„Selbstgespräche sind gesund. Früher waren die auch verbreiteter, glaube ich. Hallo? Hört mir jemand zu?“ – „In Deinem Alter ist das vollkommen okay. Doch, wirklich.“
(Sind das Selbstgespräche des Protocollagisten? Anm. der imaginären Redaktion)(Nein, das geschah im Vorfeld bzw. auf dem Hinweg. Das gehört also zum Umfeld des Wortwerk-Treffens und damit auch in die Protocollage. Man soll die Lesenden schließlich da abholen, wo sie sich befinden. Anm. d. Prot.)(Habe ich schon mal angemerkt, dass Dialoge mit Dir / die Betrachtung Deines Erkenntnisstandes (also hier: das Abspeichern und Verwenden von Redewendungen) von außen immer fatal an das „knapp daneben“ von Radio Eriwan erinnern? Anm. d. Red.)
„Ist das hier die Selbsthilfegruppe der ADB(P)K, der Anonymen Discounter-Backwarenprodukte-Kaufenden?“ – „Darauf müssen wir nicht antworten.“ – „Ach ja, die rasante Entwicklung der Technik … wann kommt das Quanten-Tier?“
„Sag mal, nuschelst Du neuerdings?“ – „Wieso, ‚Ambiguitätstoleranz‘ habe ich fehlerfrei herausgebracht. Aber ja, ich habe vor dem Treffen in geselliger Runde zum ersten Mal seit Wochen wieder Alkohol konsumiert, da sind meine diesbezüglichen Muskeln oder Abwehrkräfte außer Übung…“
„Ich bin ja jünger als ihr, ich muss das Chaos noch länger ertragen. Und ich glaube, das nicht gekühlte Altersheim wird dann unser geringstes Problem sein.“ – „Können wir das Vorgespräch zu den poly…amourösen Krisenherden und dem ersten erneuten Landtagssieg der Rechtsextremisten seit 1945 beenden und statt dessen zu den Texten übergehen? Das ist so deprimierend.“ – „Ja, da helfen Scherze wie über Zeitzonen – in Tokio ist es 22 Uhr, in Sachsen-Anhalt 1933 – oder ‚wir Frauen wollten mehr Rechte, nicht mehr Nazis‘ auch nicht weiter, das stimmt…“
„Pluspunkte dafür, dass Du den Text zum Mitlesen bereitstellst, Henning! Abzüge in der B-Note natürlich dafür, dass ausgedruckt, und zwar NICHT im Vier-Seiten-pro-Blatt-Broschüren-Modus.“ – „Das wäre nicht altersgerecht.“ – „Wieso, das Handy als Lupe zu verwenden, kapiert sogar mein Jahrgang.“
„Das ist wieder aus meinem Romanprojekt, wo sich die Protagonistin als Neandertalerin aus dem Gen-Labor entpuppt.“ – „Spannendes Setting. Was die Szene ‚Besuch im Gefängnis‘ betrifft: am besten mit Leuten vom Fach reden, also Jura, Biologie, und so weiter…“ – „Natürlich Abgrenzung zu bestehenden Werken …(insert Aufzählung Serie Border Trolle Eschbach Kloning generell Beforeigners zeitreisende Steinzeitler etc here. Anm. d. recherchefaulen Prot.) Also einfach recherchieren, welche Aspekte / Spannungsfelder / Probleme die bereits beleuchtet haben und auf welche Du dich dann in Abgrenzung konzentrieren kannst.“ – „Und natürlich Recherche: Physis Neandertaler… und fiele sie nicht optisch auf?“ – „Nein, hier sind Fotos aus dem Museum in Düsseldorf. Wie man sieht, würden die uns als Homo Sapiens² gar nicht auffallen. Also in moderner Kleidung natürlich.“
„Studiert sie Jura, um den Mord an ihren Verwandten aufzuklären? Also quasi Tatort Neandertal?“ – „… und dann flieht sie nach Holland. Typisch. Die sind liberal und drogenbedingt relaxt, im Gegensatz zu Düsseldorf oder dem bayerischen Geheimdienst.“ – „Aber nicht zu viele Klischees bedienen.“ – „Außerhalb der Dialoge bin ich unsicher… bei Abläufen, Beschreibungen, ich weiß ja, ‚Show-Don’t-Tell‘… aber ich habe als Autor doch nur die Sprache.“ – „Naja, so ähnlich könnte jede Kunstform klagen: Ich habe doch nur Farbe… Noten … Weltenbretter…“
