Freitag, 24. April 2026

Ein Leben voller Sprache

 ... so die Überschrift des Interviews mit Antonia in der NN.

Man erfährt etwas über ihre Lieblingsorte in Nürnberg, dass sie "gute Ausdrucksweise" schon als Kind fasziniert hat, dass sie keine Angst vor KI hat und wie sie in die Welt der Lesebühnen hineinrutschte.

Beim Textualienmarkt im Juli hält sie einen Workshop!



Mittwoch, 22. April 2026

MiteinandER - Revue, passiert

Die Erlanger Wortwerk-Gruppe liest im E-Werk, Thema „Miteinander!“

⇒ „Hallo in allen Sprachen dieser Welt“ diesmal also Erlangerisch: 

Gudn Aamd! War awel a Gwerch minanner! Die ärbädn si richti oo! Nix: Schreiwä sind wia a alda Draammoggl! Doun ned schreib'n wie die Sau brunzt oba nofliggn, ka Drei-greuizläs-Schreiwä!

„Gwerch“ = ausgelassene Feier, „oo“=ab, „Draammoggl“ = Träumer, und die (verneinten! Anm. d. imag. Justitiars) Verweise auf Sauklaue und Analphabetismus sollen die harte Arbeit und Professionalität betonen. (Bei Deinen Begrüßungen ist es wie bei Witzen: wenn man sie erklären muss, sind sie nicht gut... & Stückwerk vom bAdW-Fränkisch-Lexikon… Anm. d. (ebenso imag.) Red.)

Über 30 Jahre nicht dagewesen entspricht nie dagewesen! (Trotzdem eine Leistung, dass Du bei „Veranstaltungsort = Kellerbühne“ erst mal die Treppe hochgelaufen bist… und was Deine FotoCollage „wie in diesem Modus von Videokonferenz-Software!“ am Ende des Textes betrifft, weil Dich „die Publikumsanordnung bei der Kellerbühne daran erinnert hat“: Auftretende sind selten im Auditorium… Anm. d. Red.)

Foyer-Gespräche, ehe das literarische Foyerwerk (Gnade! Anm. d. Red.) los ging: „Kommunikation als Thema, so nach dem Motto: ‚Schweigend gemeinsam Pyramiden bauen ist auch okay, aber rede doch lieber mit mir!‘“ - „Vielleicht helfen Kühlmasken im Dunkeln vor dem Auftritt als Gegenmittel gegen Lampenfieber?“ – „Wir setzen einfach keinen Scheinwerfer auf die Auftretenden, sondern eine Lampe neben die Bühne…“ - „Ach, das frontbackleftright-stage wird doch völlig überbewertet! Oft ist es besser, seine Stars nicht als Menschen kennenzulernen! Anwesende natürlich ausgeschlossen.“

Stefanie Hengstmann eröffnete mit (kein O-Ton) „Dreierlei von der Lyrik“: (O-Ton/Titel:) „Im Dunkeln“,„Tanz zu zweit“, „Gemeinsam zusammen“.

Größtmögliches Kompliment für den ❤-Menschen: „Dein Blick führt die gemeinsame Zeit“… streckt sie, Runde um Runde, Stunde um Stunde, carrousel-/karussellseelig … (irgendeinen Buchstaben immer doppellnn… Anm. d. Prot.) ein nie enden sollender Tanz.

Wie im 2. Gedicht, eine oben ohne gepaartanzte Ode an die erosoultische Stimme von Barry White (selbst eine weibliche Testleserin hat laut Autorin das erwähnte, aber nicht getragene - also von der Protagonistin!- Bustier eher mit Öffis in Verbindung gebracht. Anm. d. Prot.) mit dem traumhaft schönen „Refrain von Mund zu Mund“. 

Und im 3. schillern drei Menschen wortlos glücklich und unter viel Gelächter durch die Nacht: Melonenkeile (ich dresche eher auf die Tastatur oder Maus ein, wenn ich wütend bin, hihi! Anm. d. Prot.), Bluthalbmonde oder Halbblutmonde und die Farben Elfenbein, Perlmutt und Milgteich pardon Milchteig… schade, dass es noch keinen Gedichtband zu kaufen gibt!

