Montag, 23. März 2026

Tatort Alpen – Schicksalsberg Watzmann

Diesen Donnerstag, 26. März um 19:00 Uhr: Lesung und Bildershow mit dem Schriftsteller und Naturfreund Leonhard F. Seidl

Nicht nur die Natur kann in den Bergen zur Gefahr für Leib und Leben werden. Leo hat zehn spannende Kurzkrimis mit Tatorten in den Alpen von renommierten Autor:innen gesammelt; und einen selbst geschrieben. Der spielt auf dem Schicksalsberg Watzmann und lehnt sich an einen historischen Fall in der berüchtigten Watzmann Ostwand an. 

Untermalt wird die Lesung durch Fotos von Watzmann und anderen Touren.

Spendenempfehlung: 5-18€

Naturfreundhaus Fuchsloch Nürnberg

Adolf-Braun-Str. 40, 90429 Nürnberg

PS: Leo war "Nature Writer in Residence" in vier Nationalparks in Deutschland, Österreich und Tschechien

Montag, 16. März 2026

Keine weißen Mäuse an den Anfang eures Vortrags! Höchstens Ratten an den Schluss

Psst! Willst Du mit in die Hydranten-Untergruppe? Weißt Du nicht mehr, Tobis Hydranten-Wespen-Lyrik beim letzten Treffen? Wir schicken uns gegenseitig Fotos oberirdischer Exemplare … scheinbar sind die in der freien urbanen Wildbahn doch nicht so selten wie gedacht … die Gerüchte über zwei Unter-Unter-Gruppen – die, die sie abbauen und mitnehmen und die, die sie mit grellen, gelb-schwarz ausgedruckten Gedichten bekleben - sind aber Quatsch, soweit ich weiß. – Aber für die echte Untergruppe wäre eine App cool, oder? Natürlich mit seehr lyrischen Menüpunkten / Benutzerführung!

Wann treffen wir wieder zusamm? – Oh nein, nicht wieder die Diskussion „Montagabend ist so spät“ … - stimmt aber doch! Stimmt doch aber? Aber stimmt doch? Matthias aus Ansbach sagte letztes Jahr, dass es ihm zu spät sei – meinst Du diesen Matthias, der da gerade reinkommt? – Ich fühle mich wie in einer Gerichtsverhandlung oder bei Game of Thrones, wo mein Zeuge ein doppeltes Spiel spielt. – Ist egal, die längste Anreise hat eh Tamas („ich werde ‚Thomasch‘ ausgesprochen“) aus Vorra! – Oder, da aus der Erlanger Wortwerkgruppe zu Besuch: Stefanie!

He, heute mal mehr Lyriker:innen! Neben ihr, Tamas und Matthias ja Jörg, Tobi und Chrys!

Aus dem halbherzigen, in Halbsätzen erfolgten Vorstellen der Anwesenden in Richtung Stefanie wurde dann doch eine vollherzige und herzliche Vorstellungsrunde („Verstellungsrunde“ fände ich auch lustig … vielleicht teilweise der Fall, oder „VersStellungs-Runde“, wegen Lyrik… Anm. d. Prot.)(Zwei Absätze, ohne dass Du emergiert bist. Ich bin beeindruckt. Auch wenn der Preis dafür wieder maximale nacherzählerische Freiheit war/ist. Aber dazu sagt der imaginäre Justitiar später ja noch was. Erwähnenswerter wäre der Kommentar „Ja, ich kann mir vorstellen, dass das eine spannende und lustige Vorstellungsrunde war!“ der später dazugestoßenen gewesen. Anm. d. Red.)

Ich gebe zu, bei meinem aktuellen Cannabis-(Schreib-)Projekt bin ich nur mit halbem Herz dabei. Die sagen immer, ich solle da „mehr reinpacken“ … – wie… LSD, Ecstasy und so? – Nein, aber die Haltung von Ratten habe ich platziert. – Das wird jetzt hier so die Sonderkategorie eines Wettbewerbs bei unseren Treffen: „was ich alles in einen Auftragstext reinschmuggeln konnte.“ Mit Abstimmung und Verleihung eines jährlichen Preises! – Die Aufforderungen „machen Sie daraus bitte ein lesbisches Pärchen“ und „trotz ‚einfacher Sprache‘ bitte gendern“ waren schon anstrengend. – Also, ein lesbisches Rattenpärchen fände ich schon süß…

Als Drehbuchautor in Hollywood hat man Erfolg ohne Ruhm, kann also noch von Fans unbelästigt einkaufen. – Geht es Dir so? – Nein, aber das ist der Plan. Der Vorteil in Deutschland hingegen: der Staatsvertrag zwingt das ZDF, alles Eingesendete zu prüfen. – Bist Du da sicher? Geht es da nicht darum, bei angenommenen Texten auf die Achtung der Menschenwürde und Darstellung kultureller Vielfalt zu achten? – Weiß nicht. Egal, wichtiger ist der Spoiler: die haben da eh eine Mitarbeiterin, die macht automatisierte Ablehnungsschreiben. – Na, immerhin noch ein Mensch, auch wenn sie Vorlagen verwendet… aber ich kann mich einfühlen: das wäre für Dich natürlich eine späte Genugtuung, wenn das ZDF durch Amazon, Netflix und Co. kaputt geht, weil es damals, also heute, Deine Skripte nicht angenommen hat. - Und wer schreibt authentischere Drehbücher, der zuhörende Psychologe oder der Erzählende mit psychischen Problemen?

Mit Hip-Hop bin ich durch und jetzt bei experimenteller Lyrik gelandet. Meine Brötchen verdiene ich als Gärtner. – He, Du bist jetzt schon der zweite dichtende Gärtner oder gärtnernde Poet, den ich kenne! Der andere war einer von Müllers fünf Privatparkgärtnern, die Dichter unter ihnen können thematisch sicher voll aus dem Vollen schöpfen – ne, wir haben hier in Nürnberg „nur“ für Woitinek gearbeitet. Aber die waren sehr nett: wir haben Lebkuchen bekommen. – Nett. Nicht originell, aber nett.

Das führte nahtlos (gibt’s da bei Gärtnern auch einen Begriff? Saatlos? Anm. d. Prot.) zu einer Diskussion, in welchen Werken der Weltliteratur landwirtschaftliches und gartenbautechnisches Fachwissen ausgebreitet wird… Vergil? Dostojewski? … und zum Beginn des Running Gags „ich komme mir dumm/ungebildet vor“ und einer weiteren Diskussion, wie viele Versionen von Texten man schreibt, und ab wie viel Zeichen Änderung eine Version eine Version ist.

„Na, das ist ja eine Super-Überleitung für mich! Ich habe heute – wenn auch laienhaft – einen Baum umgegraben, bin Psychologe und das hier ist zwar nicht die 80. Version wie bei Deinem Sonnengedicht, Tobi, aber dafür ein seeehr langsames Projekt. Die liebe ich sowieso. Die Blätter liegen seit 25 Jahren herum. Loseblatt-Gedicht sind außerdem eh die beste Publizierungsform für Lyrik, da kann nach dem Runterfallen der Zufall eine Reihenfolge bei der Sortierung spielen. Aber ich habe es überarbeitet. Es heißt ‚Briketts‘.“ - „Cool, Matthias! Voll antizyklisch zur Umweltdebatte.“ – „Du wirst lachen: damals habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, ein Kohle-, also Bergbau- oder Energieunternehmen, als Sponsor zu gewinnen.“ – „Briketts als komprimierte Kohle… oder weitergedacht sind Deine Gedichte Diamanten.“ – „Setz ihn nicht unter Druck, höhö. Pressen! Fester!“ - Und als Design schwarzes Papier und brikettförmige Kisten.“  – „Genau, Paul kann ihm Zigarrenkisten geben, wenn das mit Hollywood klappt.“ – „Wollen wir vielleicht erst mal über den Inhalt diskutieren? Und ihr dürft voten, welches Kapitel ich vorlesen soll: ‚aktuelle Relikte‘ oder ‚Pathologie statt Umwandlung‘?“

Der Einstieg betraf dann das Dichten mit Hanf, Wasser/geist, nie gehörtes Vergessen und die Wirklichkeit, über deren Schönheit nichts mehr ist. (Seufz. Ich hätte gerne den Originaltext. Anm. d. Red.) (Ja, es kam auch die Unbeschreibbarkeit oder Unbeschreiblichkeit oder Unbegreiflichkeit von Begriffen … -  (All das trifft auch auf Deine Mitschrift zu. Anm. d. Red.) – … zur Sprache. Und das Wiedererkennen politischer  Gesichtszüge in der Fauna… - (das ist nicht strafbar. Anm. d. Just.) - …, wann man zur Gruppe oder die Gruppe zu einem gehört, und iwas mit gebannten Friedensgefahren durch Avanti-Buddhas oder so. Anm. d. Prot.)

Ich fand das „Lächeln im Flussbett“ morbide, aber stark. Und neben dem „Held seines Scheiterns“ natürlich die Hirnholzspaltung. Ein – erregendes, sozusagen Thomas Bernhardiner – Holzfällen! – Oder „der Winter, das Nichts“ und die Flöte mit Lehm oder Ton zu verschließen.- Ach ne, das ist klassisch. Provokanteres, bitte! – Wie, „klassisch“: hast Du das im Musikunterricht gemacht oder was? – oder bei einem avantgardistischen Blockflötenkonzert der Privatschule, statt E-Gitarren zu zerschmettern?

Also, das „Nichts“ sehe ich jetzt übrigens nicht als abstrakten Begriff. – Das macht nichts. Das ist die Macht des Nichts.

Wurde die Überschrift erfüllt? Kam da überhaupt Kohle in den Texten vor? – Doch, da war irgend etwas mit „getrunkenen Kohlestaub“ gewesen… (oder ist das hier ein „b“ statt dem „g“? So eine Sauklaue …Anm. d. Prot.)  Aber der Höhepunkt war natürlich, dass im Büro des Schriftstellers Äxte umherliegen. (Seine eigenen oder die seiner Kritiker? Anm. d. Prot.)(Halte Dich mal mit den Kommentaren zurück. Das stört den Lese-Flow. Anm. d. Red.) - Kann man Deine Lyrik schnell lesen? Dann brauchst Du eine niedrige Auflage. (Äh… was? Kann ich dann an dieser Stelle bitte noch einmal Werbung dafür machen, die vorgelesenen Texte vorab undoder währenddessen undoder im Nachgang temporär auf eine auf uns beschränkte Plattform hochzuladen? Anm. d. Red.) (A propos „beschränkt“: falls Deine Bemerkung als Kritik an meiner handschriftlichen Mitschrift gedacht war: die unklare Passage war doch etwas Gesagtes, nicht etwas Vorgelesenes? Anm. d. Prot.)(hm. Stimmt sogar. Anm. d. Red.)(Ja, ich bin jetzt auch verblüfft, Recht zu haben. Das ist eine Verdrehung unserer Rollen. Anm. d. Prot.)

Ich kann mir Deine Texte gut als Partnerschaftsbörsenslogans vorstellen. Da steckt viel Perlenhintersinnhumor drin. (Also, der Duden und die Rechtschreibprüfung kennen das Wort schon mal nicht. Anm. d. Prot.)

