Sonntag, 30. November 2025

Gezeitenabrechnung (abgehangene Version)

Abschließendes über die Eröffnung (Wikipedia: Firnis; die Künstler: lebend, meist wie hier auch anwesend) der Ausstellung von Tobias und Hans-Peter:

Nacht ist nur subjektiv, sagt der Dichter im Glasfaserkörper
    Und die - seltene - Erde die Eiderdauszelle allen Lebens
        Der Riss im Fenster, im Auge des Raums, 
im losen Bewusst-Seien

Das Kunstobjekt Miniaturbühne, dahinter seine Mutter: nicht erhöht, aber die schwarzweiß gezahnte Elfenbein-Barriere
Doch die Basis vor zähn mal zähn Jahrzähnten: der ehrenwerte Eremit Su vom Osthang!

Dichte, während das Essen auf dem Herd köchelt, so wird Text wie Fleisch nach Stunden zart

Nie sollst du mich befragen, Mensch, gar noch trunken
    Einsam. Nun gut: so stelle ich dir fröhliche Schattengestalten zur Seite
        quält ihr euch doch, nicht ich
    blickt ihr mich, tut ihr es nicht
        ich spiegele euch nur über die fernen Abgründe
            Genügt das nicht, Mensch?

Oder wie anderorts, anderzeit, andergeist geschrieben:
Die Sonne, der Mond, der Atem der Wölfin.
Der Mensch, die Wolke auf dem Stern.
   Oder auf der Insel. Na toll, Apoll auf dem Atoll!

durch Lyrik zu flanieren: ein Gedicht!
    Farbausdunst indu(strie)zierte Trance...
und wie ein Mandala und ein Jahr
   wird das Kunstwerk v/erlös(ch)en ...

überzeugt euchunduns:
    artists cooperate
    art is cooperation
their work ihr Werk
    bringt kauernde 
        Fotografen zum jägergleichen Lauern und Protocollagisten zum Kalauern.
(Kalfatert ihn. Oder war das was anderes? Anm. d. Red.) 

Das 950jährige … in China Schulstoff … "ich erkenne als moderner Dichter voll 
    neidlos an: das tausend Jahre alte Gedicht verarbeitet alles: das All, die Zeit, die 
Begrenztheit des Lebens, die göttliche Macht..." – das alte Gedicht jetzt 
schmerzfrei ins Deutsche übersetzt, und Tobis…
 - Name ins Englische to be as to bias -
…jetzige Gedicht ins Chinesische…
 - suche die Zeichenfolge bei „von Planet zu Planet“! Und ist mit einem Strichmenschchen nicht alles gesagt, Mensch? -
…und beide in einen Bilderzyklus nebst Musik: also drei Dimensionen der Kunst, 
    wie beim begehbaren Gedicht.

Was kann Deine Kunst für das Publikum tun, Mensch? Versetze Dich 
   in es hinein, und bleib
vielleicht dort

Was macht Kunst für / mit denn Künstler 
Was macht Kunst für/ mit denn Publikum 
Und was, wenn sie Eins

 während Kinder – älter als die Eltern scheinend, und best critics ever! - sich in und um die Kunst
tobend verstecken

 auch die KI ist ein kleines Kind, mit dem man sprechen muss
    auch wenn es einem Menschenbaby gleich
 anfangs nichts wirklich versteht

Zettel für Zettel verästelnd
    unfreiwillig(komisch)e Improvisation,
wenn der Protokoll-Output in den Input des zu Beobachtenden
    Verändert Veränderung, verendet die Vollendung 
Jacke wie Hose, Hoodie wie Krawatte, Krawall in da hood

Große Kunst dehnt 
    Raum und Zeit (können Sie mir das auf Wohnungsgröße zurechtschneiden?)
    und das Herz von innen
    das Hirn von Sinnen
und sprengt 
   soziale Barrieren, die
am Ende 
    des Austauschs 
wieder hochgezogen

das Chinesische achtet die Tonalität weit mehr 
    auch wenn der Kalligraph mit den Schultern zuckt
        kon  zen triert lächelt
und die Welt in einem Wörterwerk verästelt
wie in alten Synthesizern

Welt wie 
    Schrift wie
        Sound wie
            Leben: ein Check

checkichnich
    und wo ist hier der Ausgang

wie es ausgeht weiß keiner
wo es hier und heute rausgeht: nach der Menschentraube links

Dienstag, 18. November 2025

Kosmische Transfers

Tobias stellt zusammen mit seinem malenden Kollegen Hans-Peter Stark vom 22.11.25 bis 24.01.26 im Kunstraum des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Pirckheimerstr. 36, Nürnberg aus.