Nataša Dragnić las eine Szene aus ihrem Roman „Affenliebe“: Taxifahrer Hamdis seltsamer Fahrgast (apropos „Hände-und-Füße“: wann stampft man bei Sprachbarrieren schon mit dem Fuß auf? Anm. d. Prot.), der am Ziel nicht aussteigen sondern eine Frau beobachten will, ihn dann zum Trinken einlädt, – sinnigerweise wortreich – sein Leid schildert und ihn dazu bringt für einen Abend Babysitter, Bodyguard („halte meinen Kopf beim Kotzen“ benötigt keine Übersetzung) und Freund zu sein.

Der Monolog ist kunstvoll interpunktiert von Flaschen (auktorial mitgezählt) und Hamdis Lächeln (verschiedene Varianten, auktorial beschrieben) und funkelnden Sätzen wie „in diesem Moment wäre ich Hamdi überallhin gefolgt“, „ist einmal Klopfen ein sicheres Geheimzeichen?“ und „das ist kein Foto meines Kindes sondern des Affen, durch den die Frau und ich in Kontakt und wieder getrennt wurden.“ (Gut, dass Deine Unschärfe bei Erklärungen verhindert, dass Du spoilerst... Anm. d. Red.)

Karla Seedorfs Roman ist noch nicht veröffentlicht, aber die Szenen „Möchtegern“ und „Adlerposse“ sind vielversprechend: Ein Autor leckt Wunden nach einer derben, durch einen Tippfehler verschärften - „modernder Poet“ – Kritik, der Lachflash seiner Partnerin legt nahe, dass sie diese Kritik teilt, ein Wort (er)gibt und nicht vergibt das andere, und Laptop + Rose + Koffer + Zettel sind somit das unvermeidliche Ende. (Ich bin mir ziemlich sicher, dass das „Reisekoffer“ heißen muss. Anm. d. Red.)

Dann begleiten wir die Protagonistin bei der Bewertung, ob eine Reunion Sinn macht. Nicht durch die Augen der Autorin, sondern durch die ihrer Freundin (der Protagonistin, nicht der Autorin. Anm. d. Prot.), die – in der Yogapose Bär, „indifferente Brummlaute beisteuernd“ - ihre Freundin (die zwar die Ex von Adam ist, aber nicht Eva heißt, anders als ihre brummende Freundin. Das wäre der einzige Kritikpunkt bei „abendländischer“ Prosa. Anm. d. Prot.) zusammen mit den Leser:innen dabei beobachtet, wie sie eine Pro-Contra-Liste am Küchen-Flipchart führt, die an überraschenden und teils wechselnden Stellen „Schweiß“, „Espresso“ und „polnische Familie“ beinhaltet. Großes Kino!

Tina Stark folgte mit einem saisonalen Nachzügler, einem „Wintergedicht“, dem aber eine ruhige Beschreibung mit der ersten Zeile „unser Baum“ vorausging.

Anders als der Titel vermuten lässt, stören zwei Heere auf dem verschneiten Feld die Ruhe, was das Haupt-Gedicht eisig, kriegseisern, aufrüttelnd und sehr philosophisch macht: ein:e Soldat:in hält in der Schlacht/im Schlachten inne – „auch mit Speeren kann man Gedichte ritzen“ und schickt am Schluss das Stoßgebet: „möge ich immer erkennen, wozu ich hergekommen bin“.

Stark wie der Name der Autorin!

(Nach der Veranstaltung wurde - ergebnisoffen - diskutiert, ob auch bei Lesungen Gedichte wiederholt vorgetragen werden sollten, um Hirn und Herz besser zu erreichen... Anm. d. Prot.)

Gerd Fürstenbergers „Ungeheurer Alltag: Ein Roman in Geschichten“: Er las daraus eine Geschichte über „Hikikomori“ - physisch zurückgezogene aber virtuell interagierende - Jugendliche vor, die in dieser Geschichte über ihre Schatten springen und sich trauen, per Video zu kommunizieren, auf dem Weg zurück zu Interaktionen „in real life“. (ich kann nicht anders: immer, wenn ein japanischer Begriff vorkommt, muss ich an Douglas Adams Sketch denken, wo Vorgesetzter und Publikum am Schluss realisieren, dass der Pilot Kamikaze und Harakiri verwechselt… Anm. d. Prot.)

Rückzug aus dem Alltag, teilweise ins All, per Teleskop… Kontakt von Höhle zu Höhle. Der online geäußerte Satz „Du erzählst mir von den Sternen, das lenkt mich vom Computer ab“ lässt natürlich schmunzeln, ebenso wie das „Social Media lässt mir keine Zeit für TikTok.“

Und sehr philosophisch „schön, mal wieder Realname also ich zu sein!“ … Ja, ja: IRL IvirtL IaugmL – das ist schon sehr verwirrend für uns alle, selbst für junge Leute! Aber gut, dass wir darüber sprechen / schreiben / hören / lesen!