Die Begriffe des Gedichts sind teilweise wie in Vitrinen (passend, da auch das Wort „Panzerglas“ vorkommt. Anm. d. Prot.) ausgestellt. - Intravitrinös. – Lass das. Und dieses „Präsentieren“ wird wiederholt. Mich stört da einfach, dass das a priori kostbare Wendungen oder Formulierungen sein sollen. Oder ist das Herausstellen ironisch gemeint? – Denk Dir nichts, Matthias, ich würde seine Kritik als Lob sehen! Und davon unabhängig: großes Lob für die Gedichte!  – Aber um zu meiner Kritik zurückzukommen: „informeller Schneefall“ geht ja noch, aber nicht noch mehr! – Jetzt wo ich das Layout sehe: Der Text ist ja gar nicht vorlesbar! – Aber wir haben ihn doch gerade vorgelesen bekommen? – Ja, aber dann sicher falsch! – Du meinst, die Person des Autors ist unzufrieden mit der Person des Vorlesenden, obwohl das ein und dieselbe Person ist? Gut, dass er dann gleich Psychologe ist.

„Präpathetisch“ Ist so ein hartes Wort. – Besser als „pathologisch pathetisch“.

Ich wäre gerne Kurator des Lyrik-Museums, das solche Texte ausstellt. – So was musst Du aber erst erfinden. – Also, auf Wikipedia gibt es einen Artikel „Liste der Literaturmuseen“!

Ich Idiot verstehe Deinen Text nicht. – Das wollte ich als Autor nicht. Also die Selbsteinstufung als Idiot. Das Nicht-Verstehen schon. – Was habt ihr denn? Der Text entwurzelt mich zwar, aber das Nicht-Verstehen befreit doch! – Ach so, verstehe! (War diese Erkenntnis jetzt befreiend? Ich frage für einen imaginären Freund… Anm. d. imag. Freundes des Prot.) – Ja, ja, Entwurzelung ist auch eine Form von „Dein Text ist bewegend“. – Immerhin war es kein völliger Verriss meiner Texte, was will man mehr?

„Dann mache ich mal mit Schlachten und flimmernden Kriegsnebeln weiter, wenn es genehm ist?“ – „Sollen wir da – wenn auch stümperhaft – einen gebrummten und gezischten Beat drunterlegen, Tamas?“ – „Bitte lass die Anspielungen auf meine Hip-Hop-Vergangenheit. Das waren wie gesagt Jugendsünden.“ – „Aber ich traue mich wetten, das Gedicht wird ein tipptopp Hip-Hop-Haiku.“ – „Und bitte nicht im Vorfeld des Vortrags Äußerungen der Unsicherheit oder ‚das ist nur‘ oder ‚ich habe noch diese oder jene Unzufriedenheit mit dem Vortrag‘. Das ist der Weiße-Mäuse-Effekt, den muss man vermeiden, weil dann stößt man Zuhörer:innen genau auf die Schwächen.“ (Ausnahmsweise gut mitgeschnitten, aber gut, dieser kleine Vortag kam ja auch von Dir. Allerdings muss ich Radio Eriwan-mäßig ergänzen, dass „weiße Mäuse“ früher ein Spitzname für weißgekleidete Verkehrspolizisten war – oder alkoholbedingte Wahnvorstellungen. Deinen zitierten „Weiße Mäuse-Effekt“ finde ich jedenfalls nicht im Internet. Vielleicht bildest Du Dir das nur ein? Hast Du Dir Alkohol zur Entspannung genehmigt? Allerdings gibt es im Zusammenhang mit „Negative Priming“, dass etwas Negatives  länger im Gedächtnis bleibt, im Web den Hinweis, dass die Zuhörer:innen die Selbstkritik des Redners dann bestätigt sehen. Aber vielleicht solltest Du solche Themen Rhetorik-Profis wie Antonia überlassen. Anm. d. Red.)

Darauf setzte ein Farb-Staccato ein: Pflanzenbeschreibungen, aber auch ein mystischer Wächter. Ein Baum aus Fäden, korrumpierte Abboreszenz, und Geier Sturzflug sucht im Schlachtennebel nach Ordnung, entpuppt sich aber als Göttin. Stichwort: „Ich Idiot!“

Also, das war jetzt sehr seh-lastig. – Nein, einmal kam eine akustische Beschreibung vor! – Ja, aber Null Haptik oder … äh, Olfaktorik und Gustatorik! – Wir haben genau gesehen, dass Du das schnell am Handy nachgeschlagen hast. – Das macht meine Kritik salvatorik nicht ungültik!

Das waren verwuchernde, paintballartige Wortgeschosse wie ein Hiphopper, der Du reifeentwicklungsmäßig freivonjugendsündenseiend (der werfe wie Joschka den ersten Stein und entschuldige sich anschließend? Anm. d. Prot.) nicht mehr sein willst, aber die Farbe aus einem Topf mit antikem Material gezogen… insgesamt sehr reizvoll! – Danke. Zurückhaltende japanische Lyriker wie Matsuo Basho sind mein Vorbild. – Mag ja sein, aber … nein. „große Schlachten“ und so sollen zurückhaltend sein? – Genau, diese Wortteilverschmelzungen… das war Highspeed a la MF Doom oder Eminem, ganz neue Klänge. – Ja, als lyrischer Elektromusikkünstler sage ich: Verstehen interessiert nicht, sondern das Erleben von Sprache. Und das Comeback der Anrufung des Antiken … mit dem Gestus eines 16jährigen vortragen… Tschakka!

Also die fliegende Gestalt war die Göttin der Gerechtigkeit… nein, das wäre Dike, es geht um Themis, ihre Mutter, die Göttin des Rechts. And again: „Boa bin ich dumm“ („ist okay“, antwortete die Schlange, „Erkenntnis ist der erste Schritt, iss noch einen Apfel, das hilft gegen Doktoren wie Knoblauch gegen Vampire. Ischschwör!“ Anm. d. Prot.) genauso wie beim „arborescens“, dem Baumartigen. („dududu! So ein abartig unartiger Baumartiger! Oder ‚Baumar-Tiger‘?“ Anm. d. Prot.) Die Adoleszenz des Arborescens-vortragenden Arboristen. Labora et arbora aus dem genlabora. (Ich wiederhole mich bei jedem Text: Ruhezeiten einhalten! Anm. d. Red.)

A propos „präpathetisch“: Der Untertitel „Untergang der Menschlichkeit“ und Sätze wie „Schönheit beginnt im Kleinen“ sind zu viel? Oder zu wenig? Und von der Struktur her viele Richtungsangaben und ein Aufbau wie eine Checkliste… noch mehr Statik drumrumbauen. Da fast keine Verben vorkommen, ist es sehr passiv, trotz des Tempos.

„Iiih… der Autor zwingt mir Interpretation auf!“ – „Das sind Sätze, die der danebensitzende vorhervortragende aber nicht nachtragende Lyriker zertrümmert.“ – „Aber da brodelt viel Energie … vertraue Deiner Sprachkraft!“

(Anmerkung, unabhängig vom momentan zitierten Gedicht: Und immer wieder fallen in der Runde aus den nun mal mit Autor:innen-Hirnen gekoppelten Mündern Sätze wie aus Romanen, wie „Erst heute Morgen ging es mir so, weil es geregnet hat.“ Anm. d. Prot.)

Reicht bei „Laub“ nicht „Laub“, wozu „Laub der Vergangenheit“? – Na, es gibt doch auch noch nicht gefallene Laub am Baum, das im Frühjahr für Zukunft steht!

Die Märzenbecher malen, machen oder malochen je nach Lesart der Notizen die Jahreszeit auf. (stoßen auf den Frühling an? Anm. d. Prot.)(Ich bin ruhig. Ich bin ein Fels. Anm. d. Red.) (Und zu seiner erwähnten „Maranta (leuconeura, auch „Gebetspflanze“)“, die mit gefalteten Händen Fürbitte für gesunden Schlaf leistet, fällt mir spontan gerappt natürlich „Das Mantra der im Manta beifahrenden Mantara war: ‚er hat gut geschlafen. Er fährt ausgeruht und sicher. Wunderbar.‘“ Anm. d. Prot.)(Stattdessen erwähnenswert - da tatsächlich stattgefunden – wäre gewesen, dass einige statt „wünscht Du mir friedlichen Schlaf“ verstanden haben „nimmst Du mir friedlichen Schlaf“. Anm. d. Prot.)

„Hat jemand einen frisch zu feedbackenden Text oder muss ich auf meinen abgehangenen Vorrat zurückgreifen?“ – „Ich hab was. Und vorweg zum gleich vorgelesenen Text: Ich wollte mal was ganz anderes machen.“ – „Lass mich raten, Antonia: eine literarische Bedienungsanleitung?“ – „Nein, ein Essay.“ – „Ah, da bin ich gespannt.“ – „Nein, das lese ich jetzt aber nicht vor. Das hier sind die ersten Seiten von einem möglichen Romanprojekt.“ – „Also, der Einstieg war jetzt schon mal sehr aufmerksamkeitsheischend, aber es hat funktioniert. Ich bin immer noch sehr gespannt.“ – „Es beginnt mit: ‚Den Tod hatte ich mir anders vorgestellt.‘“ – „Ein Killer-Einstiegssatz.“

Eindeutig nicht der Himmel, wenn man bei der Freundin aufwacht und Youtube im Hintergrund das Schminken von Schlupflidern erklärt! Und nach Seite Eins kam der Cliffhanger: „verdammt, ich finde die zweiten Seiten nicht.“ – „Wie viele zweite Seiten gibt es?“ – „Alles im Leben ist multikausal und vielfacettig, das passt.“ – „Ruhe, es geht weiter, mit dem Sprung auf die Polizeistation und dem ‚All Cops Are Beautiful‘-Plakat. – Also, der eingebaute Mini-Kunstunterricht mit Magritte und Granny Smith war toll! Oh nein, sie liest schon wieder nicht weiter! Gibt es Seite Drei nur als Abo oder nach Einwurf von Münzen? - Sehr spannend, diese teleportationsartigen Schauplatzwechsel bei jedem Erwachen des Geistes! Das führt bei mir zum spontanen Vorschlag, auch bei Deinen Lesungen Texte „materialisieren“ zu lassen. Oder ein eine Art Escape Room- Spiel. – Tja, liebe Antonia, willst Du Deinen Text verkomplizieren, wende Dich vertrauensvoll an Chrys! – Das war jetzt zäh, mit dem langen Suchen nach jeder Seite, aber insgesamt sehr spannend! Wie geht die Handlung dann weiter? – Es wird zwei Ermittler geben, also lebende, aber beide liegen falsch. (mit dem Leben? Anm. d. Prot.) Die Tote ermittelt selbst, findet den Täter, aber keiner hört auf sie, denn keiner als kein Lebender kann sie hören – Also, die gesellschaftliche Satirisierung musst Du auch im weiteren Werk unbedingt durchhalten, und zwar auf jeder Seite! – Wieso, es gibt Filme wie „Mondscheintarif“, die nur von einem guten Satz leben, in dem Fall, dass Männer die eigentliche Problemzone der Frau sind. Und Antonia hat schon auf den wenigen vorgelesenen Seiten mehr gute Sätze! – Das mit dem „ACAB“ ist übrigens eine echte Mitarbeiter-Werbe-Kampagne der Polizei, habe ich auf einem Revier gesehen. Und dann habe ich halt überlegt, welche Slogans passen, und das passte dann wie Arsch auf Eimer.  Und was die Sozialsatire betrifft: es schwingen ja auch verschiedene Probleme mit, dargestellt in den verschiedenen Ermittlerinnen: Sichtbarkeit, abnehmende Sichtbarkeit der älter werdenden Frau, oder eine, die sich zu sehr / falsch sichtbar fühlt. – Also ein sehr feministisches Buch. – Ja.

