Montag, 22. Dezember 2025

Das Wortwerk-Jahr 12025

(Auf allgemeinen (imaginären,  ihr Feiglinge! Anm.d.Prot) Wunsch wurden die ausuferübertretende Begrüßungen an den Schluss der Texte verbannt. Anm.d.Red.)

Hier die Zusammenfassung (von S(ch)us(ch)i? Anm.d.Prot.), dieses Jahr betreffend: Wort-/Satz-/Text-/Gedanken-Perlen aus Wortwerk Nürnberg Treffen-Protocollagen, aber auch aus Lesungen von Wortwerker:innen, Vernissagen und bi- tri- penta-mondalen äh -litera(tura)len Textbesprechungen außer der Reihe.

(Dafür das PS an den Anfang: Wie immer: weiter wehrhaft für Demokratie, Energiewende und Umweltschutz! Change.org, campact.de, TRCRC, Robin Wood, Foodwatch etcetc... Anm.d.Prot.u.Red.)

Der Wortwerk-Urnebel begann mit geizigen Goldschmieden, die ihren Frauen keinen Schmuck schenken sowie einer Yr-Oma mit Yps(ilon) und Schwyps
    Hör gut zu/nota bene, Stasi-Ex: zwei Bekloppte sind hinreichend homogen!
        Da beißt die XXXL-Fliege keine Hundeleine nebst Anhang ab.

Künstlerinitiierte Bilderverbrennungen: Medien-/Perspektiv-wechsel und Leerraumerzeugung bleiben aus: Emissionsgesetz!
Die Mainzelzwergbergwerker sind ein persisches Patent. Ist das Leben repetitiv oder ist es repetitiv?
   Märtyrerinnen leiden darunter, wenn ihr Biograf schummelt
Ich bezweifle, dass Deine Zweifel meinen gleichen

Sensen tut literarisch wohl
   Dem branchenfremden Geldkoffer und der Jugendzeit in Erlangen hinterherseufzen, während wir die Ratten wegwedeln
Die Selbsthilfegruppe unanonymer Texteltern redet über n-zu-1 bei Künstler:innen-zu-Publikums-Quote, dass Überarbeiten überschätzt wird und dass literarische Babies undankbar sind
    Netzlos doppelbödig kommt vor dem Fall der Leser:innen und/oder Autor:innen
Habitusdechiffrierung, oder: Performt das Bröckeln des Gedichts!
    Denn: der Mond liegt hinter Asien.

schau nicht hin und schweig, Lokbub, wenn Hund&Katze&Schlange olfaktorisch kopulieren, frei von Sünde
Aus.
   Dauer.
       Furien.
            Antik.
Gerontaubergine: Stuhlkreis in Totlicht- Marschmüslideformation profess.

kultureller Mitbewerb wird durch die Abgabefristverkürzung überrumpelt, während deine Rentnerin / oma for culture Zeit hat: läuft!
    Wie heißt Du, Kind des Blumenordens: rauchende Blume (des) Nordens?
Ein Titel ohne Mittel ist nur mittel
    Wie Pokale aus 3D-Druck
ein Pfrund Erlangen gemischt bitte
Komm, siez Dich, Frühveredvrenteter!
   und geh, Erde, Dichter, zu-zu-zu viel der Ehre, TextgeadelT: Lass ab von einer Sinneinheit pro Codezeile in lyrics++
    Während den Anfängen beim Schreiben und achtet die Trigger Strobo Warnung: gerade weltallwissende Erzähler:innen fluchen gern

DEmenz: Selbstvergessen
   im Gestern begegnen
   be-
greifen, festhalten, fest!
in den Schatten tränentrotzig auf Knopfdruck lächelnd
        selbst-
ironisch Werke auf der Welt zu:Ende bringen
    um nichts
       mit der Welt zu
            vergleichen

Team konzeptloser Sauerstoffverwerter aber immerhin Singvogelfan
    Sammle die eitervergorenen Früchte des Lebensbaums und entsorge sie achtern mit einem Gebet für uns alle
        nebst salvadoredalischer Klausel
    next level lyrics spawn points
Die Gesangsdarbietung ist eine allegorische Krankheit; 
   wie vernetzte Gier, denn schon Bibel, Dürer und meine Fußnägel haben aufgerollt oder  dagegen aufgemuskt
   Während Spinnenbeine aus unbeleckten Katzenmäulern baumeln und Schneckenschleim aus Schildkrötennasen trieft

ichbindie mit den krossen texten, den unnötigen zweifeln und dem genre triviarentnersplatterromance
    Vergangenheiten können in Mägen versteinern, nicht nur in Mienen.
Selbsthilfegruppe anonymer Solipsisten: hallo, ist hier jemand?
    Die blaue Ikeatüte ist der rote Fäden und wäre gerne was anderes. Und bleib mir bloß weg mit Baustellen!
Harter Tobak, die Mutter mit einer Botenstoff-Dealerin zu vergleichen, wegen der man mit dem Aufzug zum Lachen und Lesen in den Keller fliegt

(Ich glaub hier fehlt was)(ich Guggenheim noch mal und trage nach)(ja, Du bist immer nachtragend. Und schalt die Autokorrektur ab, die ergänzt immer so komisch)

Das Korrigieren von Sekundärliteratur ist ... Tertiärliteratur?
    Trullatussiklischees markieren ihr revier, luxus überzeichnen und entwerten kommt teuer
        dabei ist es nur protest gegen langeweile
Parents and co authors against AI overusage
    Anders (aber der heißt nicht Anders, sondern anders, nämlich Anton. Anm.d.Prot.) als der allwissende Erzähler verzog sich der Protagonist  - alkoholinduzierte Narkolepsie oder Unsicherheit?

Buchzeit, Lebenszeit ... Schnapsbrennglas gegen plätschernde Phasen - sonst gehe ich selber in die Kneipe und langweile mich - lieber mit Erdbeeren anfangen und sich steigern!
    Katholische Heli-Eltern als Konfliktpotential
        Komisch, alle Firmen bei denen ich je gearbeitet habe, sind mittlerweile pleite - biete es als Dienstleistung an!
    Deutschlehrer-Protagonisten von Deutschlehrer-Autoren sind immer nett
        der Chemielehrer nicht, siehe Adenauers 'am Ostufer der Elbe beginnt Asien' - bist Du Siemensianer oder Wortwerker?

Schweig, Land, unbetreten
    Kindheits-Forscherblick alt und neu
Schweig, bis der Hahn kräht, Meeresjuwel
    Vor allem über den weiteren Fortgang
        Während flambierte Helden im Cape mit Charme und Chuzpe flammend politischer Unholde Untaten anprangern 
   Dann erhebet alle tosend die Stimme

Frankensteins Großvater auf Autorinnenseite hat auch mal ein Schloss abgefackelt
    Rosen auf dem Beifahrersitz und Frauenkleider im Schrank,
oh Schrecken! Steinhart wie'n Rock, er.
    Halte Dich an Rauchende, um Klassengrenzen zu durchbrechen 
        Und der Lithiumakku im Hirn will Nässe und Nüsse
Sei ein Gnadenhof für sterbende Wörter wie Fisimatenten und Larifari
    Und verkaufe nicht für erst posthumen Ruhm die Seele?
Asche auf unsere Häupter - und die Campinglatrinen - ist das ein urbaner Mythos, und gibt es die überhaupt? Und wie entsorgt man eigentlich Mülltonnen?

Die Bahn war pünktlich aber virenverseucht
    Wenn alle Autor:innen Lügner:innen sind, dann...
Grenzen verwischen: ein fragiler Traum 
    Flurkreuze sind was für Quasi-Atheisten, echte Gläubige bauen Golgatha überlebensgroß
Beichtet und schweigt über eure Taten 
    Holzscheitschichtduft frisch bis moder n d
Enge der Täler beengt Hirne und Herzen 
    Weitblick nur am Gipfelkreuz
Höflich aber unherzlich
Alp en
     bru Tal
Wir sind die     Eigentlichen
Ihr  seid  die Uneigentlichen
Sieht man doch am einsprachigen Ortsschild
und nullsprachiger Kommunikation... denn Finsterblicke zählen nicht

Gorillas verfluchen den freien Flug der Eisvögel in Zeichensprache 
    Hirne: gedankenabsonderlichsdrüse
    Autobahnbrücken: Talabschneidung
    Flussbrücken: Orte für Mansplaining 

Die auf der anderen Seite tauen auf - und kontrollieren die Reisedokumente der Fische nicht mehr -, wenn
man sie in ihrer Sprache begrüßt und Alkohol teilt
Die Gletscherleiche lässt mich seltsam kalt, mei
Aber die schöne Restnatur als Frohnatur ausbeuten

Punk-Revoluzzer durch Umbrüche
Der Hund läuft so komisch, saugt und kotzt unter den unbezahl(bar)ten Bargeldbaum (in der Rhabarberbar Anm.d.Prot.)(Nein, bitte nicht den schönen lyrischen Flow dekonstruktivieren. Hast Du Deine Ruhezeiten wieder nicht eingehalten? Anm.d.Red.
Die Held:innen von Wortgefechten tragen
   schwarze Gürtel mit eingeritzten Repliken...
Die Kinderstube Genlabor: auch das kommt künftig öfter vor
   Vorlesezeitdilatation und ungeschickter Slasher-Kameramann: "zu dicht ans Dichterhirn! Tschuldigung! War aber Absicht!"
Knigge für Autor:innen: Auch unhörbar sprechende Protagonist:innen ausreden lassen
   Interessantes Beiwerk kann den Verkauf stumpfer Romane boosten
Nix boosten. Ab auf die schlaffertige Matratze!

Und zum Abschluss die Begrüßung:

(Oh nein, ich hatte gehofft, dass wenigstens unsere Gruppe eine jahresrück-blickdichte/freie Zone gewesen sein würde hätte können, zur Fahrradkette nochmal! Anm.d.Red.)
   (wir können es auch als Aphorismenkalender für 2026 machen...Anm.d.Prot.
)
       (und ich traue mich wetten, gleich kommt wieder eine unverständliche... )

yä-abbat-e bäre əgr-u täsäbr-o-ʷall!

(Wort für Wort: von-Vater-mein Stier Bein-sein er-ist-gebrochen, das ist Äthiopisch für "Hallo"! Anm.d.Prot) - (Quatsch! ‘Das Bein meines Vaters Stier ist gebrochen' ist nur wieder ein wortstellungs-veranschaulichender Beispielsatz. Glaubst Du, die Leute können Wikipedia nicht im Browser eintippen? Und wenn Du schon den Holozän-Kalender basierend auf der ersten Großstadt Göbekli Tepe verwendest, dann wenigstens eine anatolische bzw. hethitische Begrüßung! Anm.d.Red.) - (Das wäre dann "Ihr esst Brot, Wasser aber trinkt ihr." Anm.d.Prot)(auch das ist nur von Wikipedia und heißt nicht "Hallo" Anm.d.Red.)

Samstag, 13. Dezember 2025

Der Traum. Die Kunst. Der Anfang.

 Vom 18.12.25 - 25.01.26 (Öffnungszeiten beachten!) stellt Walter Thaler mit Freunden im Stadtmuseum Schwabach aus.

"Unser Matthias" ist mit beteiligt! : -)

Vernissage Mittwoch 17.12. um 19 Uhr



Freitag, 12. Dezember 2025

Rampenschweinerei: Der Bienenkönig

Nach beinahe zweieinhalb Jahren des Fabulierens, Komponierens und Arrangierens ist es 2026 soweit: Das literarische Comedy-Metal Musik-Projekt „Der Bienenkönig“ wird mit seinem ersten Hörspiel in die geneigten Ohren dringen!

Sozusagen als Aperitif gibt es bei der vorweihnachtlichen Rampenschweinerei, am 16.12.25 um 20 Uhr im Südpunkt Nürnberg einen kleines „Vorgeschmäckle“ darauf.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Ausstellung „WortSchau“ mit „10 U/min – Säulenlyrik“

Christian eröffnet mit zahlreichen Kolleg:innen aus Wort- und bildender Kunst am 11.12. die Borgo-Ensemble-Ausstellung „WortSchau – Text in der Kunst“, mit einer Installation sowie einer Klangkunst-Lese-Performance am 8.01.2026.

10 U/min – Säulenlyrik: Zwei tragende Säulen werden durch handschriftlich beschriftetes Malerkrepp zu Textträgern. Je 10 vertikale Zeilen auf jeder der vier Säulenseiten und ein fünfter, horizontal emergierender Text – die Installation realisiert multilineare Lyrik als räumliche Praxis. Lesen wird zur Bewegung im Raum, Text zur begehbaren Skulptur.

Eröffnung am Donnerstag, den 11.12. um 19 Uhr: „Wortspiele“ – fragmentarische Lesungen der beteiligten Künstler:innen.

Öffnungszeiten mit (musikalischen) Lesungen, Performances und Aktionen: jeweils donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr sowie sonntags zwischen 15 und 17 Uhr,

Zwischen 22.12.25 und 07.01.26 geschlossen, läuft bis 25.01.26.

Weitere Details unter: www.borgo-ensemble.de

Samstag, 6. Dezember 2025

Ad:vent

Aber hallo!

   (Nanu? Wäre Deiner Logik nach diesmal nicht eine norwegische Begrüßung dran, wegen Weihnachten = Nordpol = polar = Norwegen? Anm. d. Red.)
      (Nein, allein schon das ‚Hallo‘ ist spannend, wegen ethmy … ety… kognat … Wortgeschichte… jedenfalls „hol über, Fährmann!“ laut Wikipedia! Das passt doch auch gut zu uns Textschaffenden und dem Rüberholen in imaginäre Welten! Anm. d. Prot.)
   (Erinnere Dich bitte daran, was Xin und Tobias über die Qualität bzw. Zuverlässigkeit von Wikipedia gesagt haben. Die Allmende ist halt oft der trübseligste Platz einer Siedlung… Anm. d. Red.)
      (Und erst das Gemeinschaftsgut Planet. Hier übrigens ein paar Links zu „retten statt nur schreiben“: auf campact.de gegen Gaskraftwerke / für Energiespeicher / gegen Abschaffung Flugsteuer / gegen Greenwashing etc. stimmen. Beim Bund Naturschutz teilnehmen . Und natürlich Roots and Shoots ! Den Rest lassen wir mal weg. Erstmal. Anm. d. Prot.)
   (Oh nein, nicht mit einer Ökopredigt anfangen... Und ich fasse es nicht, dass Du zwar brav zwei Absätze „die schönsten Wortspiele in allen Sprachen der Welt“ weggekürzt hast, wir jetzt aber trotzdem wieder bei einem endlos langen Vorspann sind! Erwähne lieber dass unsere jüngste Teilnehmende, Coralie, im Fernsehen war!  Anm. d. Red.)