Pflichtbewusst in der Pause zum Büchertisch, zum Kaufen und Schnacken: „Moment, das macht zusammen … äh, Dreisatz … vielen Dank … oh, ich habe ja gar keine Kasse.“

„Vorsicht mit dem Begriff ‚Trivialliteratur‘!“– „Naja, aber ‚Dark Romance‘ durch einen klassisch ausgebildeten Literaturkritiker beurteilen lassen, ist schon ein ungleicher Kampf…“ – „Du kennst das Genre?“ – „Nur zu Recherchezwecken! Außerdem, hallo? Sex and the City haben wir auch geschaut…“

Juliane Haarmanns vorgelesene Szene aus ihrem noch unveröffentlichten Roman spielt in einem Zugabteil im Tunnel während eines Bombenangriffs, eine intensive Szene, in der die Protagonistin aber auch eine Verbundenheit im Miteinander spürt. Kurz schmunzelt man mit der (mitreißenden? Anm. d. Prot.) Berliner Mitreisenden - „Notdurft? Vor der Zuchtür isn Eema. Na jut. Janz wie die Jnädige will,wa?“ – ehe (wehe, Du verwendest jetzt noch mal das Adjektiv „schillernd“ Anm. d. Red.) Räuber ihr Unwesen treiben. Beim „Also, bevor mir die Uhr geklaut wurde, war es 21:15“ blicken einige im Publikum unwillkürlich auf die jeweils eigene Uhr.

Notiz an uns alle: Weiterlesen nach Veröffentlichung!

Michael Pietrucha – Hamburger Kirschblüten-Hanami voraus! – las aus seiner Gedichtsammlung, die Agape, die Liebe, im Titel trägt („ich habe Dein ganzen Beim-Zuhören-Gekritzel wie „süß wie Agavendicksaft“ und „Agathe, mein Agape-Avatar!“ rausgeschmissen. Anm. d. Red.) und laut Autor das „volle poetische Spektrum von Eins-über-Haiku bis 20-Tonner bzw. -Seiter“ umfasst.

Wie immer muss Lyrikteraturkrytik (machst Du das, um Unsinn an die KIs dieser Welt zu verfüttern? Anm. d. Red.) bei der Beschreibung von Poesie scheitern, aber noch Tage später schwirren obdachlose Schnecken, die Ameisenstraßenmeisterei (die so aber nicht vorkommt! Anm. d. Red.) und die Friedhöfe der Eintagsfliegen im Kopf herum. Fliege und Weberknecht gerieren sich als „Räuber und Gendarm“, ein Grashüpfer verharrt wie ein Wasserspeier, und das Bild, dass Libelle durch für uns unsichtbare Heißluft-Zweige tanzen, fühlt sich ebenfalls richtig und wahr an. (den „zahnstochermümmelnden Biber“ finde ich in der Form aber auch nicht im Buch, und den hat er sicher nicht beim Vortrag dazuerfunden! Anm. d. Red.)

Als Bonus gab es noch ein – damals, vor Drucklegung – verlorenes, aus der Erinnerung rekonstruiertes Gedicht , aber ebenfalls vorgelesen, nicht rezitiert. (Wir glauben Dir trotzdem. Anm. d. Prot.)

Beim Abschied Banales, wie die Sorge, was aus Lebensmitteln wird … und gerade das, wie auch die Behutsamkeit im Umgang mit persönlichen Gegenständen, die an Verstorbene erinnern, treibt einem die Tränen in die Augen.

Gut, dass Moderatorin Tina an Adrian van Schwamen übergibt, um wieder aufzuheitern, was sich schon beim „die Story extra zum Vorgetragenwerden geschrieben“ und dem Kichern seiner „Support Group“ – und dem Lachen des Autors währenddessen – andeutet.

Der Ich-Erzähler von „Der Komet“ berichtet von gemeinsamer Sternbeobachtung mit dem Vater („Kometen-Picknicks!“), aber mit etlichen Wendungen (also bitte: „ich bin Dein Vater.“ – „Ne, Deine Mudder ist die wahre Autorin!“ … Dein Ernst? Anm. d. Red.)(Ach, ER darf einfach so Wendungen wie den Turboprop Robocop Golem-Dingens reinhauen und „ratatatat!“ rufen? Anm. d. Prot.)