„Du solltest das Konzept des Geistseins überdenken.“ (Unabhängig vom konkreten Bezug, der sich auf die Darstellbarkeit in einer eventuellen Verfilmung bezieht, ist das ein philosophischer Killersatz! Und ist das Meta-Ebene, wenn der Geist über den Geist…? Anm. d. Prot.)

0815-Geist und Sams Töpferszene wollte ich vermeiden, also kam natürlich die Frage auf: was ist das Alleinstellungsmerkmal… ich habe mich für einen verstärkten Geruchssinn entschieden. – Okay, als Geist ist man ja ätherisch, als Dunst unterwegs… und interagiert da eventuell mit den ebenfalls ätherischen Geruchsteilchen… also, falls Du da eine pseudo-wissenschaftliche Erklärung brauchst …  –  Müsste die tote Galeristin nicht eher ein visueller Mensch sein? – Wenn Du schon nicht den Geist weglässt: Den Geruch solltest Du wegen der Verfilmung weglassen! – Nein, wieso? Den sollte sie drinlassen! „Das Parfüm“ war doch auch verfilmbar? - „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerduft, Hashtag Twilight.“ (Ich merke es genau, wenn Du unklare Notizen einfach schnell unerklärt dazwischenschmuggeln willst. Anm. d. Red.) - Oder wie wäre es mit einem Film mit beschreibenden Untertiteln, wie für Hörgeschädigte? Etwa: „jetzt Erdbeergeruch“… –  Genau, und wenn in wenigen Jahren das Geruchsfernsehen endlich kommt, bin ich ganz vorne mit dabei! Das gefällt mir! – Ja, die Festlegung auf so eine andere Sinnesart ist für einen als Autor schon schwer … der Protagonist meines Romans ist ein Affe mit hervorragender Nase, da muss ich auch dauernd aufpassen, immer seinen Blickwinkel äh Nasenwinkel zu berücksichtigen. – (insert Diskussion über Feucht- und Trockennasenaffen here. Konnte ich im Detail nicht mitschreiben, da ich in persona die Hälfte des Dialogs ja reden musste. Anm. d. Prot. )

„Hast Du auch noch einen Text, Stefanie?“ – „Ja, wie bei Matthias dürft ihr voten: Parmesan. Oder armer Ritter.“ – „Können wir auch das ganze Menü haben?“ – „Auf jeden Fall nicht nur die Nachspeise.“ – „Kann Parmesan nicht auch bei Süßspeisen verwendet werden?“ – „Ja, aber ‚Armen Ritter‘ gibt es auch salzig, also ist beides Beides.“ – „Auf jeden Fall gibt es beim Parmesan-Text ein Haar im Käse, aber anders als das sprichwörtliche Haar in der Suppe ist es hier ein Qualitätsmerkmal.“ (Parmesamariter. Parmesamedic. Italohaarkäse. Anm. d. Prot.)(Pause? Bitte? Du kriegst auch Zuschlag beim Nachtisch. Anm. d. Red.)

Welche Fähigkeit ist wichtiger: italienisch sprechen oder italienisch kochen? Die Urlaubsnostalgie wird durch ein italienisches Haar in der Packung verstärkt. Die Liebe beim Raspeln springt auf die Liebe beim Kochen über, auch wenn es nur ein einfacher Käseüberzeug über ein einfaches deutsches Gericht ist. 

Stopp! Irgendwie bei diesem „eingeschweißt“ entstand da in meinem Kopf ein falsches Bild.– Ach so, pulverisiert, quasi Puderzuckerkäse, nicht gehobelt. – Genau, es geht um diese zylinderförmigen Streuer. – Ach so! Und jetzt bitte alle im Chor: „Ich fühl mich blöd.“  - Aber wie beschreibe ich das am besten? – Tja, diese Deine hier im konkreten Zusammenhang gestellte Frage ist die generelle Kernfrage all dieser Abende in dieser Runde! 

Die erotischen Schwingungen, Liebe mit Haut und Ha(a)rtkäse… – Der ungehobelte Mitarbeiter in der Käserei hobelt den Parmesan, höhö. - Und natürlich der Brüller: „Ein Kopfhaar aus der Po-Region.“ - Mehr haarige Wortspiele zum Thema „Haar“ kriegen wir in unserem Feedback nicht mehr unter, Stefanie. – Ja, aber ihr habt zum Glück ein gutes Haar an meiner Geschichte gelassen. - Dein Text hat auf jeden Fall eindeutig den Wettbewerb „maximales Kopf(haar)kino“ des heutigen Treffens gewonnen! – Aber einen kurzen Text habe ich noch! „Armer Ritter“. – Na, jetzt bin ich aber gespannt, ob es um ein Gericht oder historische Sozialkritik geht.

Die Geschmacksperspektive. Der Genuss, warm und salzig. Gepfeffert die Kehle zugeschnürt. Und sofort gepfefferte Kritik, die von der Folge-Kritik wieder aufgehoben wurde: „Die Frage nach dem Wiedersehen am Schluss – die macht auf rein kulinarischer Ebene keinen Sinn. Also, das generelle Gericht vielleicht, aber nicht das konkrete…“ – „Tja, finde die weiteren Ebenen.“ – „Das Wiedersehen des Angebots auf der Speisekarte... wenn da andere Ebenen drin sind, bekomme ich sehr cringe Partnerbörsen-Vibes.“ – „Stellt euch doch alle nicht so an: Der salzige Geschmack, das Bedauern, dass der Genuss so schnell zu Ende geht: Eindeutig explizite Anspielungen in Richtung Oralverkehr, One-Night-Stand und prätoriale oder prämordiale Ejakulation. (legal disclaimer: nicht alles wurde a) von den angegebenen Personen b) in dieser Form gesagt. Künstlerisch freie Nachdichtung. Anm. d. Just.) - „Nein, Paul, da müssen wir Dich auflaufen lassen. Wir anderen lesen oder hören das selbstverständlich NICHT heraus.“ – „Aber die Autorin grinst doch!“ 

„Da war auch ein ‚überrumpelt durchs Essen‘ herauszuhören.“ – „Ach so: Das Essen ist der Täter! Klingt wie das Motto einer Adipoditas-Selbsthilfegruppe.“ – „Sättigung ist übrigens unabhängig von der zugeführten Menge durch eine zahlenmäßig exakt festgelegte – und zwar hohe - Anzahl von Kaubewegungen erzwingbar.“ – „Das mit der Selbsthilfegruppe ist gar nicht so verkehrt, allerdings geht der Text eher in Richtung Dyphagie-Therapie, also Schluckstörungen.“ – „Wo ist der Zettel mit dem Motto ‚ich komme mir dumm vor‘ zum Hochhalten?“ – „Als Lateiner ist man bei diesen Treffen klar im Vorteil.“ – „Und die Kannibalismus-Vibes... Wie war das mit der Anthologie ‚Menschenfresser der Liebe‘ von Philip Krömer?“ - „Aber ist das Geschmäcker-Thema des Ergusses verfilmbar?“ – „Hallo? Sex and the City? Eine ganze Folge über besagten Geschmack!“ – „Das ist jetzt eindeutig der textuelle Höhepunkt des Abends. Applaus für die Apotheose!“ (Klingt wie eine Krankheit? Anm. d. Prot.)

(„Es fällt mir schwer, Dir hier Absicht zu unterstellen“: Der Satz kann anhand der Notizen nicht mehr korrekt zugeordnet werden und wird daher hier an den Schluss gestellt. Ebenso wie der gegenläufige Satz „Ich unterstelle Absicht“ sowie „Man kann das Gedicht verbessern, aber muss nicht.“ Anm. d. Prot.)

Leerstände! braucht noch jemand Leerstände? - Was ist das überhaupt? - Na, ein Heft mit ebenjenem Schwerpunkt. – Ach so, wie die Büros in (Name Stadtteil Nürnberg) – Aber in ehemaligen Büros kann man doch nicht schön wohnen? – Doch, selbst wenn nur minimal umgebaut… halt was in Richtung Loft-Charakter. - Genau. Wir wohnen am Rangierbahnhof: einfach etwas Stoff in die Ecken und schon heißt es „probiers’s mal … miiit Gemütlichkeit, mit Wärme und Behaglichkeit…“ 

Claude Chabrol hat beim Fernsehen immer 10 Seiten Drehbuch geschrieben. - Wie, den gesehenen Film mitgeschrieben und zusammengefasst? – Nein, schon was Neues. Nehmt euch ein Beispiel!

Und wir sind schon bei Kalauer Nummer 4, aber Antonia rollt noch nicht mit den Augen: Du solltest Dir einen Ghostwriter für Deine Geistergeschichte holen!

Fränkisch zu sprechen oder zu schreiben bedeutet ja das horizontale Kippen von „b“ und „p“ und das (optisch nicht ausführbare) von „d“ und „t“ … aber wenn dein Kind in der Schule bei Aufsätzen gerne horizontal auch „p“ und „q“ kippt oder vertikal „d“ und „b“, kann man sich da nicht auf den Schutz von mundartlichen Minderheiten berufen…

PS 1: untenstehend ein Hydrantenfoto vom Heimweg am gleichen Abend und eins vom Arbeitsweg am Tag darauf.

PS 2: He, Vorsicht da oben! Wieso bewirfst Du mich mit Deinem Handy? Was habe ich Dir getan? - Dein Ernst? Weißt du wie aufwändig das ist, bei Gerätetausch alles wieder einzurichten? Ich würde Dich nie mit so etwas wertvollem wie meinem Handy bewerfen!

PS 3: Energiespeicher, Demokratieschutz und Verbraucherschutz!



