Verfügung stellen wollen. Darin befinden sich neben den 8 Comicseiten auch ein Exposée zu Inhalt und Form des Comicprojekts, sowie Einblicke in die Entstehung des bisherigen Materials. Wenn ihr noch mehr Informationen über das Sachswulf-Projekt haben wollt, dann findet ihr diese unter: www.tomppa.de

Drückt uns die Daumen! Und wenn ihr Lust habt, kommt uns doch auf dem Comic-Salon besuchen.

Samstag, 13. August 2011

Leonhard F. Seidl liest aus seinem Roman Mutterkorn


Zum fünften Mal liest Leonhard F. Seidl beim Literaturfest WortWärts im Literaturzentrum Nord. Aber dieses Mal ist etwas anders: Er präsentiert sein Romandebüt Mutterkorn.

Mutterkorn ist die Geschichte einer Befreiung. Aber auch eine Geschichte über Gewalt und Abhängigkeit.

„Leonhard F. Seidl (zeigt) etwas von dem Chaos, das unter der glatten, auf Hochglanz polierten Oberfläche unseres Alltags brodelt.“ (Nürnberger Nachrichten)

Mit dabei u. a. die WortwerkerInnen Tobias Falberg und Carolin Hensler

Literaturzentrum Nord. Wurzelbauerstr. 29
90409 Nürnberg 14. August. 14 - 20 Uhr


Donnerstag, 14. April 2011

"Nachts in Nürnberg" auf Streetview Literatur

© jedi-master – fotolia.com

Schnitt/

Tills Fehler war, dass er einen Obstler nach dem anderen trank. Selbstgebrannten aus Rumänien, den ihm ein Freund mitgebracht hatte. Zum Aufwärmen sozusagen, oder zum Erblinden. Tills Problem aber war, dass Lena nicht da war. Also musste er Lena suchen. /
Eine halbe Flasche später schüttelt er sich. Er hat zwar die ganze Zeit nur an Lena gedacht, doch dass er sie suchen will, hat er irgendwie vergessen. Noch ein letzter Schluck. /
Es regnet. Wie auch nicht in Nürnberg. Er kam ja vom Land. Da regnet es auch. Aber trotzdem scheint dort öfters die Sonne. /
(...)

weiter geht es auf http://blog.euryclia.de/?p=353 oder http://blog.euryclia.de
Falls ihr euch auch am Projekt Streetview Literatur beteiligen möchtet, Marion Schwehr sucht noch Texte. Darum geht´s in Ihren Worten:

Streetview Literatur bringt Kurzgeschichten vieler, verschiedener Autoren zusammen und verknüpft sie zu einem Geflecht. Jede Kurzgeschichte folgt einer einzelnen Person und ihrem Weg durch die Stadt: woher kommt sie, wohin will sie, was passiert auf dem Weg, welches „Geheimnis“ trägt sie mit sich, … Die Verknüpfung der einzelnen Texte untereinander erfolgt über die Straßen- und Ortsangaben. Der Leser kann sich entscheiden, welcher Person und damit welcher Geschichte er folgen möchte. Im Gesamttext kann er Eintauchen in das Gemenge von Menschen im Straßengewirr. Er trifft auf Personen, begleitet ihren Weg, bevor er abbiegt und sie im Gewirr von Menschen und Wegen wieder verliert. Streetview Literatur wird es als Internetversion geben, als E-Book und - um die Texte tatsächlich in den Straßen der Städte erfahrbar zu machen - natürlich als App.