Der Saloon war verschlossen. Grmbl. Ich spuckte meinen Kautabak ins Eck, warf den Cowboyhut über den Hutständer und stapfte zum Empfang, wo ich aber nicht empfangen wurde. Im Cafe wurde ich fündig und Adressat einer überschwänglichen Entschuldigung - ha!, dachte ich. Der hat gespürt, dass ich mir das Vertragsdokument schon zurechtgesucht hatte! - , dass er für uns selbstverständlich vorbereitend den Salon aufgesperrt hätte, wenn er uns denn auf dem Planzettel gehabt hätte. Hätte hätte Ponydecke! Dann ein bisschen am wunderbar verstimmten Saloonklavier (hm. Geben die da nicht auch "ordentliche" Konzerte? Sicher, dass Dein Ohr richtig justiert ist? Anm. d. Red.) geklimpert, bis die ersten Mitstreitenden eintrafen. Am warmen U-Bahn-Luftauslass vor dem Komm schläft ein Mann. Schande über eine Gesellschaft, die das emotionale und physische Erfrieren von Mitmenschen zulässt...

Für Dein Herzgedicht bekommst Du sofort ungelesen ein Herzchen, Paul! - Gut, das reicht als Besprechung/Feedback, auf zum nächsten Text! - Ich habe kein Facebook oder Insta, ich mache einen Screenshot. - Oh! Das ist mir sooo viel mehr wert!

Elevator pitch: Zoom in - EU, BRD, NU, Wohnung ... und immer das Außen mit dem Innen mit der Adressatin kontrastiert.
Wir waren kaum bis "Deutschland" gekommen, da betrat ein Mann den Saloon (spannende "jetzt-wird-es-kritisch"-Filmmusik einblenden. Anm. d. Red.): "Das Fahrrad, das da draußen aber drinnen steht: eins von euch?"
Immer wichtig: Die Erwartungen der Zuschauer:innen/Leser:innen ab und zu unterlaufen. Hier erfolgt, indem der erwartete nächste Satz "das geht so nicht" ausblieb, sondern: "ah, ein Mitstreiter! Bin auch mit Rad da, denn ich bin vom Land, und auch innen geparkt, und in Deutschland sind immer alle so überkorrekt, zum Kotzen..." In einem Comic hätte man die abgelassenen Dampfwolken visualisiert, die den Monolog umwabern. (ich dachte im ersten Moment, Paul hätte den Herren als untermalende Performance engagiert. Anm. d. Prot.) Paul brachte ihn mit verbalem Judo - siehe Thema "Schlagfertigkeit" weiter unten - zwar kurz aus dem Konzept - "Ich bin aus Rumänien, aber ich würde niemals einen Kran von dort verwenden" -, aber nicht komplett zu Fall. Nein, Mathias Egersdörfer ist nicht Teil unserer Gruppe.

Wer hat Dich aufgefordert, die vierte Strophe wegzulassen? Die Adressatin? Die wollte das umwerbende Gedicht vielleicht abkürzen, ehe es zu konkret wurde. – Mit „Bett“ oder „Matratze“ statt „Wohnung“ wären es eindeutig "Baby it's cold outside, it's cozy here"-Vibes - "meine Wohnung ist ein Saustall, meine Absichten aber voll in Ordnung."

Wo ist das "F" in Paul? Und nicht den poetischen Lebenslauf mit dem Gedicht verwechseln. - "die EU trocknet aus, Du nicht" will auch keine Frau hören. - Männer auch nicht. "Die EU trocknet aus, Du quillst auf" Macht erst Strophe 4 das Gedicht zu Punk und damit stark? - Am besten noch mehr "Punk" durch Umbrüche! Etwa zwischen „sau“ und „billig“ oder „brennt“ und „warmhell“. - Es wird dabei bleiben. (wenn wir jetzt noch wüssten, wobei... Anm. d. Red.)

In Antonias Geschichte wird erst über Schlagfertigkeit gesprochen und sie dann angewandt! Und das ist Absicht, denn die Geschichte wird Teil eines Vortrags über Schlagfertigkeit. - Beim Thema Schlagfertigkeit kann ich nicht mitreden, mein Genre in sozialen Interaktionen ist eher der Treppenwitz. - Selbstironie auch eine Art Schlagfertigkeit. Die Urfrage: "wie hätte ich reagiert?" - Und als Dienstleister wie bei der Friseuse in der Geschichte sind die Möglichkeiten zur Schlagfertigkeit ja eher begrenzt, zumindest solange die geschäftliche Interaktion noch nicht völlig aus dem Ruder gelaufen ist. - Ja, wie beim Hofnarr: ist das Lachen des Königs verklungen, kommt die Rübe ab. Eine Person absichtlich als Abziehbild gezeichnet, aber das störrische Publikum deutet auf die falsche Protagonistin. - Sie hat das Berufsethos der Friseurse-Innung verletzt. Haben die auch eine Art hippokratischen Eid? - Hm. "Dich krieg ich auch noch kahl" wird es wohl nicht sein. - Der Text lässt auf Brechtsche Weise alles offen: tschakka!

Und dann wären da noch die Unterschiede zwischen beleidigtem Schweigen und Beleidigen durch Schweigen. Wenn auch nicht in der Geschichte, nur in der Diskussion dazu.

Meta-Diskussion, wo die Diskussion einzugliedern ist: Vortrag /Geschichte / Diskussion oder Geschichte / Diskussion / Vortrag oder Geschichte / Vortrag / Diskussion? - Wie lange hast Du Zeit? Eine Stunde? Vielleicht musst Du in Deinem Workshop einfach schneller lesen, damit genug Zeit für Diskussion und Vortrag.

Das ist kein Hund, das ist ein Staubsauger-Roboter. Wenn man sich Fell, Schnauze und Fortbewegungsart wegdenkt. - Und der Roboter saugt und der Hund kotzt.

Wo kürzt man einen tollen Text? Gar nicht … oder überall? - Der Geldbaum muss bleiben, der sagt: "Armut ist zum Kotzen." - Ja, der Geldbaum ist unbezahlbar!

Und man braucht schlagfertige Antworten, wenn die Kursteilnehmerinnen in einer Stunde den schwarzen Gürtel in Sprachwitz fordern. - "Moment, das klingt wie Kategorie C-8, ich muss in meinem schlauen Buch nachsehen..." - Den Satz, der immer passt, ja den wollen wir alle … - "Du kämpfst doch auch für die Liebe". - Oder: "ja, gut so. Lass alles raus! Soll ich dir einen Eimer bringen?" - Oder: „Klitoris ist ein germanistischer Fachbegriff.“ – Oder: "Ich möchte kein Eisbärg sein!" (Äh... sicher dass Du noch in der richtigen Notizdatei bist? Anm. d. Red.)

Ja, Jogi, man hat's schon nicht leicht, wenn man als Humanist im Körper eines Drei-Meter-Affen namens Jamie Goodall ge-nla-boren wird in einer Welt der Äußerlichkeiten.
Nicht nur der Körper gedehnt, auch Erzählzeit / erzählte Zeit. Dilettantische Zeit-Dilatation. - Ja, ich habe schon gemerkt, dass ich nicht so viel gekürzt habe wie angenommen. – Ja, eindeutig zu viel reingepackt. Aber trotzdem bitte nicht stellvertretend für Antonia schneller lesen - genau, und nicht schneller lesen als die erzählte Zeit! - Vielleicht wenigstens die Einwürfe zwischen den Einwürfen kürzen?

Und natürlich die Wortwerk-Gretchen-Frage "Wie hast Du's mit der Handlung?" - Eigentlich nur Beiwerk. Aber dann habe ich ein zoologisches Buch über den Menschen und andere Affen gelesen, und dann wurde mein Buch ein verkappter Science-telling-Roman ... dann wollte ich... dann habe ich … also das kam so... - Ich hoffe, Du hast es im Buch kürzer erklärt. – Und ich finde es sehr höflich vom Gesprächspartner der Protagonistin, dass dieser die für ihn unhörbaren Kommentare ihrer KI abwartet, ehe er weiterspricht. – Iwo: Gleichzeitigkeit geht immer, siehe diese Diskussion, also die echte, nicht diese Mitschrift.

In welche Köpfe und wie schnell im Wechsel und wie tief kuckt die Kamera/personelle Erzähl-Stimme bzw. -Perspektive rein… und innen kann man dann nicht schwenken … - Na toll, vielen Dank, jetzt habe ich Blut und Hirnmasse vor Augen! - Meine Leser:innen stumpfen ab, ich spüre es! - Welche Tabletten werden dem Roman beigelegt? - Der humanistische Gorilla spricht aus Paul … oder mit seinen Zungen. – Oh, schon 23 Uhr … die Matratzen sind schlagfertig äh schlaffertig.

PS: Bitte weiter im Sinne von Jane Goodall sich darüber informieren, welche kleinen und großen nachhaltigen Projekte es gibt… und diese unterstützen. Irgendwann kippt die Gesamt-Haltung der Gruppe, dann engagieren sich fast alles fürs Richtige (na hoffentlich vor dem anderen Kippen, dem der planetaren Grenzwerte… Anm. d. Red.)

Dienstag, 2. Dezember 2025

Coralie war im BR! Und in BER

Unser jüngstes Mitglied kommt groß raus:

Coralie war im BR! Hier der Link zu einem Bericht, dass sie als jüngste Teilnehmerin zu einem Autor:innentreffen nach Berlin eingeladen wurde: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/frankenschau-aktuell/jungautorin-reist-zum-autoren-treff-nach-berlin-100.html

Sonntag, 30. November 2025

Gezeitenabrechnung (abgehangene Version)

Abschließendes über die Eröffnung (Wikipedia: Firnis; die Künstler: lebend, meist wie hier auch anwesend) der Ausstellung von Tobias und Hans-Peter:

Nacht ist nur subjektiv, sagt der Dichter im Glasfaserkörper
    Und die - seltene - Erde die Eiderdauszelle allen Lebens
        Der Riss im Fenster, im Auge des Raums, 
im losen Bewusst-Seien

Das Kunstobjekt Miniaturbühne, dahinter seine Mutter: nicht erhöht, aber die schwarzweiß gezahnte Elfenbein-Barriere
Doch die Basis vor zähn mal zähn Jahrzähnten: der ehrenwerte Eremit Su vom Osthang!

Dichte, während das Essen auf dem Herd köchelt, so wird Text wie Fleisch nach Stunden zart

Nie sollst du mich befragen, Mensch, gar noch trunken
    Einsam. Nun gut: so stelle ich dir fröhliche Schattengestalten zur Seite
        quält ihr euch doch, nicht ich
    blickt ihr mich, tut ihr es nicht
        ich spiegele euch nur über die fernen Abgründe
            Genügt das nicht, Mensch?

Oder wie anderorts, anderzeit, andergeist geschrieben:
Die Sonne, der Mond, der Atem der Wölfin.
Der Mensch, die Wolke auf dem Stern.
   Oder auf der Insel. Na toll, Apoll auf dem Atoll!

durch Lyrik zu flanieren: ein Gedicht!
    Farbausdunst indu(strie)zierte Trance...
und wie ein Mandala und ein Jahr
   wird das Kunstwerk v/erlös(ch)en ...

überzeugt euchunduns:
    artists cooperate
    art is cooperation
their work ihr Werk
    bringt kauernde 
        Fotografen zum jägergleichen Lauern und Protocollagisten zum Kalauern.
(Kalfatert ihn. Oder war das was anderes? Anm. d. Red.) 

Das 950jährige … in China Schulstoff … "ich erkenne als moderner Dichter voll 
    neidlos an: das tausend Jahre alte Gedicht verarbeitet alles: das All, die Zeit, die 
Begrenztheit des Lebens, die göttliche Macht..." – das alte Gedicht jetzt 
schmerzfrei ins Deutsche übersetzt, und Tobis…
 - Name ins Englische to be as to bias -
…jetzige Gedicht ins Chinesische…
 - suche die Zeichenfolge bei „von Planet zu Planet“! Und ist mit einem Strichmenschchen nicht alles gesagt, Mensch? -
…und beide in einen Bilderzyklus nebst Musik: also drei Dimensionen der Kunst, 
    wie beim begehbaren Gedicht.

Was kann Deine Kunst für das Publikum tun, Mensch? Versetze Dich 
   in es hinein, und bleib
vielleicht dort

Was macht Kunst für / mit denn Künstler 
Was macht Kunst für/ mit denn Publikum 
Und was, wenn sie Eins

 während Kinder – älter als die Eltern scheinend, und best critics ever! - sich in und um die Kunst
tobend verstecken

 auch die KI ist ein kleines Kind, mit dem man sprechen muss
    auch wenn es einem Menschenbaby gleich
 anfangs nichts wirklich versteht

Zettel für Zettel verästelnd
    unfreiwillig(komisch)e Improvisation,
wenn der Protokoll-Output in den Input des zu Beobachtenden
    Verändert Veränderung, verendet die Vollendung 
Jacke wie Hose, Hoodie wie Krawatte, Krawall in da hood

Große Kunst dehnt 
    Raum und Zeit (können Sie mir das auf Wohnungsgröße zurechtschneiden?)
    und das Herz von innen
    das Hirn von Sinnen
und sprengt 
   soziale Barrieren, die
am Ende 
    des Austauschs 
wieder hochgezogen

das Chinesische achtet die Tonalität weit mehr 
    auch wenn der Kalligraph mit den Schultern zuckt
        kon  zen triert lächelt
und die Welt in einem Wörterwerk verästelt
wie in alten Synthesizern

Welt wie 
    Schrift wie
        Sound wie
            Leben: ein Check

checkichnich
    und wo ist hier der Ausgang

wie es ausgeht weiß keiner
wo es hier und heute rausgeht: nach der Menschentraube links

Dienstag, 18. November 2025

Kosmische Transfers

Tobias stellt zusammen mit seinem malenden Kollegen Hans-Peter Stark vom 22.11.25 bis 24.01.26 im Kunstraum des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Pirckheimerstr. 36, Nürnberg aus.