Sonntag, 1. März 2026

Säkulare Texte in der Kirche

„Warst Du nicht undercover recherchieren (na, na, na, lass die Kirche mal im Dorf: Du bist Protocollagist, nicht Investigativ-Reporter! Anm. d. Red.)(Die Kirche, in der gelesen wurde, war aber in der Stadt... Anm. d. Inv.Rep.Prot.), was mit dieser Untergruppe ‚Romanwerk Wortwerk Nürnberg‘ ist?“ – „Frag nicht. Bei weitem nicht so gut organisiert wie bei der Erlanger Gruppe. Schon die Anbahnung… ‚oh, es kommen alle zu spät? Dann sind ja alle wieder pünktlich!‘ und – da wechselnde Standorte - voll auf Möchtegern-Mr.-X. … ‚seid ihr von Bärenschanze mit U-Bahn weiter oder Bus oder zu Fuß?‘… und dann wurde ein Kinderbuchprojekt ‚Salmonelle die Meerjungfrau‘ diskutiert, mit ‚Herrmann dem Kuchen‘ oder so. Voll schräg.“ – „Also, ‚Hermann den Teig‘ kenne ich aus den 70ern als eine Art essbaren Kettenbrief…“ – „… und noch ganz andere komische Figuren, ‚Hans-Jörg der Industriemetzger‘ und ein Opa, der dauernd mit dem Stock nach der Straßenbahn schlägt, wenn er sie verpasst. Und der seinen Einkaufswagen immer nicht wiederfindet, und weil da sein Handy drin ist, lässt er sich dann von Leuten anrufen, um ihn zu finden.“ – „Die waren alle bei dem Treffen?“ – „Nein, in der Geschichte, in diesem Projekt! Wobei es die teilweise wohl auch in Echt gibt, diese Charaktere.“ – „Und an diesem Projekt schreiben jetzt alle parallel?“ – „Keine Ahnung. Auch ‚Frauengold‘ und die ‚Strohlinienform des T.E.E.‘, absichtlich mit ‚H‘, kamen vor.“ – „Klingt wie Codewörter von im letzten Jahrhundert verbliebenen Menschen...“ (Moment. Verstehe ich das richtig: Teile des Protokolls könnten Teile der Leserschaft verwirren, selbst die, die bei diesem gepimpten „Dieses-Treffen-hat-nicht-stattgefunden“-Treffen dabei waren, weil hier auch Dialoge verwurstet werden, die nicht von diesem Treffen, sondern von einem separaten „Geheimessen“ in teilweise anderer Besetzung waren? Seeehr agentenmäßig, Agent „Mäßig-01“… Anm. d. Red.) – „Und dann wurde auf einmal gewarnt, kurzfristige temporäre Effekte beim Umweltschutz überzubewerten: weniger Fossilverbrauch bedeutet Preissenkung, bedeutet auch Ärmere kaufen und verbrennen es, bedeutet mehr CO² … oder weniger Schwefelaerosole im Schiffsdiesel bedeutet weniger Wolkenbildung über dem Meer, bedeutet mehr Sonnenlicht erreicht und wärmt das Wasser, bedeutet insgesamt mehr Erwärmung…“ – „Aber das klingt doch plausibel?“ – „Ja, aber das ändert natürlich nichts an der langfristigen Notwendigkeit der Maßnahmen! Aber das hat ja alles nichts mit Literatur zu tun!“ – „Naja, die Literat:innen müssen überleben und die Leser:innen auch, sonst steht es schlecht um die Literatur…“ – „Na, der Clou bei diesem Thema war dann wohl, dass die endlos haltbaren ‚Ewigkeitschemikalien‘ wie PFOA nicht nur krebserregend sind, sondern über DNA-Veränderungen auch die Fortpflanzung aller Lebewesen gefährden, also eine Baustelle noch dringlicher als Klimaschutz… und dass der Chemiepark Gendorf laut Google Maps immer noch geöffnet ist.“ – „Sagt mir nichts.“ – „Eben! Unbedingt den Film ‚Dark Waters – vergiftete Wahrheit‘ schauen! Der geht zwar nicht über Gendorf, sondern einen ähnlichen Umweltskandal von Dupont in den USA, aber der Skandal in Gendorf betrifft Dyneon und Anorgana, siehe Wikipedia zu letzterem: ‚Verseuchung des Grundwassers mit dem dort bis 2003 hergestellten PFOA. Die Konzentration im Blut der Anwohner ist bereits 20fach über den Grenzwerten, und die Konzentration im Grundwasser wird bis 2030 noch steigen!“ – „…“ – „Ja, da ist man sprachlos, vor allem angesichts eines Kanzlers, der mehr Industriefreundlichkeit einfordert. Themenwechsel?“ – „Themenwechsel. Berlin ist auch nicht mehr Berlin, sondern anders, oder?“ – „Berlin ist nicht mehr anders.“ – „Ja, wat denn nu?“ – „Jaja, bei Berlin stellt sich immer die Frage: bashen oder hinziehen?“

"Kennt ihr den Streit: ‚Dein Hobby hat mehr Quadratmeter als meins.‘“ – „Nein, aber eure Ferienwohnung hat mehr Quadratmeter als unsere Wohnung.“ – „Kinder, nicht streiten.“ - "Und kennt ihr die Netflix-Serie: ‚Autor verkauft seine Seele durch den Verkauf seines Textes an Netflix‘?" – „Nein. Aber da würde ich gerne aus eigener Erfahrung darüber berichten können.“ – „Und der Bericht wird dann auf Amazon Prime ausgestrahlt.“ – „Wie heißt eigentlich die Phobie-Art, wenn man Angst vor Schlangen an Tresen hat?" – "Schon gut, ich bring Dir ja was mit. Autoren, echt. Denken sich mordsmäßig Stories aus, wenn sie zu faul für irgendwas sind.“

Die Eckkneipen in dieser Hood machen mir Angst, selbst wenn da literarische Hinterzimmer frei sein sollten, weil alle in der Sonne hocken. - Kaum Bänke im Park. Da hat sicher ein städtischer Angestellter beim 'Parkverbot vor der Bank' die Wörter verwechselt. - Halteverbote vor Banken verhindern Überfälle. - This is a Frank Robbery. – He, das ist Ruf-schädigend! - Vorsicht! Boah, diese Lastenradfahrerin hat jetzt aber auch voll ihrem Augenmaß vertraut, da war rechts und links keinen Fingerbreit mehr Platz! – Ja, aber sie hat umwerfend gelächelt. – Wird dann zum Blecheln. – Als Sühne für diese ganzen Wortspiele gehen wir jetzt in die Kirche und lesen dort. Das ist zudem mittlerweile mehr ein Kulturzentrum. – Ist das nicht gotteslästerlich? – Nein, die Kirche wird durch Kultur nicht entweiht, sondern geweitet.

Schaut mal, die haben sogar eine Küche in der Kirche! Heißt das dann ‚Kirsche‘ oder ‚Kürche‘? – Die haben gesagt wir dürfen empor zur Empore. Da liest Du dann aus Deinem pyramidenförmigen Text. Der ist ja sehr strukturiert, wie Math Metal, sehr plotgetrieben: Definitiv tauglich für irgendwas Richtung „Staffel 3, Episode 17“! – Ja, wie bei einer Serie muss man viel Brain investieren, aber es lohnt sich! – Moment, Du beschreibst da also Familie im Sinn von biologisch-sozial, aber auch Familie im Sinn von organisiertem Verbrechen? – Ja. Organisiertes Familienverbrechen, und feministisch, eine reine Schwesternschaft in der Gated Community. – Und der Protagonist ist selbstverliebt im Sinn von gespaltener Persönlichkeit oder Person mit dissoziativen Identitätsstörung, die die andere Person liebt, die den gleichen Körper teilt. Okay, das geht weit über ‚gemeinsame Wohnung‘ hinaus. – Und weit über das übliche „gegensätzliche Ermittler müssen sich zusammenraufen“ … cool! – Und so wirklich begegnen sie sich ja nie? – Wieso, näher beieinander kann man doch nicht sein? – Aber mental und zeitlich kann man nicht weiter auseinander sein. Die andere Person schläft dann sozusagen immer!

Alte Leute kennen Geister. Das weiß man doch. – Äh … nein? Beide nahe der Schwelle zum Tod oder was?
Kant Plus: Bedrohe nicht die Freunde von Menschen, die nur wenige Freunde haben!
Der Lockvogel saß am hinteren Ende des Zuges, und der Zugvogel vorne neben dem Lokführer. - Sie gestatten sich nicht, sich zu mögen.

Du meinst, der Protagonist sagt sich im Selbstgespräch: „Wie kannst Du jetzt Hunger haben, wo wir gerade bedroht werden?“

Das war ergreifend, aber das zitierte Ergreifen war schwer zu begreifen: Er greift nach ihr, nein, nach dem Mikro? Aber das spielt doch auf einem Konzert, nicht in einer Karaokebar? So darf man die Leserschaft nicht verwirren. – Mach nicht so ein Theater, gehe in selbiges! - Ich insta, also bin ich. – „Bitte gähnen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.“

Brüder, zur Sonne, in den säkularen Park / Kirchenvorplatz! – Ich weiß nicht, was Du vorhin hattest, hier sind doch ganz viele Bänke, da können wir auch unsere Kaffeetassen abstellen. - Beim Abräumen kalauert dann sicher einer, dass wir nicht mehr alle Tassen auf der Bank hätten.

Die Goldhochzeit des dementen Vaters, der den Zettel mit dem entsprechenden Hinweis mehrfach am Tag liest und jeweils für ein paar Minuten begreift und glücklich ist … wer davon nicht ergriffen ist, muss zum Psychologen. – Er hat während der Feier in einem Ingeborg Bachmann-Roman Herzchen an den Rand gemalt, was seiner Ehefrau dann doch ein „nanu?“ entlockte – Oho, da ruhen unerzählte Geschichten! Aber Ingeborg Bachmann war übrigens auch meine Angstgegnerin, aber anders, nämlich als Thema bei der Lehramts-Prüfung.

„Du hast ja schon Ebenen um das Thema Demenz geschachtelt; eine weitere könnte ein zunehmend dementer Kritiker sein, der den Text mit einem anderen verwechselt.“ – „Und gut, dass Elvis vorkommt. Der ist definitiv noch markttauglich!“ – „Die Geschwister sind aber echt. Da spielte ich im defensiven Mittelfeld.“

Soll ich vage bleiben oder es auf die Goldwaage legen … ich bleibe goldvage!
Nicht der real existierende Vater widersetzt sich dem Erzähltwerden, sondern der IchErzähler. (das führte zu einer Vielzahl ungesühnter pronominaler Wortspiele: "Du musst das 'Ich' schärfen." - "Ich?" - "Ja, Du!"  - "Interessant: Der bescheidene Ich-Erzähler, so gar nicht egozentrisch." – "Denk dran: DU bist der Ich-Erzähler." - "Ich?" - "Bei ihm ist einfach vieles anders: die Handlung erklärt die auktorialen Erklärungen, nicht umgekehrt!" etc. Anm. d. Prot.)
Welche Geschichte erzählst Du, und wie viele Fäden welcher Farbe brauchst Du neben dem roten? – Das schwere Thema "Abschied nehmen", das banale Thema "mit dem Tod ist alles aus". – In Trauer schwingt auch viel Selbstmitleid mit. – Also, so hart hätte ich es jetzt nicht ausgedrückt.
Die „trotzige“ Wehrdienst-Verweigerung mit der „hanebüchenen“ Begründung: "ich will nicht mit neunzehn sterben". (“in World War Two, the age of the average soldier was 26. In Vietnam, it was nineteen. ni-ni-ni-nineteen.” Anm. Paul Hardcastle) – Gut, aber Du musst die drei Positionen zur Wehrpflicht schärfen, es die Protagonist:innen auch ausoder weiterdiskutieren lassen: Yuval leistet ihn und sieht es pragmatisch, Nick verweigert ihn, Bouquet - auch stellvertretend für seinen Vater - ist einfach froh, darum herumgekommen zu sein.
Ein intertextueller roter Faden ist heute wohl die aufgespaltene Persönlichkeit: Auch der Vater hat am Schluss auf einmal zwei Lebensläufe. - Naja, nicht in Echt natürlich. Das steht für Deutschland, und seine Lebensläufe Ost und West. - Sozusagen Vaterland im Wortsinn. - Ich bin gespannt, ob Du zu dem Projekt noch hören wirst: „das klingt interessant, aber streamlinen Sie es noch für den Markt."
„Oh, unsere imaginären Verfolger rücken auf, lass uns den Schauplatz wechseln.“ - „Moment, ich habe noch eine Frage zu der Nichte und dem Köfte..., äh, ich meine…“ – „Ja, ja, ist gut. Halte durch, wir gehen ja gleich essen!“ – „Die Ansprüche sind bei dieser Gruppengröße auch sicher nicht sehr hoch: es muss halt lecker, vegan, gesund und günstig sein!"
Du kennst Dich zu wenig mit Menschen im Hier und Jetzt aus, und schreibst daher Science Fiction rund um einen Affen? – Ja, Affen-SF, "S-Aff", höhö … – Und damit der Affe im Weltall herumdüsen kann, muss der Roman technologie-optimistisch sein, aber Du genierst Dich, weil der Begriff "Technologie-Offenheit" in der Politik ja für umwelttechnologischen Rückschritt steht. – Äh, ja. – Verständlich. Professor Seiffert sagt im Film "Das Gewicht der Welt" ja, dass die 2020er das Jahrzehnt sind, welches das Klima für die nächsten Jahrtausende festlegen wird. Dieses blinde in-den-Hitzekollaps -Steuern willst Du literarisch nicht noch befeuern. – Äh, ja. Also nein, genau. – Und was erwartest Du jetzt von uns? – Äh … dass ihr lacht? Es ist ja ein lustiger Text. Also, hoffentlich ... – Trotz des ernsten Themas "Versäumnisse angesichts der Klimakrise"? –Das kommt da ja gar nicht vor! – Lass ihn mal vom Haken. Aber a propos Astrophysik: Kannst Du mir den Unterschied zwischen schwarzer Materie und Antimaterie erklären? – Ja, kann ich, aber Moment, das muss ich aufschreiben ... das bringt mich auf die Idee, das zu kombinieren... man braucht im SF ja immer "tec babble" bzw. Erklärungen, was sich wie verändert hat und warum auf einmal so viel Energie zur Verfügung steht... – Das klingt jetzt schon wieder sehr technologie-offen. – Ich sagte doch, lass ihn. Er will doch nur spielen.
Sei nicht so loriot-handzahm! – Dein Affe ist übrigens känguruh-affin … man hört da eine Verwandtschaft raus, auch wenn der eine Kommunist ist und der andere Humanist ist.
(Es ist, wie es isst. Es ist human, Humanist ist. Isst. Frisst. Fristgerecht. Die Frist gerächt… Anm. d. Prot.) (Geht's wieder? Die Schlaftabletten morgens sind nicht gut... Anm. d. Red.)
(insert Gesprächsnebenstrang über KI here) „… das war schon unfreiwillig subtiler Humor.“ – „Wie jetzt? Bei der KI oder bei meinem Text?“
Und natürlich die Vibes vom pterryschen Discworld-Bibliothekar und vom galaktischen Anhalter... aber da habe ich mich schon immer gefragt: Wer von uns nähme schon ein Handtuch mit ins Weltall... – Stimmt. Die Kosmo-Astro-Taiko-Nauten eher ein Handbuch. – Ich finde, die sollten neutralere Bezeichnungen wie Himmels-, Stern- oder Raum-Fahrende haben... – Space Monkeys! – Ist das nicht abwertend? – Moment, der Homo Sapiens IST nun mal die 360ste Affen- bzw. achte Menschenaffen-Art! – Aber der einzige raumfahrende. – In meinem Buch nicht!