Vernissage am Freitag, 21.11.2025, 18:00 Uhr:

  • Release des neuen Bild-Text-Gedichtbandes "Wir singen das Wort Kerosin".
  • Musik: Lady Proxx, Zoy Winterstein
  • Prsentation einer neuen Kunstform: das erste begehbare Bild-Text-Gedicht!





Mittwoch, 5. November 2025

Freestyle im/mit dem Auge des Delfins

 Barev! ("Hi" verstehen junge Armenier:innen übrigens auch.)

Ne haber? ("Was gibt's Neues?" Das ist jetzt türkisch. Auflösung im dritten Text unten. Der aber der zweite am letzten Montag vorgelesen geworden gehabtete ist. Außer man nimmt das Jury-Feedback rund um den Skandal als quasi ersten Text dazu - ja, SKANDAL! Hiermit reißerisch vorangestellt.
   (DU solltest dich nicht so vor-anstellen.) 
      (Deine Mudder...) 
         (Lass gut sein - wir wollen keine Leseabbrecher an dieser Stelle)

Diskussion Schul-Digitalisierung, und wie viel arbeiten die einzelnen Fachbereiche

ChatGPT macht Fehler beim kleinen Einmaleins, tritt aber wie immer sehr überzeugend auf. - Tja, ich war früher das Wiki meiner Kinder! - Und sicher auch sehr überzeugend aufgetreten.

Fachsimpeln über den Louvre-Raub, Auftragsraube, DNA-Spuren wie in Jugendkrimis - jaja, die Autor:innen! - Ich war auch in Dresden, aber jetzt erst, nach dem grünen Gewölbe. - Bitte künftig Einschmelzware beim Juwelier und Altgoldhändler stehlen um den historischen Schaden zu minimieren - aber die sind besser gesichert. - Oh! Hm.

Einstieg mit Andys künftiger Romanszene, aber er weiß es in diesem Moment noch gar nicht und liest sie deshalb auch nicht vor.

Denn: das Leben schrieb die Szene, oder präziser: eine Jury.

Ist das Dein erster Skandal als Autorin, Coralie? Keine Sorge, das ist gut für die spätere Karriere. 

Vortrag und Vertrag bedingen der Form.

Ja, eben, Ebenen! Sie ist ihr eigenes Alter Ego(?) Aber der Ikea-Hørrørhåse war nicht der Skandal, nur verstörend. Genauer: Der bekannte und von unserer Runde bereits für sehr gut befundene - wir berichteten - Ikeatütentext von Coralie wurde von ihr bei einem Cross Media-Wettbewerb querverwertet, via Deutschlehrer.

Zum vorgelesenen Text schoss die kleine Schwester - besagte Maske tragend - mit einer Wasserpistole auf eine Ikeatüte. Medienform: Video.

Zusammen mit dem Hund, der (im Text, nicht im Video) an der Tüte schnüffelt/leckt, die "für 1,50 zu haben ist", und dem "übers Knie hochrutschenden Kleid bei Minute 1:xxx" (Video, nicht Text) ergeben sich laut Jury "gewisse Inhalte / unerträgliche Deutungsebenen", Textinhalt und Video-Darstellung seien zudem nur sehr lose verbunden, und überhaupt kann der Text nicht von so jemand Jungen geschrieben worden sein.

Wow. Der einreichende Deutschlehrer ist aber noch in Amt und Würden?

Kann ich den Originaltext der Jurymail für meinen Roman haben? Und bitte auch das eisige Schweigen des Deutschlehrers (nach seiner Mail mit den Erziehungsratschlägen) genau protokollieren.

Andy ist der richtige für dieses Projekt, da bereits (kannibalistische? kabbalistische? Kaba-ballistische?) Ikea-Prosa (zum Selberschrauben? Ömmel mit durchgestrichenem O) auf Youtube.

Und Ikea-Popup-Stores haben ärgerlicherweise kein Restaurant, aber bleiben wir beim Thema.

Weder unschicklich noch ungeschickt. Aber der Tierschutzverein wollte sich auch noch melden, ob wegen dem Hasen oder dem Hund ist nicht ganz klar. Hauptsache die konzernmächtigen Schweden halten die Füße still.