Vernissage am Freitag, 21.11.2025, 18:00 Uhr:

  • Release des neuen Bild-Text-Gedichtbandes "Wir singen das Wort Kerosin".
  • Musik: Lady Proxx, Zoy Winterstein
  • Prsentation einer neuen Kunstform: das erste begehbare Bild-Text-Gedicht!





Mittwoch, 5. November 2025

Freestyle im/mit dem Auge des Delfins

 Barev! ("Hi" verstehen junge Armenier:innen übrigens auch.)

Ne haber? ("Was gibt's Neues?" Das ist jetzt türkisch. Auflösung im dritten Text unten. Der aber der zweite am letzten Montag vorgelesen geworden gehabtete ist. Außer man nimmt das Jury-Feedback rund um den Skandal als quasi ersten Text dazu - ja, SKANDAL! Hiermit reißerisch vorangestellt.
   (DU solltest dich nicht so vor-anstellen.) 
      (Deine Mudder...) 
         (Lass gut sein - wir wollen keine Leseabbrecher an dieser Stelle)

Diskussion Schul-Digitalisierung, und wie viel arbeiten die einzelnen Fachbereiche

ChatGPT macht Fehler beim kleinen Einmaleins, tritt aber wie immer sehr überzeugend auf. - Tja, ich war früher das Wiki meiner Kinder! - Und sicher auch sehr überzeugend aufgetreten.

Fachsimpeln über den Louvre-Raub, Auftragsraube, DNA-Spuren wie in Jugendkrimis - jaja, die Autor:innen! - Ich war auch in Dresden, aber jetzt erst, nach dem grünen Gewölbe. - Bitte künftig Einschmelzware beim Juwelier und Altgoldhändler stehlen um den historischen Schaden zu minimieren - aber die sind besser gesichert. - Oh! Hm.

Einstieg mit Andys künftiger Romanszene, aber er weiß es in diesem Moment noch gar nicht und liest sie deshalb auch nicht vor.

Denn: das Leben schrieb die Szene, oder präziser: eine Jury.

Ist das Dein erster Skandal als Autorin, Coralie? Keine Sorge, das ist gut für die spätere Karriere. 

Vortrag und Vertrag bedingen der Form.

Ja, eben, Ebenen! Sie ist ihr eigenes Alter Ego(?) Aber der Ikea-Hørrørhåse war nicht der Skandal, nur verstörend. Genauer: Der bekannte und von unserer Runde bereits für sehr gut befundene - wir berichteten - Ikeatütentext von Coralie wurde von ihr bei einem Cross Media-Wettbewerb querverwertet, via Deutschlehrer.

Zum vorgelesenen Text schoss die kleine Schwester - besagte Maske tragend - mit einer Wasserpistole auf eine Ikeatüte. Medienform: Video.

Zusammen mit dem Hund, der (im Text, nicht im Video) an der Tüte schnüffelt/leckt, die "für 1,50 zu haben ist", und dem "übers Knie hochrutschenden Kleid bei Minute 1:xxx" (Video, nicht Text) ergeben sich laut Jury "gewisse Inhalte / unerträgliche Deutungsebenen", Textinhalt und Video-Darstellung seien zudem nur sehr lose verbunden, und überhaupt kann der Text nicht von so jemand Jungen geschrieben worden sein.

Wow. Der einreichende Deutschlehrer ist aber noch in Amt und Würden?

Kann ich den Originaltext der Jurymail für meinen Roman haben? Und bitte auch das eisige Schweigen des Deutschlehrers (nach seiner Mail mit den Erziehungsratschlägen) genau protokollieren.

Andy ist der richtige für dieses Projekt, da bereits (kannibalistische? kabbalistische? Kaba-ballistische?) Ikea-Prosa (zum Selberschrauben? Ömmel mit durchgestrichenem O) auf Youtube.

Und Ikea-Popup-Stores haben ärgerlicherweise kein Restaurant, aber bleiben wir beim Thema.

Weder unschicklich noch ungeschickt. Aber der Tierschutzverein wollte sich auch noch melden, ob wegen dem Hasen oder dem Hund ist nicht ganz klar. Hauptsache die konzernmächtigen Schweden halten die Füße still.

Abgehackt sprechen. Abgehakt. Am besten Lesungen nur noch intermedial mit der Maske, wie dieser Rapper - "Deutschland rätselt über den Horrorhasen" (fränkisch: "Horrorhosn")

(Auch vorab zu Coralies diesmal vorgelesenem Text - das bisher war ja nur eine Rückblende "was mit meinem Text vom vorvorvorvorletzten Mal geschah" - der Protocollagist ist mitschreibenderweise schon mit dem Titel überfordert.)

"Deine charmante Intelligenz oszilliert/oszendiert zwischen Abstraktion und Desorientierung." (Das - oder so ähnlich- ist der Titel der Geschichte)

Der Vortrag ist ein Happening, denn der Text zerstört sich mitten im Vorlesen. Banksy-Vibes. Das hatten wir auch noch nicht. Wenn das jetzt absichtlich gewesen wäre - wow. (Im Original: "Moment - der gerade vorgelesene Satz war aus einem anderen Text. Oh je, Mama, habe ich ihn jetzt aus Versehen gelöscht?") 

Keine Sorge, liebe Leser:in, die Autorin hat noch ein handschriftliches Backup, wenn auch nicht dabei, weshalb sie in die Sekundärebene wechseln und den weiteren Text/Verlauf beschreiben musste.

Wolltest du Widerspruch oder Zustimmung? Ich empfange da jetzt widersprüchliche Signale...

"Also: die stehen zu zweit in einem Seminarraum und unterhalten sich und der Prof fühlt sich gestört, er geht also gar nicht auf den gesprochenen Titelsatz ein, sondern das Sprechen selbst stört ihn. (Sein eigenes Sprechen oder das der Anderen?) Und dann kommt die Polizei aus dem Text davor rein, (ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken, wie sehr mir die Intertextualität an dieser Stelle gefällt. Anm. d. Red.)  weil jemand nachts mit dem Kran einfach am Haus weitergebaut hat aber natürlich inkompetent aber das ist halt eine Beschwerde über so viele Baustellen (Verstehe: So wie damals im Konsumtempel die Kapitalismus- und Angsthabe-Kritik ein paar Texte vorher) aber die Kritiker hatten keine Ahnung, weil, die Mutter hat den Schlüssel denn die ist Kranführerin und daher können sie also die beiden den Kran auch ohne Mutter bedienen aber nicht so wirklich, aber die Polizei verhaftet sie nicht weil es der Vater des besten Freundes ist, und dann kommt du-weißt-schon-wer, also jemand unwahrscheinliches aber deutschlandweit sehr berühmtes, das muss ich mir noch überlegen wer, das ist aber in der noch nicht existenten nachfolgenden und verwobenen Kurzgeschichte genau beschrieben. Fragen?"

"Brauchst du den Seminarraum und den Prof?" - "Ja, weil sie am Anfang stehen."

"Die Pizza erst nach dem Hausbau, oder?" - "Ja, der Polizist hat nur so getan als ob er ihn verhaftet. Er muss ja irgendwas machen und Formulare ausfüllen."

"Sind die nur zu zwei im Seminarraum der Uni? Wow."

"Was ist jetzt mit dem Titel?" - "Das soll Beleidigen auf hohem Niveau sein. Man will sich beim Beleidigen ja nicht auf das Niveau des Dummen begeben." (der Protocollagist fühlt sich an seine Romanszene erinnert, wo ein Beleidigter - also ein Beleidigt-worden-seiender - den Beleidiger darauf hinweist, dass gemäß einem arabischen Sprichwort schon der Akt des Beleidigens - verwendete Formulierung hin oder her - ihn also den Beleidiger "beleidigt"/seine Position schwächt, da er sich durch das Beleidigen(-Müssen) asozial verhält)

"Dann müssen die Worte des Titels aber exakt passen. Vielleicht 'mäandernde/vagabundierende/vakuumierte Intelligenz'?"

Berufswunsch Staranwältin - mit Hausschwein im Gerichtssaal. Poesiehintergrund hilft bei der abgehobenen juristische Sprache?

Oder eine Miniziege - extrem niedlich und katzenklotauglich. (Katzenklo - ja, das macht die Ziege froh. Frei nach Helge Schneider. Anm. d. Prot.)

Okay, die geht dann nicht die Wände hoch, sondern liegt auf deinem Tisch, und während die Gegenseite dich attackiert, streichelst du provozierend gemütlich Jamesbondschurkenlike das Tier. - Genau, total gechillt! - Chilling con carne (bzw. con cabra)

Wer liest jetzt? - The text has left the building (oder der author und de room, egal) - Rückkehr: du wolltest doch was lesen, oder? - Nein. - Oh.

Dazwischen die Diskussion über die Rolle von KI für Autoren: "Ich habe die KI gerade ein Essay über ein Gespräch von mir mit ihr über sie schreiben lassen." - "Und das besprechen wir jetzt und lassen sie es zusammenfassen? Neben dem Sinn: Siehst Du bei KI-Nutzung eine Suchtgefahr?" - "Es ist schnell, und man fragt sich: wollte ich da hin?" - "Bisher keine Abweichung von Drogen." - "Ich habe mir verschiedene Prompts/KI-Rollen gebaut, von Psychologin, Lektor und Literaturagent bis zu Cyberpunk-Nerd. Es erfordert Disziplin." - "Ich dachte, es macht was einfacher."

"Claude bricht ab. Gedächtnistoken für das Kontextualisieren der Sätze des Gesprächs sind für neuronale Netze nun mal ein exponentieller Anstieg, das bekommen wir Biointelligenzen dank unserer Hochleistungshirnfaltungen nur meist gar nicht als problematisch mit" (Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Kontext verstehe oder - da Live-Notizen ohne Steno per se immer hektisch - korrekt erfasst habe. Anm. d. Prot.)

Wohingegen ChatGPT zwar nicht wie Claude abbricht, sondern immer weitermacht, aber es unterliegt natürlich denselben Einschränkungen, sprich: es überschätzt sich, aber vergisst und halluziniert dann. Man muss dann branchen mit ä/abzweigen/seitwärts durch die Gespräche gehen. - Passiert dir das dann auch in intermenschlichen Gesprächen? - Bitte nicht vom Thema abzweigen. Ist jedenfalls ein interessantes Feedback-Werkzeug, eben auch für uns Autor:innen.

(Woran merkt man, dass der Gesprächspartner halluziniert? Ich frage für einen imaginären Freund...)(Augenrollender Stirnpatscher - gibts dafür ne Abkürzung wie LMAO/ROTFL/IMHO? Anm. d. Red.)

Wassim liest einen englischen Text über Migration. Vorab: das Thema - oder vielmehr die kulturellen Verschiedenheiten - versteckt sich in nur einem Wort: Tanz. Der ja zudem eine ganze eigene Sprache ist.

Die Gruppe tat sich entsprechend mit dem Interpretationszugang schwer, mehr als bei Kryptolyrik von Matthias. (ein Blockchaingedicht als Währung wäre auch mal ... aua. Binjaschonstill) (Willst du nicht vielleicht endlich statt Vorreden/vorgezogenem Fazit lieber auf den eigentlichen Text eingehen? Dann vergesse ich hier vielleicht auch zu erwähnen, dass Dein "Lass mich das wiederholte Vorlesen des Gedichts machen" eine zusätzliche Loriot-Lady-Fortescue-nebtht-Thlips-Ebene reinbrachte, die die Seriösität des sehr poetischen Textes unterminierte... Anm. d. Red.)

Emotionales Design. Reject slavery emotion - "in Version 39 hatte ich noch 'hate*, aber too bad vibes". Die Enge durch Vorlagen beim Programmieren. Für ästhetisches Userdesign bezahlt keiner. Dieser Text ist ein Protest.

Riverflower. Tuba. Die Kollegin mit dem türkischen Namen, der Rose bedeutet (aber er bedeutet doch "Paradiesbaum / Glückseligkeit / Künstlerin"?)(Hast Du nicht zugehört? Schlechte Eigenschaft für Protokollierer! Er hat den Namen doch verändert. Anm. d. Red.). Die Blumen und nicht nur die Ideen von Blumen!

Die arabische Sprache: blumig, die englischen Programmiersprachen: flach... Eigentlich ein Geburtstagsgedicht. Aber kein plumpes Happy birthday. Sondern "happy rebirth dance."

Neue Augen bekommen   ... bedeutet Mehrsehung durch Perspektivwechsel.

"Es geht immer auch anders, das gilt auch für Geburtstagsgrüße!" - Poetischer Ausbruch aus dem beruflichen Freiheitsmangel des der-Mensch-muss-logisch-sein mittels ästhetischem Skript... auch der kritische Text selbst bricht in seiner Form aus.

Die Kollegin mit diesem Appell aufstacheln? - Das Schöne Wahre Gute ... aber wo ist da die erwähnte Migration? - Naja, wenn ich als Armenier einfach versuche, eine türkische Frau zum Tanz aufzufordern...

         -tisch

Poly

        -oetisch

Dein Text kritisiert die Ideen-statt-dem-Echten, aber behandelt die Idee der Wiedergeburt

Ein Experiment ... neue Sprache, neues Mindset. - Wird er dann in einem Gedichtband erscheinen? - Bei einem beruflichen Vieraugengespräch sagte sie jedenfalls, dass ihr der Text sehr geholfen habe. Und Fußnoten in Gedichten stören doch den Lesefluss...

Einen T-Raum betreten. (Spoiler: Wobei es eigentlich um das Verlassen geht. Anm. d. Prot.)

Was meint er mit "Treue" im Moment des Kusses einer Anderen?

    Traumsiedlungsrealität entsteht erst beim Betreten - das geht weit über Schrödingers Katze oder Konstruktivismus hinaus...

T-Schalen-Musterbefragung: welche er?

   ... und wieder Kräne. Diesmal nicht inkompetent bedient, aber die Brutalität des Edelmetalls reißt manche Hörer aus dem lyrischen Flow, da kann es noch so blumenherzig weitergehen!

Träume in 4K/8K.