Fazit, ein bisschen wie beim Demenz-Text: Etwa auf die Hälfte verdichten. Und Du solltest zudem Dialoge einfach zwei bis drei Sätze früher beenden. (beides gilt übrigens auch für Protocollagen. Anm. d. Red.)

Die Einfälle in der Vielstimmigkeit Deines in Dialoge gespaltenen autoriellen Monologs ...(leider ist das Verb unleserlich. Anm. d. Prot.)(Seufz. Der intertextuelle roten Faden ist wohl die gespaltene und schlecht wieder zusammengesetzte Persönlichkeit und daraus resultierende Arbeitsweise des Protocollagisten. Und der affige Protagonist ist scheinbar auch noch eine Facette davon. Anm. d. Red.)(Der Mensch stammt vom Literaffen ab, hihi. Anm. d. Prot.)

Wir verlassen das Restaurant und das Treffen einzeln und unauffällig, okay? – Okay. – Und Du schreibst keine Protocollage darüber, und falls doch, stellst Du sie nicht online, okay? – Okay!



Donnerstag, 26. Februar 2026

Krach! Sprach Mars, und Venus musizierte

Am Anfang und um aus der Mars-Doppelband-Hälfte (lyrische Doppelhaushälfte? Anm. d. Prot.) zu zitieren: "erlausche die Geburt der Buchstaben"
(warum stand das dann am Schluss Deiner Notizdatei? Anm. d. Red.)

Tok. Tok. Tok. Who's there? Sound. Sound who? Sound Checkers.
Wäre was für Tik Tok. Und es ist bereits Teil 1, wie der Performer später mitteilt.
"Vorne links, vorne rechts" kommt aus den hinteren Lautsprechern und beschäftigt die gleichen Hirnareale wie wenn das Wort "gelb" in roter Schrift irgendwo steht, bis andere Hirnareale (peinlicherweise nicht die eigenen, sondern die der Tischnachbarin. Anm. d. Prot.) beisteuern, dass der dem Publikum zugewandte Autor die Welt logischerweise anders herum wahrnimmt.

("Und Deine Hirnareale haben währenddessen wieder Irrelevantes wie 'Quadrophonie in der Südsee' gesummt." Anm. d. Red.)("Sogar 'Quadro-Phobie'. Na und? Und als der Tontechniker gelobt wurde, hatte ich 'Space Cowboy'-Vibes. Also nicht direkt wegen seines Alters, sondern wegen dem "der kennt sich noch mit dieser alten Technik aus", also der Quadrophonie... uuund: als ich diese ersten Sätze dem Autoren vorgelesen habe, erwähnte er eine zusätzliche Verschachtelungsebene, weil die Lautsprecher falsch herum angeschlossen waren. Soll ich das auch noch erwähnen?" Anm. d. Prot.)(Kann ich dich daran hindern? Anm. d. Red.)(Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob am 26.3. Welt-Dadaismus-Tag ist und das hier mit Poesie gefeiert wird, oder andersherum. Anm. d. Prot.)

Die Tischnachbarin war zufälligerweise eine bekannte Autorin, daher hat sie der Protocollagist gleich zu ihrem pubertierenden Werwolf und seiner Anerkennung als Schulbuch befragt. "Ja, der kämpft sich gerade durch den Dschungel (oder Dicken'schen Dickicht? Anm. d. Prot.) der Lehrerverbände. Ist eine andere Rudelform. Seehr kräftezehrend für ihn und damit für mich. Und die Position oder Haltung der Kläranlagen-Pressestelle ist auch nicht ganz klar. Sie sind auf jeden Fall nicht so cool wie im Buch beschrieben. Die Angst vor realen Papageien-Groupies (Papageirazis? Anm. d. Prot.) der nicht realen Papageien scheint eine Rolle zu spielen."

"Mich freut, dass ihr zu Beginn meiner Lesung/Performance noch alle da seid!"
 während hinten rechts eine künstliche Stimme etwas von "Low Pad Energy Level" murmelt, was erst später aufgelöst wird. (auch hier wieder interessante Ebenen, da der Autor später erwähnt, dass der Soundcheck sehr energiezehrend war. Anm. d. Prot.)
"Wir sind jetzt alle Klangforscher." - Strikte Anweisungen zur absoluten Freiheit der Reaktion: "Einfach den Text spüren."
Er scheint in und mit seiner Düster-Dysto-Freudigkeit viel Spaß zu haben! – Ja, und er hat Astrokardio als USP entdeckt, was auch immer das ist. Aber psst.

Die Dissonanz unseres Le(i)be(n)s gib uns heute.
Auffällig:
 Zerfall ist kein Zufall.
 entfallende Sil
  falle      ben
 far fetched
Sprachsilbentraumdeutung über ungelegte Erdkabel und Erich von Däniken, eifrig selbst
süchtig
 und der Silbenschweif "postmortaler Wachtraum" am Horizont
 und den Gottscheincode einlösen - oder den Renteneinspruch!
Geschlechterrollenbezug, Popcorn als Ruhekissen schlächterdings in Autokratien
("da spricht man das zweite 'T' anders als bei 'mit dem Auto in Kroatien'" Anm. d. Prot.)

Aufgrund der hohen Dichte verordnete der Dichter eine Kunst- und Kulturpause ("eine Kulturbanause macht da Dauerpause, hihi!" Anm. d. Prot.)(während manche - Anwesende explizit eingeschlossen - leider weitermachen." Anm. d. Red.)

Also weiter im Interview, aber schnell wieder vom Thema abgekommen: (ich sehe keine erhobenen Hände auf die Frage „verwundert das irgendwen?“ Anm. d. Red.) Texte verlegen, ja. Aber Zeugnisse? "My crime novel trained brain kicks in: Ist das zeitliche Übereinstimmen ein Zufall? Wie waren die Noten des vom Kind verlegten Zeugnisses? Durftest du die vorher noch sehen?" (das Zeugnis im Selbstverlag herausbringen: auch eine gute Idee. Leider zu spät. Anm. d. Prot.) - "Oh, Du hast Colafläschchen und Saure Gurken mitgebracht! Voll der nostalgische Kindheitsflash. Du hast scheinbar gespürt, dass ich heute im Supermarkt unentschlossen davorstand." - "Das war früher aber nicht vegan, oder?" - "Boah, da kriegt man ja anschließend die Zähne kaum auseinander. Willst Du den Autor knebeln und am weiteren Vortragen hindern?" - "Ich habe nach langer Zeit mal wieder drei Stunden getanzt. Irgendwas in Richtung 'Techno goes Math Metal.' Aber auch unsäglicher Retro Main Stream wie 'Mr. Vain'. Das war schon damals ein pain in the ass." - "deswegen dann das 'shake your ass' im nächsten Song… den Schmerz wieder rausschütteln!" – „... und der alte dicke DJ stand grummelnd hinter seinem Pult, einen Shot nach dem anderen in sich hineinschüttend. Nicht so ganz das, was man sich vorstellt, wenn auf der anderen Seite des Pult alle begeistert tanzen. Aber doch war es so. Er hatte den Saal, das Publikum voll im Griff. Ich konnte es auch nicht glauben, aber ich war dabei." (Vielleicht der echte DJ in einem Nebenraum? Anm. d. Prot.) - "Peinlich dann die Sitzpause wegen Seitenstechen bzw. die Überreaktion der Umstehenden. NEIN, ich brauche keinen Krankenwagen, verdammt! Ich lasse hier gerade meine Jugend wieder aufleben und bin gleich wieder bei euch!"

Genau! Als Silver Surfer komme ich mit den Unterschieden zwischen Discord und Twitch und so nicht zurecht. - Ja, bei letzterem fällt man als aktiver Streamer zwischen den leicht bekleideten Dasmren auf. (Lass jetzt mal gut sein mit den ASMR-Wortspielen. Zumal vielleicht nicht alle Leser:innen den Begriff Autonome Sensorische Meridian Reaktion, das geräuschinduzierte Kopfhautkribbeln, kennen. Anm. d. Red.)(oh, ich sehe gerade, dass es auch für "Age Specific Mortality Rate" stehen kann ... das passt gut zum vorher genannten Ü30 Pogen, oder? Anm. d. Prot.)

Während im restlichen Raum diskutiert wird, welche Pioniere der Elektromusik zuletzt das Zeitliche gesegnet haben (Sagt das die Jugend heutzutage noch? Und: sagen (Elektro-)Musiker anders dazu? Anm. d. Prot.)(Mach dir lieber Gedanken darüber, ob Dein Publikum deine Sprünge von Disko zurück zum Künstlerhaus begreift. Anm. d. Red.) 

Die Ehepartner haben sich seit der Hochzeit nicht mehr fotografiert, aber sie können sich noch sehen / gut riechen / …

Das Publikum mit dem Hörgerät musste leider gehen, das Zusammenspiel mit meiner Lesung und meiner Musik hat da dann doch nicht so richtig funktioniert. Ich nehme das jetzt aber nicht persönlich.

Das AS/MR verursacht Gänsehaut. Aber da müssen noch mehr Effekte draufgelegt werden.