Abgehackt sprechen. Abgehakt. Am besten Lesungen nur noch intermedial mit der Maske, wie dieser Rapper - "Deutschland rätselt über den Horrorhasen" (fränkisch: "Horrorhosn")

(Auch vorab zu Coralies diesmal vorgelesenem Text - das bisher war ja nur eine Rückblende "was mit meinem Text vom vorvorvorvorletzten Mal geschah" - der Protocollagist ist mitschreibenderweise schon mit dem Titel überfordert.)

"Deine charmante Intelligenz oszilliert/oszendiert zwischen Abstraktion und Desorientierung." (Das - oder so ähnlich- ist der Titel der Geschichte)

Der Vortrag ist ein Happening, denn der Text zerstört sich mitten im Vorlesen. Banksy-Vibes. Das hatten wir auch noch nicht. Wenn das jetzt absichtlich gewesen wäre - wow. (Im Original: "Moment - der gerade vorgelesene Satz war aus einem anderen Text. Oh je, Mama, habe ich ihn jetzt aus Versehen gelöscht?") 

Keine Sorge, liebe Leser:in, die Autorin hat noch ein handschriftliches Backup, wenn auch nicht dabei, weshalb sie in die Sekundärebene wechseln und den weiteren Text/Verlauf beschreiben musste.

Wolltest du Widerspruch oder Zustimmung? Ich empfange da jetzt widersprüchliche Signale...

"Also: die stehen zu zweit in einem Seminarraum und unterhalten sich und der Prof fühlt sich gestört, er geht also gar nicht auf den gesprochenen Titelsatz ein, sondern das Sprechen selbst stört ihn. (Sein eigenes Sprechen oder das der Anderen?) Und dann kommt die Polizei aus dem Text davor rein, (ich kann gar nicht mit Worten ausdrücken, wie sehr mir die Intertextualität an dieser Stelle gefällt. Anm. d. Red.)  weil jemand nachts mit dem Kran einfach am Haus weitergebaut hat aber natürlich inkompetent aber das ist halt eine Beschwerde über so viele Baustellen (Verstehe: So wie damals im Konsumtempel die Kapitalismus- und Angsthabe-Kritik ein paar Texte vorher) aber die Kritiker hatten keine Ahnung, weil, die Mutter hat den Schlüssel denn die ist Kranführerin und daher können sie also die beiden den Kran auch ohne Mutter bedienen aber nicht so wirklich, aber die Polizei verhaftet sie nicht weil es der Vater des besten Freundes ist, und dann kommt du-weißt-schon-wer, also jemand unwahrscheinliches aber deutschlandweit sehr berühmtes, das muss ich mir noch überlegen wer, das ist aber in der noch nicht existenten nachfolgenden und verwobenen Kurzgeschichte genau beschrieben. Fragen?"

"Brauchst du den Seminarraum und den Prof?" - "Ja, weil sie am Anfang stehen."

"Die Pizza erst nach dem Hausbau, oder?" - "Ja, der Polizist hat nur so getan als ob er ihn verhaftet. Er muss ja irgendwas machen und Formulare ausfüllen."

"Sind die nur zu zwei im Seminarraum der Uni? Wow."

"Was ist jetzt mit dem Titel?" - "Das soll Beleidigen auf hohem Niveau sein. Man will sich beim Beleidigen ja nicht auf das Niveau des Dummen begeben." (der Protocollagist fühlt sich an seine Romanszene erinnert, wo ein Beleidigter - also ein Beleidigt-worden-seiender - den Beleidiger darauf hinweist, dass gemäß einem arabischen Sprichwort schon der Akt des Beleidigens - verwendete Formulierung hin oder her - ihn also den Beleidiger "beleidigt"/seine Position schwächt, da er sich durch das Beleidigen(-Müssen) asozial verhält)

"Dann müssen die Worte des Titels aber exakt passen. Vielleicht 'mäandernde/vagabundierende/vakuumierte Intelligenz'?"

Berufswunsch Staranwältin - mit Hausschwein im Gerichtssaal. Poesiehintergrund hilft bei der abgehobenen juristische Sprache?

Oder eine Miniziege - extrem niedlich und katzenklotauglich. (Katzenklo - ja, das macht die Ziege froh. Frei nach Helge Schneider. Anm. d. Prot.)

Okay, die geht dann nicht die Wände hoch, sondern liegt auf deinem Tisch, und während die Gegenseite dich attackiert, streichelst du provozierend gemütlich Jamesbondschurkenlike das Tier. - Genau, total gechillt! - Chilling con carne (bzw. con cabra)

Wer liest jetzt? - The text has left the building (oder der author und de room, egal) - Rückkehr: du wolltest doch was lesen, oder? - Nein. - Oh.