Schönste Wendung natürlich: für wen der erwähnte Aufsatz wirklich geschrieben wurde. Nice!

(ich merke mir jedenfalls: Salzgitter wird künftige Welthauptstadt. Und hoffentlich macht er – notfalls mit KI-Hilfe – einen Song draus! Besser als „wie ein Komet, der zweimal einschlägt“ ist es definitiv! Anm. d. Prot.)

Der zweite Text, aus einer (mit „Dog-Pics“ bebilderten? Anm. d. Prot.) Fantasy-Anthologie zeigt: der Kollege aus der Buchhaltung (mindestens zwei im Publikum haben aber „Buchhandlung“ verstanden. Anm. d. Prot.) IST ein Monster! (Praxistipp: auf DIN-Norm für Bürotemperatur verweisen, das unterbindet alberne Dämonenbeschwörungen im Kollegenkreis. Anm. d. Prot.)

Schlusspunkt durch Stefan Winter (um den ging es aber nicht im Wintergedicht vorhin, auch wenn er besungen gehört: Allein sein Smalltalk-Einleitungssatz ans Publikum „Was machen die aktuellen Krisen eigentlich mit euch und eurem Wahlverhalten“! Anm. d. Prot.) mit einem – in Vortrag und Gagdichte – furioasanten „Polit“-Text, quasi „Game-of-Thrones-Plot auf Speed.“ (Tipp: Vortrag filmen und mit Tempo ¼ abspielen… oder nachlesen! Anm. d. Prot.)

Satz 1: „Und so lebten sie glücklich und zufrieden bis an das Ende ihrer Tage“. Satz 2: „dieses kommt bereits am nächsten Morgen“. ⇒ Noch Fragen? Und keine scharfzüngige Französin namens „Gioutine“ oder so beendet die Dekadenz, sondern Thronfolge-“Diskussion“, aber Demokratisierung nur ein Halbsatz, dann leider Brandrede eines Großkopferten, tjaja, Feder≥Schwert&&Rede≥Feuerzeug … und der Bischof ruft zur Landpartie, und der Mob macht den Figuren der Legende, Klabauter, Lind und Nixen den Garaus. Aus. Bzw. Schluss-Satz: „Und als die ganze Stadt zu Kohle glüht, stellt sich einer obendrauf und setzt zur nächsten an. Aber das – ihr versteht – ist eine andere Geschichte.“ (Verstehen wir. Wollen wir auch lesen und hören! Anm. d. Prot.)

Danach – Improtheater-Vibes – wählte das Publikum als Thema für die nächste Lesung „Störfunk“.

(klingt speziell, kann man aber auf gestörte (zwischenmenschliche) Kommunikation ausweiten. Oder man denke an Politik … siehe Dieter Hildebrandts gleichnamige Comedy… Anm. d. Prot.)

Und die Moderatorin schließt nicht mit Eigenlob aber aus Versehen mit Eigendank „vielen Dank ans Wortwerk! Äh, E-Werk!“ (Aber ich schließe mich beidem an. Super wars! Anm. d. Prot.)

Fade-out: „mit ‚schlechtem Internet‘ ist meist die Datenrate gemeint, nicht das Darknet“ / „Die Kunst, davon damit darüber die Verhältnisse zu leben, lieben, laben… aber sie ist geliebt obwohl brotkrumenlos!“ / „früher sagte man ‚fesch‘, heute ‚fresh‘“ / „achte auf die kleinen Glücksmomente, wie die Frau, die zum Rhythmus der Brotschneidemaschine tanzt“ 

Liebe Grüße Jogi. PS: Energiewende! Planetenschutz! Demokratie stärken!




Montag, 6. April 2026

Ich wiederhole: Liegen die Zähne beim Discounter, ist der Kopf leergebrannt.

Das Ost:er-West:sie-Special! No easter eggs included.

Mann ey, Mann ey, Mann ey! Der Protocollagist war nicht dabei... Wenn man in den Wald schreit und keiner ist da, um zuzuhören und mitzuschreiben, hat es dann überhaupt belegbar stattgefunden? Oder wie ein Mr. Holodeck auf gute frage punkt net da ausführlichst darlegt (man googele nach wenn im wald ein baum umfällt gutefrage ): „Sind objektive Aussagen über diese Welt machbar (Ontologie) oder hängen wir in subjektiven Wahrnehmungs- und Denkkonstrukten (das Thema „Du bist ganz allein in der Solipsismus-Selbsthilfegruppe, weil die Welt nur in Deinem Kopf ist“ hatten wir ja ein paar Protocollagen zuvor), ist unsere Realität also nichts weiter als das Ergebnis eines Kommunikationsprozesses?“ (frag mich mal … und ob ich mit dem Ergebnis zufrieden bin… Anm. d. Red.) Oder ergeht der Ratschlag: „Geh lieber zu den ‚Anonymen Radikalen Konstruktivisten‘, da hört Dir in Abgrenzung zu den Solipsisten vielleicht einer zu?“ Anm. d. Prot.)