„Und da muss noch mehr Biss und Bewegung rein! Vielleicht in ihrem Freundeskreis nach dem Outing auch distanzierte, unbeholfene Reaktionen? Keine Umarmung mehr?“ – „Ja, und sie muss heroischer sein! Auch eine Art feministischen Kampf! Sie muss die Stigmatisierung als ungerecht empfinden! Mehr Kraft! Das mit dem Stigma ist ein deutsches Phänomen … im amerikanischen Film käme dann irgendwann die Wende: ‚kämpfen, auf Stärken besinnen‘!“ - „Sie darf jedenfalls nicht zu positiv oder glatt sein. Identifizieren als Leser:in ja, aber nicht völlig uneingeschränkt. Irgendeine Ambivalenz muss rein. Sie wird nach dem Erfolg vielleicht arrogant?“ – „Konflikt mit den Freundinnen. Vielleicht brummelt sie vor sich hin ‚ihr Menschen seid schon seltsame Affen‘. Oder harmlos: sie ist Messie. Oder ein bisschen mehr: sie ist Satanistin.“ – „Oder streitsüchtig.“ – „Genau. Eine Barstreit eskaliert, und wird vom Umfeld sofort aufgebauscht.“ - „Sie wird dann zum Spielball von Interessensgruppen und sogar von Rassisten vereinnahmt, so in Richtung ‚na endlich mal eine echte Ur-Deutsche.“ – „Wie gesagt: das Projekt hat was. Aber es scheint noch nicht austariert: Gesellschaftskritik? Satirisch überzeichnet? Unterhaltung? Paul kann dir sicher noch Tipps geben, wie man daraus ein gutes Drehbuch macht, das sich bei Streaming-Sendern platzieren lässt.“
Marleen! Neuzugang, letztes Mal schon da, über Bettina bei den Texttagen hierhergekommen. Hat eine Romanrohfassung fertig.
„Was wird der Klappentext für Deinen Roman?“ - „Bei mir geht es um ein junges Paar, einen verträumten Italiener und eine Hippie-Deutsche, die an der albanischen Riviera im postkommunistischen Goldrausch 1997 ihr Glück versuchen. Schlechtes Timing, wegen Bankencrash und Bürgerkrieg kurz darauf, aber eigentlich scheitern sie schon davor an verschiedenen Facetten von Realitätswahrnehmungsverweigerung.“ – „Tjaja, leiden wir nicht alle in verschiedenen Schattierungen darunter?“ - „Das Setting klingt jedenfalls sauspannend!“ – „Und in dieser Szene kommt es zum Bruch. Nicht des Paars, aber des Paars mit ihren Kontakten in Albanien. Und ihr sollt mir sagen, ob die Beschreibung des Streits zu abrupt endet.“ – „Darüber lässt sich trefflich streiten.“ – „Du sprachst ja immer wieder von ‚Pyramiden-Firmen‘ … ist das was Ägyptisches?“ – „Nein, wie Schneeball-System, nur umgekehrt. Der Wiki-Artikel zu ‚Lotterieaufstand‘ hilft weiter. Jedenfalls war das Geld vieler Albaner weg.“
„Du hast ja letztes Mal ein Gedicht vorgelesen… hier war jetzt auch einiges Lyrisches, Klingendes… etwa das Geräusch des Wassers im Krug, die Algen im Fischernetz… der Wind, der den Rauch wie ein Mensch einsaugt und ausatmet… und der mit den Scheinen wie mit Papierblumen spielt … mich hat allerdings der angedeutete Sprung zu ‚ein paar Jahrzehnte später‘ irritiert…“ – „Der Start des Romans spielt auch später, und dann folgen Erinnerungen und Rückblenden, allerdings mit unzuverlässigem Erzähler.“