Bright beinig … bei dem Denglish-Scherz habe ich sofort Arno Schmidt- Carlton CreekVibes oder natürlich Günter Stössels legendäres "Nämberch english spoken" mit meinem Favorit "Up´n People reader dry egg war´s fry.": Ab dem Biebelrieder Dreieck war es frei.

Wo waren wir stehengeblieben? Dass in Auto-kratien die Neigungen schlechter Schlächter Abneigungen zu zeigen nicht abgeneigt sind. (Mag sein, dass im Erzählfluss die Pause grad vorbei ist, aber Du machst jetzt eine. Anm. d. Red.)

Autogenes, auto-genetisches Schweiß/en
 von der Stirne heiß
Warning: Helicopter Alien Parents are in the house!
Chrys "The Whale" Schloyer: Der walgesangsingend mit dem Wal im Walde tanzt. In den Mai, sobald es soweit ist. "Wale sind übrigens sehr ordentliche Tiere!"

(okay, der letzte Satz war tatsächlich ein Zwischenkommentar des Vortragenden, und einige der Wörter kamen im Gedichtvortrag auch vor, aber vielleicht solltest Du irgendwo erwähnen, dass die obige Pseudo-Lyrik ein persönliches Durcheinanderwirbeln in Deinen Hirnwindungen ist, und wie bei einem Vertrag im Zweifelsfall das Schriftliche, also das aus dem Gedichtband, zählt! Anm. d. imag. Justitiars) (das "Täubchenritzen" und "astronomisch sich die Pulsare aufschneiden" kam aber so oder so ähnlich oder so vor. Und dass Sterne selig vertrauen, und irgendein "heftiges hälftiges Teilen"? Anm. d. Prod.)("lieber Fetisch auf dem Stehtisch als hektisch über'n Ecktisch" oder wie ging der alte Spontispruch? Oh Gott, dein Wahnsinn färbt schon wieder ab. Anm. d. Red.)(Denk dir nichts, das ist der Location, dem alten Komm geschuldet… Anm. d. Prot.)

Und das hier klingt wie sich kabbelnde Alienkids hinter Türen, oder was meinst Du? - Ja, wenn ihre Sprachmelodie die gleiche ist, äffen sie einander gerade nach, kann das sein? – Psst! – Man wird ja wohl noch laut kommentieren dürfen!

Die abgetakelt aufrei(t)ßende Weinbergschneckenprofitabilität reibt mich auf
  unter
zerzuverentgeteil(t)en Worten
 über

Die Furcht des Obstsalats trägt Früchte. Früchtet euch nicht.
unerträglich
 kläglichst
 gleichst Ei um Ei
…was?

Die Selbstgespräche der Orchideen über (Sch)Wer(t)wölfe in Einzeller-Haft
Was sich Satelliten dereinst weiter über diese komischen Affen erzählen?
 gleichwohl lyrisch wertvoll
staunen, deshalb sein. bestaunt. Es gibt keine Postkarten vom Inneren.

Du, Geisha mit dem Hut, sei auf derselben! Projiziert auf den Königsturm wiegst Du Dich im Takt der Musik von Chrys… und im Turm klimpert das Geld.

(Werbung: passives Konsumieren ist out, daher hier ein kleiner Satz-/Wort-DIYBaukasten: "Verzogen. Weggezogen", "Insekten, vorgestern vorgestorben", "nur für mich", "die Lampe und die Pfeile aus Glas", „yes we can nature!“, „History 101“ Anm. d. Prot.)(nice … das fällt FAST nicht auf, dass Du wieder Deine Notizen nicht lesen kannst. Wobei ich diesen Eindruck schon bei den Sätzen davor gewonnen habe. Mal sehen, ob sich Betroffene melden. Und fürs Protokoll: das ‚nice‘ war ironisch. Anm. d. Red.)

"Das ist doch ein passendes potemkinsches Schluss-Fragment! Nie vollendet... Schönen Abend allerseits!"



Dienstag, 17. Februar 2026

Sprachkrach und leise Töne

Zwei Wortwerker bei Sprachkrach e.V. (Eigenbeschreibung: "Sprachkrach ist ein Kulturverein der Metropolregion zur kreativen Überwindung regressiver Impulse mit Schwergewicht auf Literatur aller Art und deren Präsentation."):

  • Am Donnerstag, 26. Februar um 19:00 Uhr startet Christian Schloyer mit "Queerschläger des Doppelgedichtbands  VENUS und MARS – radikal improvisierte Soundscapes mit Lyrik“ ... einer "synpoetischen Performance zwischen Text-Adventure-Dystopie, Gender-Erkundung und spontan erzeugten Soundtexturen" bzw. ein "klangsatter, mal meditativer, mal verstörender Lyrik-Trip"
Künstlerhaus, Deck 2, Königstraße 93 (Nürnberg). Eintritt: 11 €, Vorverkauf 13 €. Sehr willkommen: LGBTQ+.

  • Am Donnerstag, 30. April, gleiche Uhrzeit, gleicher Ort (aber im Salon), gibt es dann von Sebastian Wermke etwas auf Augen, Ohren und Geist: ein Hörspiel ("Der Bienenkönig"), als szenische Lesung präsentiert.

https://sprachkrach.de/

Donnerstag, 5. Februar 2026

Neon-Dreiecks-Brei, oder: Hydras wachsen nach, Hydranten sterben aus

Szia. Olyan jó látni titeket. Örül, Mint Majom a Farkának (Aus der Reihe "Hallo/ Wiedersehensfreude in allen Sprachen der Welt": Diesmal auf Ungarisch, quasi Tamas zu Ehren, der am Montag zum ersten und hoffentlich nicht letzten Mal dabei war! Anm. d. Prot.) (Und dass die Ungarn nicht den Schneekönig als Maßeinheit für Freude nehmen, sondern den Affen, sagt dem Protocollagisten natürlich besonders zu. Anm. d. Red.)

Die Auswirkungen von ÖPNV-Streiks auf Autor:innen-Treffen und Gegendemos (die anderen fahren sicherlich alle SUV). Ja, die (verfluchten) interessanten Zeiten ... mit schlecht gescripteten, holzschnittartigen Superschurken, die Dir jeder Verlag ablehnen würde! Politische Literatur: nötig, aber literarisch selten gut? Ja, aber Kurt Tucholsky, Thomas Mann...

Und die Technik in der Kommunikation: "Was ist dieses 'Threads' in Insta? Ich hab nur 'Cora liest' gesehen ... und überhaupt hab ich zu viel abonniert, das dann nach dem Ansehen gefühlte zehn Meter im Scrollbalken nach rechts verschwindet... wann ist das?" - "Das war letzte Woche, Coralie und Andy haben in der Auslese der Weinerei Nürnberg gelesen. Aber ich komme auch mit den ganzen Herzchen nicht hinterher." -

"Und bei Facebook hat sich auch was geändert, so dass man weniger Follower hat (?)" - "Schnell, Antonia! Aktion 'ein Herz für Paul'! Schwester, wir müssen operieren. Digitale Transplantation." 

(In irgendeiner Mail war schon mal eine Website-/Insta-Account-Liste, hier mal wieder ein paar, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder gar trennscharfe Abgrenzung zu
Wortwerk Erlangen: fajita.tamas, frauspohr, paulwolff37, chrys_schloyer, bettinav.minnigerode, yvonnerichter6218, frank__ruf, joerg_knapp, tobiasfalberg, leers_telle, pauline.fueg, thomassuwito, gfuerstenberger, monika.schilfarth, leonhard.f.seidl, natasadragnic, rosagraefe, pan.michalp, karlaseedo, wiebke_frn,
agnieszka.baszczynska, jamie_goodall.pilot ... Andy Neuner hat keins; Henning Fritsches und Dirk Stolzenberger ihr scheinbar auch nicht und Wassim, ich finde fünf Mal Wassim Mahfouz bei Insta aber Du scheinst keiner davon zu sein... Anm. d. Prot.)(und überhaupt, wie war das mit Marc-Uwe Klings Digital Independance Day und
so... Anm. d. Red.)
Wie eingangs geschrieben, neu dabei: Tamas Fajta. Herzlich willkommen! Wurde durch
die Website auf uns aufmerksam ... (die Protocollagen schrecken nicht ab!
Gottseisgedankt! Anm. d. Prot.)(Das ist aber kein Freestyle-Freibrief... Anm. d. Red.) ...
und konstatiert: "Ich schreibe schon lange, aber erst seit kurzem konzentriert. Von
Hiphop-Lyrics zur Lyrik.". Was eine Vorstellungsrunde auslöst, mit einigen "he, das hast du ja noch gar nicht erzählt, oder wusste nur ich das nicht"-Momenten der sich bereits
Kennenden: "Meine ersten Geschichten am Schulhof waren mit Schreibmaschine bei
der Mutter eines Freundes getippt und dann am Schulhof verteilt, für Mädchen
kostenlos, für Jungs nicht." - "Mein aktuelles Buch ist Amazon Topseller, war aber
aufgrund Lagerplatzverwechselung gar nicht lieferbar." (Sofort werden Verdachtsmomente bezüglich absichtlich herbeigeführter Mystifizierung geäußert. Anm. d. Prot.) (Topseller/Top-Pick... ich glaub Du verwechselst da was, aber Deine Realitätsdramaturgisierungsaffinität ist ja mittlerweile hinreichend bekannt. Anm. d.
Red.) - "Ich versuche gerade einen Fantasyroman zu publizieren." - "Poesie vermarkten ist pfui, schreiben hui." Erfahrungen über Gesprächsrunden auf der Buchmesse Leipzig werden ausgetauscht. (ich wittere sofort wieder ein Meta: "über Gesprächsrunden sprechen!". Anm. d. Prot.) - "Sind die von den Verlagen genervt von uns
Publizierungssuchenden?" - "Das nervt mich im Gegenzug, dass die genervt sind. (schon
wieder! Anm. d. Prot.) Das ist deren Job, sich mit uns abzugeben!"

Dann geht es los mit den Lesungen (Leider haben wir immer noch keine Plattform, um
Texte für An- oder Abwesende hochzuladen und mit- oder nachzulesen. Manchmal
wurden daher Seiten oder Handies schnell abfotografiert. Anm. d. Prot.)(hattest du nicht
auch was fotografiert? Warum ist das weder unter Fotos noch unter gelöschte Objekte?
Naja, dann mach halt anhand Gedächtnis und Deinem Gekrakel... Anm. d. Red.) : Pauls
Wettbewerbsbeitrag zu "Der eine Augenblick" trägt den Titel "Der Antrag" und erwähnt
im ersten Satz eine teuflische Triage. (Das geht ja gut los. Es war von einem Triangulum,
einem Personendreieck die Rede. Und war wirklich 'teuflisch' das Adjektiv? Anm. d.
Red.)(Triagen sind halt kurzlebige Beziehungsdreiecke, höhö. Anm. d. Prot.). Das dann aber nicht geliefert wird, das Dreieck, sondern eine Glosse über ein reichhaltiges aber
genau gescriptetes Ideenfeuerwerk, wie der Geliebten der Antrag gemacht wird.
Kreideherz, Blütenzahl, Massageöl und die drei Kostüme, wobei das vom Protagonisten
vorhergesehene "du bist verrückt!" der Protagonistin mit Pflegerkostüm und "Herzklopfen, will dich pflege bis zum Ende" gekontert wird. "Ich will, wenn Du Kinder
willst." Harter Bruch mit dem "kann aber nicht."
Prompt die Kritik: "Du hast uns die angekündigte Rivalität vorenthalten! Der erste Satz versprach Dreieck, aber der Mitbewerber - außer im Satz dass er keine Kinder wollte und
raus war - kommt nicht vor." - "Ja, und die Frau ist nur Projektionsfläche und nicht portraitiert. Und Wendungen wie 'die zwei sind Freunde und sprechen sich ab, wer wie weit beim Antrag geht, wer welche Zugeständnisse macht wären ein guter Twist gewesen! Und die Nacktphasen beim Kleidungswechsel hätte man schon genauer beschreiben können." - "Aber es waren nur 1000 Zeichen oder 2000 oder so zugelassen,
das habe ich genau erreicht. Und es sollte mehr ein How-To für die Leser:innen sein.
Und es war jetzt auch kein besonderer Wettbewerb, da gibt's nur Geld, keinen Ruhm." -
"Kannst du mit dem Rascheln aufhören? Ich muss mich auf meine Argumente beim
Kritisieren konzentrieren. Ich kann mich nicht reden hören." - "Wie war das mit den
Absprachen der Freunde? Der Raschelnde hat sich garantiert mit dem Autoren abgesprochen..."