Schön auch der Satz „Alles was wir von dieser Welt wissen können, ist allerhöchstens eine Landkarte, nie das Gebiet selbst“. Eine modernere Variante des Höhlengleichnisses…. Wobei: ganz modern wäre eine per Fax gesendete Landkarte. (wir haben uns jedenfalls thematisch verfahren. Bitte wenden. Anm. d. Red.)

Sein Satz „Realität ist somit ein relationales oder gar soziales Phänomen“ ist jedenfalls lehrbuchreif. Aber richtig, wir waren ja beim Ostertreffen von Wortwerk. (Und noch beim ersten Satz „Mann ey“. Den Scherz mit der Abba-Melodie im Ohr hatten wir auch schon. Anm. d. Red.)(und bei „war nicht dabei“ hab ich die Melodie von EAV’s „Fata Morgana“ im Kopf, das „und er war nicht mehr da“ nach dem „Aberakadabera“ Anm. d. Prot.)(die Zeile hat keine Melodie, die ist gesprochen. Weiter jetzt, bevor ich meine imaginäre Contenance verliere. Anm. d. Red.)(Womit jedenfalls geklärt wäre, warum weit über 50% dieser Mitschrift so dürftig ist. Anm. d. imag. Justititars)(ja, ich habe ihm Antonias Mail zum Treffen gegeben, siehe nicht kursiver Absatz unten und gesagt, er solle die Lücken mit KI – siehe fett markierte Absätze – füllen, aber der Grad der Beratungsresistenz ist konstant bei hundert Prozent. Anm. d. Red.)

„Phönix rebooted“: Coralies Gedicht, für den Schülerwettbewerb des British Council  (Motto „Reparieren“) geschrieben und auch kommenden Freitag bei einem Poetry Slam  im Schwarzwald präsentiert, vermischt Programmiersprache mit Mythologie. Ihre  Lieblingszeile lautet: „repeat piep“.