„Du lachst dauernd in dich hinein, wenn du erzählst, womit du deine Protagonist:innen wieder als nächstes konfrontierst … zumal gemein, da sie unzulänglich auf die Realität – egal ob im größeren Bogen historisch korrekt oder im kleineren ausgedacht – vorbereitet sind … ich schwanke da zwischen Mitkichern und Entsetztsein.“ – „Ja, die haben bei dem Aufstand rund um die korrupten Banken auch Militärdepots geplündert. Kalaschnikows und Panzer neigen zwar dazu, Konflikte zu verschärfen, aber auch, Banküberfälle zu erleichtern.“ – „Da! Du lachst schon wieder!“
“Ich habe ja übrigens mal eine Zeitlang in Albanien gelebt …“ – „Wie hat es dich dahin verschlagen?“ – „Naja, auf die damalige Lebenssituation gehe ich jetzt mal nicht genauer ein, aber ich bin da mit ‘ner Checkliste zum Auswärtiges Amt wo man während der Pandemie problemlos hin kann und da waren dann Mazedonien und Albanien ganz oben. Vom Freundeskreis wurde ich gewarnt, dass man in Albanien erschossen wird und da war ich dann rein statistisch neugierig, ob das stimmt.“ – „Scheinbar nicht.“ – „Scheinbar nicht. Aber das Kleinstadt-Setting aus dem Roman, wo jeder jeden kennt und die Reputation sehr wichtig ist, kommt aus diesen Erfahrungen … oder dass sich sofort alle einbringen, in Diskussionen – das habe ich ja im Roman dargestellt – , oder in Echt hatte ich das Einbringen ins Thema ‚ich müsste mal den Baum im Garten beschneiden‘ … da standen sofort zwei Nachbarn auf der Matte oder dem Rasen und haben rechts und links parallel am Baum gesäbelt…“ – „Da muss ich an Stefanies Gedicht über Adam und Eva denken im ZAM in Erlangen… da war ja der Beschwerdebrief der Nachbarn über Wildwuchs der Auslöser… und die befreundete Künstlerin hat den wiederum in ein Kunstwerk umgewandelt, angereichert um das getrocknete Unkraut des Anstoßes!“
„Und auch bei den Recherchen über den albanischen Bürgerkrieg bin ich über so vieles Verrücktes gestolpert… und die Leute haben stets Stein und Bein geschworen, dass es wahr ist. Etwa der Bewohner, der sich als britischer Agent entpuppte und mit dem Hubschrauber abgeholt wurde, und unten hing noch ein ausgebuddelter Goldschatz dran. Allerdings ist mir selber beim Weitererzählen auf Englisch der Flüsterpost-Effekt passiert: Der Zuhörer hat ‚Goat‘ verstanden, aber eifrig genickt: ‚ja, ja, das Interesse des Auslands an der heimischen Flora und Fauna…“
Bühne frei für Stefanies Gedicht „Der Bierkuss“! – „Stark! In dem Gedicht steckt viel, was nichts mit dem Trinkvorgang zu tun hat… nautisches wie ‚der Gezeiten Spiel‘ oder das ‚blähende Gaumensegel‘, Biologieunterricht wie der Gaumenstempel …“ – „Na, und vor allem sinnlich-erotisches … vielleicht solltest Du alle expliziten Erwähnungen des Getränks weglassen… das Publikum eine Zeitlang im Unklaren lassen … das erweitert den Raum.“ (Nachtrag bzw. Empfehlung zum Weiterlesen/Weiterhören: Marleens Rant auf Substack zu ‚Mehr Sex, Drugs & Rock’n’Roll auf der Buchmesse!‘ und ihr Sex-Beziehungs-Podcast… wenn ich da richtig recherchiert habe… Anm. d. Prot.)(Bist Du sicher mit Deiner Prosopagnosie – und das ist ja nur das für Gesichter, den Begriff für Vergesslichkeit bei Namen weiß ich nicht –, dass Du sie anhand der Stimmerkennung im Podcast und der Textprobe im Blog wiedererkannt hast? Ich frage für einen unzuverlässigen Mitarbeiter… Anm. d. Red.)(‘türlich, ‘türlich… wichtiger ist, dass ich keine Prosa-Pagnosie habe… und ich frage mich, ob in Rantum auf Sylt öfter pöbelnde oder ablästernde Briten rumhängen. Was meinst Du? Anm. d. Prot.)