Und dann zum ersten Gedicht des Abends... Vorhang auf für .... Tamas!
"Hört ihm zu! Er hat Lyrik!" - "Schade, dass Chrys nicht da ist, er hätte viele Adjektive
dazu." - "Empfehlen wir nicht meist, Adjektive zu streichen?" - "Pssst, Ruhe jetzt. Ihr
schreckt ihn ja ab." - "Er ist kein Ei." - Aber wie aus dem Ei gepellt." (Ich dachte, nur KIs
halluzinieren... soll das ein Austesten von Grenzen sein, ob nach dem Versand der
Protocollage Einspruch kommt? Anm. d. Red.)
Die Seele als Neonlicht in der nächtlichen Stadt. In der Menge mit- und zerschwimmen.
Der Pub als Beichtstuhl, aber erst im Park Erlösung und Trost.
"Wow, wie ein Trakl'sches 'unter den Bäumen der Trost'" - "Ich war irritiert über den
Ortswechsel." - "Nein, mehr Irritation in der Lyrik bitte!" - "Ja, aber sie muss aufgehen!
Also klar als geplant erkennbar sein."
"Vielleicht ist eine Lesart 'Suff am Friedhof' oder 'vom Suff zum Friedhof'?" - "Kritik am
Alkohol, und das in Bayern... sehr mutig."
 "Irgendwie habe ich Blade Runner Vibes bei dem Gedicht." - "Das ist lustig, denn der
Film ist beim Schreiben eine Inspiration für mich." - "Na, dann hat der Transport dieser
wie auch immer mental gearteten Einheit mittels dieses Werkes ja nachweislich
geklappt!"
"Die Menschenmenge ist eine Aussage, dort bitte auch bildlicher werden, so wie im Rest
des Gedichts." - "Und auch im Titel fehlt noch ein Bild." - "Und wie gesagt ruhig mehr
Irritationen! Und vielleicht auch mal eine narrative Variante probieren?" - "Fette
Strophen. Man kann definitiv sagen: 'In Dir steckt ein Dichter!"

Krieg und Frieden ... und Märchen. Die die ein real existente Krankenschwester Charlotte
Rougemont in Lazaretten vorlas.
Der süße Brei und die Nixe im Teich, verwoben mit Delirium... und dem Tod. "Kein
Grimm'sches Happy End wie die zwei Märchen, sondern ein düsteres Ende à la Hans
Christian Andersen." - "Tja, Autor:innen wollen Protagonist:innen gerne zu 'einem
sauberen Ende bringen'." - "Hallo?! Bei mir überleben die Leute!"
"Habe im Märchenseminar gelernt: in Märchen kommt - im Gegensatz zu Sagen - der
Krieg nie vor." - "Das dritte Lieblingsmärchen der Kriegsversehrten war der Eisenhans. Im
'süßen Brei' wird der Hunger gestillt, in der 'Nixe am Teich' geht es um die Schuld der
Väter und das Wiederfinden nach langer Trennung, im 'Eisenhans' hilft 'der wilde Mann
am Tümpel' dem Prinzen, seine Prinzessin zu heiraten und entpuppt sich selbst als
Prinz."
Fragen des Autoren Andy an die Runde: "Funktioniert das Verweben von Märchen,
Lazaretthandlung und Delirium?" - "Ja." / "Und die konkreten - und damit als Kontrast
explizit nicht märchenhaften - Ortsangaben und Namen?" - "janeinvielleicht."
 "Doch, sogar noch genauer, nicht nur humanistische Bildungsdetails." -
 "ja, aber auch die Krankenschwester noch etwas verändern..." - "nein, die ist real,
siehe Wikipedia... sie wurde von Vilma Mönckeberg-Kollmar dahingehend beeinflusst,
dass Märchen ihre Wirkung erst durch eine wortgetreue Nacherzählung der schriftlichen
Version entwickeln. Ihr eigenes Lieblingsmärchen war wiederum wohl 'Das Erdkühl(e)in'
von Martin Montanus, übrigens ein Vierteljahrtausend vor Aschenputtel dran." (Ach, Andy hat also den Wikipedia-Artikel vorgetragen oder was? Das sollen wir Dir jetzt
glauben? Anm. d. Red.)
 (Nicht nur das. Ich bin mir nahezu sicher, dass er auch sagte, dass man bei ATU nicht an Autoteile, sondern Märchenkategorisierung denken soll. Auch wenn ich das in den
Notizen nicht finde. Anm. d. Prot.)
In einer kurzen Lesepause Diskussion darüber, dass es kaum noch Literaturzeitschriften
gibt. Und dass beim traditionsreichen pegnesischen Blumenorden Stützen
weggebrochen sind (Michael Lösel) oder demnächst wegbrechen (Uli Rothfuss). Ihr
'Blattwerk'... sollte Wortwerk da einsteigen? - "also ihre Website ist noch aktiv... bei
Veranstaltungen ist was für den 25. März aufgelistet: dass im Caritas-Pirckheimer-Haus
Werner Kügel aus dem Blumenorden-Archiv über Dr. Wittwer vorträgt" - "Jedenfalls darf
so ein fast 400 Jahre alter Traditionsverein nicht untergehen! Und wir können den
goldenen Blumentopf ja zu was Märchenhaftem abwandeln." - "Und unabhängig davon
hätte ich mal wieder Lust auf eine Literaturzeitschrift oder Anthologie, auch wenn das viel Arbeit ist."

Vom Eisenhans zum Eisenhut: Tobis Gedicht über Wespen im eisernen Haupte des
Hydranten, hydramyriadenartige Eisenhut-Blüten auf dem Rasen und die Beziehung
eines Paars dazwischen.
 "Quasi: 'Sieh, die Wespen bauen ein Nest, und wir Doldis streiten!'"
 "Hydranten besingt man nicht." - "Aber gerade doch, weil bisher nicht!" - "Ich habe
die Alliteration Hydra/nt bemerkt, möchte ich betonen."
 "Aber ein Wespennest im Hydranten?" - "Doch, diesen Hydranten gibt es!" - "Ich finde
es nicht okay, wenn Du die Realität bei Diskussionen über Realismus heranziehst."
"Ich gebe jetzt nicht mit meinem Wissen über Erdwespen an ..." (das war der Einstieg zu
einem mehrminütigem Schlagabtausch zwischen Kritikerin und Autor über die Low Carb Eiweiß-Diät bestimmter Wespenarten und die Beinlänge als Unterscheidungsmerkmal,
während der Protocollagist Sätze wie "Die gemeinen Wespen bauen gemeinhin Nester."
und "Hydranten löschen Beziehungsbrände" vor sich hinkritzelte. Anm. d. Red.)(Ja, aber
die beiden hatten bei ihrer Diskussion auch eine Themenverfehlung, weil sie gar nicht
mehr über das Gedicht diskutierten? Anm. d. Prot.)
"Die Zeile mit dem Hydranten ist neckisch." - "Oder die mit der Hydra?" - "Oje, das ist der
Worst Case für Kritiken, so wie ein '... jaaa, das ist ein pfiffiger Haarschnitt.' Dann lieber
umstritten sein!" - "Du musst das Gedicht einfach noch ein paarmal lesen, Antonia."
"Weiß die Jugend, was eine Hydra ist? Oder ein Hydrant? Die sieht man ja kaum noch, da
Wasserversorgung Feuerwehr heutzutage oft aus Unterflurhydranten..." - "Also, mein
Kind ist mal gegen den Hydranten vor unserem Haus gedonnert, die weiß, was das ist." -
"Früher war mehr Lametta und Hydranten" - "Wo sind die Hydranten hin." - "Was habt ihr
denn, es gibt doch noch ganz viele! Also den vor der Schule, und ... äh..." - "Genau, den
kenne ich auch!" - "Also meinen alle den gleichen Hydranten, oder wie?"
 "Deine Tochter ist am Hydranten zerschellt, aber Du liebst die Dinger trotzdem." - "Und
vor allem im Brandfall." - "Da hätte ich ein Gedicht: 'Was wohl die Unterschiede
zwischen Hydranten und Hydras sind? / An ersterem stößt man sich als Kind.'" - "Ihr seid
blöd, das wisst ihr hoffentlich."
"Und wieso spielt ihr beide schon wieder am Handy rum?" -"Heul nicht rum, wir
tauschen per Airdrop Fotos aus der Weinerei, aber wir haben technische Probleme." -
"Stellt euch nicht so an, Airdrop ist eigentlich auch nicht schwerer zu bedienen als
Hydranten." (legal disclaimer: der harsche Tonfall ist nachträglich gepimpte Dramaturgie
des Protocollagisten und stellt keine Ähnlichkeit mit real existierenden Personen und
Situationen dar. Anm. d. Red.)
"Airdrop, Mic drop, name drop, jaw drop, kick drop, gelutscht drop"

Fade out: "Jörg kennt wirklich Gott und die Welt." - "Aber die vorhin zitierte Maren kannte
er nicht!" - "Das liegt dann sicher an Maren."
 "Ich würde gerne Comics mit KI erstellen." (insert discussion "KI: nur Remix oder echt
neu?" here. Anm. d. Prot.) - "Vorsicht: ich kriege auf meine KI-generierten Insta-Fotos
Hatekommentare." - "Ach, wie im Journalismus: jede Reaktion ist gut, außer gar keiner." -
"He, wieso haben auf einmal alle ihr Handy in der Hand? Ja, ich weiß, ich habe es schon
den ganzen Abend in der Hand, aber ich schreibe ja auch mit... vielleicht sollte ich wie in
der Arbeit künftig die Transkription mitlaufen und dann zusammenfassen lassen...
Liebe Grüße Jogi 
PS: weiter an Energiewende, Klimaschutz und Demokratieerhalt dranbleiben!

Freitag, 16. Januar 2026

Kosmischer Transfer: Künstlergespräch und Lesung

Wer die Ausstellung "Kosmischer Transfer" noch nicht gesehen hat: am kommenden Samstag, 17.1.2025, 16:00 Uhr gibt es das Künstlergespräch mit dem Wortkünstler Tobias Falberg und dem Bildkünstler Hans-Peter Stark sowie Lesung aus Bild-Text-Gedichten und anderen Texten.

Ort: Kunstraum des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen

Pirckheimerstraße 36, 90408 Nürnberg




Samstag, 10. Januar 2026

Werwölfe würden drogenfrei chillen

Heuer werden zwei Bücher von Antonia publiziert!