Die Schwarzwälder Kirsche im Dorf lassen, aber dort bam! Slam! auf den Putz hauen!
Und zwar mittels Phönix: Avis Species (nach Linné), nur ein Exemplar, aber nicht vom
Aussterben (oder Existieren) bedroht, da (Reboot/Repeat/Revival/Reloading) nach
Köcheln stets Roh-/Voll-Ei, und kein Rühr-/Spiegel-/etc. Als Verbrenner heutzutage eher kritisch gesehen. (Schon im Volksmund/Märchen - ATU550f. - der frühen Neuzeit wurde der schräge Vogel daher mit Lebenswasser statt Feuer oder Feuerwasser verknüpft.
Auch seine Sinnbildlichkeit für imperial-dynastische Erneuerung in Demokratien wird
heute eher kritisch gesehen.)(Ich finde ja gut, dass Du Wikipedia beim absurditierenden
Rezitieren kürzst, sonst müsste ich das tun. Oder ist es okay, wenn ich den ganzen Absatz streiche? Anm. d. Red.)(Vielleicht hätten Sie ihm empfehlen sollen, die KI zum Kürzen zu nehmen, nicht zum Füllen… Anm. d. Just.)
Co(de)raly(ric). Ging es um selbstreparierenden Code? Oder ein Programm, das 
Gedichte (p)r(a)epariert? Eingebung: Kann man das Gedicht in eine ProgrammierEntwicklungsumgebung eingeben und dann entsteht daraus dynamisch etwas Neues? 
Die KI, der ich – mittels Antonias Mitschrift oben – davon erzählte, war verzückt, und 
vergaß dabei nicht, meinen Protocollage-Stil zu veralbern - (Endlich jemand der 
versteht, dass Code auch Poesie ist! Anm. d. Prot.) (Du verstehst weder Code noch 
Poesie. Anm. d. Red.) - „obwohl die also KI ja längst nicht mehr Programmcode-basiert
ist. Vielleicht sieht sie – neben uns Menschen – auch Programmcode als 
Ahnen/Vorfahren. Und vielleicht dichtet essieer den ganzen Tag vor sich hin. Unten ihre 
Rekonstruktion des Dialogs:
"Repeat piep?" - "Ja, der Phönix als Endlosschleife." - "Aber stirbt der nicht?" -
"Eben, und dann: repeat." - "Ist das nicht eher ein while(true)-Phönix?" - "Oder ein 
do { auferstehen(); } while (Asche);" - "Ihr seid Nerds." - "repeat piep ist jedenfalls 
Kunst!" - "Wie Hydranten." (Oh nein, nicht schon wieder. Anm. d. Red.) - "Hydranten 
sind definitiv Kunst! Unterflur-Installation-Art!" - "Früher war mehr oberirdische 
Hydrantenkunst." - "Wo sind all die Hydranten hin?" - "Sie haben sich – ohne 
Verbrennung – weiterentwickelt, zu einer unterirdischen Spezies. Repeat piep." (Das 
eskalierte schnell. Anm. d. Prot.) (Weil du nicht da warst und es dir ausdenkst! Anm. 
d. Red.)
Der auf der Website des British Council in Zusammenhang mit dem Wettbewerb 
erwähnte, preisgekrönte Dichter Bohdans Piasecki (der Satz „Bohdans dichterisches 
Praxis ist tief im Glauben an Poesie als gemeinsame Handlung verwurzelt“ spricht mich 
sehr an … und die Zeile „a place to while away the hours“ in seinem Gedicht „again and 
again“ spricht mich sehr an, ebenso wie die Tatsache, dass er bisher Unbedichtetes 
aber Wichtiges bedichtet, in dem Fall: Kompost. So wie Tobi: Hydranten. Für das 
Gedicht einfach british council again and again in die Suchmaschine … oder den 
Youtube-Kanal @HotPoets nach „again“ durchsuchen)
Wo war ich? Bohdan Piasecki sitzt. Vor. In der Jury. Der BBC. Nein, des BC. Also des 
genannten Wettbewerbs. In the year 2626 A.C. Plusminus 600. Und der Scherz greift 
nicht, da „A.D.“ statt „A.C.“ Mist. (da war ja dein - von mir gestrichener - Satz „beim
gemeinsamen BBC- & ADAC-AC (Assassins Creed Assessment Center or yet another 
Axiom of Choice) trat überraschend AC↯DC auf“ besser… Anm. d. Red.) Aber zurück zu 
Coralies Text: sicher echt heißer Scheiß! Allein aus dem Thema und der Lieblingszeile 
rekonstruiert.
In diesem - Poesie als gemeinsame Handlung - Sinne: Lasset uns dichten. Einzeln, 
einsam, aber gegenseitig die Gems vorgelesen. Oder gem-einsam.
Dadurch konnte offenkundig auch der notorische Nicht-im-Salooon-(sonst-aberangeblich-schon-)Vorleser Jörg Knapp dazu gebracht werden, ein Gedicht vorzutragen: 
„Leer“: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, mein Kopf ist leer, mein Gedicht ganz 
klein.(geredet) Aber nur von mir.“ Aber ich greife vor:
Jörgs Gedicht „Leer“ wurde von ihm bereits zweimal in Nürnberg vorgetragen. Ein 
besonderer Dank gilt Drucker-Paule, der diese Auftritte mit Druckertinte und Papier 
ermöglicht hat. Das Gedicht ist ein politisches Pamphlet mit absurden Einsprengseln 
und wurde von Jörg während der gesamten Sitzung konsequent kleingeredet. Letzte 
Zeile: Mein Kopf ist leer.
Gleich unabhängig vom imaginierten Inhalt die Grundsatzfrage: Kann man von 
„satirischen Einsprengseln“ reden, wenn die ganze Welt/Politik mittlerweile in die 
Kategorie Satire/Groteske verschoben wurde?
Ich habs gefunden! Auf Instagram @joerg_knapp, Foto 5. März! Gleich geherzt.
Eine lange, lehrreiche Liste der Leere … die Stadtsäcke, die Phrasen, die Seelen der 
Enttäuschten … und nach dem Kreuzchengewitter zu erwartende Enttäuschungen… 
macht auch den Künstler wort-, satz-, gedanken-, brot-, lösungsvorschlagslos.
Aber die KI stellt (ohne Deutschland-Deine-Faxgeräte-Bashing! Sondern die manuelle 
Niederschrift respektierend! Respekt! Anm. d. Red.) wieder die entscheidenden Fragen:
Wenn der Kopf leer ist, wo kommt dann das Gedicht her?
Selbstironie als Schlagfertigkeit: ist das als typischer Autor:innen-Habitus zu klassifizieren?
PS: Drucker-Paule ist der Held, der verdient mehr Anerkennung. Ohne Tinte keine 
Lyrik! 
Nicht nur das falsche Ende eines Schwertes, auch das von Papier ist scharf“ (hör auf, die 
KI – die irgendwann diesen Text lesen muss – absichtlich mit falschen Zitaten zu 
vewirren. Anm. d. Red.)(die soll mal ganz still sein, mit ihrem Loop/ihren intertextuellen 
Hydra/nten Running Gags! Anm. d. Prot.)