Um die Protagonistin aus dem Traum zu reißen: klopft der Protagonist oder klingelt er? Macht man beides? - Ach, er lag gar nicht neben ihr? - Nein, und er hat auch nicht an der Klingel geleckt (ich glaube das kam bei David Safier vor, und er hat in der Kindheit zwanghaft Lichtschalter abgeleckt. Anm. d. Red.)

Eine hohe Bilddichte! Man wandelt durch eine lyrische Projektion.

Befragt den Text, nicht den Autor.

Schönheit-Erwachungs-Moment. Sie wertet nicht. Sie stalkt ihn, so wie ich als Leserin sie stalke. Nur bei T-eeschale und T-reue stellt sie Fragen. Nicht rational, sondern ein Traum. Unhinterfragbare Logik, in Version 20. Betretene Schritte im Traum. Der Text showt und tellt weil der Autor bellt (?) (OMG. Nimm das nächste Mal Koffeintabletten mit, sei so gut? Und der T-ext war/ist übrigens von T-obi, das wäre vielleicht auch erwähnenswert gewesen. Anm. d. Red.)

Ich bin Texthistoriker. (? Hysteriker?) Versionen aufbewahren. - Ich habe sogar Videoaufnahmen davon, meine Überarbeitungsschritte mit Strg-Z rückwärts ablaufen zu lassen, als fünfminütigen Film. - Ja, du hast recht,  immer schon an die künftigen Literaturwissenschaftler denken!

Menschliche und tierische Kunst... der Unterschied ist das gezielte Aufhören: Ein Affe macht keinen Schlusspunkt, er malt, bis die Leinwand weg ist. - Naja, Poesie ist die Kunstform, die nie fertig ist. - Also äffisch.

Ein Delfin sieht seinen Tanz. Schönheit = Bewegung.

Strikte Haltung: nur Bewegung ergibt Ästhetik - betrifft das alle Kunstformen, auch Bildhauerei? - Ja!

Das Auge des Delfins - wird sicher von Chrys verarbeitet.

Auch Horror wie der Hase, also heraushängendes und herumwirbelndes Glasauge?

Ich glaube, das Protokoll zerfasert langsam - oder das Treffen? Lassoauge bei Fuß!

Vor-der-Tür-Stehende (einer davon der Türsteher bzw. Pförtner also Türenversteher): Kommt ihr aus dem Kino? Nein, dem Saloon.

Wir waren dem anderen sympathisch und konnten so hoffentlich die von ihm gefühlte - verglichen mit seinen letzten Besuchen in den 80ern - Gentrifizierung des Komm etwas abmildern.

Elias Canetti: "Bei aller Skepsis: kein Pessimismus! Der Beruf des Dichters ist, Raum für Hoffnung und Wege aus dem Chaos zu schaffen."

Na dann! Liebe Grüße Jogi

PS: Es tut gut, dass Quartierspeicher - also Stromspeicher für Stadtviertel - und Großspeicher mit Zement (oder was war das mit dem "mit Bakterien versetzten Zement als Energiespeicher in Hauswänden"?) zunehmend auch in privaten Diskussionen auftauchen. Schade, dass die Politik also unsere Gestaltungsmachtansieabgetretenhaber noch von Gaskraftwerken und Verbrennerrenaissance faseln. In 10 oder 20 Jahren werden sie in ihren Memoiren schreiben dass sie schon immer auf vernünftige Lösungen gesetzt haben...

Freitag, 17. Oktober 2025

Eisvogeleis zum/nach-tisch

 Jambo! / Habari? / Shikamoo!

("Hallo!" / Die Frage nach dem Wohlbefinden: "Wie geht's"? Wörtlich: "Nachrichten?" -  In unserem Fall wohl: "Haddu Texte?" / Und das Dritte: Respektsbekundung für Ältere, in unserem Fall: Geistreichere oder innigere Musenknutscher:innen der Schreib-Innung; wörtlich: "ich berühre Deine Füße " bzw. in unserem Fall: "Ihr berührt meinen Geist und mein Herz")(Er-innerung: wollten wir das nicht zurückfahren? Anm.d.Red.)

This greeting was sponsored by - nein: zu Ehren der Anfang Oktober verstorbenen, in Tansania geforscht habenden Jane Goodall war die Begrüßung in Kiswahili a.k.a. Suaheli.

Startschuss der Lesung/Diskussion: wie machte Leo den Bogen von Krimis und Romanen zum Nature Writing? - Das Buch beschreibt meine letzten fünf Jahre- die natürlich unser aller fünf Jahre sind!
Mühlen mahlen nicht mehr. Herrschaftliches Gebäude, kennen- und liebengelernt.
Den Zwischenruf "ich wohne übrigens in der Eisvogelstraße! Da sind noch Grundstücke frei!" gut par(od)iert mit dem Oxymoron "Naja, Schriftsteller und Grundstücke..."

Rothenburg wahrlich nur menschenleer im Januar zu genießen.
Deep mapping: visuell die Umgebung zu erlaufen und - das ist nun mal Autorenbusiness - historisch im Gespräch mit den Menschen zu erhören
Der Boden möge bitte aufhören, das Besteck zu fressen!

Der Beinprothesenerfinder baut für seine Patient:innen ein Heilbad- DAS ist noch ganzheitliche Orthopädie! - ja, leider wurde er aber beim Schwefelquellenkauf über den Tisch gezogen.

Das Gelächter des weiblichen Publikums, als der Autor die Passage über das Mansplaining auf der Brücke verliest.

Smaragdgleich glitzern Fluss und Vogel ... aber auch Action: Die Jagd auf den Esel, besser als der Tod allemal. Und Großmut manchmal eine Eselei.

Wie auch Grenzen. Oder die beidseitigen Schauermärchen über die jeweils andere Seite.

Das spannende Gefühl, mit je einem Bein in einem Land zu stehen, zumal wenn das kapitelübergreifende Wappentier noch dazwischen (etwas präziser bitte: unter der Brücke) hindurchschießt.

Oder beidseitige Ortsteile.

Die Überwindbarkeit von Grenzen bzw. Waffen durch Worte und Sprache. Oder geplünderte elterliche Biervorräte. (Und das Grüßen in der jeweils anderen Sprache! Ich wusste, dass ich mit meinen Emailbegrüßungen recht hatte! Anm.d.Prot.)

Eine beidseitig unterschiedlich gestrichene Brücke ist amüsant, eine - einst menschenverbindende - Brücke ohne Bretter hingegen auf tragische Weise tot.

Geocaching-Location "Einschussloch": die Richtung ist interessant. Aber mit deutschem Pass fühlte sich der Autor an der tschechisch-österreichischen Grenze zumindest halbwegs sicher - auch wenn manche deutsche Politiker:innen an den Grenzen wieder schießen lassen wollen. Aber eins der schönsten Täler Europas ist die Mühen wert.

Und Kindermund stellt die besten Fragen: haben die Fische einen Pass auf dem Rücken? - Und Erwachsenenmund/hirn hütet diese kostbare Neugier am besten vorsichtig! (wie bei Jane Goodall, als sie Regenwürmer mit ins Kinderbett nahm, und ihre Mutter gut reagierte: "Aber Kind, ohne Erde fühlen sie sich nicht wohl und müssen bald sterben." Anm.d.Prot)

Erneut Frage/n und Antwort/en: Stipendiant:innen-Kontakt untereinander? eher, wenn gleichzeitig, wie im Writers House in Lettland. Auch mit spannenden russischen Schriftstellerinnen.

Ist Nature Writing temporärer Hype oder ein dauerhafter Seitenarm? - Mei.

     Schöne Bücher über Schleim. Mir tuts gut, bin gerne draußen. Und was man liebt, schützt man. Wir sind alle Botschafter für die Natur. Der zivile gewaltfreie Ungehorsam Thoreaus inspirierte Gandhi, Martin Luther King und viele weitere. Statt radikal mit dem Atmen aufzuhören, um die Erde zu schonen.

Sind die erzählten Grenzgeschichten echt? - da arbeite ich nicht journalistisch, es geht ja um Geschichten, die nehme ich dankbar an.

Der Weg zu Stipendien und der Vergleich mit bezahltem Urlaub: Bewerbungen oder Empfehlungen. Und (freudige - be happy in your work) sowie durchaus ergebniserwartete (Turmschreiberbuch, Blog, ...) Arbeit ... mit historischem Hintergrund: Herrschende hielten sich gerne Einsiedler in der Klause. Und Hofnarren und Troubadoure.

A propos historische Bildung: gar nicht auf den griechischen Mythos der Eisvögel von Götter Gnaden eingegangen? - (da hätte jetzt auch ein "mei" als Antwort gepasst). Die Meeres-, Seelen- und Nistruhe im Januar. Der erschreckende Untertitel ... nein, nicht gegrillt und wenn dann Veggie. Aber der Bogen zum Innenaußenherzschlag und dem Zerstören/Verschüren/zuliebenaufhören dessen was man liebt. Auch wenn man emotional als Autor schon ein Stück weiter ist.

Selbst beantwortete Fragen sind die besten. Antworten.

Nicht nur körper-spannungs-biegsamkeits-technisch, sondern mental klasse auch der simple Tipp, vornübergebeugt durch die Beine hindurch die Welt zu betrachten - oder Mauersegler, die hoch oben noch Abendsonne haben ... wie einem die Helldunkel-Vertauschung von Wolkenhimmel und funkelndem Schnee die Welt auf den Kopf stellt oder (Wasser-)Spiegelungen mitsamt der Übung, sich eine Welt ohne Dich Mensch oder uns Menschen vorstellen...

In Abenberg - "da hatte ich sogar mal ein Auto, da beim Stipendium inklusive!" - die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart: anders als die Turmschreiber davor aus Feuerschutzgründen nur im Ostturm ... und in einer Ziegenhirtwohnung. Leider genauso türlos wie die Wohnung zu Hause. Akupunkturnadeln im Ohr, Homeschooling - Pandemie, Sie erinnern sich - Erschöpfung als heilende Entschleunigung. Das Paradox, dünnhäutig und von Eindrücken überladen zu sein.

Den Geist duschen. Trauer-Tal-Wanderung. Pfadfinder/Landei aber teilweise naturentfremdet, wieder angenähert und zu benennen gelernt.

Was fühle ich angesichts mir unbekannten Gletscherleiche - das Wort bedeutete früher auch etwas anderes.

 talk to the people. Nature writing in der Einsamkeit: spirituell, therapeutisch. Der verborgene Ast im Brennholz.

Der - wie eine Glocke oder das schmiedegehämmerte Beil - ausklingende FAQ-Blog pardon Frage- und Antwort-Block:

"Zu ihrem Untertitel 'Schreiben aus dem Gelände': tun Sie das? Notizen vor Ort?" - "naja, bei der Watzmannüberquerung letzthin nicht, man will ja seine Kinder wiedersehen, da wurde auf Tonaufnahmen und Fotos ausgewichen."

Schreiben beeinflusst(von) Wahrnehmung. Lustvolles Schreiben. Davon leben? Nein, die Entwicklung der Lebensmittelpreise und Mieten nimmt keine Rücksicht auf die Hochgeistigkeit des puren Schriftstellertums. (das ist jetzt aber keine journalistische wörtliche Rede, oder?)

Und dann die Frage nach dem Neutralitätsgebot in Lehrtätigkeit und Sozialpädagogik: Der Ruck durch den Autor ist optisch wahrnehmbar. Es folgt eine wirkmächtige - auch meta die Wirkmächtigkeit von Worten betonende, - mit Talautobahnen, Totholzwäldern (ökologisch sehr viel positiver als es klingt!), Gletschern und aktuellen menschenfeindlichen - und damit auch schöpfungs- und naturfeindlichen - Politikentwicklungen gespickte Begründung, warum Neutralität NICHT geboten ist. Die zitierte Haltung. Nicht nur hier Applaus.

(Kommentar auf dem Nachhauseweg: "neutral wie Marc-Uwe Kling")

Und die bereits erwähnte Frage nach dem deutschen bergkristallinen Naturschreiben - bereits in einer der vier Thesen ins Kapitel acht genagelt, aber geduldig erläutert und ums Spiegelzitat "Naturausbeuten, mal anders" (emotional) ergänzt.

Vorleser und Wingman komplimentieren sich mit einem Büchertausch dann von der Bühne - "hier ein Schelmenroman der zu Dir passt" / "Jean Paul: entwirf beim Wein, schreibe beim Kaffee"

Aufgeschnapptes Fazit: Ein sehr kurzweiliger und schmerz-betonter Abend!

PS:neben Pumpspeicherkraftwerken gibt es technisch so viele Ansätze, überschüssigen Strom zu speichern, die einfach nur weiter erforscht / gefördert / umgesetzt werden müssten: Druckluftspeicher (CAES) in alten Salzstöcken, Schwerkraftspeicher heben Gewichte an und beim Absenken rattert ein Stromgenerator los, Schwungräder, Power-to-Gas, Wärmespeicher mit flüssigem Salz, Hohlkugeln am Meeresgrund, Altechs kostengünstige und umweltfreundliche Natrium-Batterien die man auch hochskaliert bauen kann um viel Strom aufzunehmen, und und und ... Deprimierend (also dass das nicht bundesweit oder international orchestriert konsequent umgesetzt wird, zum Wohle der nächsten Generationen).

Donnerstag, 25. September 2025

Grenzenloses Vorlesen in Erlangen

Kpop Annyeong! 

"Live aus Erlangen" stimmt sowohl räumlich als auch zeitlich nicht mehr (die erzählte Zeit von Bettinas vorgestriger Lesung aus "Grenzen töten", die Zeit meines Eintippens, die Zeit eures Lesens, und Millisekunden - bei mir Sekunden, siehe unten - später die Zeit des Verarbeitens/ Begreifens / Nachempfindens / Erinnerns ... )(sag mal, setzt Du solche Quermailein-Fabulierungen als Wasserzeichen?)(Ha! Und zwar schon Monate bevor Du das selber bemerkt hast!)(Schreib nicht "Du", da fühlen sich sonst Leser:innen angesprochen)(denk Duu lieber erst mal drüber nach, warum Duu erst ins Schloss statt die Bib gestapft bist)

Bahndemie: wenn der Zug pünktlich, aber virusausgelastet 

Das Buchcoverfotomotiv (Graffito) existiert noch in der Realität. Ein Slogan der neuen Zwanziger.