  1. "Ein Werwolf mit Lampenfieber: Rhetorik für die 5.-7. Klasse", Haseundigel Verlag, erscheint am 12. Januar 2026
  2. Und "chill mal - ist doch nur Gras" ein Jugendroman über die Folgen von Cannabis-Konsum bei Jugendlichen, erscheint am 16. März 2026 im Verlag an der Ruhr




Freitag, 9. Januar 2026

Chrys de Borgos Imperativ: Kein Leben vor dem Tod oder neben Dir!

Oder: „Selbstgewürgt schmeckt's besser“

Die Wege zur Kunst: Tektonik von Bedeutungsebenen schon auf dem Weg zur Lesung, an der U-Bahn-Tür: „Sind Sie auf der Gästeliste? Dann hereinspaziert, der Champagner steht links!“ - "Äh..." (mit Verrückten soll man doch nicht diskutieren, oder wie war das?) "Ich muss noch fahren, danke"

Vor Ort dann kein Türsteher, aber eine versperrte Haustür. „Ja, die Hausnr. ist zwar korrekt, aber trotzdem: noch mal eine Tür weiter, danke“

Die holzgeschnitzte Videokamera wird vom Gastgeber sofort erklärt: „ja, das ist Kunst - wenn auch nicht Teil der aktuellen Ausstellung; gleichzeitig ist es aber auch Fake, da nebst Originalverpackung und Folie einem Freund per Kofferraumverkauf angedreht.“ – „Tja, da gilt das Rücktritts-/Rückgabe-Recht nur, bis der Pickup des Verkäufers außer Sicht ist.“

    Das Obst-Stilllleben auf dem Tisch ist auch nicht Teil der Ausstellung, aber keiner traut es sich essen... alle haben die Beuysche Wannenschrubreinigungskraft warnend im Hinterkopf

Mit den tatsächlich etwa 10 U/Min aus dem Namen des Kunstwerks um die in der Einladung und auch vor Ort beschriebenen Säulen wandernd
    in Signalsperrbandfarben und zwischen den umlaufenden Zeilen:
        Gebete auf den Tapeten, nicht geschreddert zu werden 
            im brüllenden Affenkäfig dieser Welt
        konsumiert durch 
    Weltraumguckloch Fernseher und 
    Weltguckloch SM-Art-Phone

"Euch erwartet eine Dreiviertelstunde Soundcheck mit Lyrikpassagen aus meinem aktuellen Doppelband Venus-Mars.
    In Mono. Stellt euch den stereotypischen Stereo-O-Ton einfach vor. Ich hoffe, meine Vorrede war hilfreich.
        Einen schönen Abend noch! Nein, nicht wegrennen, das war als Begrüßung gemeint!"

An Wochentagen mit ASMR
    lauscht das vorbildliche Publikum - leisetrinkend selbst während forte-Passagen und mit geschlossenen Augen lauschend
        gut, beim kurzen Fortissimo mit der verzerrten Sprache ging die Augen auf
            im zu früh gestoppten Video fehlt an dieser Stelle das "braucht jemand die Übersetzung?" des Autors

(Das nervt übrigens, wenn auf Konzerten alle filmen. Hier zum Glück nur punktuell. Anm. d. Prot.)(Und Du warst einer davon, gehe ich recht in der Annahme? Anm. d. Red.)(Jabernur, weil nicht ersichtlich dass er sich das selbst aufzeichnet! Anm. d. Prot.)(Das haben wir im Gespräch danach doch geklärt: Tunnelblick während der Performance, Aufnahmen verfälschen O-Ton, Kunst im Jetzt erleben, Kunst zerfällt wie Mandalas... Anm. d. Red.)(Mundwerkzeuge von Gliederfüßlern? Anm. d. Prot.)(Ich habe den privaten Chatroom "Kopfwäsche" eingerichtet. Alles weitere dort. Anm. d. Red.)

Wir lauschen den Elektrosounds, 
    den perkussiven Kuchenblechklängen (links im Setup-Bild Mitte rechts Anm. d. Prot.), 
        den unverzerrten auch nicht wutverzerrten Ausführungen über die Lernfähigkeit halbseidener Anverwandter, stets geahnte aber ungeahndete Rafflust der Ahnen und schlecht aufgelöster (besser umrühren? Anm. d. Prot.) Dschinn-Gorillas. Wir sind alle Teile Gottes. Teilchen.
    Wir nehmen Frösche - in deren Händen die Welt eh besser als in unseren Affen - huckepack. Kuchenpakt im Küchentrakt. Dar-win-win-dows. (Außer vielleicht in Händels Händen, wäre da die Welt besser? Oder in denen von ungebratenen also noch lebenden Brathändln? Anm. d. Prot.) (legal disclaimer: Der Text hier wurde durch ein nicht authentifiziertes … korrigiere, durch ein nicht zur authentischen Wiedergabe fähigen Gehirn gefiltert. Wir bitten um Entschuldigung. Fachkräftemangelware, Sie verstehen... Anm. d. Red.)(Ja, Fachkräfte in die Mangel nehmen, siehe Rocket Scientist im nächsten Satz, und gab es da nicht den Sketch mit diesem und dem Gehirnchirurgen, der... hast Du wieder meine Tastatureinausgabe umgeleitet? Und wieso blinkt dieser blöde Chatroom schon wieder so hektisch rot? Anm. d. Prot.)

   "Rocket Science" als Schlagwort, außer in Hardware-Ansprüchen. (ah, habe meine Tastatur wieder, Gottundmariaseisgedankt. Genau, versuch mal Mondlandung auf nem 286er und dann KI auf nem 286er und dann siehste schon, wo Du blöd aus der Wäsche guckst. Aber was ganz anderes: hätten KIs die Sprache erfunden, hätten sie diese Wäsche-Redewendung nicht kreiert, oder? Und kennt Gen Alpha die historische Prozessorbezeichnung noch? Und gibt es 286er vielleicht mittlerweile als Bezeichnung für KI-Chips? Und spricht man die K oder Sch wie bei Chemie / Kemie / Schmie? KI-Kips? Glaubst Du, diese Überlegungen interessieren die Leser:innen? Hallo? Oh nein, nicht wieder die Stelle der imaginären Redaktion neu ausschreiben... so viel Bürokratie... Anm. d. Prot.)

Keinen Gott neben dem Tod, kein Nebelleben neben dem eigenen zulassen.

Die Atomkraft mit zurückgekämmten Armhaaren durchsetzen. Ja, wir armen jetzt RIF (Ruhe in Frieden)- FJS-Wettern-Losen. Armeen von Nachahmern in seiner Partei sind kein Ersatz, auch wenn die große Kraft durch Teilung des kleinsten einst unteilbaren natürlich erneut bemüht. 

    Mit angepassten Ohren hörst du die Hochhäuser schluchzen. Greater gain, great again, greta again, insane in the grain / brain / groin.

Satzfetzen (siehe dazu auch unten): "Voll der 80s Textadventure Jugendflash, das Buch! Und dann noch lyrisch!"

When high on emotion, don't pay the ferryman or the Lady in red, but the Artist: Der Silberstreif des gut gewässerten und gezeichneten Hunderters im herumgehenden Klingelbeutel. Klingelputzen bei freiem Eintritt.

Und der Postlesungs-Austausch: 
Zwei Welten, Klang und Wort, bedient. 
Von Dönern, so gut, dass er sogar gelegentlich Vegetarier bekehrt, wenn auch mit schlechtem Gewissen: „er bäckt sein Brot selbst, erwürgt seine glücklichen aber letztlich glücklosen Kälber eigenhändig- das schmeckt man einfach !“ – „Das erinnert mich an die Ochsenrippen am Erlanger Berg, und den stolzen Herkunftsnachweis: ‚heute essen wir den (päpstlichen? Anm. d. Prot.) Bullen Egon den III.‘“ (Schweiz er/n Garde! Anm. d. Prot.)

„deswegen heißt das Restaurant ja auch ‚Regenzeit‘“: das war eine aberüberoberwitzige AW / Re:plik , der Protocollagist weiß leider nichtmehr, worauf. 42-Vibes.

Und bitte keine akademische kunstelitäre Kritik am Beuyschen Konzept "alles ist soziale Skulptur/Plastik/Kunst!" (Hauptsache keine Plastiktüten. Anm. d. Prot.)

    siehe die Anekdote der blinden Frau, die Kunst ganz anders wahrnimmt. Auch wenn sie sich nicht ins Schlagzeugset hat fallen lassen.

        ALLES ist Kunst, auch Ingenieurskunst, Architektur, Medizin... siehe die Anekdote von der Netzhaut-OP durch den berühmten Professor, und die Augenärztin, die beim Check später voll Wonne seufzt: "Ich erkenne seine Handschrift in den Stichen! Ein Kunstwerk!" (Quasi signiert? Anm. d. Prot.)(Tja, Kunst liegt im Auge des Betrachters... argh. Und wieder färbt Dein Gequassel auf mich ab, wenn ich mich Dir zu lange aussetze! Anm. d. Red.)

    bitte auch den Rest Ausstellung im OG nicht übersehen, folgen Sie den Sonderzeichen...

        ... oh ja: vielseitigst bezüglich Blickwinkeln,  Denkvektoren, Materialrichtungen; von der gestern geborenen Sonne über die zerbrochene "das hätte nicht passieren dürfen"-Tafel bis zum aus Buchstaben geformten Boot in der Wortschatzkammer. Und der vorwitzigen Maus im Eck des Türrahmens.

Das Gehirn plastisch mit Gesprächen (oder auch Kunst! Anm. d. Prot.)  formen. Und in der Arbeit spreche ich nur gefühllos mit dem Monitor. Das ist keine gute Haltungsform.
    schmunzelnd feststellen, dass beide Gesprächspartner schon mit dem Gedanken spielten, im öffentlichen Raum Gesprächsfetzen aufzuzeichnen

        "Ja, zum Beispiel bei der Zugfahrt gestern! Massive Verspätungen ... oh, diese Dialoge! So authentisch! Aber welche Textform wähle ich da?"

    Tja, Warnhinweis: Vorsicht, Autor hört mit! Bzw. Autor hört zu z.B. im Zug und ist dann am Zug. (der Warnhinweis gilt übrigens immer auch für anwesende Protocollagisten, hihi. Anm. d. Prot.)

Oder, in den Worten des analogen Graffitis, letzthin digital in Insta iwo gesehen: "earth without art is just eh"

In diesem Sinne: heARTful wishes for this round around our sun, Jogi.

PS: Noch die Begrüßung nachträglich: Dia is muire duit! (Gott und Maria mit euch. Gälisch-irische Begrüßung, weil der wortspiel-anspielungs-gedingste Sänger ja Ire ist. Anm. D. Prot.)(Wollten wir zwecks Lesefluss diese Multikultibegrüßungen nebst witzeerklärender Sekundärliteratur nicht ganz lassen? Anm. D. Red.)(Nein, Tag für Tag wichtiger, dass sie am Anfang stehen. Und auch gleich Zweitbegrüßung, aus aktuellem Anlass, hinterher; im venezolanischen Dialekt: ¡Qué vaina! Ausdruck der Überraschung / Empörung / Frustration. Eigentlich hier ja “Encantado”, “erfreut euch zu sehen”, da ja Begrüßung, aber dort natürlich nicht...Anm. d. Prot.)

PS2: Auch wenn es pseudolateinrömischcatokarthagogebildet ist, in jeder Mail, jedem Post seine Anliegen als PS zu wiederholen: Energiespeicher! E-Mobilität! Vernunft!