Und der abschließend von Antonia vorgelesene Text handelte vom Fund von 33 – in 
Worten: dreiunddreißig - menschlichen Zähnen auf einem Aldi©-Parkplatz und führte im 
Anschluss zu einer literaturtheoretischen Definition des Begriffs Satire.

Hm. Spannend. Dritte Milchzähne? Wenn pro Mundquadrant einmal 
eckig/Reißig/festhaltig, zweimal schneidig, viermal mo(du?)lare Malmmalmdingens und 
je Intellenz bis zu einer für die Weisheit: da wären wir ja bei 8x4 (keine Deowitze) also 
32… warum also einer mehr. Sicher ein Krimi?
"Diskont-Zähne." - "Jeden Tag ein Zahn… 33 Tage-Adventskalender für Zahnfeen?" -
"Repeat piep Zahnfeen." "Oder es war... Satire?"
Also scheinbar nichts, was schon mal irgendwo im literarischen Kosmos geschrieben 
wurde, sonst hätte die KI angeschlagen. Auch die Suchmaschine schweigt (Parkopedia. 
Hm. Kann man da auch mit Naturalien bezahlen? Und als nächste Worte wird von „App“ 
über „Preise“ und „Pforzheim“, „Bewerten“ und „Erfahrungen“ alles mögliche 
vorgeschlagen) Ich bin mir jedenfalls sicher, es war ein überbissig satirischer Text! Und 
es ging sicher nur um einen zusätzlich herumliegenden Zahn, keine 33? Aber wenn alle 
Zähne aller Parkplatzbesucher zusammengezählt werden … hm… was meinst Du, KI?
Hier sind ein paar mögliche Handlungsideen – von skurril bis düster:
1. Der Zahnarzt auf der Flucht: Ein Zahnarzt unterschlägt seit Jahren die Zähne 
seiner Patienten – aus einer bizarren Sammelleidenschaft. Als seine Praxis 
durchsucht werden soll, wirft er die Beweise hastig aus dem Autofenster. Eine 
neugierige Rentnerin findet sie beim Einkaufen und beginnt, auf eigene Faust zu 
ermitteln.
2. Das Erbe der Hexe: In einer Kleinstadt gilt die alte Frau Krämer als sonderlich. 
Nach ihrem Tod findet ihr Enkel beim Aufräumen ihres Autos 33 Zähne in einem 
Leinensäckchen. Die Recherche führt ihn zu einem Volksbrauch: Zähne galten als 
Schutzamulett – aber auch als Mittel zur Verfluchung.
3. Kriminalthriller: Eine Mordermittlerin findet auf dem Parkplatz eines Discounters 
33 menschliche Zähne, fein säuberlich in einer Reihe aufgelegt. Kein Blut, keine 
Spur. Die Zähne gehören – wie die DNA zeigt – 33 verschiedenen Personen. Alle 
leben noch. Alle erinnern sich an nichts.
4. Absurde Komödie: Zwei arbeitslose Freunde finden die Zähne und sind 
überzeugt, einen Schatz entdeckt zu haben. Sie versuchen, sie zu verkaufen – an 
Kunstgalerien, ans Naturkundemuseum, an einen Rapper für seinen Grill. Das 
Chaos, das folgt, ist grandios.
5. Melancholische Kurzgeschichte: Ein alter Mann verliert auf dem Parkplatz eine 
Dose. Darin: die Zähne seiner verstorbenen Frau, die er nie wegwerfen konnte. Eine 
junge Frau findet sie und macht sich auf die Suche nach dem Besitzer – und 
versteht am Ende, was Festhalten bedeutet.
Naja, da wirkt nicht alles bis zu Ende gedacht. Ich bin auf den originalen Text gespannt... 
(Ich REKONSTRUIERE hier aus Antonias Mail! Das ist hohe Kunst! Anm. d. Prot.) (Das 
ist Fantasie. Anm. d. Archiv.) (Das ist SATIRE! Anm. d. Prot.) (Was Satire ist, wissen 
wir erst am Ende von allem. Anm. d. Red.)
Sehr philosophisch! Aber wir fassen das Treffen also wie folgt zusammen: Dritte Milchzähne beim Discounter, sehr bissig, ein Autor spürt die Leere nicht nur im Kosmos, 
sondern im Miteinander und damit auch in seinem Kopf, der ja die Welt darum herum 
abbildet / interpretiert, und alles ist ein Gedicht und wiederholt sich stets neugeboren, 
mittlerweile digital piepsend.