Als Projekt steht Streetview Literatur noch ganz am Anfang. Es gibt erste Geschichten in München, Berlin, Köln, Nürnberg, Erfurt, Zürich und London.
Es gibt einen Blog mit aktuellen Infos zum Projekt: http://blog.euryclia.de (ein Blick in die Werkstatt sozusagen. Es gibt einen Treffpunkt für Fans auf Facebook: http://www.facebook.com/StreetviewLiteratur

Montag, 14. Februar 2011


Buchpräsentation in der Stadtbibliothek Erlangen

Bald ist es soweit: Am 21. Februar erscheint Natašas Debutroman "Jeden Tag, jede Stunde" beim DVA-Verlag. 288 Seiten voller Ideen, Sprachgewalt und all dem anderen Kram, den ein gutes Buch braucht. Man sagt, es sei sogar Fischfang dabei.
Damit aber noch nicht genug, denn am 24. Februar stellt Nataša ihren Roman erstmalig in der Erlanger Stadtbibliothek vor. Ein echtes Privileg wenn man bedenkt, dass die über zwanzig Länder weltweit, in die die Lizenzen ebenfalls bereits verkauft wurden, noch auf ihre Übersetzungen warten müssen.
In diesem Sinne: Nichts wie ran an die Karten für die Lesung!
Wer sich vorab schonmal ein Bild von Natašas literarischen Fähigkeiten machen will, kann bei der Zeit eine kleine Leseprobe begutachten.
Weitere Links:
Natašas Autorenhomepage
Zur Buchpräsentation in der Stadtbibliothek Erlangen

Dienstag, 23. November 2010

NACHTS - eine Comic-Kurzgeschichte


Auf dem Comic-Salon in Erlangen lernte ich dieses Jahr den Comiczeichner Tomppa kennen. Da die Literaturzeitschrift BLUMENFRESSER Comics zur Veröffentlichung suchte, kam es zu einer Zusammenarbeit. Ich lieferte unter meinem Pseudonym "Perrudja" Plot und Texte und Tomppa zeichnete das Ganze dann. Herausgekommen ist eine sechsseitige Kurzgeschichte im Noir-Stil. "Sin City" stand im Schatten Pate.
Das Comic wurde dann von Tomppa auf der wichtigsten Internet-Seite für Neue Comics in Deutschland veröffentlicht. - www.mycomics.de - Die Resonanz war gut.

Die Blumenfresser-Redaktion allerdings lehnte das Comic ab. Zu brutal, auch das Wort "platt" fiel. "Politische Korrekt-ness" wurde nicht in die Diskussion eingebracht, aber es war vor allem der weibliche Teil der Redaktion, der sich heftig gegen eine Veröffentlichung wehrte.

Ihr könnt euch immer noch selbst eine Meinung bilden. Denn NACHTS wurde von der mycomics-Redaktion ausgewählt, am mycomics-Wettbewerb teilzunehmen. Bis zum 29. November kann man online über das beste User-Comic abstimmen. Der Link dahin ist beigefügt. Wenn NACHTS gefällt, freuen wir uns über eure Stimmen, wenn nicht ... auch gut.

http://mycomics.de/content/wettbewerb-november-2010.html

Nach Ende des Wettbewerbs kann man NACHTS immer noch über die Suchfunktion finden. Einfach den Titel oder Tomppa oder Perrudja eingeben.

Montag, 26. April 2010

Phantastischer Kurzroman "Joie de la Curt"

Es ist geschafft! Unter dem Pseudonym "Perrudja" ist im Arcanum Fantasy Verlag mein phantastischer Kurzroman "Joie de la Curt" erschienen. ISBN: 978-3-939139-33-1
Der Roman ist inspiriert an einer "Aventiure" des Sagenkreises von Artus und den Rittern der Tafelrunde. Im Minnesangroman Erek und Enide von Hartmann von Aue findet sich eine Geschichte von einem Zauberwald, den ein roter Ritter bewacht. Wer in den Wald eindringt und nicht wahrhaft liebt, wird von diesem Ritter namens Mabonagrin geköpft.
In "Joie de la Curt" treffen zwei Paare aufeinander, die sich selbst und der Welt beweisen wollen, dass ihre Liebe dauerhaft ist. Wieviel Idealisierung verträgt die Liebe? Wieviel Freiheit braucht die Liebe? Erek und Enide, und Mabonagrin und Alaia befinden sich in diesem uralten Dilemma. Und als Ritter bleibt nur das Ventil zu kämpfen...

