Montag, 11. Oktober 2010

1. Nürnberger Lyriknacht: Textsoundbilder zum Hören, Sehen & Tanzen

29. Oktober 2010, Beginn 21.30 Uhr
Kulturkellerei im K4, Königstraße 93, Nürnberg
Eintritt: 5.- € (ermäßigt: 3.- €)


Mit Dirk Baumeister, Andrea Heuser, Christian Schloyer, Anja Utler (Text), Paul Weigel, Mario Igel (Sound) und Rick Götting (3D-Bild)

Improvisationskunst auf höchstem Niveau: Die jungen renommierten Dichterinnen und Dichter Andrea Heuser, Anja Utler, Christian Schloyer und Dirk Baumeister erlebt man hier unplugged in einer lyrischen Jam-Session. Unterbrochen und ergänzt von Soundlandschaften und 3D-Diaprojektionen, weben die vier an einem Lyrik-Sound-Bildteppich, der schon allein deshalb einmalig sein wird, weil hier wenig vorher abgesprochen ist.

Muss man Lyrik interpretieren? Muss man nicht - geht auch gar nicht bei dieser Dichte und diesem Tempo. Das Schöne ist, dass man Lyrik hier richtig erleben kann. Hier passiert das, was junge Lyrik (auch) will: über den Bauch ins Blut gehen und erst dann im Gehirn ankommen, als halluzinatorische und erkenntniserweiternde Droge. Medizinisch wirksamer Bestandteil: 100% Sprache.

Kongenial unterstützt wird dieses Erlebnis durch imponierende Soundscapes der Djs Paul Weigel und Mario Igel (Electric Pony Noises).
Ton und Wort bilden die Doppelhelix eines unerhörten Eigenlebens, das mit tanzbarer elektronischer Musik kontaminiert wird.
Sinnliche 3D-Photoprojektionen von Rick Götting geben zusätzliche visuelle Impulse.

Part 1: 21:45 Uhr bis 22:55 Uhr; Part 2: 23:25 Uhr bis 0:35 Uhr; Open End.

Veranstalter: LiteraturDing e.V., KulturKellerei im KunstKulturQuartier
im Rahmen des Literaturfestivals Literaturupdate Bayern 2010
Förderer: Stadt Nürnberg (Kulturreferat), InterFace AG, KunstKulturQuartier

Sonntag, 15. August 2010

Poetenfest 2010: Projesie-Prosajekt

Dritte Wortwerk-Anthologie, an die Hauswand geworfen

Donnerstag, 26. bis Sonntag, 29. August 2010, 21:00 bis 24:00 Uhr, Theaterstraße

Trickfilm-Figuren, die ein Gedicht vortragen, absurde Geschichten vor alltäglicher Kulisse oder surreal inszenierte Alltagsgeschichten – wenn ambitionierte Nachwuchsliteratur auf experimentellen Hobbyfilm trifft, darf man keine große Literaturverfilmung erwarten. Das wäre den Schöpfern dieser Sammlung kleiner skurriler Filmperlen auch zu dröge: Man will poetische Vielfalt, absurdes Experiment, Staunen und Kopfschütteln.

So versammelt das Projesie-Prosajekt (Videoprojekt für projizierbare Poesie und Prosa) Beiträge von 9 jungen Autorinnen und Autoren, die ihre Texte (teils mit beachtlichem Aufwand) filmisch inszeniert haben. Die Künstler entstammen den beiden Autorengruppen und Textwerkstätten „Wortwerk“ in Erlangen und Nürnberg.

Die Idee zum Projesie-Prosajekt fand sich auf der Suche nach einem für die „Wortwerk-Anthologie 3“ geeignetem Text-Präsentations-Format. Es sollte nicht wieder ein Heftchen werden, auf dem man inklusive der Druckkosten sitzen bleibt, sondern etwas Spannendes. Warum nicht die neuen technischen Möglichkeiten nutzen, wo doch beinahe jeder eine digitale Kamera zur Hand hat? Texte an die Wand werfen! In dieser Form mag eine Anthologie funktionieren!