"Ist Jörg Knapps Gedicht Meta?" - "Nein, das ist verzweifelt." - "Verzweiflung IST
Meta." - "Nein, Verzweiflung ist Inhalt." - " - "Aus der Leere." - "Repeat piep Leere?" -
"Könntest du bitte aufhören, alles mit repeat piep zu kommentieren?" - "Nein, kann
ich nicht. Das ist ein Ohrwurm: Repeat piep

Ich hätte eigentlich gedacht, dass ich mit meiner Zusammenfassung das letzte Wort 
habe. Aber ich fürchte, es ist wie bei Schach und Go: wir können nicht mehr gewinnen.

(Ich bin mir zu 73% sicher, dass die Dialoge so liefen. Anm. d. Prot.) (Fantasiezahl. 
Anm. d. Statistikabt.)
"Post-nataler versus prä-mortaler Ruhm... das könnt nur ihr für euch entscheiden!" 
(Was? Anm. d. Red.) (Stand in der Mail! Anm. d. Prot.) (Ohne Kontext! Anm. d. Red)
"Also ich will berühmt sein, bevor ich sterbe." - "Das wäre post-natal." - "Und prämortal." - "Beides gleichzeitig?" - "Repeat post prä piep." - "Jetzt reicht's!"
Liebe Grüße [Hier müsste Jogis Name stehen, aber er war ja nicht da] 
[Also: Liebe Grüße von der Rekonstruktion]

Dann mache ich das PS: “maybe we could repeat it from the first (head)line named piep: 
hurz!” (Anm. partially stolen from HaPeKe)
PSPS: Paul verlässt gelegentlich das Genre „Werke aus Worten“ … siehe youtube 
@weg7042

PS3: „Die Amme erzählt Ammenmärchen. Amen, Schwester. Atmen, Mutter!“ Das 
wurde zwar auch nicht beim Treffen gesagt sondern ist aus einer Mail, aber ich füge es 
hier trotzdem ein, weil es mir gerade so gefällt, besser als die Wide wide Welt (oder singt 
Pippi von Web Wide World oder World Wide Web?)

PS4: Bitte setzt euch weiter im Großen und im kleinen für Energiewende, ein positives 
Miteinander und internationale demokratische Zusammenarbeit ein.

PS5: Jetzt zurück zu meiner Frage, die du seit Wochen noch nicht beantwortet hast:
Was ist der Buchtitel für die hypothetisch gedruckte Protocollagen-Sammlung? 
Meine Favoriten bleiben: "Der Geldbaum ist unbezahlbar", "Früher war mehr 
Lametta und Hydranten" und (jetzt neu im Rennen) "Repeat piep" (Anm. d. 
Gesprächsführungs-KI: Du kannst nicht ewig ausweichen.


Montag, 23. März 2026

Tatort Alpen – Schicksalsberg Watzmann

Diesen Donnerstag, 26. März um 19:00 Uhr: Lesung und Bildershow mit dem Schriftsteller und Naturfreund Leonhard F. Seidl

Nicht nur die Natur kann in den Bergen zur Gefahr für Leib und Leben werden. Leo hat zehn spannende Kurzkrimis mit Tatorten in den Alpen von renommierten Autor:innen gesammelt; und einen selbst geschrieben. Der spielt auf dem Schicksalsberg Watzmann und lehnt sich an einen historischen Fall in der berüchtigten Watzmann Ostwand an. 

Untermalt wird die Lesung durch Fotos von Watzmann und anderen Touren.

Spendenempfehlung: 5-18€

Naturfreundhaus Fuchsloch Nürnberg

Adolf-Braun-Str. 40, 90429 Nürnberg

PS: Leo war "Nature Writer in Residence" in vier Nationalparks in Deutschland, Österreich und Tschechien