Auszug aus dem Kurzroman "Joie de la Curt"

Mabonagrin wunderte sich. Die Rüstung passte wie angegossen. Dabei waren seinen Glieder doch größer und länger, als die jedes anderen Menschen. Mabonagrin hatte noch nie einen Mann getroffen, den er nicht mindestens um einen Kopf überragte. Daher musste jede seiner Rüstungen gesondert angefertigt werden. Wer aber hatte bei dieser Rüstung Maß genommen?
„Du siehst stattlich aus, mein Ritter.“
„Du freust dich nicht wirklich darüber.“
„Ich freue mich über deine Schönheit. Und ich freue mich über deine Kraft. Aber freue mich nicht auf den Kampf!“
„Jede Dame freut sich, wenn ihr Ritter gut kämpft.“
„Mir ist das gleichgültig.“
„Möge Gott dich verstehen“, brummte Mabonagrin und bestieg schwerfällig sein Pferd, das Alaia für ihn hielt. Sie ließ die Zügel los, als er oben saß. Sofort drückte er dem Tier seine Fersen in die weiche Flanke. Als das Ross nach vorne schoss, hatte er das Gespräch schon vergessen. Er genoss den Gegenwind. Er spürte die Muskeln des Pferdes unter sich arbeiten, hörte das gedämpfte Schlagen der Hufe auf der Frühlingswiese, sah die blühenden und Obst behangenen Bäume vorbeifliegen und liebte es.
Reiten und Kämpfen, das war der Inhalt des Rittertums. Wenn er oben auf seinem Pferd saß, erschien Mabonagrin das Leben leicht. Er wusste dann, was er zu tun hatte. Und nun besaß er diese herrliche Rüstung. Sie war weder zu schwer noch zu leicht, sondern genau richtig, wie sie sich an seinen Körper schmiegte, um seine Kampfkraft zu verdoppeln. Er fühlte sich stark.
„Komm zurück!“
Mabonagrin hörte Alaias Rufe kaum durch den Eisenhelm. Doch sah er durch die Augenschlitze, wie sie winkte. Als er bei ihr war, sagte sie: „Du reitest gut. – Aber etwas fehlt dir noch, und scheinst es gar nicht zu vermissen.“
„Was?“ fragte Mabonagrin erstaunt.
„Reite zu unserem Apfelbaum und schau, was du dort findest.
„Eine Lanze!“ rief Mabonagrin wenig später. „Eine prächtig feste Lanze zum Tjosten. In Rot!“
„Du sollst dich nicht freuen! Das hier wird kein Turnier. Es geht um Leben und Tod. – Kein Eindringling darf meinen Garten lebendig verlassen.“
„Was erzählst du?“ rief Mabonagrin, der nicht genau zugehört hatte. Doch bevor Alaia es besser erklären konnte, ertönte vom Rande der Wiese, - dort, wo Mabonagrin noch einige Eichen zu sehen glaubte -, der Ruf eines fremden Ritters.
Mabonagrin winkte Alaia zu und rief: „Jetzt gilt´s!“
Er drückte dem Pferd fest die Haken in die Seiten und stürmte auf den Ritter zu.
„Was habt Ihr hier zu suchen, in unserem Garten?“
„Euch fehlt es an Höflichkeit“, erwiderte der Fremde, „da Ihr nicht ordentlich grüßt. Sei´s drum, ich werde Euch schon den rechten Anstand lehren.“
Mabonagrin fragte ein weiteres Mal, und schon lag Jähzorn in seiner Stimme: „Warum kommt Ihr hierher und stört mich und meine Dame? Wer rief Euch?“
„Es war der Ruf des Abenteuers, der durch alle Lande schallt. Nur wer wirklich liebt, kann es bestehen, so heißt es. – Nun, ich liebe meine Dame über alles und will das gerne beweisen. Ihr scheint ein starker Gegner zu sein, doch meine Liebe macht mich stärker. Niemand liebt so heftig wie ich!“
„Wo ist Eure Dame jetzt?“
„Sie konnte die Nebelwolke nicht durchdringen. Eine geheime Macht hielt sie ab. Aber sie wartet am Rand dieses Zauberwaldes. – Und ich habe ihr versprochen, sie nicht lange alleine zu lassen. Darum genug geschwatzt, Roter Ritter, lasst uns sehen, wer hier wahrlich liebt!“
Der fremde Ritter schloss sein Visier. Das wenige von seinem jungen Antlitz, das Mabonagrin gesehen hatte, - vor allem die braunen verträumten Augen -, verschwand. Der Mann wurde gesichtslos, wurde zu einer feindlichen eisernen Masse. Mit lautem Ho wendete er sein Streitross und ritt zum anderen Ende der Wiese. Dort drehte er sich wieder, brachte seine Lanze in Position und wartete; ganz kalte Drohung.