Lügendetektoren für Autor:innen sind rausgeworfenes Geld.

CSI Grenzen - imagine there are no borders/countries

Auch ehemalige Grenzen sind gefährlich und tödlich - wie die besten Liebesgeschichten

   gilt auch für zeitliche Grenzen zum Vergangenen

Das fiktive Dorf auf der echten Fluchtroute. Familiäre Fluchthistorien. Landeshistorie auch KuK und Tito. Grenzhistorie, verrostet.

   Und auch ohne Stacheldraht danach anfangs noch Visa in Europa.

      Grenzen verwischen- ein fragiler Traum


Die Echtfoto-Show zur imaginären Handlung, zumindest räumlich: Toskana! Nein, Südsteiermark. Dia- und Postkartenidyll - zeigen

   die Fotos nicht die Abgründe

(nicht nur wegen der katholischen Kirche)

   die überall den aschigen Stempel in und auf die Hirnkasterl

Oh, mitreden? "Wir haben auch hier und da Flurkreuze?" Pah! Aber nicht Golgotha lebensgroß, alle dreie komplett am Ende einer Treppe!

   seid gewiss: dann ist am Ende der Woche alle Tat gebeichtet, vergeben, vergessen

und ein- nicht zweisprachiges! Schweigen das Gebot außer dem

   der gigantuesken Glocke, unverrückbar in Kriegszeiten too big to steal

doch schnell wieder ins Idyll: Ein Garten Eden

   ein weiterer Gigant: der Kiwibaum. Schutz vor Hitze

   nicht vor sozialer Kälte

Versuchs mit R oder auch dem Po und lass Dir ein X für ein U nein Z

   dann verjagen Klappentexte vielleicht auch Vögel

Maria in den Garten kam - immer wieder der Fingerzeig aufs IRL Foto

   Palmen! Kakteen! Bunte Blüten! Lebendiger grüner Wandzaunteppich! Der Holzscheitschichtduft frisch bis moder n d 

  achich sehn das Bleiben bis zur Kiwi-Ernte - österreichische Marmelade übrigens ganz anders. Nehmet mehr Vanille!

   und das "blind vor Liebumschlungen mit Kopfbiss" der Schleichen wär Stofftiermotiv wenn kindgerecht


Arkadisische Weinberge - eben Eden

Dem geflohenen Vater und dann auch dem geflohenen Liebhaber geschrieben

   das Fort-Sehnen hinter den Grenzzaun - das Woanders als Ziel und Zustand

Sonst bleibt nur das Innen, das unbegrenzte Land ... Weinbergmaulwurf und (gefallne) Engel


Die Zugstrecke zum Garten Eden wie ein Lehrstück in Nature writing, natürlich nur aufs Auge beschränkt

Dafür die Enge der Täler auf die Enge der Herzen und Stirnen ausgeweitet.

(Vorsichtig ausgedrückt - siehe dazu die Quellen Bachmann, Bernhard, Frischmuth, Innerhofer, Jelinek, Menasse, Winkler, u.sicher.viele.w.)

   Weitblick nur am Kreuz am Gipfel

Grundsätzlich höflich unherzlich (neindafehltkeind), altes Kleinstadtgroßhirnmuster halt: Alp en bru Tal

Such doch den Horizont, den Wind, 

                            ich / oh Nordseekind


Und das Protokoll des x-ten Überfalls, bei dem die Freundin der nicht bahn- aber ofenbrechenden Glatze 

   Höflichkeitsformen einfordert wie eine verdrehte Biedermeierin

      das "Nimmer" im Wiedersehen leise sprechen

Die Kellersprunghandlung: hinterm Ofen die Koffertür hervorlocken - im Prinzip ja, Ilsebilse Lindemann, aber es war die Ofentür, die im Koffer versteckt wurde. Ach was.

Und der Tod der Protagonistin ist kein Spoiler da bereits auf Seite 1


Das Vorrrworrrt via Schlusswort

    spoilert unbemerkt die Bucheshandlung

Gehört werden und gehören

 Fransige und blutige Lippen 

   nach blinddahergeschlichenen Musenküssen

Ja, schleich Dich aus meinem Paradies 

   Aus Deinem Nichtdorf

Aus

   Worte von vorgestern 

Unvergeben aber selbstvergessen  

   vergangen aus vorbei

Hinausekeln durchs Umfeld

    ist das eine

durch den Partner:

   ein Stoß ins Bodenlose

(Die hochgelobte Selbstverwirklichung, die mit Paarentwicklung kollidiert ... das erinnert mich an Kambo von Thomas, das das ebenfalls zum Thema hat, allerdings mit weniger drastische Ende...)


Fade out to freedom

Fransig auch das Anreden gegen aktuelle österreichische Jodl-Dirndl-Kultureinschränkung

  Ach wäre es so witzig wie es klingt 

Man muss dort manche Stein-Mahnmale mittlerweile schon einbetonieren

   und Hinweisschilder zweisprachig? Nawennseinmuss

   aber die Ortsschilder? Nein - 

      Eigentliche und Uneigentliche gehören schließlich apart unterschieden 

   Nur einzelne Hoffnungstropfen wie die Ehrenbürgerwürde funkeln kurz und zerstieben

   auf den Steinen 

fragil wie unsere Freiheit


 PS1: wobei das "wie mehr awareness / politischen Druck für Themenfeld 'planetare Grenzen' erzeugen" weiter durch unsere Köpfe rattern muss ... wir texten doch, wir kennen uns mit Hirnoperationen aus ... ein Roman mit konkret miterlebbaren tropischen 3-Grad-Alltagsszenario Franken 2060 oder so zum Aufrütteln? "Vergesst eure Diskussionen, wenn's wasserlos nur noch staubt?"

PS2: Blanker Zynismus wie "ist doch toll, wenn man auch talentfrei viel im Leben erreichen kann, wie hohe politische Ämter" oder "Politiker:innen-Namen in ein paar Jahrzehnten eh vergessen, ist doch schön, wenn man mit Zitaten gegen das Gegensteuern dauerhaft in Erinnerung bleibt?" (oder natürlich das "warum gebt ihr alles für eure Kinder/Enkel, außer einem lebenswürdigen Planeten")... 

Mittwoch, 3. September 2025

Textauslese, wenn der Text aus/alle ist

 Schweig, Land, unbetreten

   mein vorjahrhundertlicher Kindheits-Forscherblick ist so ganz anders als der gleichaltrige heutzutage (ui, das holpert)

Schweig, bis der Hahn kräht, Meeresjuwel

   Vor allem über den weiteren Fortgang

Während flambierte Helden im Cape mit Charme und Chuzpe flammend politischer Unholde Untaten anprangern 

   Dann erhebet alle tosend die Stimme

(Basierend auf Pauls Mitschrift über das September-Treffen : -)

Montag, 11. August 2025

Beim Anschüren des Eisvogels

 Heute erscheint Leos neues Buch "Beim Anschüren des Eisvogels":

Während zahlreicher Aufenthalte in Nationalparks und anderen Orten großer natürlicher Schönheit entstanden Leonhard F. Seidls Erzählungen und Essays. In ihnen verwebt er die Geschichten der jeweiligen Regionen mit seinen eigenen Erlebnissen und Empfindungen.

Mittwoch, 6. August 2025

Das 25+1. nichtverflixte Jahr, Ausgabe "kluger August"

 ¡ Hola !  ¿ Qué tal ? 

Wildwest-Saloon. Auch auf dem Zettel. Endlich! Home, sweet home. "Aber ihr seid zu früh, auf dem Zettel steht 21 Uhr." Nobody's perfect.

Aber ansonsten war es gut, im großen, nicht davor leergeatmeten Raum zu sein, zumal wir wieder weit über ein dreckiges Dutzend waren. Sauber! : -)

Erkennen und erkannt werden waren die ersten Diskussionen; Bettina erzählte nach dem Abschluss des frisch erschienenen Grenzen töten-Projekts davon, dass auch ihr aktuelles Projekt gemeinsam mit Günter Eichberger ("Niemandsmeer"), aus dem sie bei den Texttagen vorgelesen hat, reibungslos läuft und - anders als das eine oder andere Einzelprojekt - auch viel Spaß beim Schreiben macht. Zum Termin der Lesung in Erlangen meldet sie sich noch mal.

Und eine weitere Reprise vom Textualienmarkt, neben dem Neuzugang Vassim, der dort auf uns aufmerksam wurde: Coralie is back!

Der Protokollant las ihr freudig die Protocollage-Passage von besagtem Treffen vor, in dem sie vorkommt. Aber die künftige Star-Autorin ist auch eine korrekte Kritikerin und hat auf Mängel in der Zusammenfassung ihrer Geschichte hingewiesen (die sich der Protokollant leider nicht notiert hat. Anm. d. imag. Red.).

Das Korrigieren von Sekundärliteratur ist ... Tertiärliteratur?

Gerne wurde ihr überlassen, den ersten Text vorzustellen: "Liturgie in Seide." (Drachen und Seziertische?) (Nein, Raum/Zeit/Gedicht/Autor/anderes Treffen. Anm. d. Red.)

Wieder eine spannende Geschichte, wieder Textperlen wie "ihre Absätze klackerten nicht, sie markierten" oder "das verdiente Abperlen des Wassers"

Eine "stereotypische" Trullaussi geht im - Vorsicht, wieder falsch notiert - Feinkosttempel voll ab und wäscht sich dort die Haare mit Mineralwasser und zertrümmert Champagnerflaschen. Dann der Abgang mit Hundertern aus goldenem Colt.

Aber, wie die Autorin verrät: Sie (die Protagonistin. Und wieso steht hier "Amelie" und "Miriam" abwechselnd? So kann ich nicht arbeiten! Anm. d. Red.) tut es aus Protest gegen ihre goldenen Löffel. Weltverbessernd. "Traut euch mehr!"-fordernd. Martin L. Kings These vom Kirchturm herab - so ungefähr. Also tiefsinniger. Sie entwertet Luxus durch die Aktion.

Nebst semiauktorialen geheimnisvollem! Erzähler.

"Nein, mach keine Kurzgeschichten. Denk an die Vermarktung!" - "Viel Schreiben, um dich zu verbessern!" - "Nein, viel Lesen!" - "Nonlineare Plots sind ok. Schnelle Kontraste." - "Und natürlich ... Pauls Drehbuchbrille aufsetzen!" - "Lass die Figur in einer Szene wie mich angezogen sein." Wie immer kann kein Protokoll den Feedback-Qualitäten gerecht werden. (Achtung, Triggerwarnung "Product Placement" - wie übrigens auch in der Geschichte, hihi: Aber hier: Wortwerkwerbung! Anm. d. Red.) Daher übersteigerte Protocollagen als Ausgleich.

Dann die unerwartete Wendung, nicht in der Geschichte, aber in der Feedbackrunde: Mama Antonia: "ich hätte mir von euch mehr pädagogische Unterstützung erwartet." - "Äh ... what?"

Nach und nach kristallisiert sich heraus: Coralie soll weniger ChatGPT verwenden. Mehr auf ihre eigene Stimme hören. Also Coralies Stimme. Ein bisschen auch auf die mütterliche Stimme, nicht nur bei der Shampoo-Recherche. Diagnose: Eigenstimmfindungerschwernis bei den jüngeren Generationen aufgrund leichter Technik-Zugänglichkeit.

Neben der letzthin von Dirk angeregten Kooperation mit dem Komm-Cinema bezüglich Splatter-Lyrik (Vorsicht, Jugendschutz) / B-Movies / B-Lyrik eventuell Zusammenarbeit mit dem Borgo-Ensemble ... die Kurzgeschichten mit Lithografie koppeln wollen.

Vassim berichtet von "engineering education", und Coralie konstatiert, dass sie bei Latein nur bei ChatGPT nicht ausrastet. Arme Lehrer - aber siehe weiter unten.

Henning stellt zwei Kapitel/Szenen aus seinem Roman vor. Anton und Klara a.k.a. Elvis. (der kommt auch bei Franks aktuellem Romanprojekt vor, aber anders. Aber das war am Montag nicht Thema. Anm. d. Red.)

"Also, die Getränkebestellung zog sich doch deutlich" ... und als die Protagonistin fast ein wenig erotisch wirkte, war sogar der allwissende Erzähler angefixt. Der Protagonist hingegen - alkoholinduzierte Narkolepsie oder Unsicherheit? - verzog sich. "Er war überfordert, ein klarer Schutzmechanismus." - "Definitiv kein plumpes 'das Mädel wird schöner mit jedem Glas Bier'" - "Und was fällt der Protagonistin ein, schon im 3. Satz zu flirten?"

"Ich kann nur Dialoge, wurde mir gesagt." - "Den Unterschied zwischen Pils und Bier lernst du leider früh genug." - "Nimmt man einen Zug vom Bierkrug?" - "Nein, man verpasst ihn gewöhnlich, höhö" - "Eine ZDF-Komödie ist was anderes als ein tiefsinnig charakterzeichnender Roman." - "Buchzeit ist nicht Lebenszeit ... man muss es unter dem Schnapsbrennglas betrachten." - "Wenn die Handlung / die Szene / die Stimmung zwischen den Protagonist:innen gerade sehr langweilig ist - darf man die Leser:innen auch langweilen?" - "Das ist zu realistisch... dann kaufe ich das Buch, in dem ich geblättert habe, NICHT, dann gehe ich selber in die Kneipe und langweile mich." - "Ja, beschreibe, was an Spannendem gerade NICHT passiert." - "Was ist das für ein Text? Ist Anton ein Langweiler? Habe mich cringe gefühlt... ich hoffe, das war gewollt." - "Bei 'fast ein wenig erotisch' werde ich auch müde. Oder soll es zu Orgasmus führen?" - "Nicht in dieser Szene." - "Und die alte Hollywood-Regel nicht vergessen: Mit Erdbeeren anfangen und sich steigern." (Der Gag erinnert an an Jackie Chans Verwechslung von "cheese!" und"freeze!" Anm. d. Red.) - "Und die alte Wortwerk-Regel: Schreibe Varianten!" - "'Zeige das Nichtgeschehene' ist zumindest eine interessante Variante von 'Show, don't tell'."

