Dienstag, 4. März 2025

Proto und so

 i Habe die Ehre !

Eine große Runde gestern, umrahmt von politischen Diskussionen (eingangs national, ausgangs international – die Künstler sind nicht mental in den Elfenbeinturm zurückgezogen. Tja, alles Vor- und Nachteile…)

Andy kam auf etwa einen Euro Tageslohn im Selbstpublishing Amazon, und das nicht mit dem Gedichtband, und auch durch anfängliche Freundschaftsdienste bei Bewertungen. Auch die Unsitte oder Sittenwidrigkeit von Agenten-Klauseln wurde diskutiert und (ergebnisoffen?) mit Maklerverträgen verglichen.

Organisatorisch wurde – neben dem Vertrag zwischen Christian (haftet)(danke) und Stadt über die Raumnutzung (daher bitte immer vorfinden wie zurückgelassen und/oder umgekehrt) - Textualienmarkt im Juli und Poetenfest im August gesprochen

Bei ersterem: Jubiläum. Party. Wortwerk so wie es ist: Texte vorstellen und besprechen. Texte von Gruppenmitgliedern aber auch Externen. Angebot, dass wir die vortragen (und eben besprechen). Natürlich schwierig, wer hat den Mut da einfach vor Fremden die eigenen Babies zu präsentieren… andererseits: open mike und so...

Bei zweiterem: da eher Vorträge, wobei die Organisatoren genau das („nur“ Lesung) eher nicht wollen… also mehr Richtung Performance. (dem Protokollanten schweben große Monitore mit dynamisch animierten Texten vor :-) Vorschlag Leo: Konzept „Natur“….

Für beides auch vorsichtiges Fühlerausstrecken Richtung Wortwerk Erlangen...

Organisatorisch natürlich nicht auf (Christians) zwei Schultern. Auch hier über Mailwechsel können Vorschläge ausgetauscht werden, und/oder alle bis nächstes Mal konkretere Ideen

Dann hat (verzeih falls der Vorname nicht stimmt) Thomas aus seinem aktuellen Romanprojekt vorgelesen: Jugend in den 90ern auf dem bayerischen Land. Positiv rezipiert, alle wollen wissen wie es weitergeht, sehr gut beschriebene Charaktere einer "Rest-Familie". Altbayerische Details. Und die Darstellung des Themas soziale Scham. Einwand Andreas: kürzer und sinnlicher, das Sensen? Überlegungen und Gedanken des Protagonisten sehr interessant und amüsant, aber ist er zu sehr reflektiert für Jugendlichen?

Und Matthias las Gedichte aus Krypto Night, dem Werk, wo der Untertitel schon ein Gedicht für sich ist: teils sehr lyrisch-poetisch, Birkenlichtgeflimmer und Nonnen-Schmetterlinge. Und mutige Silberpferde im Netz. Und die strahlenden Augen des Blinden.

Aber auch im Mix mit abstrakt-"anstrengende" Passagen... und Anspielungen auf Dichter, Maler und Philosophen. Das Vorwort mit Erklärungen ist neu.

Doppelt vorgelesen bleiben tatsächlich mehr Funken in den Köpfen der Zuhörer hängen. 

Auch das Experiment à la "sing my song", also das Vorlesen durch Christian, war eine interessante Variation.

Und eine ausführliche Diskussion, ob man ein literarisches Werk abschließt oder es vom Verlag weggenommen kriegt oder man irgendwann die Lust daran verliert 

Und der Rest war wieder kollagierte Wortfetzen…:

Diese Frage tut literarisch wohl.

Wie kann man zu Literatur nein sagen.

Hast Du den Agenten gesucht – äh, warum die Vergangenheitsform? Ich suche noch.

Anders als bei unseren kreativen Geschwistern aus der Musikbranche geht in der Literaturszene kein Goldgeldkoffer um.- Nur Bücher im Handyformat verkaufen sich. - Oder Pilcher 2.0 als „young adult“, die (nicht ganz so) Schöne zähmt das Biest. - Ja, aber es wird noch gelesen. Immerhin.

Speeddating in Leipzig – ach so, mit Verlagen und Agenten.

Ein Euro pro Tag – wie war das mit „ich war jung und brauchte das Geld?“

Bitte nirgends Müll hinterlassen, hier gibt es einen direkten Rattenzugang.

Die literarischen Figuren vor Vertragsbeginn entfernen. - Kostenlos ist nicht ernst genug.

Der Textualienmarkt vor drei Jahren… - ich erinnere mich, das war ein heißes Jahr. - Oh, das werden wir sicher toppen heuer.