Mabonagrin schwankte zwischen Zorn und Verwirrung. Er hatte keine Lust zu kämpfen. Sein Herz war dazu viel zu glücklich. Doch der hatte ihn herausgefordert. Da musste er wohl dagegen halten. Außerdem stand Alaia immer noch unter dem Apfelbaum. Seine weiße Blütenkrone umschimmerte ihren Kopf wie eine Aureole. – Es gab kein Zurück. Der Störenfried stellte sich zwischen sie und ihn. Wo er doch nur zurück in ihre Arme wollte. Heiße Wut schoss hinter seine Augen. Dafür sollte der bezahlen.
Das Pferd begann zu tänzeln. Es spürte die Anspannung seines Herrn. Mit harter Hand riss Mabonagrin am Zügel. Seine stählerne Hand schlug das Visier herunter. Die Welt war damit auf den Sehschlitz seines Helms beschränkt. Nun war er gefangen in der Einsamkeit des roten Eisens. Das rieb, schürfte und sägte sich in sein Fleisch mit jedem Zucken des Pferdekörpers unter ihm. Das Tier bäumte sich auf. Er legte die Lanze in die Waagrechte und gab es frei. Das Ross stürzte nach vorne. Eisen, Menschenfleisch und Tiermuskel wurden eins, wurden ein Ungeheuer, das flog, vorwärts, um zu vernichten, um zu töten.
Kein Wort zu Gott, kein Blick zu seiner Liebe, keinen Gedanken mehr, wer er war. Mabonagrin war nur noch rasende Bewegung. Auf ihn zu kam, schneller und schneller, über die grüne Wiese an Kirsch- und Apfelbäumen vorbei, sein Tod. Alles, was er ersehnte, war der Zusammenstoss. Da war er!
Eisen krachte auf Eisen. Mabonagrin riss sein Pferd hart zur Seite, fintete, lenkte die feindliche Lanze mit seinem Schild ins Leere und stieß selbst zu. Der Ruck riss ihm fast den Arm aus der Schulter. Ein jäher Schmerz durchzuckte seinen gefangenen Körper, während der Krach des Aufpralls ihn ertauben ließ. Die Lanze brach. Sein völlig ungebärdiges Streitross stürmte weiter. Eisenschulter prallte auf Eisenschulter. Gerade noch hielt er sich auf dem Tier. Dann war er an dem Gegner vorbei.
Wo war der Feind?
Sein Herzschlag raste, ließ ihn fast überschnappen. Er hatte keinen Atem. Im Helm war es feuchtheiß. Die Luft war verbraucht. Er wollte das Visier aufreißen. Doch wo war der Feind? Hatte der seine Lanze noch? Wie gut hatte er selbst getroffen? Er musste sein Pferd wieder beherrschen, es wenden, den Feind sehen. Bunte Schlieren tanzten vor seinen Augen. War der Blick, den der Sichtschlitz seines Helms freigab, die ganze Welt? Wo war der Feind?
Langsam, viel zu langsam wendete er sein Pferd. Jeden Augenblick erwartete er den tödlichen Stoss in seinen Rücken. Doch, als er endlich seinen Gegner wieder im Blick hatte, sah er, wie der im Sattel hin- und hertaumelte. Mabonagrins abgebrochene Lanze hatte sein Kettenhemd durchbohrt und steckte tief in seinem Bauch.
Woher war der Hass gekommen, sollte sich Mabonagrin später fragen, als er wieder denken konnte. In diesem Moment allerdings lebte er den Hass. Er zog sein Schwert und ritt auf den besiegten Ritter zu. Mit einem gewaltigen Streich hieb er ihm den Kopf vom Rumpf. Als dieser auf dem Boden aufschlug, hallte ein verzweifelter Frauenschrei von jenseits der Nebelwand durch den Garten.
Mabonagrin aber fand noch keine Ruhe. Er sprang vom Pferd. Mit zwei weiteren Schwerthieben köpfte und fällte er einen jungen herrlich blühenden Kirschbaum. Dann spitzte er den Stock zu, holte sich den abgeschlagenen Kopf und schritt an der stummen Gestalt Alaias vorbei zum Rande des Zauberwaldes.
Dort, wo die Nebel sich auflösten, fand er eine weinende Frau. Doch er kümmerte sich nicht um sie. Stattdessen rammte er den Stock mit aller Macht in die Erde. Dann pflanzte Mabonagrin den Kopf des Ritters darauf. Als Zeichen für alle, die in der Zukunft zu kommen wagten.
Die Dame floh voll irrsinnigem Schrecken, als sie sah, was der Rote Ritter ihrem Liebsten antat. Mabonagrin aber machte kehrt und verschwand in den Nebeln des Zaubergartens. Zurück blieb als einsamer Wächter der Totenkopfpfahl.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Unter Der Stadt