Wir sind jetzt drei Wochen zusammen, aber ich komme nicht darüber hinweg, dass du dich nicht voll als Frau siehst, Elvis. Das ist Mobbing. Ich will keinen Elvis als Freundin." Streitbild der Vögel am Baum. Kleine Unterschiede im Gesicht und anderswo. "Die Streit-Szene ist jetzt schon Arte-Niveau." Das Permanent-Fast'n des Protagonisten färbt irgendwie (argh! Anm. d. Red.) ab auf die Kritiker und den Protokollanten.

"Andere Namen verwenden? Anton ist für mich vorbelegt: Ein verpeilter Bekannter in einer Holzwerkstatt, das ist mein Anton." Wie heißt Meister Eder mit Vornamen? Und hat Antonia gerade gegrinst? - "Egal. Fang damit an und dann Suchen/Ersetzen am Schluss." - "Ja, Namen aus anderen Kulturkreisen geben dann einen interessanten Drall." - "Mach Steckbriefe für die Figuren. Kreiere einen strengen ChatGPT-Gegenspieler, der dir hilft, viel über deine Charaktere zu erfahren."

Und das Gedruxte bitte nur in den Dialogen, nicht in den Beschreibungen. - "Konntest du mit den Rückmeldungen etwas anfangen?" - "Und schreib Drehbuchvarianten und denk an die Vermarktung!" - "Ja, Paul."

Katholische Heli-Eltern als Konfliktpotential. War Elvis evangelisch? Eine Aufsteiger- oder Aussteigergeschichte oder -gestalt namens Anton (willst du es nicht doch mal mit Tippen während des Treffens versuchen? Anm. d. Red.)

Komisch, alle Firmen bei denen ich je gearbeitet habe, sind mittlerweile pleite. - Das ist doch mal ein Plot! - Kann man dich zu Tesla und Co. schicken?

Erneutes großes Hallo, als sich Thomas - nach dem Deutschlehrer:innen-Bashing ("hört nicht auf sie als Autor:innen!") als Ebensolcher geoutet - schmetterlingshaft als Coralies Deutschlehrer der 4. Klasse entpuppte.

Thomas übernahm mit einem weiteren Kapitel aus seinem Roman aus der bajuwarischen 90'er-Jugend im Chemiedreieck.

Die schöne Definition des Erwachsenwerdens: Man merkt die Veränderungen.

Der Chemielehrer - "die Deutschlehrer in der Geschichte sind natürlich alle nett!" - den prototypisch jeder kennt: ein Papagei mit Macht auf Kosten der Schüler:innen, auch mit einem schönen Bild: Schatten übergroß vom Overheadprojektor - kennt man heute nicht mehr, der sich aber bei den privilegierten Kids anbiedert.

Die Ambitionen des Protagonisten, aber vor allem der Auftritt der Protagonistin. "Mit ihr würde ich weggehen. Aber jetzt erstmal würde ich an ihrer Stelle versuchen zu lächeln." In Bayern klopft man. Aber trotzdem Gleichgewichtsverschiebung.

Coralie: "Sie sind ja selbst Lehrer." - "Aber nicht so einer!"

"Was für Fragen hast du an uns?"  - "Vorsicht vor dem Erzähler! Bleib bei den Gedanken!"

"Da geht es drunter und drüber. " - "Ich kenne das." - "Als Lehrer oder als Erzähler?"

Weißer Neid, schwarzer Neid.

Der nicht-rassistische Erzähler. Rassismus in den 90ern ist auch Thema des Romans. - "Aber man versteht die rassistische Bemerkung der einen Person nicht, wenn du nicht auf Ethnien der Eltern eingehst." - "Ja, aber nicht auf Aussehen reduzieren" - "ja, aber der erste Eindruck ist nun mal optisch, und sei es das Auftreten?" - "Kann sich auch nach und nach andeuten, man muss den Leser:innen nicht sofort alles erklären." (Verstehen das nicht angewesene Leser:innen jetzt? Anm. d. Red.)(Im Roman angewesen?)(Ich geb's auf.) -"Drecksack Drexler hätte beim 'aus Berlin ' nachgehakt." - "Adenauers 'am Ostufer der Elbe beginnt die asiatische Steppe'-Bemerkung einbauen!"

Vassim: "Ich beantworte die Herkunftsfrage immer mit 'ich komme aus der Zukunft meiner Eltern '" - "in Kanada wird man nicht gefragt" - "künftig kommt man von einem Konzern, weil die mächtiges als Nationen sind" - "Genau, wie bei 'wir sind Siemensianer'"

Wir sind Wortwerk!

Danke und liebe Grüße, Jogi

PS: kennt jemand eine Petition für kommunale Energiespeicher?

Freitag, 25. Juli 2025

Grenzen töten

Heute erscheint Bettinas neues Buch "Grenzen töten"!

Stell Dir vor, es ist kalt und regnet, du gehst mit gesenktem Kopf durch eine nächtliche Straße, trägst nur einen schäbigen Mantel aus dünnem Stoff. Die Fenster der Häuser, unter denen du die Straße entlang gehst oder auch stehen bleibst, sind erleuchtet. Du kannst von außen leicht in die Räume gucken. Warm, trocken und heimelig sehen diese Wohnungen aus, in denen vermutlich zufriedene, satte Menschen wohnen. Du hast Hunger und frierst...

Sonntag, 13. Juli 2025

Jubilieret! Happy wordday birthwerk: Das groooße Treffen im Julei

Hejsa/Hejsan Wörterwerkelnde! (die lockere Begrüßung, die man in Dänemark und in Schweden versteht - ich glaube mich aber dumpf an einen Artikel über ein Freundschaftsspiel über ein whatever-Körperteil-Ballspiel zu erinnern, wo nach der Frage "wie wars?" das "toll" der oder des Interviewten des einen Landes für die Umstehenden des anderen ohne Übersetzung eine negative ...) (wow. Schon im zweiten Satz der Protocollage in themenverfehlenden Gefilden verzumpft...und dann sicher auch noch unsaubere Quellenangaben wie bei gewissen elefantösen Kurzgeschichten, was? Anm. d. imag. Red.)

Kurz auch für die Erlanger Gruppe, was eine "Protocollage" ist / sein soll: das ist die (in Erlangen erfundene) protokollierende, textperlensammelnde Mitschrift Nürnberger Wortwerktreffen. Legal disclaimer Triggerwarnung: Die  wildamüsante Satzfetzenumstellung stellt auch bei ernsten Themen / Texten KEINE  Herabwürdigung derselben dar! durch den Protokollanten... Siehe dazu John Cleeses Vortrag zu creativity in management, minute 24:xx, "difference 'serious' and 'solemn'")

Ohne weitere Überprüfung: Das war gestern das längste und größte jubiläumsparti ... zipierende Wortwerk-Treffen ever!

Gleich der erste aufgeschnappte Satz: "ich bin die [Name von der Red. geändert], ich schreibe immer so krasses Zeug, das niemand versteht" (Google-Hausaufgabe: von wem stammt das Zitat "Nur zwei verstehen meine Philosophie, und der eine hat sie auch nicht richtig verstanden"? Anm. d. imag. Red.)

Wortwerk-Dependancen in Fürth und Forchheim wurden erörtert und wieder verworfen. 

Einschneidende Wortgirlandendeko (ohne zu klammern) von Lasercut-Yvonne ("Wortwerk Erlangen Nürnberg - die Worte scharf im Fokus"): tja, wir können auch praktisch Fäden spinnen! - Und Konjunktiv 2 am Ende des Zettel-Aufhängens: hätte ich helfen können? Lass mich euch geholfen haben.

Fulminant - auch ein "alles schön wie immer" aus dem Publikum - gestartet mit Bettinas experimentellen nonlinearen, nongeplotteten Text (kein Märchen!)(Titel und Programm. Keine echte Prinzessinnen!).

Das ist nur eine frühe Phase, Hase. Aufeinander zuschreiben. - eh zu wenig schreibende Kooperationen! - An den Text wie an den Schreibprozess annähern.
  Niemandsmeer. Die Überquerung der Mur und das "wohin (ge)hören" bedarf der Erklärungen, mündlich im Vortrag oder schriftlich irgendwo im Text.
   Sprachfremdfühlensein kann auch im Hundegebell erkennbar sein. Und Vergangenheiten können in Mägen versteinern, nicht nur in Mienen.
   Bist du dabei? - Merkst du das nicht? - Wir können mit unserem Feedback immer helfen, auch wenn du es nicht merkst.
      verdruckste Intimität, komplett fiktional. - Der unfreiwillige Robotereffekt des Mikros macht den unmenschlichen Text noch unmenschlicher.
Bist du gleichberechtigt? - Ich bin kein Konzept. - Der Text ist sehr eigensinnig, wie seine Protagonist:innen.

Mit Solipsismus - nur das eigene Ich gesichert existent - kann man sich nicht fremd fühlen, nur einsam. Und eine Selbsthilfegruppe für eine:n allein macht auch keinen Sinn, höchstens eine imaginäre.
Der never moving Steirer tut so, als wäre er wurzellos. - Die Kritik "du bist böse" ist metaböse.
Man muss vorauslesen, sonst löst der Regen den ausgegebenen Text zum Mitlesen auf... diese Nachricht zerstört sich in 60 Sekunden.

Und der Wortwerk-Literaturpreis geht an...

... verdammt. An eine Externe! Coralie. (vormerken: Januar -  aus.lese - Weinerei) 6. Klasse Labenwolf. Haut einen erstklassigen Poetry-Slam-Text samt Analysen - korrekt Aschenbrödel dreifach hoch! - raus. Über die Selbstzweifel (bin ich nicht gut genug? Warum nimmt er die Tüte unter mir?) und Träume einer blaue Ikeatüte. Die (die Tüte) so gerne alles andere wäre, etwa das Bett (komische Namen, keine Werbung hier. Anm. d. imag. Red.), um sich in die eigenen Kissen zu vergraben.    Oder das Stahlmesser, das respektiert wird.       Oder der Ventilator der seinen Angstschweiß selbst trocknet. Hauptsache nicht bei den verlorenen Imbusschlüsseln unter dem Tisch! - Ich bin kein Typ für eine Baustelle.
Die wiederholte blaue Ikeatüte ist der rote Faden. Was willst du bei diesem gut vorgekürzten, sehr humorvollen und dennoch sensiblen Text noch kürzen.
"Ich bin extrovertiert, das habe ich von meiner Mama". Wir werden beim gleich folgenden Text von Monika noch von ihr hören!

"Ich will von euch wissen, ob mein erstes Kapitel neugierig auf den Rest macht." (Spoiler-Alert: ja. Anm.d.Prot)

Eine postmortale toxische Beziehung, da Nazimütterratgeber noch bis in die Achtziger en vogue.
Knochentrocken das Beamtendeutsch der Leichenmindestliegezeit in der gekündigten Grube. Das "Du", die Dealerin der Botenstoffe, liegt in der Familie (Mutsch), wie sich im Laufe des Textes zeigt. - Der Drogenvergleich ist harter Tobak.
Erst lange nach dem Tod der Mutter frei und die Bücher aus dem Keller befreit. - Coralie: "verstehe ich nicht" - "tja, deine Mutter ist scheinbar anders. Sei froh." - Zum Lesen in den Keller. - 
Nochmal Coralie: und warum zieht sie nicht ins Elternhaus? - Gegenfrage: Würdest du in ein Haus ziehen, wo alte Geister sind? - Naja, ich liebe Kicks, ich würde schon in ein Gespensterhaus ziehen. - Jaja, die heile Welt des musischen Labenwolf. Dystopie und realpolitischer Weltschmerz kommt erst in der 7. dran.
In der Krankenhaus-Szene sehr schön / verblüffend die Killersätze wie "in dem Kleid sieht du endlich mal hübsch aus" kontrastiert mit dem "sie erzählt immer so viel von Ihnen" der Krankenschwester.
Die verdorrte beige nontypical 70s Wohnungswüste hat mich rausgehauen, aber ab der Fliege war ich wieder dabei. - Nein, mehr Sand, mehr Licht. Die Szene mit Sandpapier schleifen.
Micha: "Ich wurde ja im Vorfeld schon als fieser Kritiker angefordert, also: zu viele Ellipsen." - "Hast du ein Beispiel? Denn ich will in meinen Gedichten künftig mehr Ellipsen einsetzen." - "Nein, der will doch nur spielen. Er meint die gepressten Halbsätze, aber die finde ich gut, die geben die Emotion an der Stelle gut wieder." - "Ja, die Reihung freier Satzzeichen, kurzatmig fokussiert."

An der Häkelnadel hängen: gut, das "damit wenigstens etwas Einfluss auf die Wohnungseinrichtung", aber das Wortspiel passt nicht zur Stimmung/Verfassung der Protagonistin? Der Häkelnadelstilbruch.

Neinneinnein - dochdochdoch. - Statt dem Kuchen die Fliege gerettet. Die einstimmig der Star, bis auf die aerodynamische Beschreibung beim Fahrstuhlvergleich. - Schreib doch selber eine Flugstuhlstory. - Und bitte testweise Kapitel umstellen, und straffen. - Hatte doch schon mal umgestellt, und: keine Rückblenden am Anfang! - Papperlapapp. Regeln auch mal brechen, wenn es funzt, funztz.

Gib mir noch ein paar Puzzleteile für meine Dystopie. - Wir geben Dir gerne konstruktive Schmerzen, Tobi. - Gut. Los geht's. Das ist jetzt das Gedicht zum Kaffee. Test. Test. Test. - Okay, interessanter Titel. - Nein, Metall / Liturgie. ("Metallurgische Heavy metal Liturgie, oder die sieben Kammern des Drachen": ist das Mitschrift oder nachträgliche Kreativität? Anm.d.Red.)
Wieso braucht der Drache das Angst-Label? Ist er zu niedlich? Zu märchenhaft?
Der Seziertisch hat mich rausgeworfen - nein, den möchte ich nicht missen - du magst Seziertische, kann das sein? - Nein, aber Brüche sind in Mathematik und Lyrik wichtig! - Hilft es dir, dass wir dein Gedicht gerade sezieren?

