Dienstag, 4. Februar 2025

was bisher geschah a.k.a. und es begab sich

Werte Freundinnen und Freunde der Werke aus Worten,

da Christian gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, hier ein paar Reflektoren-Zeilen von mir, am Schluss ausufernd in der alten Tradition einer Protocollage.

Andy stellte ein paar Informationen zu den von der Stadt organisierten texttagen 2025 (11.-13. Juli, https://texttage.nuernberg.de/ ) vor, (Christian regte ja letzte Woche eine Teilnahme von Wortwerk an): Neben den Meisterklassen bzw. Workshops mit Autor:innen gibt es dort ja den "textualienmarkt", der im offenen Rahmen / freestyle die regionale Literaturszene präsentiert und vernetzt. Die Ansprechpartnerin der Stadt sollte relativ zeitnah kontaktiert werden. Die Anwesenden können sich eine Teilnahme durchaus vorstellen... weitere Details wurden noch nicht festgelegt. (Lesung alter Protocollagen? :-)

(Andy erwähnte auch, dass er alte Texte in ein Archiv gegeben hat, aber hier merke ich, dass ich als Protokollant nichts tauge: waren das auch Wortwerk-Texte? Und wo ist das Archiv? :-)

Matthias Schwab war nach vielen Jahren wieder bei einem Treffen dabei! Er hatte "void – works: Bilderverbrennung und andere Aspekte einer Heterospektive" und "einstweilige verführung & locus solus (alphabet und zweifel)" im Gepäck (8. und 10. Eintrag auf https://www.leerstelle.org/buchhandlung/ ). Nachdem wir in den SaloOon gewechselt waren, erzählte er über die Schwierigkeiten des einen und das jahrzehntelange Formen des anderen Projekts (letzteres mit Strohhalmen, nach denen der Leser wortwörtlich greift, und lose-Blatt-Gedichten). Beide Projekte fanden großen Anklang, vor allem Haikus wie "Stein und Stein. Zwei Brocken Wahrheit" :-) Anschließend las er noch aus seinem aktuellen Projekt "Krypto Night" vor.

Hier taten wir uns - obwohl uns die Konzentration, quasi Verdichtung der Leerstellen gut gefiel - mit dem Feedback deutlich schwerer (es war sozusagen so kryptisch wie das präsentierte Werk - Form und Klang, nicht erzählte Geschichten!), da fehlten einfach unsere besten Lyriker Tobias und Christian, aber Matthias bringt die Texte wieder mit. (Dirk: "Ich bin halt nur Lyrik-Konsument")

Andy erzählte ein paar Hintergründe über das Sammeln von Jugendstil, Gotik und Bronzezeit-Artefakten (und dass iranische bemützte zwergengroße Bergwerksarbeiter die Basis der Mainzelmännchen sein könnten) und wie (menschen)leer das Germanische Nationalmuseum meist ist.

Zum Ausklang stellte Frank wieder sein Aufgreifen unserer Anregungen und seine aktuellen Anpassungen bei den "Prussian Angels" vor - wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Wer stößt Prozesse an, Konzerne oder superreiche Fans?

Kurz nach elf, als wir auch gerade zusammenpackten, bat uns der Hausmeister (mit Verweis auf das "21:00-22:30 Wortwerk" an der Tür) zu gehen :-) ggf. treffen sich die Ersten künftig auch schon 19:30 oder so, damit die Abende länger werden :-)

Protocollage vom 3.2.25:

Das Leben ist so verdammt repetitiv.

Ich bin ein Sohn des Wortwerks - wie: wurdest Du bei der 1. Sitzung gezeugt oder was?

Schöne Grüße! Geht's ihm gut? - Es waren nur zwei Zeilen nach einem halben Jahr. - Naja, dann grüß in einem halben Jahr schön zurück.

Die Histologie stellt fest: im Bart ist Leben!

Madeleine ist nicht Maren und nicht aus der Schweiz - Aber sie hat auch einen Hund, wie Maren!

Jeder nimmt Geschichten anders wahr - genau, wir fragen Madeleine. - Narrative ist schon ein verrücktes Vieh!

Auf youtube findet man noch alles, und ich muss immer an die Babysitterin denken

Ich begleite Dich mit dem Zug auf Deiner Motorradtour und winke Dir vom Fenster zu. Augen auf die Straße!

Ich hätte gerne diese Jugendstil-Figuren hier. Ihr helft mir beim Tragen und zum-Fenster-Rauswuchten. - Lass Dir doch von den Montagsdemonstranten helfen.

Ich bin nicht so in der Literaturszene - Das ist kein Fehler.

Wie bremst man als Behörde eine künsterlische aber unliebsame Bildverbrenn-Aktion? Genau: Mit Verweis auf Emissionsrechte.

Das "Freier werden" (Adjektiv!) ist die Schnittstelle zwischen Kunst und Psychologie.

Eingelagert, eingemauert. Freiwillig. Und gestorben am Gestank.

Du hast meine katholische Energie aufgenommen; du kannst Latein!

Schummeln bei den Märtyrerinnen, damit sie buchstabengetreu bleiben.

"Leerstellenfehldrucke" ist doch ein guter Titel für Dein nächstes Projekt.

Dichter atmen Haikus - und wie wäre es mit einem Glossar in Haiku-Form?

Unbeweibt bleibt die Wand meist leer.

Iranische bemützte Zwergbergwerker.

Marmor, Stein und Eisen bricht, Bronze nicht!

Mein Schwert ist älter als Empedokles.

Das Problem sitzt vor den Seiten (Leser, nicht Autor)

Die Wirklichkeit klingt wie eine Geschichte von Frank.

Esoterik: Ist es ein sexistisches Klischee, dass sich ausgerechnet die Androidin aus der Androidengruppe damit beschäftigt?

Das Verzehren der Orakeltiere: ja, ja, das Motiv der Fähigkeitenübernahme durch Kannibalismus - ja, aber verrührt können die nichts mehr prognostizieren?

Die Macht der KI oder KI macht. Matrix ist aber übrigens schlecht gealtert.

Wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Es ist zum Verzweifeln.

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