es ist wieder so weit... mir ist ein Text erschienen!
Nicht im spirituellen Sinne, aber trotzdem auf sehr erfreuliche Weise - es handelt sich nämlich um ein ganz phantastisches Buch, dem ich diesmal einen Text beisteuern durfte.
Nicht nur, dass darin einige Nürnberger Local Heroes vertreten sind (z.B. Fitzgerald Kusz, Petra Nacke, Elmar Tannert, Ewald Arenz, Klaus Schamberger, Jan Beinßen, Veit Bronnenmeyer...) diesmal sind auch Fotos von meinem persönlichen Lieblingskünstler Fabian Hübner dabei. Er hat das Buch zusammen mit Claudia Jennewein herausgegeben und steuert selbst auch einen Text bei.
Insgesamt enthält der Text-Bild-Katalog „Unter der Stadt“ über 30 Beiträge, die sich literarisch mit dem unterirdischen Treiben des öffentlichen Nahverkehrs beschäftigen.

Eine Buchpräsentation mit Lesung gibt es am:

Freitag, den 18.Dezember 2009
um 20.00 Uhr
U-Bahnhof Weißer Turm, Aufgang Ludwigstraße.

Erwerben könnt ihr mein neues Lieblingsbuch über:
www.unter-der-stadt.de, bei der Lesung am 18.12. oder ab nächste Woche im Buchhandel.

euer aller Eva

Freitag, 16. Januar 2009

Poetenfest 2007: ein Wortwerker auf dem Hauptpodium!

Samstag, 25.08.2007, 14:30 Uhr, Schlossgarten, Hauptpodium:

Christian Schloyer präsentiert sein Lyrikdebüt »spiel · ur · meere«, erschienen bei KOOKbooks (Idstein/Berlin), erstmals der Öffentlichkeit.
Anschließend (15:00 Uhr, Nebenpodium 2) im Gespräch mit Michael Braun.