Steht der Drache für die Komplexe einer Person, stellt die Passantin in den Raum, und erweitert ihn, indem sie weitergeht und den Autor mit Rückfragen stehen- bzw. sitzenlässt.
Ist der Drache rot-orange (golden mit großem "G") oder wirkt er nur am Horizont im Abendsonnenlicht so? Und wenn er die Angst ist, sollten wir ihn dann durchdacht herunterschlucken? Angstrituale. Zukunftsangst ist klug aber doof. Wir sollten ihm wenigstens auf den Zahn fühlen. Angst fressen Drachen auf. - Er atmet noch. - Klar. - Ich meinte deinen Text.

Die schimmernden Weihwasser-Stränge im Abfluss... ist das abgenutzt? Also das Wort "schimmernd"? - Die hinreichend offene Assoziation mit den durchsichtigen Adern der gleichgeschlechtlichen Liebe im Rentenalter. Ein Sachberichtsgedicht. - Und Satzzeichen: Merke, für Lyrik: wenn am Zeilenende, oft überflüssig. - mit imaginären Kommata arbeiten,,

Man kann sich an Sprache wie an Konfekt überfressen.
Ich kenne meine Rechte als Leser:in/Hörer:in!

Anne goes Radio! Hopefully. hr2: "Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen"

Mit dem - "soll kein Sachtext sein, sondern literarisch" - weithin noch unbekannten Thema "Lipödem - unerkannte und falsch behandelte Fettverteilungsstörung / ernährungsunabhängigen Wucherungen des Unterhautfettgewebes, unter dem Millionen Frauen leiden": Die Themenwahl kritisieren wir schon mal nicht. 

Das repetitive "iss weniger". "Ich nehme zu viel Raum ein, dabei war ich mal schlanke Leistungssportlerin. Das Stigma, die Leidenswege, die Fehldiagnosen "adipös". "Sie müssen nur abnehmen ". 20 Jahre nicht mehr auswärts gegessen, aber die Kinder haben sich gelohnt.

Stützkorsett, aber nur zwei, weitere nur, wenn etwas Willen gezeigt und zehn Kilo abgenommen, ist ja schließlich nicht lebensbedrohlich. Und die Fettabsaugung nicht bezahlt. Armes Deutschland,  trotz gigantischer Krankenkassenmittel.

Und so bleibt - außer der Überlegung,  welches der Leiden man im Radiobeitrag konzentriert "inszeniert" - nur die Frage: Sind die Protagonistinnen ungehalten genug?

Als Ausgleich folgte eine erheiternde Kurzgeschichte - Einschlaf- oder Aufwachgeschichte? - des Protokollanten Jörg (das ist kein Plural majestätis oder Drittperson abgehobenitis. Anm. d. Red.)(Ach. Aber die Selbstvervielfältigung durch imaginäre Redaktionspartner wohl nicht?)(He! Von wem ist jetzt dieser Kommentar?!) über pure Vergnüglichkeit durch temporäre (Wochenend-)Gäste, vor allem die kindlichen, die sich gähnend langweilige Einschlaf- und mitreißende oder protestauslösende Aufwachgeschichten erzählen, elefantös aber niedlich Nussmus pressen und den Erzähler zu allen möglichen - aber nicht zielführenden da vom Thema "Glück" ablenkenden -  Gedankengängen verleiten. 

"Das ist mein erster Text nach vielen Jahren, ich habe ihn extra niedlich gemacht, um euch die Kritik zu erschweren".

Elefanten finden Menschen aber nicht niedlich, sondern zerquetschen sie - das ist kein Widerspruch, siehe manche Haustiere - ich glaube wir müssen bei dir mal das Veterinäramt vorbeischicken - und es verlieren mehr Elefanten Bekannte und Verwandte durch den Menschen als umgekehrt, das muss man auch mal festhalten.

Singen und Furzen- fränkisch: bubsen- bis die Ärzte kommen, war dann Pauls Motto: Alles ganz verkehrt, den Karton statt der Pizza zu verspeisen macht nicht bei allen einen Unterschied, stellt aber definitiv ein Verlassen der Komfortzone dar.

Wohltemperierte Kritik: Furzen ist ok, wenn das zu Dir passt. Aber nicht alles von Zeile zu Zeile steigern und bitte auch die Flatulenzen brechen- und nach jedem Gag ein paar Takte musikalisches Intermezzo, damit das Publikum lachen kann, so wie beim bayerischen Stanzl-Gesang (seufz. Dort braucht der Sänger die Pausen, weil er improvisiert. Anm. d. Red.)(Stimmt! Weißt du noch, wie er dann strophenlang darüber getextet hat, was für ein Glück er hatte, dass einer aus unserer Gruppe Herr Pech...)(doppelseufz. Anm. d. Red.)

Zum Starten sind die Reime eine gute Idee, sind ein zusätzliches Stilmittel, glatte Reime, gebrochene Reime... - Oh, da waren Reime? Ich war so auf die Pointen konzentriert...

Die eine Hälfte des Publikums sieht es so, die andere Hälfte sieht es anders, und der Rest ganz anders.

Spiel uns das Lied dazu! - Genau, nächstes Jahr dann bitte die Version mit Musik. - Zum Üben den Text anhand einer bestehenden Melodie eines anderen Liedes verfeinern.

Tobi reloaded mit einer Kurzgeschichte über ein berechnetes Kind und die einschießende Mutterliebe (aber nur im Halbsatz)

Oh, Regional-SF! - Ja, ich erkenne sogar die Haltestelle der U-Bahn: Gustav-Adolf-Str., korrekt? - Respekt!

Gut, wie sich die Rolle der KI, der kuppelnden Intelligenz, so nach und nach andeutet - Aber die Pointe war doch schon im Titel verraten! - oh, das habe ich überhört. -Die Autobahn A13 ist in der Zukunft überall- ja, aber manches wirkt zu unfuturistisch - wie die U-Bahn. 

Der Erzähler ist nicht kurzsichtig, aber der Protagonist: Vorsicht bei den Beschreibungen, was er sieht!

Bisschen dröge, der Protagonist- die KI? - nein, der Papierbuchleser. Sie hat schon recht mit ihrer Spitze "ach, du kannst sprechen?"

Dass die KI alles weiß inklusive Eisprungterminen, war dem Halbohrpassanten in der Kürze der Zeit nicht zu vermitteln. 

Will man so eine KI? - Das ist aber trotzdem dystopisch!

Ab etwa Seite 60 sagen Protagonist:innen "Arschlecken" zu dir - gut, dass das eine Kurzgeschichte ist.

Dann erschien eine Prozession mit einer vergoldeten Vulva-Statue am Horizont- "das hätte thematisch doch zum Eisprung gepasst!" - und eine Zuschauerin entpuppte sich als nächster Programmpunkt.

Schlagzeilen: "Prozession durch Autor:innenngruppe zu Umleitung gezwungen"; aber, dramatischer:  "Vulvadesinteressierter vor Augen seines Mannes beinahe  von Vulvaskulptur erschlagen." - Hashtag #cuntmeout

Gebärendensprache. Und kein deutsches kleinkindgerechtes Wort.

In/m Raum und Zeit erging ein Toast: tolle Kooperation, weiter so, doch kürzer: Jährlich? Und neutral in Fürth!
Darauf - imaginiert, in einer Geschichte- einen heißen Rhabarber-Vanille-Wodka und einen Croissant-Auflauf! Manches kann man als Autor:in nicht erfinden...
   Ich esse ja nicht, also kann ich mitschreiben.
Protokollanten sollten kulant sein!
Heißt es fränkisch der Buddha oder die Buddha beim Tee.
   Ich will mein Idol nicht zu dem verklären, was er zudem ist.
Wäre es nicht fiese rechte Propaganda, könnte man sich über die Vorwürfe der Verherrlichung von "postnatalen Schwangerschaftsabbrüchen" beömmeln, bis man keine Tränen mehr für die traurigen Zustände der Welt übrig hat...

PS1: wie immer bin ich im übrigen der Meinung, dass jedes Haus, jeder Straßenzüge, jede Kommune einen Energiespeicher haben sollte

PS2: Noch ein paar Fragmente aus dem Jahr 2000, jubiläumstechnisch und so:

Die Frau vom Goldschmied ist nicht sehr behängt.
sollbruchstellen im bergwerk
 - sollbruchstollen?
 -- der stollenbruch passt wieder hervorragend zu weihnachten
das mahlen des korns durch die legionäre  soll mehr spuren hinterlassen ... also emotional, meine ich
ich weiß nicht, wann mir mein schutzengel den krieg erklärt hat
oh ja, heut ist ja pizzatag - wie immer
wenn du alles ins lächerliche ziehst, muß man das aufschreiben
fletsch, gletscher, zwetschge, dolmetscher: eine pizza für den, der einen sinnvollen satz daraus macht
Geschichten, die von Seemännern handeln
Seeräuber sind auch Seemänner
Ozeanrauschen - aber dazu kommen wir später noch
denn alles wiederholt sich
     (auch dazu kommen wir später noch)
unzählige Male
   doch die Nummer blieb beim Schaschlik hängen

Donnerstag, 10. Juli 2025

WW mit Wow! WoWe WorWer WortWerk Juli 2025, Teil 1, Version 2


Mabuhay! (falls kein herzlicher philippinischer Gruß, please blame the search engine! Anm. d. Prot.)(alte IT-Weisheit: Der Fehler vor dem Bildschirm gibt selten zu, selbiger zu sein. Anm. d. Red.)
Wow! (Antonias cozycrime-goes-dysto-dog-Projekt-vibes Anm. d. Prot.)
Bzw. Miow! (Philipps verkaterter Text Anm. d. Prot.)(Ja, danke, die Teilnehmenden hätten das sicher auch ohne Erläuterungen verstanden. Merke: Witz plus Erklärung = nicht erzählungswürdiger Witz. Anm. d. Red.)
Was für ein Treffen! Ein steter Zustrom an Teilnehmenden, leider wurde uns unser großer Salon/ Saloon/ SalooOOØOOoon verweigert (Treppenwitz-Argument: „Wir sind die Schreiberlinge! Wir entscheiden, was auf dem (Belegungs-)Zettel steht!“ Anm. d. Prot.)
Die Aktzeichnungsgruppe vor uns hat unverschämterweise viel geatmet, also: seid ihr Team Sauerstoff oder Team Lärmschutz?
„Du hast gerade Deinen Namen genannt und von Dir und Deinem Bezug zum Schreiben erzählt… also ist das hier scheinbar eine Vorstellungsrunde“ – „A propos Vorstellungsrunde: ich stelle das Konzept für den Textualienmarkt am kommenden Samstag vor: Konzeptlosigkeit. Einfach ein Wortwerk-Treffen mit mehr Sauerstoff und heruntergeklappten Wänden. Und externen Zuhörern.“

„Warum sollen wir dann jetzt die Tür schließen, bevor Du vorliest, Andreas? Ist der Text Ü18?“ – „Nein, surreal.“ – „Na, das wollen wir im Komm niemanden zumuten.“
Was war da denn jetzt verwirrend? Den Wechsel von Sarkophag nebst Wächter in Form eines Mangobaums zum offenen Meer kann man doch gar nicht verpassen? – Doch, wenn man noch mit der märchenhaften („zu märchenhaft!“ – „nein, ich finde die Vorwegnahme des späteren Surrealen gut!“) Farbe der … äh, Eier hadert. Lieber mangofarbene Mangos. – Aber eigentlich geht es um deren Ei…trigkeit, wegen dualer historischer Pandemie und so. – „Den Toten samt Gebet über Bord geworfen“ ist irgendwie ein cooler Satz! – Aber das Motiv der Frau im Baum habe ich schon sooo oft gelesen! – Äh… ich nicht. Und darum geht es doch gar nicht? – Ich sehe schon, wir brauchen salvatorische Klauseln bei der Buchkritik.
Es ist auf jeden Fall ein gutes Drehbuch für einen Sandalenfilm! Ich habe bestimmte Szenen genau vor Augen. – Ja, z.B. die Beine beim Sterben (? Satzzeichen des Prot.), das war schön! – Und es erinnert an Isabel Allendes Geisterhaus.
Der aufgetischte Text ist eine ge- und erlesene Degustation. – Ja, aber zu gehaltvoll für eine Kurzgeschichte. Das gibt Statikprobleme bei dieser Dichte. – Arbeite mit Leveln … und Checkpoints oder Spawnpoints für Leser:innen, die den Faden verloren haben – Wie soll das denn konkret gehen? – Weiß ich doch nicht. Aber wenn Du es hinkriegst, ist Dir ein Literaturpreis sicher! 
Der Enkeltrick am Schluss klappt nicht. – Der Engel- oder Vampirtrick? Du saugst die Leser:innen mental zu sehr aus. – Die schöne und gefährliche Vamp:irin gibt also vor, zu sterben: Ist sie jetzt real oder Allegorie für die Krankheit? Oder soll das vage in der Waage bleiben? – Autor und Publikum ratlos: tschakka! – Selbst die Hauptpersonen kommen mir wie Statisten vor. – Bitte mehr Krankheit, weniger Sex! – Aber es gibt doch schon so viele Tote! – Weil sie in der Stadt ist, oder weil sie auf der Bühne steht und singt?
Ich brauche den Schluss nicht, aber ich dachte, es wäre einer.

Ulrikes Gedicht: Dystopische Fakten-Schlagzeilen-Lyrik, an Georg Trakl erinnernd. 
Doch, auch die Wölfe und das Keuchen der Meisen sind Teil des Klimawandels. – Aber die Rüstungen, Trapeze, Staumauern gegen Menschenflut und Netze der Gier sind doch eigene Worte? Da ist doch ein Bruch? – Das ist laute Lyrik … und sicher sagt Paul gleich: „gibt es schon in der Literaturgeschichte.“ – Latein in Lyrik ist zu plakativ bildungsbürgerlich, sagen meine Fußnägel. – Tja, lieber dreißigjährigen Krieg oder Klimawandel miterleben: Wählen Sie jetzt.
Mach deine Leser:innen nicht nur traurig: Moll ist okay, aber Variation: legato/staccato und piano/forte. – Das Erschütternde ist, dass der Text nicht mehr erschütternd ist – Lyrik ist ein Ventil, Umwelt ein ergiebiges Material. Über Sprache den Schrecken auf eine andere Ebene heben. – Vom Wahrnehmen ins Tun kommen. Poesie als Psychologie: „das droht uns“. – Musk ist auch so ein Szenario. – Wie haben Dürer und Bibel das Grauen versucht zu fassen, zu bewältigen? – Das Gedicht ist also einerseits expressionistische Schlagzeilen-Montagetechnik und andererseits Bewältigung in eigener Sprache.
Wie immer in dieser Runde (Das flagge ich jetzt mal als „Übertreibung als Stilmittel“. Anm. der Red.) der Ratschlag: Diesen Text lassen und zwei Varianten danebenstellen. In diesem Fall eine mehr montierte und eine mit mehr Eigenformulierung.