Wir sollten dort einen Safe space für die AL, die anonymen Literaturschaffenden, bereitstellen.

Die Erlanger Wortwerker sind jünger als wir – wir waren aber auch mal jung und sexy, wir waren auch mal Erlanger!

Das ist das Problem mit den studentischen Gruppen, der Mitgliederschwund nach dem akademischen Titel.

Naturkonzept fürs Poetenfest: „Wortwerk mäht den Rasen.“ / Aufsizchtsrazenmäher.

Man muss auch einkalkulieren, dass auf der Bühne phasenweise mehr los ist als davor.

Maximal eine Seite – oder ist das zu einseitig?

125 Jahre FC Bayern – da müssen wir uns ranhängen!

Fürs Protokoll: Der Vorleser hat sich NICHT aufgedrängt.

Aeskolap-Nattern: ist das nicht ZU symbolisch? - ja, aber die gab es da und vor denen hatte ich Angst.

Es kommt: „die Frau 2.0.“ - Wie: jetzt kommt die Stelle wo er das Mädchen kennenlernt und da willst Du aufhören?

Er kann sich sogar einen Gärtner leisten, der für ihn Tennis spielt. Und nein, der Autor hat nur Tischtennis gespielt. 

Es fehlen die Gerüche, vielleicht auch die schlechten des Bruders.

Leberkäs fleischgewordener Depardieu (?)

Das Dechiffrieren der Habitusse

Nur punktuell untypisch jugendlich. - Ja, er reflektiert zu sehr. - Ja, aber ich war so als Jugendlicher!

Ich habe auch noch die Sense bedient.

Clash of cultures: ja, aber nicht dauernd „Scheiße!“ schreiben

Es gibt halt nun mal lebendige Klischees, trotzdem: Pfui.

Schreiben hilft. Gegen unvollendete Texte.

Rassismus reicht, nicht auch noch Chemie-Teflon-Skandal. (vergiftet, daher AfD-Wähler)

Wir sind scheinbar viele bayerische Provinzselbsthilfegruppemitglieder

gedankenlos Gedanken denken.

Überarbeiten kannst Du immer. - Das ist ja das schlimme!

Wie fühlt sich das pre-digitale an… das kriegen die jungen Autor:innen von heute ja gar nicht mehr hin! - Genau, Wählscheibe und Sense und Liebesbriefe – Liebesbriefe sind eine tote literarische Gattung – ja, die verkaufen sich sehr schlecht.

Bist du auch der erste deiner Familie, der studiert? - Nein, der erste der sein Studium abgebrochen hat.

Die Lücken zwischen Leben und Buch... und Autor und Leser

Du hast ein entschlüsselndes Vorwort für die Abkürzungen in den Titeln eingefügt, aber das entschlüsselt nichts, weil z.B. "L.S.M." für "Liebe Sarah Müller " steht. - Ja, aber es geht gar nicht um sie.

"A" steht für Teamwork. 

Lyrik kann mit Rhythmik und so direkt ins Hirn malen 

Der Wechsel von sinnlichen Pferden zu abstrakt macht mir Probleme. Auch, als Du für ihn vorgelesen hast. Immer noch das gleiche Problem, aber anders. - Und Beamt:innen finden vielleicht auch das Trocken-Abstrakte erotisch.

Kein/en Gefallen. Deshalb vielleicht umso mehr. Was auch immer das hieß. 

Vom Autor mit dem Text allein gelassen worden 

Viele schöne doppelte Böden zum Reinfallen 

Ich möchte die Statik des Gedichts bröckeln sehen. - Nein, man muss das bildhauerisch sehen, Statuen können auch schön sein. - Oder man performt ihre Zerstörung - ja, Bücher kann man umschreiben, beim Bildhauer ist irgendwann der Klotz weg. In Lyrik ist ein eingebauter Veränderungsprozess - ich muss mich der Lyrik zuwenden, da ist auch Nicht-Abschluss erlaubt. - Lyrik stellt Un-Fertigkeit aus

Naja, auch die Belletristik.... Figuren wandeln sich, man selbst verändert sich - Eine Figur ohne Eigenleben ist schlecht

Fahren wir nach Asien... Oder zum Mond 

Die Melodie des Gedichts... vertonen? - Um Gottes Willen!

Es gibt keine falschen Empfindungen, außer sie sind von Dir

Schwebende Schmetterlinge mit literarischen Nadeln aufspießen

Mein literarisches Projekt, mein Baby, ist in der Trotzphase - ich habe von einem Autor gehört, der eher vom "begraben" spricht 

Es ist ja irgendwie unser Hobby 





Dienstag, 4. Februar 2025

was bisher geschah a.k.a. und es begab sich

Werte Freundinnen und Freunde der Werke aus Worten,

da Christian gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, hier ein paar Reflektoren-Zeilen von mir, am Schluss ausufernd in der alten Tradition einer Protocollage.