Dazwischen die Diskussion über die Rolle von KI für Autoren: "Ich habe die KI gerade ein Essay über ein Gespräch von mir mit ihr über sie schreiben lassen." - "Und das besprechen wir jetzt und lassen sie es zusammenfassen? Neben dem Sinn: Siehst Du bei KI-Nutzung eine Suchtgefahr?" - "Es ist schnell, und man fragt sich: wollte ich da hin?" - "Bisher keine Abweichung von Drogen." - "Ich habe mir verschiedene Prompts/KI-Rollen gebaut, von Psychologin, Lektor und Literaturagent bis zu Cyberpunk-Nerd. Es erfordert Disziplin." - "Ich dachte, es macht was einfacher."

"Claude bricht ab. Gedächtnistoken für das Kontextualisieren der Sätze des Gesprächs sind für neuronale Netze nun mal ein exponentieller Anstieg, das bekommen wir Biointelligenzen dank unserer Hochleistungshirnfaltungen nur meist gar nicht als problematisch mit" (Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Kontext verstehe oder - da Live-Notizen ohne Steno per se immer hektisch - korrekt erfasst habe. Anm. d. Prot.)

Wohingegen ChatGPT zwar nicht wie Claude abbricht, sondern immer weitermacht, aber es unterliegt natürlich denselben Einschränkungen, sprich: es überschätzt sich, aber vergisst und halluziniert dann. Man muss dann branchen mit ä/abzweigen/seitwärts durch die Gespräche gehen. - Passiert dir das dann auch in intermenschlichen Gesprächen? - Bitte nicht vom Thema abzweigen. Ist jedenfalls ein interessantes Feedback-Werkzeug, eben auch für uns Autor:innen.

(Woran merkt man, dass der Gesprächspartner halluziniert? Ich frage für einen imaginären Freund...)(Augenrollender Stirnpatscher - gibts dafür ne Abkürzung wie LMAO/ROTFL/IMHO? Anm. d. Red.)

Wassim liest einen englischen Text über Migration. Vorab: das Thema - oder vielmehr die kulturellen Verschiedenheiten - versteckt sich in nur einem Wort: Tanz. Der ja zudem eine ganze eigene Sprache ist.

Die Gruppe tat sich entsprechend mit dem Interpretationszugang schwer, mehr als bei Kryptolyrik von Matthias. (ein Blockchaingedicht als Währung wäre auch mal ... aua. Binjaschonstill) (Willst du nicht vielleicht endlich statt Vorreden/vorgezogenem Fazit lieber auf den eigentlichen Text eingehen? Dann vergesse ich hier vielleicht auch zu erwähnen, dass Dein "Lass mich das wiederholte Vorlesen des Gedichts machen" eine zusätzliche Loriot-Lady-Fortescue-nebtht-Thlips-Ebene reinbrachte, die die Seriösität des sehr poetischen Textes unterminierte... Anm. d. Red.)

Emotionales Design. Reject slavery emotion - "in Version 39 hatte ich noch 'hate*, aber too bad vibes". Die Enge durch Vorlagen beim Programmieren. Für ästhetisches Userdesign bezahlt keiner. Dieser Text ist ein Protest.

Riverflower. Tuba. Die Kollegin mit dem türkischen Namen, der Rose bedeutet (aber er bedeutet doch "Paradiesbaum / Glückseligkeit / Künstlerin"?)(Hast Du nicht zugehört? Schlechte Eigenschaft für Protokollierer! Er hat den Namen doch verändert. Anm. d. Red.). Die Blumen und nicht nur die Ideen von Blumen!

Die arabische Sprache: blumig, die englischen Programmiersprachen: flach... Eigentlich ein Geburtstagsgedicht. Aber kein plumpes Happy birthday. Sondern "happy rebirth dance."

Neue Augen bekommen   ... bedeutet Mehrsehung durch Perspektivwechsel.

"Es geht immer auch anders, das gilt auch für Geburtstagsgrüße!" - Poetischer Ausbruch aus dem beruflichen Freiheitsmangel des der-Mensch-muss-logisch-sein mittels ästhetischem Skript... auch der kritische Text selbst bricht in seiner Form aus.

Die Kollegin mit diesem Appell aufstacheln? - Das Schöne Wahre Gute ... aber wo ist da die erwähnte Migration? - Naja, wenn ich als Armenier einfach versuche, eine türkische Frau zum Tanz aufzufordern...