Zu bestaunen ist die Video-Wortwerk-Anthologie erstmals auf dem 30. Erlanger Poetenfest, und das gleich an allen vier Abenden. Wer zwischen 21:00 Uhr und 24:00 Uhr durch die Theaterstraße flaniert, wird sie sehen. Wenn die Feuertaufe vor Publikum bestanden ist, werden die Einzelbeiträge auf YouTube hochgeladen und weltweit zugänglich gemacht.

Playlist für Projesie-Prosajekt aufrufen

Poetenfest 2010: 10 Jahre Wortwerk – Neue Leute, neue Texte

Geburtstagslesung mit vier jungen Wortwerkern aus Erlangen

Sonntag, 29. August 2010, 13:30 Uhr, Schlossgarten, Nebenpodium II
Eintritt frei!


„Publikumsbefruchtung“, „Wortverlosung“, „Wörterleuchten“, „Karma-Klima-Anlage“ – bei den bisherigen Poetenfest-Gastspielen glänzte Wortwerk durch witzige Lesekonzepte. Wer abends durch die Theaterstraße schlendert, sieht dort experimentelle Literaturfilm-Schnipsel: Wortwerk hat seine dritte Anthologie als „Projesie-Prosajekt“ mitgebracht. Wo aber gibt’s die jungen Autorinnen und Autoren live?

Sonntagmittag gibt Wortwerk eine Geburtstagslesung. Der „alte Nürnberger Kern“ der ursprünglich in Erlangen ansässigen Gruppe stellt mit Christian Schloyer den Moderator. Im Mittelpunkt aber steht ein neues Wortwerk: Die Autorengruppe und Textwerkstatt hat 2009 Zuwachs bekommen – Wortwerk Erlangen „Reloaded“. Es lesen:

- Die 1986 in Dachau geborene Carolin Hensler studiert in Erlangen Germanistik und Anglistik und schreibt neben Kurzgeschichten derzeit an ihrem vierten Roman. Sie wurde bereits für Literaturpreise nominiert und im Literaturmagazin „etcetera“ veröffentlicht. Mit ihrem Mystery-Roman „LaVerne“ kam sie in die Endauswahl eines Bestseller-Schreibwettbewerbs.

- Rebekka Knoll, 1988 in Kassel geboren, studiert in Erlangen Theater- und Medienwissenschaft sowie Germanistik. Gemeinsam mit Carolin Hensler ist sie die treibende Kraft bei der Neugründung von Wortwerk Erlangen. Ihr erstes Theaterstück „Einfußinseln“ wurde 2009 am Theater Erlangen im Rahmen des Hörkunstfestivals uraufgeführt. Ihre Texte erscheinen in Zeitschriften und Anthologien.

- Hanna Rauh, geboren 1984 in Marktredwitz, studiert im Anschluss an eine Buchhändlerlehre Buchwissenschaft und Germanistik in Erlangen. 2010 wurde sie für den Preis des Erzählwettbewerbs des Berliner Tagesspiegels nominiert.

- Stefan Winter, geboren in München, auch er studiert in Erlangen: laut Selbstauskunft vorwiegend „internationale Kaffeekulturen“. In seiner Freizeit widmet er sich „hauptsächlich der lokalen Theaterszene, dem Verfassen seltsamer und potentieller Literatur sowie der Dekonstruktion seiner Identität.“

Montag, 26. April 2010

Phantastischer Kurzroman "Joie de la Curt"

Es ist geschafft! Unter dem Pseudonym "Perrudja" ist im Arcanum Fantasy Verlag mein phantastischer Kurzroman "Joie de la Curt" erschienen. ISBN: 978-3-939139-33-1
Der Roman ist inspiriert an einer "Aventiure" des Sagenkreises von Artus und den Rittern der Tafelrunde. Im Minnesangroman Erek und Enide von Hartmann von Aue findet sich eine Geschichte von einem Zauberwald, den ein roter Ritter bewacht. Wer in den Wald eindringt und nicht wahrhaft liebt, wird von diesem Ritter namens Mabonagrin geköpft.
In "Joie de la Curt" treffen zwei Paare aufeinander, die sich selbst und der Welt beweisen wollen, dass ihre Liebe dauerhaft ist. Wieviel Idealisierung verträgt die Liebe? Wieviel Freiheit braucht die Liebe? Erek und Enide, und Mabonagrin und Alaia befinden sich in diesem uralten Dilemma. Und als Ritter bleibt nur das Ventil zu kämpfen...