Full metal contrast: Philipps Kindergeschichte rund um den gemütlichen Kater Balu – Doch, den gibt es! Der heißt so! 
Leidet der gestiefelte nein gekaterte Held auf seiner Reise genug? Er will sich einerseits nur Rabatt? Rabatz? (nein, sich in Blumen-Rabatten ausruhen, Anm. d. Red.), andererseits auch mal trauen, mehr als nur kleine Insekten zu jagen. (Pfui! Anm. Team Singvögel)
Der gastgebende Maulwurf ist sehr rabiat beim Einlass der Gäste. Aber schade, vor der an Elizabeth Shaw, der kleine Angsthase erinnernden Message „was hilft denn gegen Angst? Für Freunde einzustehen, einfacher als für sich selbst“ gefiel mir der Text besser. – Nein, ich finde das gut. (Das ist jetzt Meta-Ebene, für den Autor einzustehen. Anm. d. Red.)
Wortwerk braucht Mitglieder jeden Alters, um die Schubladen des Handels besser abdecken zu können. – Will man das? – Junge Mitglieder? – Nein, Schubladenerfüllung. Und außerdem sind Kinder wie Erwachsene, nämlich ganz verschieden. – Ja, aber Vorsicht, wenn für die eine Altersstufe zu komplex und die andere zu langweilig. (Vor)lesealterschubladenkonformitätsverweigerung. (Nimm das, Autokorrektur. Anm. d. Prot.)
Die Handlung ist zu süß, in echt gruseln sich die Kinder vor den Spinnenbeinen, die aus dem Maul der Katze baumeln. Oder wenn der Schildkröte beim Kauen die Schnecke zur Nase rauskommt. – Igitt! Nicht nur die Kinder!
Im Dunkel des Maulwurfbaus riecht die Katze mit ihren Schnurrhaaren die Augenfarbe des Gegenübers. – Oder spürt zumindest: es bewegt sich. Und es beißt. – Wichtig ist vor allem der sehende Erzähler. – Und Licht für das funkelnde Schneckenhaus.
Die von Katzen unbeleckte Freude am Schreiben. – Wenn man für sich schreibt, schreibt man für gewähltes Publikum, also doch wieder für den Markt? – Finde Deinen Ausdruck, sonst wirst Du beim Schreiben unglücklich. – Denke den Markt mit, sonst wirst Du unglücklich. (Ergebnisoffen, oder wie war das mit der Unterschiedlichkeit der Menschen? Wenn alle Autoren Menschen sind, und alle Menschen verschieden, dann… Anm. d. Prot.)
Ich schreibe das Kinderbuch jedenfalls als Annäherung an meine baldige Vaterschaft – Ich habe es genau vor Augen „Papa, bitte nicht schon wieder eine Heldenreise!“
Schaut mal, die von Yvonne per Lasercut ausgeschnittenen Buchstaben, als Giveaway oder Konfettivariante fürs Jubiläumstreffen – „bei Wind kommt es dann aber zu Textverlust“ – „Damit kann man sich auch eine Linie Text in die Nase ziehen.“
Wer protokolliert eigentlich, wenn Protocollagen beim nächsten Treffen vorgelesen werden? Solche Rückfütterungen führen bekanntermaßen bei Rindern und KI zu BSE.
Sonne in euren Herzen und auf euren Photovoltaikanlagen, ich freue mich auf das nächste Treffen, am Samstag in der Katharuinenrine! Liebe Grüße Jogi

Mittwoch, 7. Mai 2025

Jo Mai

 Salve Mittexter:innen!

Wie immer die Kreuzung aus Protokoll,  Dichtung und (wahrgenommener, barmüntzelgenommener  treppenwitzig  ausgeschmückter, gebeschön(ig)ter, veredelter, regruppierter)  Wahrheit von Gesagten und Gedachten (oder doch Dativ?) zum letzten Treffen:-) (inkl. inkorporierter Vorab-Mails)(ich kann Wörter wählen, wie ich will, die Autokorrektur schlägt nicht an. Sinnhaftigkeit und korrekte Verwendung können nur humanitäre Wesen beurteilen)

[[[Annonce: nicht-fabulierender Sachbuchautor (d/w/m) für Protokolle einer Literaturvereinigung gesucht;-)]]] 

/// Legal disclaimer (wozu die Markierung? Der Absatzdavor istdoch auchschoneiner) /// Spoiler- und Triggerwarnung /// Danksagung: ///

- Teilnehmende und Nichtangewesene könnten unterschiedlich auf den Text reagieren. 

- dieses Treffen enthielt nicht erfolgtes Ausdiskutieren von "Was macht das Gendern mit dem Autor oder seinem Text und was macht die Gerundiums-Beharrung mit seinen Leserinnen." To be continued...

- Danke an Christian für die Aktualisierung der Website und die Orga rund um Unesco/textualien!

+++ breaking bad news +++ Background-Infos zum Unesco-Thema +++: 

Man darf es eigentlich nicht laut sagen, aber die Bewerbung war eher eine launige Schnapsidee. Ist ja hardcore Formularbefüllung, aber da war diese pensionierte und gelangweilte Professorin, und dann wurde die Abgabefrist urplötzlich um sechs Monate verkürzt, was ein paar Mitbewerber rausgekegelt hat und schwupps...

 - Es geht auch nicht nur um den Ist-Stand und die Vergangenheit, sondern auch künftige Potentiale. 
- Also alte Schätze und neue Schätzungen.
- Genau! Und nicht zu vergessen: Nürnberg hat Erlangen als Pf(r)und, mit dem es wuchern kann
- Und Nürnberg ist die Stadt der Drucker. 
- gibts die noch? Naja, vielleicht können sie bis zum 3D-Druck überbrücken, har, har

Die Förderung von Diversität und verschiedenen kulturellen Hintergründen... da hat Wortwerk noch Potential, oder wie viele Muslime sitzen hier in der Runde? Oder wo wir gerade dabei sind: wie viele (Mehrheit der Bevölkerung) Frauen? 

Es ist ein Titel ohne Mittel, aber schätzungsweise mit künftigen zünftigen Förderpotential... wenn die Professorin weiter mitspielt...

Müssen wir uns dann neue Partnerstädte suchen, auf unserem neuen Niveau? - Nein, die haben den Titel zum Teil schon. 

Die Ablehnung übergreifender Literaturstipendien liegt nicht an "wer hat Angst vorm alten weißen Mann" -"ich kann auch als ein solcher und trotz genereller kultureller Vorprägung ganz anders und eigen sein!" - "das ist ein euphemistisches Vorurteil dir selbst gegenüber?"

=== Dauerwerbesendung Einzeln und gruppiert ===

Der Vorteil einer jahrhundertealten Literaturvereinigung: alle Trends wiederholen sich irgendwann, auch der zu pflanzlichen Geheimidentitäten. Nur Geduld. 

Mein Vorname ist leider nicht nur unter den aktuellen Top 10 der Babynamen, sondern auch bei den Babies vor 70-80 Jahren... es rufen dauernd vermeintliche Enkel:innen an. Augen auf und Antizyklik bei der Namensfindung!

A propos: Bei der Wahl eines Blumen-Synonyms dürfen Raucher nichts lieblich duftendes wählen, sondern etwas stinkendes... Oder gerade deshalb etwas duftendes, wie ein Duftbäumchen?

Wenn doch viele multiple Literaturkreis-Mitglieder sind: warum gibt es zwischen den einzelnen Gruppen geradezu Feindschaften?

Nur bei uns kann Literatur einen Blumentopf gewinnen, z.b. am Samstag im Irrhain.

- die Wortwerk-Rezension hat mich atomisiert, aber ich nehme das sehr positiv wahr. 

Für eigene Lesungen zu werben in diesem Kreis ist legitim und nicht zu vergleichen mit dem ehemaligen Klassenkameraden aus dem murmeltier, der Versicherungen verkauft. - Ja, der Unterschied ist in der Schriftgröße 

××× Service für rentennahe Jahrgänge / die anwesende Zielgruppe ××× (Vorsicht bei der Bereitstellung solcher Services: kann die Selbstwahrnehmung beeinflussen, analog dem unaufgeforderten Anbieten von Sitzplätzen) ×××

In der IT-Sicherheitsbranche kann man früh in Rente, wenn man auf der diesbezüglich richtigen Seite steht...

Du bist im Komm gesiezt worden? Alter, das ist alterstechnisch übel. - naja, Graffiti übertünchen und neu machen macht auch nicht jünger. Wenn ich in Rente gehe werde ich immer weiter arbeiten- an mir.

Wir wären ohne Wortwerk nicht ganz so alt und grau geworden wie wir geworden sind. Hätte hätte Wörterkette.

Gründe für den Berufswechsel: (Non-IT-)Security im Spielzeugmuseum ist kein Kinderspiel... glaubt mir. Schlimmer als die erschossenen Models. Und zwecks Erreichen des Rentenalters: die armen Baby-Models, die Shootings in Winter-Babymode im Sommer sind wegen der Scheinwerfer auch trotz Klimaanlage ungesund. - tja, trotz "ich war jung und brauchte das Geld " gilt: Augen auf bei der Berufswahl!

Und Handmodels erkennt man manchmal erst auf kurze Distanz, quasi beim Handkuss...

>>>Genre Lyrik<<<

Meine Texte sind besser als mein Vortrag! - Das gehört schon zum Vortrag, oder?

Der Klimawandel gehört nicht in ein Liebesgedicht, ich würde die Klimahörnchen äh Eichhörnchen streichen. - Außer es geht um die Liebe zu einem Eichhörnchen.

Gesetzt den Fall, der Text will viel, wie große abstrakte Gedanken zu reißen, droht Fallhöhe, und die Abstraktionen reißen (Obacht, Bildvergleichsmetaphliteration) die sorgsam gehegten (Obacht, erneut) Bilder wieder ein

Das repetitive "zu" als Struktur des Textadels.

Squirrels sitting on se same branch...

Traumtrauerverwandlung stark! Aber auch das letzte Wort des Satzes muss sitzen bzw. aus den Sitzen reißen!

Das wiederholte "du" im Text adressiert nur dich, denn du hast grad den Zettel, auf dem es gedruckt steht.

Ich schreibe Gedichte, um mich zu erden. - wow, das ist ungewöhnlich, meist wollen die Dichter andere mit- und aus der Erde reißen.

Konstruktive Kritik ist bei Dichtern anders als bei Codern. Und versuche nicht, in einer Gedichtzeile eine Sinneinheit wie bei einer Programmzeile unterzubringen. Brich die Zeilenumbrüche auf und sortiere neu! Wie zersplitternde Discokugeln!

Sprache für den Schaffenden, nicht den Leser. Außer man liest den Text selbst.

$$$Genre Belletristik $$$

Ich hatte beim Schreiben des Romans gleich das Merchandising fest im Blick. 

Die Kulisse ist zu aufwändig. Denk nicht gleich an die 150 Mio Euro-Verfilmung deines Buchs! "Action im Kammerstück" ist die Devise 

(Autor): ich habe den Text noch nie gelesen. Ich meine "vorgelesen"!

Anfangs ist man meist noch nicht warmgeschrieben: jaja, man sollte nicht mit den Anfängen anfangen. Alter Anfängerfehler. 

Genau! Und abends immer mitten im Satz aufhören, das erleichtert die morgendliche Fortsetzung. 

Das Nilpferd, der Wolf, das Geschick im Umgang mit dem Dietrich und das Gespür für Peinlichkeiten: Prosryk oder Lyra?

Transzendierte Sexualität und das Verwenden abwertender Begriffe eines Buchcharakters in der Buchdiskussion. Not to be continued.

Ich will die Figuren schnell begreifen, fühlen, vor mir sehen. Bitte die Truppe eher beschreiben. Und Selbstgespräche deutlich kennzeichnen. - Bitte? Oh, du redest mit mir? -Ja. Und im Genre SF ist alles erlaubt, also sollte man bei den Basics wie "ist menschlich" anfangen.

Steig mit der Stimme ein. Oder der Handlung. Oder davor, das Trio vorstellen. Nicht die Location so ausführlich. - naja, eigentlich wollte ich ja gerade die Hauptperson vorstellen: Paula, die denkende Pyramide. 

Lass die Pyramide weg, sprach der Pharao. 

Der Ich- und der Du-Erzähler sind verschieden, aber leben noch. Und das Fluchen des allwissenden Erzählers sollte in einem geschickten Gleichgewicht stehen. 

"Fuck" ist zu sehr von dieser Welt 

Es ist anstrengend, dass jede Figur eine eigene Perspektive hat.

Du bist Dichter! Brich die coolen Klischee-Gangster! - Auch echte Gangster sind halt meist klischeehaft.

Schreib mehr Varianten. 

Nein, ich will auch nicht, dass der Leser schnell weiterblättert.

Die Forderung nach einer Kunstpause/ einem Tempowechsel kann gut sein, oder aber auch unnötiger Formalismus.

Deine Geschichte braucht eine Strobo-Warnung, wie bei Manga. - ne, Manga ist leere Action und Cliffhanger... leer wie Zucker. - ja, aber genau so eine drogenabhängigkeit will ich bei meinem leserkreis erzeugen... Inklusive Verquastem und verspielt verwirrenden Wendungen natürlich. 

Den nächsten Mörder immer erst nach Abschluss der Sexszene bringen. Alte Hollywood regeln - pah, Hollywood. Die Hälfte aller Blockbuster-Ideen hatte ich vorher gehabt und ihnen geschickt- generell wurden alle möglichen Plottwists bereits irgendwo gemacht.

"Aliens? Das ist doch nur eine Verschwörungstheorie der Eliten", sagt die Verschwörungstheoretikerin. - "Aber das ist nur nebenthema", sagt der Autor. 

Sie haben zwar Sex miteinander, aber sie begegnen sich nie. - Das ist nichts neues.  - Zumal sie filmrisse haben .