Andy stellte ein paar Informationen zu den von der Stadt organisierten texttagen 2025 (11.-13. Juli, https://texttage.nuernberg.de/ ) vor, (Christian regte ja letzte Woche eine Teilnahme von Wortwerk an): Neben den Meisterklassen bzw. Workshops mit Autor:innen gibt es dort ja den "textualienmarkt", der im offenen Rahmen / freestyle die regionale Literaturszene präsentiert und vernetzt. Die Ansprechpartnerin der Stadt sollte relativ zeitnah kontaktiert werden. Die Anwesenden können sich eine Teilnahme durchaus vorstellen... weitere Details wurden noch nicht festgelegt. (Lesung alter Protocollagen? :-)

(Andy erwähnte auch, dass er alte Texte in ein Archiv gegeben hat, aber hier merke ich, dass ich als Protokollant nichts tauge: waren das auch Wortwerk-Texte? Und wo ist das Archiv? :-)

Matthias Schwab war nach vielen Jahren wieder bei einem Treffen dabei! Er hatte "void – works: Bilderverbrennung und andere Aspekte einer Heterospektive" und "einstweilige verführung & locus solus (alphabet und zweifel)" im Gepäck (8. und 10. Eintrag auf https://www.leerstelle.org/buchhandlung/ ). Nachdem wir in den SaloOon gewechselt waren, erzählte er über die Schwierigkeiten des einen und das jahrzehntelange Formen des anderen Projekts (letzteres mit Strohhalmen, nach denen der Leser wortwörtlich greift, und lose-Blatt-Gedichten). Beide Projekte fanden großen Anklang, vor allem Haikus wie "Stein und Stein. Zwei Brocken Wahrheit" :-) Anschließend las er noch aus seinem aktuellen Projekt "Krypto Night" vor.

Hier taten wir uns - obwohl uns die Konzentration, quasi Verdichtung der Leerstellen gut gefiel - mit dem Feedback deutlich schwerer (es war sozusagen so kryptisch wie das präsentierte Werk - Form und Klang, nicht erzählte Geschichten!), da fehlten einfach unsere besten Lyriker Tobias und Christian, aber Matthias bringt die Texte wieder mit. (Dirk: "Ich bin halt nur Lyrik-Konsument")

Andy erzählte ein paar Hintergründe über das Sammeln von Jugendstil, Gotik und Bronzezeit-Artefakten (und dass iranische bemützte zwergengroße Bergwerksarbeiter die Basis der Mainzelmännchen sein könnten) und wie (menschen)leer das Germanische Nationalmuseum meist ist.

Zum Ausklang stellte Frank wieder sein Aufgreifen unserer Anregungen und seine aktuellen Anpassungen bei den "Prussian Angels" vor - wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Wer stößt Prozesse an, Konzerne oder superreiche Fans?

Kurz nach elf, als wir auch gerade zusammenpackten, bat uns der Hausmeister (mit Verweis auf das "21:00-22:30 Wortwerk" an der Tür) zu gehen :-) ggf. treffen sich die Ersten künftig auch schon 19:30 oder so, damit die Abende länger werden :-)

Protocollage vom 3.2.25:

Das Leben ist so verdammt repetitiv.

Ich bin ein Sohn des Wortwerks - wie: wurdest Du bei der 1. Sitzung gezeugt oder was?

Schöne Grüße! Geht's ihm gut? - Es waren nur zwei Zeilen nach einem halben Jahr. - Naja, dann grüß in einem halben Jahr schön zurück.

Die Histologie stellt fest: im Bart ist Leben!

Madeleine ist nicht Maren und nicht aus der Schweiz - Aber sie hat auch einen Hund, wie Maren!

Jeder nimmt Geschichten anders wahr - genau, wir fragen Madeleine. - Narrative ist schon ein verrücktes Vieh!

Auf youtube findet man noch alles, und ich muss immer an die Babysitterin denken

Ich begleite Dich mit dem Zug auf Deiner Motorradtour und winke Dir vom Fenster zu. Augen auf die Straße!

Ich hätte gerne diese Jugendstil-Figuren hier. Ihr helft mir beim Tragen und zum-Fenster-Rauswuchten. - Lass Dir doch von den Montagsdemonstranten helfen.

Ich bin nicht so in der Literaturszene - Das ist kein Fehler.

