Freitag, 9. Januar 2026

Chrys de Borgos Imperativ: Kein Leben vor dem Tod oder neben Dir!

Oder: „Selbstgewürgt schmeckt's besser“

Die Wege zur Kunst: Tektonik von Bedeutungsebenen schon auf dem Weg zur Lesung, an der U-Bahn-Tür: „Sind Sie auf der Gästeliste? Dann hereinspaziert, der Champagner steht links!“ - "Äh..." (mit Verrückten soll man doch nicht diskutieren, oder wie war das?) "Ich muss noch fahren, danke"

Vor Ort dann kein Türsteher, aber eine versperrte Haustür. „Ja, die Hausnr. ist zwar korrekt, aber trotzdem: noch mal eine Tür weiter, danke“

Die holzgeschnitzte Videokamera wird vom Gastgeber sofort erklärt: „ja, das ist Kunst - wenn auch nicht Teil der aktuellen Ausstellung; gleichzeitig ist es aber auch Fake, da nebst Originalverpackung und Folie einem Freund per Kofferraumverkauf angedreht.“ – „Tja, da gilt das Rücktritts-/Rückgabe-Recht nur, bis der Pickup des Verkäufers außer Sicht ist.“

    Das Obst-Stillleben auf dem Tisch ist auch nicht Teil der Ausstellung, aber keiner traut es sich essen... alle haben die Beuysche Wannenschrubreinigungskraft warnend im Hinterkopf

Mit den tatsächlich etwa 10 U/Min aus dem Namen des Kunstwerks um die in der Einladung und auch vor Ort beschriebenen Säulen wandernd
    in Signalsperrbandfarben und zwischen den umlaufenden Zeilen:
        Gebete auf den Tapeten, nicht geschreddert zu werden 
            im brüllenden Affenkäfig dieser Welt
        konsumiert durch Weltraumguckloch Fernseher und Weltguckloch SM-Art-Phone

"Euch erwartet eine Dreiviertelstunde Soundcheck mit Lyrikpassagen aus meinem aktuellen Doppelband Venus-Mars.
    In Mono. Stellt euch den stereotypischen Stereo-O-Ton einfach vor. Ich hoffe, meine Vorrede war hilfreich.
        Einen schönen Abend noch! Nein, nicht wegrennen, das war als Begrüßung gemeint!"

An Wochentagen mit ASMR
    lauscht das vorbildliche Publikum - leisetrinkend selbst während forte-Passagen und mit geschlossenen Augen lauschend
        gut, beim kurzen Fortissimo mit der verzerrten Sprache ging die Augen auf
            im zu früh gestoppten Video fehlt an dieser Stelle das "braucht jemand die Übersetzung?" des Autors

(Das nervt übrigens, wenn auf Konzerten alle filmen. Hier zum Glück nur punktuell. Anm. d. Prot.)(Und Du warst einer davon, gehe ich recht in der Annahme? Anm. d. Red.)(Jabernur, weil nicht ersichtlich dass er sich das selbst aufzeichnet! Anm. d. Prot.)(Das haben wir im Gespräch danach doch geklärt: Tunnelblick während der Performance, Aufnahmen verfälschen O-Ton, Kunst im Jetzt erleben, Kunst zerfällt wie Mandalas... Anm. d. Red.)(Mundwerkzeuge von Gliederfüßlern? Anm. d. Prot.)(Ich habe den privaten Chatroom "Kopfwäsche" eingerichtet. Alles weitere dort. Anm. d. Red.)

Wir lauschen den Elektrosounds, 
    den perkussiven Kuchenblechklängen (links im Setup-Bild Mitte rechts Anm. d. Prot.), 
        den unverzerrten auch nicht wutverzerrten Ausführungen über die Lernfähigkeit halbseidener Anverwandter, stets geahnte aber ungeahndte Rafflust der Ahnen und schlecht aufgelöster (besser umrühren? Anm. d. Prot.) Dschinn-Gorillas. Wir sind alle Teile Gottes. Teilchen.
    Wir nehmen Frösche - in deren Händen die Welt eh besser als in unseren Affen - huckepack. Kuchenpakt im Küchentrakt. Dar-win-win-dows. (Außer vielleicht in Händels Händen, wäre da die Welt besser? Oder in denen von ungebratenen also noch lebenden Brathändln? Anm. d. Prot.) (legal disclaimer: Der Text hier wurde durch ein nicht authentifiziertes … korrigiere, durch ein nicht zur authentischen Wiedergabe fähigen Gehirn gefiltert. Wir bitten um Entschuldigung. Fachkräftemangelware, Sie verstehen... Anm. d. Red.)(Ja, Fachkräfte in die Mangel nehmen, siehe Rocket Scientist im nächsten Satz, und gab es da nicht den Sketch mit diesem und dem Gehirnchirurgen, der... hast Du wieder meine Tastatureinausgabe umgeleitet? Und wieso blinkt dieser blöde Chatroom schon wieder so hektisch rot? Anm. d. Prot.)

   "Rocket Science" als Schlagwort, außer in Hardware-Ansprüchen. (ah, habe meine Tastatur wieder, Gottundmariaseisgedankt. Genau, versuch mal Mondlandung auf nem 286er und dann KI auf nem 286er und dann siehste schon, wo Du blöd aus der Wäsche guckst. Aber was ganz anderes: hätten KIs die Sprache erfunden, hätten sie diese Wäsche-Redewendung nicht kreiert, oder? Und kennt Gen Alpha die historische Prozessorbezeichnung noch? Und gibt es 286er vielleicht mittlerweile als Bezeichnung für KI-Chips? Und spricht man die K oder Sch wie bei Chemie / Kemie / Schmie? KI-Kips? Glaubst Du, diese Überlegungen interessieren die Leser:innen? Hallo? Oh nein, nicht wieder die Stelle der imaginären Redaktion neu ausschreiben... so viel Bürokratie... Anm. d. Prot.)