„Gute Idee! Und vielleicht auch die Muse weglassen…“ – „Schwierig. Das bestrafen die, dann fällt einem beim nächsten Text nichts mehr ein.“ – „Zu diesem Aberglauben fällt mir nichts mehr ein.“ – „Ja, ja, wenn die Muse sagt: Was fällt dir ein, höhö.“
„Weitere Outtakes waren noch: ‚Zapf! Mich! An!‘ und ‚Kuss schmilzt zu Gold“… aber dann erschien mir das Schmelzen zu schmalzig. Mit dem Schluss hatte ich sowie schwer zu kämpfen. Ich lese euch mal ein paar der unzähligen Varianten vor…“ – „Hm. Also die eine Zeile von Variante 2, kombiniert mit der Aktion, dem Tätigwerden aus Variante 4 klingt am besten…“ - „Na toll, jetzt hatte ich so viel am Ende des Textes gefeilt und jetzt muss ich es nochmal angehen nach eurem Feedback. Vielen Dank auch!“ – „Würden wir wieder tun!“ – „Es ist doch nur zu Deines Werkes Besten.“ (Der Plausibilitätschecker der KI hat den letzten Satz als ‚unrealistisch / vermutlich so nicht gesagt‘ geflaggt. Anm. d. Red.)(Das trifft zwar zu, aber ich verbitte mir, mir von der künstlichen Intelligenz gekünstelte Dialoge vorwerfen zu lassen! Kann die das überhaupt? Darf die das? Anm. d. Prot.)(Ja und ja. Anm. d. Red.)
„Also, das Bier an der albanischen Riviera…“ - „Und nicht zu vergessen: Schon die Neandertaler haben Kölsch gebraut…“ – „Hört sofort mit eurer Assoziativitis auf!“ – „Da tauchen gleich Bilder auf, wie man betrunken mit dem Milchmann knutscht.“ – „Oookay… vermutlich besser als das ebenfalls genannte Bettnässen.“
„Ich könnte noch eine Szene veranstalten bzw. hätte noch eine zur Neandertalerin… diesmal versuchen ihre Freundinnen zu entspannen, nach dem Gefängnisbesuch…“ – „Also, das nimmt schon sehr Tempo raus… aber vielleicht passt es im Gesamtkontext…“ – „Müssten die nicht aufgewühlter sein? Dann kommt ja die Andeutung ‚du arbeitest in der Psychiatrie, wo sie untergebracht ist‘, aber da passiert dann nichts … da müsste sofort ein Bedrängen kommen: ‚Hilf ihr, auch wenn du da nicht mehr arbeitest!‘“ – „Ich würde die Szene erst mal nicht weiter ausfeilen, sondern so stehenlassen und den restlichen Text weitermachen. Wenn du dann irgendwann zu ihr zurückkehrst, merkst du dann schon, ob etwas daraus relevant ist oder nicht.“ – „Aber da wir gerade beim Thema ‚Entspannung‘ sind: gibt es einen guten Text, der die Leser:innen entspannt? Geht das? Oder wird dann der Text selbst langweilig?“ (angestrengtes, unentspanntes Überlegen. Anm. d. Prot.) „Stimmt schon… ein geschilderter, interpretierter Spaß kann mich ja als Leser anstrengen…“ – „Höchstens irgendetwas, was Behaglichkeit erzeugt… wir nehmen das alle mal als Hausaufgabe mit. Aber da gab es mal ein spannendes Sachbuch über das Thema, dass jede:r anders entspannt… die einen beim Tanzen, die anderen bei Massage, was die einen zum Beispiel wieder eher unruhig macht, weil sie sich unterhalten wollen. Und bei mir sind es monotone Tätigkeiten wie Sandburgen bauen oder bunte Post-Its mandalamäßig in verschiedene Muster kleben … he, ihr habt ja alle schon glasige Augen! Meine Mutter hatte zum Einschlafen auch so eine CD mit Vorträgen von einem monoton sprechenden Geschichtsprofessor…“ – „Oder Tierdokus! ‚Der Pelikan und sein Balzverhalten‘ oder so…“ – „Also, das finde ich immer eher spannend! Und im genannten Fall kann man ja sich vielleicht was abschauen…“ – „Was meintest du vorhin mit dem Zoologen, der ein Buch über den Affen ‚Mensch* geschrieben hat?“ – „Ja, inklusive Balzverhalten.“ – „Also, ich habe zum Entspannen aus Thesauren die Wörter alphabetisch abgeschrieben.“ – „Das gibt so ‚Bad Translator‘-Vibes … das ist dann schon wieder ein neues Kunst-Projekt!“
(Wow. In einem Text, in dem das Stilmittel des unzuverlässigen Erzählers vorkommt, verwendest du das Stilmittel des unzuverlässigen Protocollagisten … die Teilnehmenden fragen sich immer: „Das kam zwar so ähnlich vor, aber meine Erinnerung ist ganz anders!“ Anm. d. Red.)(Und das ganz einfach, indem Ich Ich bin. Das fasziniert mich auch! Anm. d. Prot.)(Du meinst: Indem Du unzuverlässig bist. Anm. d. Red.)(Darauf kannst du dich verlassen. Ja, ja, die Unzuverlässigkeit der Erinnerungen der sich Erinnernden… Anm. d. Prot.)