         -tisch

Poly

        -oetisch

Dein Text kritisiert die Ideen-statt-dem-Echten, aber behandelt die Idee der Wiedergeburt

Ein Experiment ... neue Sprache, neues Mindset. - Wird er dann in einem Gedichtband erscheinen? - Bei einem beruflichen Vieraugengespräch sagte sie jedenfalls, dass ihr der Text sehr geholfen habe. Und Fußnoten in Gedichten stören doch den Lesefluss...

Einen T-Raum betreten. (Spoiler: Wobei es eigentlich um das Verlassen geht. Anm. d. Prot.)

Was meint er mit "Treue" im Moment des Kusses einer Anderen?

    Traumsiedlungsrealität entsteht erst beim Betreten - das geht weit über Schrödingers Katze oder Konstruktivismus hinaus...

T-Schalen-Musterbefragung: welche er?

   ... und wieder Kräne. Diesmal nicht inkompetent bedient, aber die Brutalität des Edelmetalls reißt manche Hörer aus dem lyrischen Flow, da kann es noch so blumenherzig weitergehen!

Träume in 4K/8K.

Um die Protagonistin aus dem Traum zu reißen: klopft der Protagonist oder klingelt er? Macht man beides? - Ach, er lag gar nicht neben ihr? - Nein, und er hat auch nicht an der Klingel geleckt (ich glaube das kam bei David Safier vor, und er hat in der Kindheit zwanghaft Lichtschalter abgeleckt. Anm. d. Red.)

Eine hohe Bilddichte! Man wandelt durch eine lyrische Projektion.

Befragt den Text, nicht den Autor.

Schönheit-Erwachungs-Moment. Sie wertet nicht. Sie stalkt ihn, so wie ich als Leserin sie stalke. Nur bei T-eeschale und T-reue stellt sie Fragen. Nicht rational, sondern ein Traum. Unhinterfragbare Logik, in Version 20. Betretene Schritte im Traum. Der Text showt und tellt weil der Autor bellt (?) (OMG. Nimm das nächste Mal Koffeintabletten mit, sei so gut? Und der T-ext war/ist übrigens von T-obi, das wäre vielleicht auch erwähnenswert gewesen. Anm. d. Red.)

Ich bin Texthistoriker. (? Hysteriker?) Versionen aufbewahren. - Ich habe sogar Videoaufnahmen davon, meine Überarbeitungsschritte mit Strg-Z rückwärts ablaufen zu lassen, als fünfminütigen Film. - Ja, du hast recht,  immer schon an die künftigen Literaturwissenschaftler denken!

Menschliche und tierische Kunst... der Unterschied ist das gezielte Aufhören: Ein Affe macht keinen Schlusspunkt, er malt, bis die Leinwand weg ist. - Naja, Poesie ist die Kunstform, die nie fertig ist. - Also äffisch.

Ein Delfin sieht seinen Tanz. Schönheit = Bewegung.

Strikte Haltung: nur Bewegung ergibt Ästhetik - betrifft das alle Kunstformen, auch Bildhauerei? - Ja!

Das Auge des Delfins - wird sicher von Chrys verarbeitet.

Auch Horror wie der Hase, also heraushängendes und herumwirbelndes Glasauge?

Ich glaube, das Protokoll zerfasert langsam - oder das Treffen? Lassoauge bei Fuß!

Vor-der-Tür-Stehende (einer davon der Türsteher bzw. Pförtner also Türenversteher): Kommt ihr aus dem Kino? Nein, dem Saloon.

Wir waren dem anderen sympathisch und konnten so hoffentlich die von ihm gefühlte - verglichen mit seinen letzten Besuchen in den 80ern - Gentrifizierung des Komm etwas abmildern.

Elias Canetti: "Bei aller Skepsis: kein Pessimismus! Der Beruf des Dichters ist, Raum für Hoffnung und Wege aus dem Chaos zu schaffen."

Na dann! Liebe Grüße Jogi

PS: Es tut gut, dass Quartierspeicher - also Stromspeicher für Stadtviertel - und Großspeicher mit Zement (oder was war das mit dem "mit Bakterien versetzten Zement als Energiespeicher in Hauswänden"?) zunehmend auch in privaten Diskussionen auftauchen. Schade, dass die Politik also unsere Gestaltungsmachtansieabgetretenhaber noch von Gaskraftwerken und Verbrennerrenaissance faseln. In 10 oder 20 Jahren werden sie in ihren Memoiren schreiben dass sie schon immer auf vernünftige Lösungen gesetzt haben...