Keinen Gott neben dem Tod, kein Nebelleben neben dem eigenen zulassen.

Die Atomkraft mit zurückgekämmten Armhaaren durchsetzen. Ja, wir armen jetzt RIF (Ruhe in Frieden)- FJS-Wettern-Losen. Armeen von Nachahmern in seiner Partei sind kein Ersatz, auch wenn die große Kraft durch Teilung des kleinsten einst unteilbaren natürlich erneut bemüht. 

    Mit angepassten Ohren hörst du die Hochhäuser schluchzen. Greater gain, great again, greta again, insane in the grain / brain / groin.

Satzfetzen (siehe dazu auch unten): "Voll der 80s Textadventure Jugendflash, das Buch! Und dann noch lyrisch!"

When high on emotion, don't pay the ferryman or the Lady in red, but the Artist: Der Silberstreif des gut gewässerten und gezeichneten Hunderters im herumgehenden Klingelbeutel. Klingelputzen bei freiem Eintritt.

Und der Postlesungs-Austausch: 

Zwei Welten, Klang und Wort, bedient. 

Von Dönern, so gut, dass er sogar gelegentlich Vegetarier bekehrt, wenn auch mit schlechtem Gewissen: „er bäckt sein Brot selbst, erwürgt seine glücklichen aber letztlich glücklosen Kälber eigenhändig- das schmeckt man einfach !“ – „Das erinnert mich an die Ochsenrippen am Erlanger Berg, und den stolzen Herkunftsnachweis: ‚heute essen wir den (päpstlichen? Anm. d. Prot.) Bullen Egon den III.‘“ (Schweiz er/n Garde! Anm. d. Prot.)

„deswegen heißt das Restaurant ja auch ‚Regenzeit‘“: das war eine aberüberoberwitzige AW / Re:plik , der Protocollagist weiß leider nichtmehr, worauf. 42-Vibes.

Und bitte keine akademische kunstelitäre Kritik am Beuyschen Konzept "alles ist soziale Skulptur/Plastik/Kunst!" (Hauptsache keine Plastiktüten. Anm. d. Prot.)

    siehe die Anekdote der blinden Frau, die Kunst ganz anders wahrnimmt. Auch wenn sie sich nicht ins Schlagzeugset hat fallen lassen.

        ALLES ist Kunst, auch Ingenieurskunst, Architektur, Medizin... siehe die Anekdote von der Netzhaut-OP durch den berühmten Professor, und die Augenärztin, die beim Check später voll Wonne seufzt: "Ich erkenne seine Handschrift in den Stichen! Ein Kunstwerk!" (Quasi signiert? Anm. d. Prot.)(Tja, Kunst liegt im Auge des Betrachters... argh. Und wieder färbt Dein Gequassel auf mich ab, wenn ich mich Dir zu lange aussetze! Anm. d. Red.)

    bitte auch den Rest Ausstellung im OG nicht übersehen, folgen Sie den Sonderzeichen...

        ... oh ja: vielseitigst bezüglich Blickwinkeln,  Denkvektoren, Materialrichtungen; von der gestern geborenen Sonne über die zerbrochene "das hätte nicht passieren dürfen"-Tafel bis zum aus Buchstaben geformten Boot in der Wortschatzkammer. Und der vorwitzigen Maus im Eck des Türrahmens.

Das Gehirn plastisch mit Gesprächen (oder auch Kunst! Anm. d. Prot.)  formen. Und in der Arbeit spreche ich nur gefühllos mit dem Monitor. Das ist keine gute Haltungsform.

    schmunzelnd feststellen, dass beide Gesprächspartner schon mit dem Gedanken spielten, im öffentlichen Raum Gesprächsfetzen aufzuzeichnen

        "Ja, zum Beispiel bei der Zugfahrt gestern! Massive Verspätungen ... oh, diese Dialoge! So authentisch! Aber welche Textform wähle ich da?"

    Tja, Warnhinweis: Vorsicht, Autor hört mit! Bzw. Autor hört zu z.B. im Zug und ist dann am Zug. (der Warnhinweis gilt übrigens immer auch für anwesende Protocollagisten, hihi. Anm. d. Prot.)

Oder, in den Worten des analogen Graffitis, letzthin digital in Insta iwo gesehen: "earth without art is just eh"

In diesem Sinne: heARTful wishes for this round around our sun, Jogi.

PS: Noch die Begrüßung nachträglich: Dia is muire duit! (Gott und Maria mit euch. Gälisch-irische Begrüßung, weil der wortspiel-anspielungs-gedingste Sänger ja Ire ist. Anm. D. Prot.)(Wollten wir zwecks Lesefluss diese Multikultibegrüßungen nebst witzeerklärender Sekundärliteratur nicht ganz lassen? Anm. D. Red.)(Nein, Tag für Tag wichtiger, dass sie am Anfang stehen. Und auch gleich Zweitbegrüßung, aus aktuellem Anlass, hinterher; im venezolanischen Dialekt: ¡Qué vaina! Ausdruck der Überraschung / Empörung / Frustration. Eigentlich hier ja “Encantado”, “erfreut euch zu sehen”, da ja Begrüßung, aber dort natürlich nicht...Anm. d. Prot.)

PS2: Auch wenn es pseudolateinrömischcatokarthagogebildet ist, in jeder Mail, jedem Post seine Anliegen als PS zu wiederholen: Energiespeicher! E-Mobilität! Vernunft!




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