Wie bremst man als Behörde eine künsterlische aber unliebsame Bildverbrenn-Aktion? Genau: Mit Verweis auf Emissionsrechte.

Das "Freier werden" (Adjektiv!) ist die Schnittstelle zwischen Kunst und Psychologie.

Eingelagert, eingemauert. Freiwillig. Und gestorben am Gestank.

Du hast meine katholische Energie aufgenommen; du kannst Latein!

Schummeln bei den Märtyrerinnen, damit sie buchstabengetreu bleiben.

"Leerstellenfehldrucke" ist doch ein guter Titel für Dein nächstes Projekt.

Dichter atmen Haikus - und wie wäre es mit einem Glossar in Haiku-Form?

Unbeweibt bleibt die Wand meist leer.

Iranische bemützte Zwergbergwerker.

Marmor, Stein und Eisen bricht, Bronze nicht!

Mein Schwert ist älter als Empedokles.

Das Problem sitzt vor den Seiten (Leser, nicht Autor)

Die Wirklichkeit klingt wie eine Geschichte von Frank.

Esoterik: Ist es ein sexistisches Klischee, dass sich ausgerechnet die Androidin aus der Androidengruppe damit beschäftigt?

Das Verzehren der Orakeltiere: ja, ja, das Motiv der Fähigkeitenübernahme durch Kannibalismus - ja, aber verrührt können die nichts mehr prognostizieren?

Die Macht der KI oder KI macht. Matrix ist aber übrigens schlecht gealtert.

Wie verteilt sich der Zweifel in einer oder mehreren Personen? Es ist zum Verzweifeln.

Freitag, 30. August 2024

VENUS–MARS ist im Poetenladen erschienen. Premiere am 31.08. auf dem Erlanger Poetenfest!

Am Samstag, den 31. August um 17:30 Uhr, wird Christian Schloyer den Lyrik-Doppelband „VENUS–MARS“ auf dem idyllischen Erlanger Poetenfest vorstellen – mitten im Erlanger Schlossgarten (bei schönem Wetter unter freiem Himmel). Der Eintritt auf die „Wiese“ ist kostenfrei, es empfiehlt sich, eine Picknickdecke mitzunehmen und es sich gemütlich zu machen. Entspannter lässt sich kaum den Neuheiten des Bücherherbstes lauschen.

Natürlich ist Schloyer nicht der einzige Programmpunkt – zwischen 14:00 und 19:00 Uhr wechseln sich da halbstündlich die neuen „Buchhighlights“ ab:

<Hier geht's zum Poetenfest …>


Mehr zum Buch:

<Autor:innenseite>

<Verlagsseite des Poetenladen>


Donnerstag, 14. Dezember 2023

Wir treffen uns weiterhin vor Ort – mit Möglichkeit zur Teilnahme per Zoom!

Unser erstes Treffen im Jahr 2024 findet, außer der Reihe, erst am Montag, den 8. Januar statt!

Die Nürnberger Wortwerk-Gruppe ist weiterhin monatlich aktiv. Wir treffen uns weiterhin regelmäßig am 1. Montag im Monat ab 20:15 Uhr im Künstlerhaus (Filmhauscafé). Ein Treffen vor Ort kommt immer dann zustande, wenn 3 oder mehr Menschen spätestens bis zum Montagnachmittag (besser noch ein paar Tage davor) Interesse hieran signalisieren. Ein Online-Treffen per Zoom kann ebenfalls auf diese Weise initialisiert werden. Gibt es (mindestens je 3) Interessent:innen sowohl für ein Treffen vor Ort als auch für ein Online-Treffen, dann ermöglichen wir ein "Hybrid-Treffen" vor Ort, mit der Option, sich per Zoom zuzuschalten!

Weiterhin sind wir offen für Neuzugänge jeden Alters. Neben dem Interesse an der Besprechung fremder Texte dürfen jederzeit auch eigene Texte zur gemeinsamen Begutachtung mitgenommen werden. Wir besprechen selbstangefertigte literarische Texte aller Gattungen, von Schreibanfänger:innen bis hin zu Berufsschriftsteller:innen. Wir haben den Anspruch, Raum für stichhaltige und konstruktive Textkritik zu schaffen und formale wie inhaltliche Impulse für eine literarische Weiterentwicklung der vorgestellten Texte zu geben. Aus zeitlichen Gründen sind an einem Abend aber kaum mehr als 2 oder 3 Texte sinnvoll zu besprechen.

Die Möglichkeit zur Anmeldung an unseren Treffen sowie Zugangsdaten für unseren Zoom-Kanal gibt es über unsere Kontakt-E-Mail.