(Und as usual das unzuordnebare Fragment der Sitzung: „der kulinarische Kalender“. Anm. d. Prot.)(Clever, das an der Stelle einzubauen, wo auch die Leserschaft schon glasige Augen beim Vortrag über Entspannung und Langeweile hat… Anm. d. Red.)(Ich finde „glasige Augen“ übrigens eine komische Formulierung. Und ich finde, man müsste viel mehr Redewendungen anderer Sprachen verwenden und vergleichen…wie das schwedische ‚Auf einem Krabbenbrot dahingleiten‘ … oder die Isländer mit ihrem ‚überraschenderweise kam eine Rosine am Ende des Hotdogs‘... Anm. d. Prot.)
Am Schluss erfolgte noch eine einseitige Vorstellungsrunde zwischen Wortwerk-Gruppe und Komm-Team: Jemand von letzterem kam kurz vor elf vorbei, um zu fragen, ob hier noch alles okay ist oder ob wir zahlen wollen. (weitere Bewerber:innen für Protocollagen gesucht: bevorzugt zuverlässig, frei von Prosopagnosie, Prosa- und Lyrik-Pagnosie und Hypakusis … um das googeln bzw. ökologisch korrekt ecosian zu ersparen: Letzteres ist der Terminus für Schwerhörigkeit. Anm. d. Red.)(Wenn man Witze erklären muss, sind sie keine. Anm. d. Prot.)
PS: Wie immer am Schluss die Serie „Begrüßung in allen Sprachen dieser Welt, diesmal aus gegebenem Anlass Neandertalerisch: „përshëndetje / tungjatjeta, mirë që jeni këtu“. Nein, Quatsch, das ist aus gegebenem Anlass natürlich albanisch und heißt: „Hallo, schön dass ihr da seid.“ Während „Kush e ka parkuar tankun para piramidës?“ heißt „Wer hat den Panzer vor der Pyramide geparkt?“ … das versteht man mit etwas Englisch- und Spanisch-Background sogar fast… und lustig (und zu Marleens Geschichte passend) ist, dass in Albanien auch „Ciao!“ gesagt wird.
PS2: Die weiteren Sätze auf der Redewendungsseite, die – auch wenn es so nicht gedacht ist – im Zusammenhang gelesen Sinn ergeben, bringen die Schleife wieder an den Anfang: „Unë jam gjerman, Unë jam i lënduar. Kam nevojë për ndihmë!“: „Ich bin deutsch, ich bin verletzt, ich brauche Hilfe!“. In diesem Sinne stelle ich meine übliche Forderung nach Umweltschutz, Energienetz-Ausbau und Rücktritt der Fossil-Lobbyistin Katharina Reiche zurück und konzentriere mich auf die nachdrückliche Aufforderung nach Demokratie-Erhalt und dem Verbot rechtsextremistischer, demokratiefeindlicher Parteien. Dann hätte auch das Geeier ein Ende, dass Demokratie-Verteidigern und ihren Unterstützerinnen vorgeworfen wird, politisch nicht neutral zu sein. Bei demokratischen Parteien kann / darf / soll man ja an vielen Stellen politisch neutral sein. Aber nicht beim Faschischmus-Comeback des (aktuellen) Jahrhunderts.
